Leben mit Liebe - Der Bote

Klaus J. Joehle

Übersetzung von Hermann Bachmann Übersetzungscopyright (c) 2006 Hermann Bachmann Beruht auf dem Original Living on Love "The Messenger' All Rights Reserved. Copyright (c) 2001 by Klaus J. Joehle Verlegereintrag Widmung Für meinen Sohn, Der stand mir zur Seite? Ich sage: Etwas und Alles Ist möglich Mit Liebe Kinder Das Problem mit unseren Kindern besteht darin, dass sie uns soviel zu lehren haben, Aber so wenig Zeit haben, es zu tun. Mein Problem ist es, es hat mich 15 Jahre gekostet, um das zu lernen. Jetzt fürchte ich, Dass ich den größten Teil meiner Ausbildung verpasst habe. Epigraph Was, wenn Du, nach vielen Jahren des Studiums der sogenannten alten Weisheiten, Dich in einer Sackgasse befindest? Die gesamte Information ist da, aber es scheint nichts zu funktionieren. Dann eines Tages, arbeitslos und ohne Geld, hast Du eine verrückte Idee. Du nimmst die ganze Information, die Du über Meditation, entfernte Betrachtung aus Körperreisen und so weiter gelernt hast. Du entscheidest Dich dafür, geistig in die Zukunft zu reisen, um zu sehen, wie die Resultate der morgigen Sportlotterie sein werden. Aber gerade als das Geld anfängt zu rollen, gerätst Du an Dein Zukunftsselbst. Du ignorierst ihn! Also kommt ein anderes Zukunftsselbst, um Dich zu sehen, die Vergangenheit zu ändern oder vielleicht die Zukunft zu ändern. Was, wenn Dein Zukunftsselbst Dir Information über Liebe anbot, die seit Jahrhunderten geheim gehalten wurden? Informationen, die alle Deine Träume wahr machen werden. Würdest Du das Geld einfach sausen lassen? Da Du dieses Buch mit nach Hause nimmst, wirst auch Du Dich entscheiden müssen. Klaus J. Joehle Inhaltsverzeichnis Widmung Epigraph Vorwort Eine kontroverse Anmerkung vom Autor Danksagungen Redaktionelle Arbeitsweise "Spezielle Anmerkung zu Rechtschreibung und Grammatik" Einführung Kapitel Eins Kapitel Zwei Kapitel Drei Kapitel Vier Kapitel Fünf Kapitel Sechs Kapitel Sieben Kapitel Acht Kapitel Neun Kapitel Zehn Kapitel Elf Kapitel Zwölf Kapitel Dreizehn "Meine Glückszahl" Kapitel Vierzehn Kapitel Fünfzehn Kapitel Sechszehn Kapitel Siebzehn Kapitel Achtzehn Kapitel Neunzehn Kapitel Zwanzig Kapitel Einundzwanzig Kapitel Zweiundzwanzig Kapitel Dreiundzwanzig Kapitel Vierundzwanzig Kapitel Fünfundzwanzig Kapitel Sechsundzwanzig Kapitel Siebenundzwanzig Kapitel Achtundzwanzig Kapitel Neunundzwanzig Kapitel Dreißig Kapitel Einunddreißig Kapitel Zweiunddreißig Kapitel Dreiunddreißig Kapitel Vierunddreißig Kapitel Fünfunddreißig Kapitel Sechsunddreißig DIE ANWEISUNGEN Einführung Entspanne Euch und Lasst Euch Gehen Öffnet Euer Herz, füllt Euch selbst und Eure Umgebung mit Liebe, Schickt Liebe zu Menschen Schickt Liebe zu Deinen Kindern Füllt Euer Heim mit Liebe Füllt Eure Arbeit mit Liebe Füllt Alles mit Liebe Ein wenig Extraliebe in Eurem Schlafzimmer Eure Wünsche mit Liebe verwirklichen Oft Gestellte Fragen. Schlussfolgerung. " Anmerkungen von Lesern " Vorwort Vorwort Du bist dabei eine Reise zu unternehmen, von der die meisten von uns nur träumten, in diesen winzigen Momenten, als wir uns wagten, die scheinbar unmöglichen Hoffnungen zu träumen. In den letzten 30 Jahren habe ich alle Bücher gelesen, zahllose Stunden mit Meditation und Visualisierung verbracht, lernte aus meinem Körper zu reisen - aber die ganze Zeit fühlte ich, dass da etwas fehlt. Nach einer Weile schien es, dass alle Bücher das gleiche Material immer wieder aufwärmten. Nichts Neues, jedenfalls nichts, was einen großen Unterschied ausmachte. Irgendwann im November 1995, nachdem ich entlassen wurde und keine Absicht hatte nach Arbeit zu suchen, habe ich einen Freund besucht, der zu dieser Zeit an seinen Sportwetten arbeitete. Wir sprachen über die Wetten und wie viel Geld er damit nicht machte, als mir ein Gedanke kam. Ich schaute zu meinen Freund und schlug vor, dass möglicherweise eine Person ihr Unterbewusstsein dazu nutzen könnte, um damit in die Zukunft zu sehen und ermitteln könnte, wer das Spiel gewinnen würde. Er dachte ich sei wahnsinnig und sagte es gäbe keine Möglichkeit, die Zukunft vorherzusagen und gab mir dafür 20 Gründe, warum es nicht funktionieren würde. Es ist ganz klar für mich - er ist noch dickköpfiger als ich. Aber je mehr ich darüber nachdachte, umso mehr mochte ich diese Idee. Als ich nach Hause kam, hatte ich mir meine Meinung dazu mehr oder weniger ausgearbeitet. Ich fand, alles was man dazu tun muss, ist, einen Zustand des Bewusstseins zu finden, in dem das Bewusstsein und das Unterbewusstsein zusammenkommen und zusammen arbeiten würden und nicht wie üblich getrennt wären. Es klingt einfach und es war einfach, auch wenn es eine zeitlang dauerte die Details auszuarbeiten und einen Plan zu erstellen. Ich ging zurück in die Bibliothek und holte mehr Bücher. Ich spielte ungefähr eine oder zwei Wochen damit, probierte verschiedene Sachen aus. Irgendwie habe ich alle Informationen, die ich finden konnte zusammen gemischt, ein bisschen von hier, ein bisschen von dort. Die Schlussfolgerung, zu der ich kam, war, dass ich in einem sehr tiefen Meditationszustand oder einen tranceähnlichen Bewusstseinszustand sein musste, um dann in die Zukunft zu reisen, um die Spielergebnisse zu sehen. Es klappte, und in Nullkommanichts hatte ich Geld. Ich habe jedes Mal kleine Wetten abgeschlossen und kleine Beträge gewonnen. Nach einiger Zeit habe ich meinen Freund dazu bringen wollen, dies auch zu tun. Ich dachte auf diesem Weg könnte man die Antworten vergleichen und noch besser werden, aber er hatte Angst und lehnte es ab damit irgendetwas zu tun zu haben. Ich versuchte es weiter, aber ohne Erfolg. Obwohl er nicht gerade ein sehr religiöser Mensch war, sagte er dauernd, dass ich eventuell einige kosmische Gesetze brechen könnte und mehr erhalten würde, als mir zusteht. Nun, wie es sich herausstellte gibt es kein solches Gesetz im Universum, aber es scheint, dass das Universum oder Alles-Was- Da-Ist seinen eigenen Plan hatte. Total ahnungslos bin ich dort voll reingelaufen. So fing alles an, aber so endete es nicht. Sogar die Wissenschaft realisiert langsam, dass es eine unsichtbare Kraft gibt, die wir Liebe nennen. Über Jahrhunderte wurde das Wort Liebe dazu benutzt um Gefühle und Emotionen zu beschreiben, aber es wurde nicht über die unglaubliche Kraftquelle gesprochen, die für alles verantwortlich ist, was uns umgibt. Stell Dir einfach einmal vor, welches Leben Du schaffen könntest, wenn Du wüsstest, wie Du diese Quelle anzapfen kannst. Stell Dir vor, welchen Unterschied Du in dieser Welt machen würdest. Die Tatsache ist, dass diese Kraft in uns allen ist, wir werden damit geboren. Jahrhundertlang wurde diese Information nur an eine handvoll - und ich meine wirklich eine handvoll - Leute weitergegeben. Der Versuch, die Lotterie zu gewinnen hat nichts mit der Information zu tun, die Du nun entdecken wirst, es ist für mich nur die Motivation, die mein Gewissen lange genug beruhigte, um mir zu zeigen, dass direkt vor uns etwas Unglaubliches verborgen ist. Manchmal frage ich mich, ob die Welt bereit ist für diese Information. Die einzige Antwort, die ich bekomme, sind die vielen E-Mails, die ich erhalten habe und immer noch erhalte. Sie kommen von Leuten, die überrascht sind, wie unglaublich diese Information ist und wie einfach und schnell sie wirkt. Ich habe mir ebenfalls Sorgen gemacht, ob dies falsch oder negativ genutzt werden könnte, da es schien, dass einige dies probierten. Lasst Euch dies eine Warnung sein. Liebesenergie, um ein besseres Wort zu verwenden, ist eine bewusste Energie und sie ist sich dessen bewusst, was Du damit versuchst. Ich vermute, dass es deshalb so gut wirkt. Die Geschichte, die Du bald liest, ist wahr, so gut ich es schreiben konnte und über die Informationen, die Du in diesem Buch entdecken wirst, ist, soweit mir bekannt, noch nie etwas vorher geschrieben worden. Auch wenn in vielen Beschreibungen die Kraft der Liebe erwähnt wird, wird doch nirgends erklärt, wie man diese Liebesenergie nutzen kann, um das Leben und die Liebe zu erzeugen, nach der Du suchst. Wenn Du es über hast, dasselbe aufgewärmte Material wieder und wieder zu lesen und Du bereit bist die nächste Stufe zu nehmen, dann lies weiter. Du wirst ein nur wenig bekanntes Geheimnis über die Liebe entdecken, welches niemand für möglich gehalten hätte. Wenn Du selbst viele Bücher liest und Du etwas suchst, das Dich weiter bringt, dann ist das die Information, nach der Du gesucht hast. Das ist es, nach dem wir alle gesucht haben. All meine Liebe Klaus Joehle Einleitung Eine kontroverse Bemerkung vom Autor Dies ist meine Überzeugung, nimm was Du magst und vergiss den Rest. Es sieht so aus, dass wir einen Weg gefunden haben uns selbst zu zerstören, so lange wir auf diesem Planeten sind. Wir führen Kriege und töten Andere zu Tausenden. Wir greifen die an, die schwächer als wir scheinen und nehmen was sie haben. Wir werden und haben andere getötet für das, was wir wollen und sind sogar bei dem Versuch dabei getötet worden. Die halbe Welt scheint in angemessenem Frieden zu leben, während die andere Hälfte sich im wütenden Krieg befindet. Selbst wenn wir versuchen, denjenigen zu helfen, die sich nicht alleine gegen einen Aggressor wehren können, werden wir selbst wie der Aggressor, den wir aufzuhalten versucht haben. Über Jahrhunderte sind wir gelehrt worden, dass es keinen anderen Weg gibt einen Aggressor aufzuhalten als mit Kampf und Töten. Es ist zu einem Teufelskreis geworden; da sind jene, die verzweifelt versuchen in Frieden zu leben, nur um dann einmal angegriffen zu werden, für das, was sie haben. Wir haben Angst, das andere uns was antun könnten. Wir verschließen unsere Häuser und Autos, installieren Alarmsysteme, aber ohne Ergebnis. Es gibt einen anderen Weg. Hier ist ein Beispiel. Die Leute, die vor mir in diesem Haus wohnten, wurden innerhalb von sieben Jahren fünfmal ausgeraubt. Fünfmal wurde ihr Heim zerstört und ihnen wurden Dinge abgenommen. Andererseits lebe ich hier jetzt schon eine lange Zeit in Frieden, obwohl meine Nachbarn dies nicht tun. Ich habe keine Alarmanlagen; meine Türen und Fenster sind nie verschlossen. Meine Fahrzeuge sind nicht abgeschlossen und meine Garagentür ist immer offen mit all den Werkzeugen, die dort herum liegen. OK, kann sein, ein paar liegen unter dem Unrat. Selbst wenn wir weggehen bleibt alles unverschlossen und wenn wir zurückkommen, ist nicht einmal ein Blatt des Grases zertreten. Ich habe die Schlüssel für dieses Haus seit dem Einzug nicht mehr gesehen. Die meisten von Euch würden sagen, dass ist dumm und zieht nur Unglück an. Normalerweise würde ich auch zustimmen, aber ihr habt noch nicht die Informationen dieses Buches in Aktion gesehen; auch nicht, zu was es fähig ist. Ich glaubte auch einmal, wie viele andere, dass Gott uns hierher gesetzt hat und uns keine Kraft verliehen hat, den Himmel auf Erden zu erschaffen. Aber inzwischen habe ich herausgefunden, dass dies keinen Sinn macht. Allerdings wusste ich da noch nicht, wo die Kraft lag oder wie man Zugang zu ihr bekam. Zu glauben, dass Gott uns ohne Kraft den Himmel auf Erden zu erschaffen gemacht hat und zu glauben, dass wir ein Teil von Gott sind und trotzdem machtlos gelassen wurden, um die aufzuhalten, die alles auf ihrem Wege zerstören, das ist dumm und darin ist keine Wahrheit. Die Wahrheit ist, wir haben diese Kraft, um sie aufzuhalten. Sie liegt in uns und wartet darauf aktiviert zu werden. Die Kraft, von der ich spreche, ist die Liebe und wir brauchen diejenigen, die uns verletzen wollen, nicht zu verletzen, um sie aufzuhalten. Lass nicht das Wort Liebe und auch nicht die Art, wie es beschrieben wurde, Dich für dumm verkaufen, denn damit hat man immer versucht, es vor uns zu verbergen. Ich bin erstaunt, wie das Wort Liebe bearbeitet wurde, um ein Gebirge wie ein Pickel aussehen zu lassen. Die meisten Leute stimmen zu, dass Liebe eines der kraftvollsten Mächte im Universum ist, aber weiter wird es nicht gehen. Wir wurden gelehrt und in vielen Arten haben wir uns selbst gelehrt, dass Liebe ein Gefühl und eine nicht erreichbare Macht ist, aber das ist nicht wahr. Es gibt viel mehr in Liebe und was wir damit tun können. Die beste Methode, um etwas zu verstecken, ist es, es nach nichts aussehen zu lassen, dumm und verwässert. Das Universum und alles was Du siehst ist kein geschlossenes System, noch ist es selbsterhaltend. Es benötigt eine außenliegende Energiequelle und das ist das, was wir Liebe nennen. Denk darüber nach, was immer Du glaubst, was dies alles erschaffen hat, hat auch uns erschaffen und hat damit auch uns die Macht gegeben, den Himmel auf Erden zu erschaffen. Macht das denn keinen Sinn? Viele Leute haben Angst davor, was die Zukunft für sie selbst und Ihre Kinder bringt. Ich kann ihnen keine Schuld geben, aber nachdem Sie das Buch gelesen haben, werden Sie mit mir übereinstimmen, das es richtig Angst macht, diese Information nicht zu besitzen und somit auch nicht in der Lage zu sein, sie unseren Kindern weiter zu geben. Ich habe gelernt zu meditieren und viele Facetten wunderbarer Dinge kamen von unseren spirituellen Wissenschaftlern aus dem Osten und Tibet. Was mich immer gestört hat, ist, dass nach 500 Jahren Meditation Tibetaner aus ihrem Land fliehen mussten, und ihre Leute versklavt, gefoltert und getötet zurückgelassen wurden. Ich möchte sie damit nicht heruntermachen, ich möchte damit nur sagen, da hat etwas gefehlt auf deren Weg. Die Tibetaner und wir alle haben etwas vermisst, dass uns in Sicherheit hält. Wenn Du Dich nicht selbst und Deine Kinder in Sicherheit hast, während wir die Welt zu einem besseren Platz zum Leben machen, dann fehlt da etwas. Irgendetwas stimmt nicht in diesem Bild. Wir alle warten auf Gott, um dass alles gerade zu biegen, aber Tatsache ist, dass er uns einen freien Willen und die Möglichkeit, es selbst zu tun gegeben hat, ohne dabei jemanden zu verletzen oder zu quälen. Ich weiß, das ist eine starke Aussage, aber der Beweis ist vorhanden, mit den vielen E-Mails, die ich von Leuten erhalte, die genau dieses Wunder bezeugen können, so wie ich es auch gemacht habe. Ich bin nicht religiös, ich glaube nur an irgendetwas Größeres und mehr Liebendes als ich es bin. Als ich jünger war, schickte man mich zur Sonntagsschule, wie die meisten von Euch, aber ich fühlte, dass da etwas nicht komplett war. Es ist so. Als Jesus sagte, halte deine andere Backe hin, wurde etwas weggelassen. Dieses Etwas war, schicke und fülle sie mit Liebe, weil das sie auf ihrer Spur zu Anhalten bringt, und natürlich mit Instruktionen, wie man Liebe in herzlicher Weise schicken kann. Wenn alleine die andere Backe hinhalten so gut alleine funktioniert, warum geben wir nicht denen, die unseren Laden oder unser Haus ausrauben noch mehr, als nach was sie eigentlich suchten. Wenn es so gut wirkt, warum sind alle Kirchen verschlossen? Der Punkt, der mit dem Hinhalten der anderen Backe gemacht werden sollte, war nicht zurückzuschlagen, aber da fehlte ein Stückchen Information. Wie man mit Liebe arbeitet und wie man diese unglaubliche Kraftquelle aktiviert, nicht nur um sich selbst zu schützen, sondern auch das Leben der Person, die uns und unser Leben bedroht, zu ändern, und ein Leben zu leben, wie wir es wünschen, ohne Angst. Wenn Du an einem Ort bist, an dem es kein Wasser gibt und Du hättest nie eine Bohrvorrichtung gesehen, dann, sogar wenn wir alle übereinstimmen, dass es dort unten Wasser gibt, würden wir alle vor Durst sterben. Da wir nicht wissen was eine Bohrvorrichtung ist oder wie man sie benutzt, würde sie dort rumliegen - genau wie die Liebe in uns. Wenn Liebe die kraftvollste Macht ist, die wir kennen, und wenn wir sie nutzen können, um unser Leben zu ändern und Dinge zu erschaffen, die wir uns wünschen - Glück, Sicherheit, Liebe, Freude und so weiter - können wir es nicht nutzen, wenn wir nicht wissen, wie wir Zugang dazu erhalten oder es bekommen können. Wenn ich über etwas anderes als Liebe reden würde, würde ich Angst haben, aber Liebe hat ein eigenes Bewusstsein und wird niemanden schaden. Wenn Du weiterliest, wirst Du dies selbst entdecken und die Worte unglaublich finden. Die Informationen, die ich in dieses Buch schreibe, wirst Du sonst nirgends finden, aber das wird sich bald ändern. Als ich dieses Buch anfangs schrieb, habe ich es auf eine Webseite gesetzt, um zu sehen, ob sich Leute dafür interessieren und um zu sehen, ob es verständlich ist, weil einige Sachen nur schwer in Worte zu fassen waren. Die Reaktion war überwältigend. Leute haben geschrieben und sagten, dass dies das fehlende Stück wäre und sie von den Erfolgen verblüfft waren. Danke für all Ihre Unterstützung. Wenn Du Dich selbst für einen, wie einige es nennen, Heiler hältst oder mit Licht arbeitest oder ob Du zumindest versuchst, eines von diesen zu sein, dann sind das die Informationen, nach denen Du gesucht hast. Dies sind die Informationen, die Dich einen Schritt weiter bringen. Bei den Tibetanern muss ich mich noch wegen des Beispiels entschuldigen, in dem ich sie angegriffen habe, aber es ist an der Zeit, die Energie der Liebe zu befreien, die unsere Welt so dringend nötig hat. Dies ist für die zwei Tibetaner, die zu den wenigen gehören, die von dieser Information Kenntnis haben und sich ganz eng an sie gehalten haben. Es ist nun Zeit, auf einem Weg oder dem anderen, dass die Leute wissen, wo die Kraft in ihnen liegt und es ist Zeit, sie freizulassen. Es ist an der Zeit, dass die Leute in der Lage sind, ihr Leben in Frieden ohne Angst zu leben und in der Lage sind, das Leben selbst zu gestalten, das sie sich wünschen. Es ist gut, was sie erreicht haben, dass sie eine lange Zeit gelebt haben und es nicht notwendig war zu essen und zu trinken, das Sie sich für das bloße Auge willentlich unsichtbar machen können. Aber sie haben vergessen, wie es für diejenigen ist, die davon überzeugt sind, das sie kraftlos sind und unter der Macht von anderen leben. Sie mögen ihre Gründe gehabt haben, aber meiner Meinung nach und nach dem was ich gesehen habe, was alles auf der Welt passiert, waren diese Gründe nicht gut genug, um sie für sich zu behalten. Da werden unsere Köpfe noch heftig aneinander knallen, immer und immer wieder. Aber dann wissen wir, dass diese Information kommt. Ich lebe gut, ich lebe sicher, aber es ist an der Zeit, dass Andere in der Lage sind, dies genauso zu tun. Für diejenigen, die an Gott glauben; er gab Euch die Macht den Himmel auf Erden zu erschaffen und wenn Ihr dies einsetzt, wird er kommen oder vielleicht in einer Sekunde wird er/sie schon da sein. Denke darüber nach. Machst Du alles für Deine Kinder oder gibst Du ihnen die Fertigkeiten und Fähigkeiten, es für sich selbst zu tun? Wenn Du diese Information missachtest, weil sie von einem Niemand wie mir kommt, anstatt von einem Hohen Priester, nun gut, es ist Deine Entscheidung. Du hast das von Gott gegebene Recht und die Möglichkeit die Welt so zu schaffen, wie Gott es wollte. Nimm was Du magst und lasse den Rest für Jemanden, der es lieben wird. So soll es sein. Für all diejenigen, die mir geschrieben haben und die mir noch weiter schreiben, muss ich mich schon jetzt für die nur kurzen Rückantworten entschuldigen, denn es gibt so viel zu tun und es ist so wenig Zeit. Alle Informationen sind in diesem Buch. Wie ich die Informationen fand, wie ich mit ihnen gearbeitet habe, was man erwarten kann und einige meiner eigenen Erfahrungen. Das ist alles, was ich Euch außer meiner Liebe geben kann. Nimm die Information und arbeite damit. In zwei Jahren werdet Ihr zurückblicken und überrascht sein, was Ihr alles erreicht habt. Wir alle werden es sein. Auf den nächsten paar Seiten werde ich versuchen, die am meisten gestellten Fragen zu beantworten. Ich hoffe, dass dies hilft. All meine Liebe für Sie auf Ihrer Reise! Klaus J. Joehle Danksagungen Für meine Liebste und Frau Die so sehr geholfen hat Roberta Joehle Lasst uns Verlieben Jeden Moment, Tag, Nacht, Woche, Jahr All meine Liebe Klaus Redaktionelle Arbeitsweise Orthografie und Grammatik ? Perfekte Rechtschreibung hat noch nie ein hungriges Kind gefüttert. Perfekte Grammatik hat noch nie ein gebrochenes Herz geheilt. Ein fein gebügelter Anzug versteckt nur den Glanz der Liebe, der fehlt Das Fehlen von Liebe ist die einzige Unvollkommenheit, die ich kenne Finde Dich damit ab. Die Notwendigkeit für perfekte Rechtschreibung und einwandfreie Grammatik ist langweilig, zeitverzehrend, Illusionen, die verstecken, was wirklich nötig ist. Dreißig bis fünfzig Stunden Textbearbeitung hätten dies perfekt gemacht. Aber statt dessen hat es ein hungriges Kind gefüttert. Also hoffe ich, dass jedes unvollkommene Wort und jeder unvollkommene Satz Sie an das erinnert, was wirklich wichtig ist. Ich habe dafür bezahlt, das dieses Buch überarbeitet wurde, aber als ich es zurückerhielt, waren immer noch viele Fehler darin. Nachdem ich es zurückerhalten hatte, hat meine Frau das übernommen und nach langen Stunden von überarbeiten und wieder überarbeiten Hat sie eine gesunde Tatsache des Lebens erkannt Nichts ist perfekt Oder vielleicht ist es doch Meine Frau glaubt, dass alles in seiner speziellen Art perfekt ist ... Einführung Jahrhundertlang wurden bestimmte Informationen über Liebe und dem Ausmaß der Kraft, die sie Ihnen gibt, geheim gehalten und versteckt. Das ist alles im Wandeln begriffen. Wenn Ihr Euch das Leben erschaffen wollt, von dem Ihr immer geträumt habt, dann lest weiter. In aller Ehrlichkeit, das letzte was ich werden wollte war ein Schriftsteller, der auch noch besonders über Liebe schreibt. Wenn nicht das Ausmaß an Kraft und Möglichkeit der Liebe gewesen wäre, die mir half, das Leben, das ich mir wünschte zu erschaffen ... ich hätte das nie in Betracht gezogen. Ich habe herausgefunden, dass ich unter Nutzung der Liebe alles fast sofort erreichen kann. Durch die Nutzung von Liebe habe ich so viel Fähigkeit und Kraft erhalten um das zu erschaffen, was ich für mich begehre, was, wenn es nicht Liebe wäre, die ich dazu benutze, beinahe beängstigend wäre. Mein Leben hat sich in ein Märchen verwandelt und ist jenseits von allem, was ich immer für möglich gehalten habe. Ich weiß, das dies nach einer starken Behauptung klingt, die ich mache. Aber es ist einfach wahr. Sogar meine Liebste, welche aufgeschlossen und gleichzeitig skeptisch ist, hatte keine Wahl, als daran zu glauben, da die Magie eine alltägliche Begebenheit wird und fast unbeschreiblich ist. Die Menge an persönlicher Kraft, die diese Liebe Euch gibt, nicht um andere zu kontrollieren, nein, um Euer Leben zu gestalten und Eure Erfahrungen, sind einfach umwerfend. Das Schöne daran ist, das immer das Beste aus jedem herausgearbeitet zu werden scheint. Schließlich, wenn es nicht so groß gewesen wäre, wäre dass Geheimnis trotzdem gelüftet worden. Arbeiten und erschaffen mit Liebe ist sehr einfach, es ist ein kleiner Kniff dabei, aber extrem einfach zu lernen. Die Liste, was man mit Liebe, oder ich sollte besser Liebesenergie sagen, machen kann, ist endlos. Ich könnte Ihnen einige hundert Beispiele geben. Ihr findet einige Beispiele in diesem Buch Leben mit Liebe "Der Bote". Mein Lieblingssatz ist Nimm was Du magst und lasse den Rest für jemand, der es lieben könnte. Die Wahl ist Eure. Alle unsere Liebe für Euch auf Eurer Reise und Euren Entscheidungen. Klaus J. Joehle Kapitel Eins Es war früher Winter - Normalerweise ist es zu der Zeit des Jahres ziemlich kalt, aber dieses Jahr war es warm, beinahe wie im Sommer. Es war ein wolkenverhangener Tag und es sah sehr nach Regen aus. Ich war zuhause und versuchte dieses Buch zu schreiben, es fiel mir aber nicht ein, wie ich diese Geschichte erzählen sollte. Ich bin kein Schriftsteller und habe vorher noch nie etwas geschrieben. Ich habe mehrere Stunden versucht zu schreiben und dachte auch ich hätte ein paar grobe Umrisse und Notizen von Ereignissen, die passiert waren, gemacht. Ich kam aber einfach nicht weiter als die ersten Seiten. Ich konnte keine Worte finden, die erklärten, was die letzten beiden Jahre, die mein Leben für immer veränderten, passiert war. Letztendlich gab ich auf und entschied mich in die Stadt zu fahren um ein paar Einkäufe zu erledigen. Ich parkte mein Auto an einer Stelle, von der ich wusste, dass ich es den ganzen Nachmittag stehen lassen konnte, ohne Parkgebühren zahlen zu müssen oder einen Strafzettel zu erhalten und lief zu verschiedenen Plätzen, zu denen ich wollte. Nach meinem Umherlaufen entschied ich mich, damit aufzuhören und einen Freund namens Henry zu fragen, ob er mit mir etwas trinken gehen wollte. Es braucht nicht viel, um Henry dazu zu überreden und wir waren im Nu an der Bar. Es ist eine kleine ruhige Bar mit dem Namen Hy's. Nachdem wir einige Stunden dort verbrachten, entschied ich mich nach Hause zu gehen. Als ich nach draußen ging, regnete es in Strömen, was sehr ungewöhnlich war für diese Jahreszeit ... nicht zu erwähnen, dass es hier in Calgary überhaupt nur sehr selten regnet. Ich wusste, dass ich triefend nass werden würde und rannte deshalb von einem geschützten Platz zum anderen, nicht das es etwas half; es ist halt eines der seltsamen Dinge, die wir tun, obwohl sie total unlogisch sind. Es war schon dunkel und durch den Regen war kaum etwas zu sehen. Ich stand unter einem schmalen Unterschlupf um mich zu sammeln. Als ich mich umsah, bemerkte ich, dass ich auf einer schmalen Veranda, die mit einem Dach versehen war, ähnlich einer Hausveranda, stand. Ein kleines Hinweisschild für Neena's Bar blinkte im Fenster. Ich konnte mich nicht daran erinnern, diese Stelle vorher schon einmal gesehen zu haben. Der ganze Platz war vielleicht 5 Meter breit. Es sah so aus, als hätte es sich selbst zwischen zwei gigantische Backsteinbauten gequetscht. Ich ging hinein. Mich umschauend sah ich, das es so aussah, als ob außer dem Barkeeper nur zwei Leute da waren. Auf der rechten Seite war eine sehr kleine Bar, ungefähr 3 Meter lang. Eine Frau mit langen gelockten blonden Haaren saß an der Bar und sprach mit dem Barkeeper. Auf der linken Seite saß ein Mann mit Hut an einem Tisch. Ich ging zur Bar und setzte mich einen Platz weg von der blonden Frau hin. Als ich mich setzte, drehte sie sich nach mir um und sagte: "Regnet es immer noch draußen?" "Ja, stärker als je zuvor," antwortete ich. Ein Schauern lief mir über den Rücken. "Was kann ich Ihnen bringen?" fragte der Barkeeper. "Scotch auf Eis." Ich schaute meinen nassen Hosen an und dachte ich hätte auch woanders hingehen können. Heiße Schokolade wäre nett. Als ich mich umschaute, wunderte ich mich, warum ich hierher gekommen bin. Der Platz fühlte sich unheimlich an. "Gib ihm den guten Stoff, Danny." Die blonde Frau unterbrach meine Gedanken. "Okay," sagte der Barkeeper. Mit einem verlegenem Lächeln dachte ich mir, dass wird mich was kosten. "Keine Sorge, der geht aufs Haus," sagte die blonde Frau, als hätte sie meine Gedanken gehört. "Danke," sagte ich, angenehm überrascht. Flüchtig nach ihr blickend, dachte ich, dass ich an einer Hand abzählen kann, wie oft ich diese Aussage je gehört hatte. Sie war sehr schön, mit langen, lockigen, blonden Haaren, dass aussah als wäre es so weich wie Seide. Verlegen schaute ich weg und schaute mir weiter die Umgebung an, ich dachte, dass dieser Ort sich fremd aber gleichzeitig heimisch und sicher anfühlte. Der Barkeeper stellte ein Glas Scotch ohne Eis vor mich. Ich wollte gerade etwas sagen, aber er hat das Glas immer noch festgehalten. "Wir haben keine heiße Schokolade, aber ich kann das hier für sie aufwärmen!" sagte er schnell. "Heißer Scotch, nie davon gehört!" runzelte ich die Stirn zu ihm. "Es ist ganz gut, versuch es," sagte die blonde Frau. "Gut, warum nicht?" Ich war immer gewillt, etwas Neues auszuprobieren. Mein Haar war nass und das Wasser tröpfelte mein Gesicht herunter. Ich wollte gerade fragen wo die Toiletten sind als der Barkeeper mir ein Handtuch reichte. "Danke." Ich trocknete mein Haar und mein Gesicht ab und als ich das Handtuch hinlegte, bemerkte ich, dass sich die blonde Frau auf den Stuhl neben mich gesetzt hatte. Das machte mich ein bisschen nervös. Ich schaute nicht zu ihr, beobachtete aber den Barkeeper, wie er meinen Scotch erwärmte und wartete darauf, dass er ihn mir zurückbringen würde. Die Bar war geisterhaft ruhig; keine Musik spielte, kein Radio, nicht ein Laut, das war sehr ungewöhnlich. Es hatte den Anschein einer weiteren unheimlichen Nacht. So dachte ich für mich. Der Barkeeper stellte das Glas mit heißem Scotch vor mich und stellte sich wartend hin. Ich hob das Glas und wusste, dass mich vier Augen anstarrten und ich nahm einen Schluck. Ich drehte mich zu der blonden Frau. "Junge, dass verdampft ja bevor es in den Magen kommt! Es ist sehr gut, danke schön." Wir hatten Augenkontakt zur gleichen Zeit als sie lächelte, und das war ein Fehler. Ihre Augen waren wie ein ruhiger Ozean, der den Mond und alle Sterne reflektiert. Ich schaute weg, verlegen. Danny stand nicht weit weg und reinigte einige Gläser. Ich saß ganz still, starrte nach vorne und wärmte meine Hände an meinem Glas heißen Scotchs. Die Stille ließ meine Gedanken zu meinem Buch zurückgehen. Ich sollte einen Kurs besuchen, dachte ich bei mir, oder noch besser, vielleicht sollte ich das alles vergessen. Dieser Gedanke gab mir ein vorübergehendes Gefühl der Befreiung. "Übrigens, mein Name ist Neena." Die blonde Frau lächelte. Ich habe beinahe meinen Scotch verschüttet. Ich neige dazu ein tiefer Denker zu sein und muss ganz sanft zurückgebracht werden. "Es tut mir leid, ich wollte sie nicht erschrecken." Neena hielt ihre Hand hin. "Es ist okay, ich bin Klaus." "Schön dich zu treffen, Klaus. Dieser gut aussehende Herr hinter der Bar ist Danny." "Also, warum der finstere Blick?" "Ich bemerkte gar nicht, dass ich finster schaute." "Probleme mit der Freundin?" "Nein," Ich nippte an meinem warmen Scotch. "Vielleicht erzählst Du es ihr besser, Sie hört nicht damit auf, bis Du es tust." Grinste Danny von hinter der Bar. "Es ist eine lange Geschichte," sagte ich kopfschüttelnd. Neena lehnte sich vor und gab mir einen dieser ‚wir haben die ganze Nacht' Blicke. Nervös nippte ich wieder an meinem Scotch. "Bringe Klaus noch einen, Danny," sagte Neena. "Eigentlich sollte ich nach Hause gehen," sagte ich laut, während ein anderer Teil von mir mehr bitte sagte! Da ist definitiv ein Trunkenbold irgendwo in mir. Danny ignorierte, was ich sagte und begann ein weiteres Getränk auszugießen. "Na los Klaus, nimm deinen Mut zusammen. Erzähle," forderte Neena und brachte ihr Gesicht beinahe in meines um Augenkontakt herzustellen. Ein Teil von mir sagte, schau sie an, du großer Feigling. "Klaus!" sagte Neena laut. Ich fühlte, wie eine Faust meinen Arm stieß und meine inneren Gedanken unterbrach. "Was?" Ich war ein bisschen verärgert von einer Fremden geschlagen zu werden. "Los jetzt, raus damit!" kommandierte sie. Als ich in Ihre Augen blickte, wunderte ich mich darüber, wie viele Schwerter schon gezogen wurden um um diese Augen zu kämpfen. Meine Lippen begannen sich noch vor meinen Gedanken zu bewegen. Ich hasse, wenn das passiert. "Ich versuche ein Buch über etwas zu schreiben, das eine Weile zurück passiert ist, aber ich habe keine Idee, wie ich es schreiben soll, noch, wie ich es anfangen soll. Es ist über meinen Möglichkeiten," sagte ich zu mir schwörend, nie mehr in diese Augen zu schauen. "Worum geht es?" fragte sie als Danny mein Getränk vor mich stellte. "Es ist über Engel, so ähnlich mehr über die Liebe, vermute ich; über das Leben, der Grund zu leben, meistens über Liebe, denke ich ..." Ich wünschte, ich wäre woanders hin gegangen. "Nun, das ist interessant, was passierte also?" Neena war definitiv sehr hartnäckig. Ich schüttelte meinen Kopf. "Es ist eine lange Geschichte und die ist wirklich merkwürdig." Danny lachte. "Wenn du hier herauskommst, ohne ihr die Geschichte zu erzählen, das wäre merkwürdig." Ich schüttelte wieder meinen Kopf. "Ich wüsste noch nicht einmal, wo ich anfangen sollte." Ich dachte darüber für eine Minute nach, da es mich schon juckte, jemanden davon zu erzählen. In Anbetracht der Tatsache, dass ich diese Leute wahrscheinlich nie mehr wieder sehen würde, war das eigentlich die perfekte Gelegenheit, aber wo sollte ich anfangen? "Fange ganz am Anfang an," brachte mich Neena von meinen Gedanken zurück. Danny lehnte sich vor, bereit zuzuhören. Er genoss dies offensichtlich. "Ich muss Euch sagen, es ist eine sehr seltsame Geschichte," sagte ich. "Wir sind ganz Ohr." Neena strahlte wegen ihres Sieges. Ich kann das sehen, dachte ich für mich. "Gebt mir einen Moment um meine Gedanken zu sammeln," sagte ich. Wahrheit Was ist Einbildung? Was ist Realität? Was ist Wahrheit? Ist Realität das, was wir uns einbilden? Oder ist das, was wir uns einbilden, Realität? Was ist dann Wahrheit? Kapitel Zwei "Hat eine Geschichte wirklich einen Anfang oder sogar ein Ende? Wo beginnt sie und wo endet sie? Fängt sie am Anfang einer Reise an, oder am Ende einer Reise ..." Ich hielt für eine Sekunde an, um zu sehen, ob sie mir folgen konnten. "Oder fängt es an, wenn wir bestimmte Entscheidungen gemacht haben, die uns zu dem Pfad leitet, der zum Anfang der Geschichte führte? Oder fängt die Geschichte an, wenn wir zur Reise aufbrechen, oder wenn wir anfangen zu Packen, oder wenn wir Pläne machen? Und wo endet sie? Wenn eine Geschichte uns verändert hat, hört sie dann auf, wenn wir aufhören, darüber zu reden? Und was ist der wichtige Teil? All die Entscheidungen, die wir getroffen haben und all die Pfade, denen wir gefolgt sind, eine Geschichte ist wie der Punkt, wo sich vier Straßen treffen? Sehen wir es so ... es gibt keinen Anfang und kein Ende." Wann immer sie jemanden loswerden wollen, dann gib ihnen einen Satz wie diesen ... es wird sie wegblasen wie trockene Blätter im Sommerwind. Ich schaute auf beide, versuchte das in mir, durch meine Erwartung sie vom Wind weggeblasen zu sehen, aufkommende Lächeln zu unterdrücken. "Ich stimme da völlig überein," sagte Danny. Neena nickte zustimmend mit dem Kopf. "Es ist ungefähr wie Wahrheit. Was ist Wahrheit? Manchmal kann Wahrheit richtig verwirrend sein," antwortete Neena. Offensichtlich wurden sie nicht weggeblasen. "Was meinst Du?" fragte ich, ziemlich überrascht, dass dies ein Gespräch geben würde. "Zum Beispiel," sagte sie, "zehn Leute sehen einen Unfall. Dann gibt es zehn Versionen von dem, was passiert ist und das einzige was wir genau wissen, ist, dass einige Autos ineinandergefahren sind. Und dann stellt sich die Frage, wann ist es wirklich passiert? Fing es an, als ein Auto außer Kontrolle geriet oder fing es an, als die Fahrer in ihre Autos stiegen? Man sagt, dass unsere Gedanken unsere Realität erschaffen, und wenn es so ist, wann hat der Unfall wirklich angefangen?" Danny und ich nickten zustimmend mit unseren Köpfen. "Nehmen wir die Tapete dort drüben," bemerkte Danny. "Wir alle sehen sie, aber ist sie die Wahrheit? Was wir sehen sind Farben und Streifen; was wir nicht sehen, sind die Leute, die in den Fabriken arbeiten, die diese Tapeten herstellten, ihre Ängste und ihre Träume. Auch sehen wir nicht die Bäume, von denen das Papier kam und die Leute, die diese Wand gebaut haben in der Hoffnung damit ihre Familien ernähren zu können, auch nicht den Besitzer, der hoffte genug Geld damit zu machen, um für all das zahlen zu können. Alles was wir sehen sind Farben und Streifen. Aber das ist nicht wirklich die Wahrheit." Während der Stille, die folgte nahm ich noch einen Schluck von meinem Scotch. Ich weiß nicht warum, aber ein Traum, den ich seit ich ein kleines Kind war, hatte, kam mir in den Sinn. Ich dachte gerade darüber nach, als Neena meine Gedanken unterbrach. "Da ist das Stirnrunzeln wieder." Neena stieß mich leicht mit ihrem Ellbogen an. Ich musste mich sicher gefühlt haben, denn meine Lippen begannen wieder ohne meine ganze Zustimmung zu sprechen. "Ich dachte gerade an einen Traum, den ich als Kind hatte. Ich dachte, dass die Welt ein großer Garten sein könnte. Ihr wisst was ich meine, Städte, die in und um Gärten gebaut werden, wo jeder glücklich ist, spielt, Fruchtbäume pflanzt, Blumen, Beerenbüsche und Früchte abpflücken. Mit dem Wild spielend, Tiere, wie Hirsche und Hasen und Füchse rennen herum ohne Angst vor Menschen zu haben, eher sich zu ihnen hingezogen fühlen. Leute haben keine Angst vor Leuten. Jeder kümmert sich um Jeden, anstatt sich gegenseitig niederzuschlagen." Ich gestikulierte mit meinen Händen. "Nur ein dummer Traum, niemand wird das je sehen, wir sind zu beschäftigt alles zu zerstören und mehr Geld zu machen als unsere Nachbarn ..." "Man weiß nie!" Danny griff unter die Bar und hat eine seltsame grüne Flasche hervorgeholt. Ich sah, dass sie einen Korken hatte, aber kein Etikett. "Ich habe dies für einen speziellen Anlass aufgehoben," sagte Danny mit einem seltsamen Schimmern in seinem Auge. Ich schaute auf die Flasche. "Wo hast Du das her, von einem Piratenschiff?" Danny stellte drei Gläser in einer Reihe auf und lächelte. "Nein, nicht ganz." "Sie sieht alt aus, " sagte ich, als Danny versuchte, den Korken zu ziehen. "Ist es." Antwortete Neena. "Sehr alt!" "Was ist es?" Sie schauten sich eine Weile an und Danny fing an auszugießen. Ich zuckte mit den Schultern "Nun gut, was ist der spezielle Anlass?" Ich weiß nicht, ob es am Scotch oder der Gesellschaft lag, aber ich fühlte mich behaglich und sicher, auch wenn sie mir meine Frage nicht beantwortet haben. Es war nur noch soviel in der Flasche um die drei Gläser halb zu füllen. Danny hat die leere Flasche zurück unter die Bar gestellt und gab uns jedem ein Glas. Es war dick und von einer dunklen blutroten Farbe. Ich hielt es an meine Nase. Es roch süß, roch aber nicht nach Alkohol. "Es hat überhaupt keinen Alkohol," sagte Neena. Ich lächelte. "Auf was wollen wir trinken?" "Auf Träume. Mögen sie schön sein und wahr werden." Neena hob ihr Glas. "Hier, hier!" Danny hörte sich wie ein Pirat an. Es war unglaublich. Es schmeckte nach Beeren, süß und dick, aber ich konnte nicht sagen, aus welchen Beeren es gemacht war. Meine Geschmacksnerven erwachten zum Leben. Ich nahm noch einen Schluck und noch einen und schlüpfte in meine eigene Welt. Es fühlte sich an, als wäre jede Zelle in meinem Körper aufgelebt. Der Trunkenbold in mir übernahm und als Neena sagte "Du trinkst es lieber langsam!" war es schon zu spät. Ich saugte gerade den letzten Tropfen heraus und schaute nach mehr. Als ich mein Glas hinstellte, lachten beide sehr. Auf die anderen Gläser schauend, sah ich, dass sie ihre nur genippt hatten. Es muss meine Art zu schauen gewesen sein, die Neena dazu bewegte, ihr Glas weiter weg aus meiner Reichweite zu stellen. Ich hatte keine Wahl als mit ihnen zu lachen. Mein Hirn war klar wie eine Glocke. Ich fühlte mich auch sehr erregt. "Toll! Ein guter Stoff! Ich nehme einen Kasten ..." Sie lachten immer noch. "Mann, ich fühle mich, als ob ich einen Dinosaurier umarmen könnte." Ich war mir ziemlich sicher, dass ich ein Grinsen auf meinem Gesicht hatte, dass jeden Clown neidisch gemacht hätte. Neena legte ihre Hand auf meine. "Nun, da Du weißt, dass Du Dich nicht lächerlich machst, könntest Du uns vielleicht die Geschichte von den Engeln und der Liebe erzählen." "Alles klar," sagte ich "fair ist fair." "Fang von vorne an und lass nichts aus." Sagte sie. "Lasst mich erst mal sammeln," Ich schob mein leeres Scotchglas zu Danny, so dass er es auffüllen konnte. So wie es ist Die Welt ist eine große Suppenschüssel Sich drehend Und wenn Erbsen und Karotten Sich nicht leiden können Das ist zu schade. Weil sie sich sicher Eine ganze Weile sehen werden Und keiner geht bis Wir alle fein und zart sind So ist es eben einmal Kapitel Drei Während Danny mein Getränk fertig ausgoss, habe ich meine Gedanken gesammelt. Ich griff in meine Manteltasche um meine Zigaretten herauszuholen. Ich schaute mich um, um zu sehen ob der Mann immer noch am Tisch saß. Es sah so aus, als hätte er sich keinen Zentimeter bewegt, irgendwie ungewöhnlich, speziell, da er die ganze Zeit in der ich da war, nicht bedient wurde, und das war immerhin schon fast eine Stunde. Danny stellte das Getränk vor mich während ich an meiner Zigarette zog. "Nun, Klaus," Danny hatte ein schadenfrohes Grinsen im Gesicht. "Spreche ich Deinen Namen richtig aus?" "Gut genug." Ich rührte das Eis in meinem Glas. "Ich dachte du möchtest dieses Mal ein kaltes Getränk." Danny grinste noch immer. "Deine Instinkte waren genau richtig, Danke schön!" Ich grinste zurück. "Wie ging es weiter in der Geschichte?" "Ich verbrachte die meiste Zeit meines Lebens, außer den letzten paar Jahren, sehr unglücklich. Es ist schwer zu erklären, aber da war eine tiefe innere Traurigkeit. Eine andere, bessere Erklärung dafür ist, es war keine Fröhlichkeit in mir. Vielleicht sollte ich sagen, Fröhlichkeit fehlte einfach, egal was passierte, gutes oder schlechtes, sie war einfach nicht da, und ich konnte nichts dagegen tun." "Seht ihr, da ist ein Problem ... um wirklich zu verstehen, was ich meine, müsst ihr den Rest der Geschichte kennen aber gleichzeitig kann ich Euch die Geschichte nicht erzählen ohne Euch über diesen Teil zu informieren." Ich schüttelte meinen Kopf. Danny kam um die Bar herum um sich einen Barhocker zu nehmen, nahm ihn mit zurück, wo er vorher stand und setzte sich. "Ich kann die Gefühle sehen, Klaus, aber ich kann sie nicht hören," sagte Neena. "Wenn ich nur an diese Tage denke, macht mich das traurig," sagte ich leise. "Haben die Leute nicht bemerkt, dass Du traurig warst?" Neena's sympathische Stimme versuchte mir darüber hinweg zu helfen. "Das ist nicht interessant," sagte ich. "Aber was das Elend angeht, habe ich über die Jahre verschiedene Sachen ausprobiert. Ich habe sogar andere Leute beobachtet, um herauszubekommen, was sie glücklich macht, und habe dann das gleiche getan. Zum Beispiel fand ich heraus, dass, wenn Leute sich neue Autos kauften, waren sie richtig glücklich ... zumindest für eine Weile. Oder sie agierten glücklich, wenn sie eine Partnerschaft eingingen. Da gibt es unendlich viele Dinge, die Leute machen, um glücklich zu sein, und grundsätzlich habe ich alle ausprobiert. Es mag seltsam klingen, aber keine dieser Dinge hat bei mir etwas bewirkt. Tatsächlich machten diese Dinge mich unglücklicher als zuvor, einfach, weil ich auf eine Wirkung wartete, aber nichts passierte. Ein verrücktes Beispiel kommt mir gerade in den Kopf. Ich erinnere mich daran, ein neues Auto gekauft zu haben, dachte bei mir, das würde mich glücklich machen, aber nachdem ich den Wagen gekauft hatte, fand ich mich zwei bis drei Stunden in dem Auto sitzend und wartete dabei auf ein Glücksgefühl oder Freude, dass mich überfluten würde, wie es dies anscheinend bei anderen Leuten tat. Aber es ereignete sich nichts. Ich war nicht fröhlicher als bevor ich dieses Auto kaufte. Aber es erschien mir so, dass es mit den anderen Leuten nicht so war. Ich hörte aber nicht mit meinen Versuchen auf. Ich versuchte viele andere Dinge über die Jahre. Ich las Hunderte von Büchern jeder Art, von Meditation bis Gedankenkraft, Gedankenkontrolle, positives Denken, Bücher über Liebe, Bücher über das Leben, verschiedene Arten von Selbsthilfebüchern - nichts half. Es war, als ob etwas in mir fehlte. Aber ich fand auch heraus, das ich nicht der einzige war, es gab viele andere Leute in fast dergleichen Situation. Zu wissen, dass ich nicht der Einzige war, hat auch nicht viel geholfen. Einesteils war ich fest entschlossen, dieses Problem zu lösen, andererseits fühlte ich mich hoffnungslos und wollte oft aufgeben. Ich habe auch Kurse besucht und bin einigen Selbsthilfegruppen beigetreten. Am interessantesten war, als ich mich dazu entschloss, eine Therapie zu machen. Es war eine schmerzliche Zeit für mich und ich glaubte fest daran, dass mit mir etwas nicht stimmte. Aber nach drei Wochen, in denen ich meinen Mut zusammennahm, hat man mir erzählt, dass ich in Ordnung und definitiv immer noch gesund wäre, was gut zu hören war, und sie sagten mir, dass es keinen Grund gab, die Sitzungen weiterzuführen. Alles was ich tun müsste, wäre, etwas zu finden, das ich richtig gerne tun würde und dies dann auch auszuführen. Es ist zu schade, dass dies nicht so einfach war." Ich hielt für einen Moment inne, um mir eine weitere Zigarette anzustecken, als ich bemerkte, dass Danny in sich hinein kicherte. "Also, was ist so amüsant an dem allen?" "Ich habe wirklich noch nie jemanden getroffen, der zwei oder drei Stunden in seinem Auto sitzt und darauf wartet, dass Glücklichkeit aufkommt. Aber ich bewundere Deine Ausdauer." Danny salutierte mir und grinste breit. "Dann war also Dein Elend die treibende Kraft?" fragte Neena. "Exakt. Anstatt nach Geld, Ruhm. Liebe, Karriere oder andere normale Dinge, denen Leute nachstreben, hinterherzulaufen, wollte ich nur glücklich sein. Eine andere Art es auszudrücken wäre, ich wollte befreit sein von dem Schmerz und dem Kummer, den dies mir bereitete." Ich verfiel in tiefe Gedanken während ich den Rauch beobachtete, der sich von meiner Zigarette aufwärts kringelte. Ich dachte an einige Dinge, die das Fehlen von Glücklichsein Dich tun lassen und an einige Pfade, die Dich nach unten führen. Da war noch etwas anderes in meinem Kopf und ich war gerade dabei zu entscheiden, ob ich davon erzählen sollte, als Neena meine Gedankengänge unterbrach. "Es wäre verwunderlich, wenn Du nicht daran gedacht hättest, allem ein Ende zu machen, zumindest es zu versuchen!" sagte sie. Ich schaute Neena an. Als ich ihr Funkeln in den Augen sah, dachte ich bei mir, das Universum hat wohl seinen besten Spieler ins Spiel geschickt und überlässt Nichts dem Zufall. Es sieht so aus, als ob das Universum mich besser kennt, als ich gedacht habe. Ich stand auf und fragte nach der Toilette. Ich wollte einen Moment, um meine Gedanken zu sammeln. Danny zeigte auf eine schmale, hölzerne Brettertür am Ende der Bar. Die Toilette war nicht sehr groß, nicht viel größer als eine Außentoilette, ohne Fenster und definitiv keinem Weg, um zu flüchten, wenn jemand das gewollt hätte. Ich dachte an alles, was ich bisher gesagt hatte und entschied weiterzumachen. Schließlich hatte ich nichts zu verlieren. Leben Manchmal ist das Leben wie Ein großes Pokerspiel Das immer und immer weiter geht Und wenn wir darin richtig gut werden Dann könnte das Universum eine Wende bringen Nur um uns zum Nachdenken zu bringen Vielleicht könnte es ja besser werden Und so, Das Spiel geht weiter Kapitel Vier Als ich aus der Toilette kam, sah ich, dass der Mann am Tisch immer noch da war. Als ich zurückging, habe ich Abstand zu ihm gehalten. Eine sehr wichtige Regel, wenn man mit dem Universum spielt ist, mit Respekt zu spielen und noch wichtiger, Respekt zu zeigen; nicht dass das Universum verstimmt wäre, nein, es könnte nur eine neue Karte ins Spiel bringen, das Universum liebt es, uns zu lehren. Eine der Lehren, die Du Dir nicht vom Universum wünschst, ist, wie man das Spiel respektiert, glaubt mir, ich war dort und habe es erlebt. Ich saß in meinem Barhocker und trank den letzten Rest von meinem Scotch mit einem Schluck. Ich steckte mir eine weitere Zigarette an und prüfte, ob ich noch genug Zigaretten hätte, da es eine lange Nacht zu werden schien. Danny schenkte Orangensaft in zwei Gläser und fragte mich, ob ich auch welchen haben möchte. Ich hatte es gar nicht bemerkt, aber offensichtlich hatten Neena und Danny, was immer auch aus der grünen Flasche kam, leergetrunken. "Ja bitte! Das ist wirklich eine gute Idee." Sagte ich. Danny stellte ein Glas Orangensaft vor mich und eines vor Neena und setzte sich auf seinen Hocker. Eine Weile herrschte Stille. "Ich denke, ich kann Euch auch alles erzählen," sagte ich mit einem leichten Zögern. "Alles in allem waren es dreimal, wo ich entschlossen hatte, dem ein Ende zu setzen. Es waren nicht wirklich körperliche Versuche, aber immerhin sorgte es für einige Unruhe." "Seid ihr sicher, dass ich Euch diesen Teil erzählen soll oder soll ich ihn überspringen?" "Ist denn irgendetwas Interessantes während diesen Zeiten passiert?" fragte Danny. "Oh, auf jeden Fall!" sagte ich sarkastisch. "Mein Leben war ein großes Lied und ein großer Tanz." "Das könnte interessant sein!" Neena schaute zu Danny und beide kicherten. Ich ignorierte sie. "Also, das erste Mal ist schon einige Jahre her. Die Situation war nicht schlecht, außer, dass ich unglücklich war. Ich hatte alles, was jemanden glücklich machen konnte, aber das war nicht der Fall. Das Problem, das mich zu dieser Zeit depressiv machte, war, ich hatte einige Monate damit verbracht ein paar Bücher zu lesen, um einen ernsthaften Versuch zu machen, glücklich zu sein. Ich strengte mich sehr an, aber ohne Ergebnisse. Ich fühlte dass es mir eher schlechter als besser ging und der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen brachte (Original: Der Strohhalm, der den Kamelrücken zerbrach; ich wollte als Übersetzer diesen, in Deutschland nicht bekannten, aber sehr passenden Ausdruck nicht unter den Tisch fallen lassen), kam eines Nachts, als ich gerade ein Buch las, dass ich mir früher am Tag besorgt hatte. In diesem Buch beschrieb die Person, die dieses Buch schrieb, ein Treffen mit einem großen Lehrer, welcher ihr unterschiedliche faszinierende Dinge lehrte. Was mich am meisten aufregte war, dass diese Person einen magischen Lehrer hatte, der irgendwo aus dem blauen Himmel kam und ihr alles beibrachte, was sie wissen wollte, während ich mich mit meinen Problemen alleine herumschlagen musste. Das andere, was mich so aufregte war, dass sie von bestimmten interessanten Dingen erzählte, die sie erlernte, aber keine Anweisungen, wie man es machen muss, dafür gab. Wo ist der Sinn, mir dies alles zu erzählen, ohne mir Anweisungen zu geben? Verschwendung von Papier und meiner Zeit." Ich lehnte mich zu Neena und flüsterte, "Zu dieser Zeit hatte meine innere Einstellung ein bisschen die Talsohle erreicht." Ich schüttelte meinen Kopf. "Ich kann mich an Alles erinnern, ganz klar. Ich fühlte, dass das Universum mich vergessen hat. Ich war so frustriert und zornig, dass ich das Buch gegen die Wand warf und in meinem Verstand schrie ich, weil ich nicht sofort Hilfe bekam, morgen früh werde ich mit meinem Auto in die Berge und über einen Abhang fahren. Ich konnte den Zorn durch meine Venen fließen spüren. Letzten Endes hätte ich es wahrscheinlich nicht getan, aber in diesem Moment war die Entscheidung in meinem Kopf gefallen. Ich stellte mir vor, dass, solange ich hier war, konnte mich das Universum ignorieren, aber wenn ich nicht mehr hier bin und ihm gegenüber stehe wäre es sehr viel schwieriger mich dann zu ignorieren!" "Ich weiß nicht genau, wie lange es dauerte, aber ich würde sagen, dass es nicht mehr als fünf Minuten nachdem ich diese Worte in meinem Verstand geschrieen hatte, als es begann. Meine inneren Sensoren schienen auf einmal zum Leben zu erwachen und ich konnte etwas sehr Großes spüren. Es war riesig und es schien, als ob es versuchen würde sich in mein Appartement zu quetschen, aber es war einfach zu groß und es nahm den Platz des gesamten Wohnblocks ein, und selbst das war nicht genug. Ich konnte wirklich nichts sehen und auch nichts hören, aber ich konnte es mit meinem ganzen Wesen spüren, nur so kann ich es beschreiben. Ich kann Euch nicht sagen, wie verängstigt ich war. Ich denke, dass ich noch nie so ängstlich war, ich habe beinahe in mein Bett gepinkelt." "Ich hatte ein kleines, aber offenes Appartement und von meinem Bett konnte ich die Diele, einen Teil meiner Küche und einen großen Teil meines Wohnzimmers sehen. Alle Lichter waren an, weil ich Dunkelheit nicht mag. Immer wenn es dunkel wurde, hatte ich das Gefühl, dass etwas Großes hinter mir stand und mich beobachtete. Dunkelheit hat mir schon immer Angst gemacht, soweit ich mich zurückerinnern kann. Deshalb lasse ich immer alle Lichter an, ich mag noch nicht einmal dunkle Ecken, wer weiß, was dort alles lauert? Innerhalb von Sekunden fing das Licht an, aus- und anzugehen. Es war fast musikalisch. Mich schüttelte es buchstäblich vor Angst. Ich konnte fühlen und empfinden wie sich eine Präsenz formte und plötzlich hörte ich eine Stimme in meinem Kopf. Sie sagte laut und deutlich "Du solltest es besser wissen ... !"" "Und das war's. Die Lichter hörten auf zu blinken und was immer es war, war gegangen. Ich war so ängstlich, dass, obwohl ich dringend zur Toilette musste, ich das Bett bis zum nächsten Morgen nicht verließ. Auch die nächste Nacht habe ich nicht in meinem Appartement geschlafen. Das Verrückte ist, es war eine große Stille über den gesamten Wohnblock gekommen und blieb dort für einige Wochen. Ich hörte, wie sich einige Tage später zwei andere Leute im Waschraum und offensichtlich auch andere Leute aus dem Wohnblock darüber unterhielten, dass sie auch etwas empfunden hatten, aber keine Erklärung dafür fanden." "Dieser ganze Vorfall war Grund genug, mich von meinem Gewinsel über meine Umstände für fast zwei Jahre abzuhalten. Aber dann klang diese Wirkung ab." Ich machte eine kleine Pause um von meinem Orangensaft zu trinken. "Was dachtest Du, was da kam, um Dich zu besuchen?" fragte Neena. Ich schüttelte meinen Kopf. "Ich weiß es nicht, und eigentlich will ich es auch nicht wissen! Offensichtlich habe ich jemanden sauer gemacht, und offen gesagt, möchte ich es dabei belassen, weil, wer auch immer mich besuchen kam, hatte keine gute Laune." "Die Zeit ging vorüber und die Dinge wurden nicht besser. Tatsächlich verschlechterten sie sich noch mehr und es wurde schwerer und schwerer es zu verschleiern. Einfach nur ein Lächeln aufsetzen und so tun, als wäre man glücklich, wenn man es nicht ist, verbraucht eine enorme Menge an Energie. Außerdem, ich hatte schreckliche Angst, aber komischerweise war ich für das zweite Mal vorbereitet, und ich wollte nicht zulassen, das ich wieder da lag, zitternd vor Angst. Ich plante den Kampf aufzunehmen. Alles in Allem, habe ich ein Recht glücklich zu sein. Wenn Du richtig depressiv und niedergeschlagen bist, denkst Du normalerweise nicht klar. Und das Fazit ist, ich habe um Hilfe gebeten und keine bekommen." Ich dachte eine Minute darüber nach, was ich gerade gesagt hatte. "Eigentlich ist das nicht ganz wahr," sagte ich mit einem spöttischen Lächeln. "Aha, also hast Du doch Hilfe bekommen?" fragte Neena. "Ja, ich habe eine Reise nach Mexiko gewonnen und während ich dort war, habe ich jemand getroffen, der mir wahrscheinlich hätte helfen können, aber es waren einige Haken bei der Sache und ich war dafür noch nicht bereit. Andererseits hätte sich der Pfad meines Lebens geändert und wahrscheinlich hätte ich niemals die Chance bekommen, herauszufinden, wie man die Lotterie gewinnt. Und dies alleine war es schon Wert. Auch hätte es bedeutet, das die Geschichte, die ich erzählen will, gar nicht passiert wäre, und das wäre ein großer Verlust gewesen." "Moment Mal, willst Du mir erzählen, dass Du herausgefunden hast, wie man die Lotterie gewinnt?" Danny verschränkte die Arme vor seiner Brust als würde er mir erzählen wollen, dass dies nicht möglich sei. "Ja, aber dazu kommen wir später." "Hast Du mehr als einmal gewonnen?" Seine Augen waren so groß wie Wassermelonen. "Oh ja." Ich schob meinen Hocker von der Bar und stand auf. Ich musste mich ein bisschen strecken. "Also hast du zum zweiten Mal einen Tritt in den Hintern bekommen?" grinste Neena. "Nein, eigentlich nicht. Eher das Gegenteil, habt ihr denn keine Musik?" sagte ich, um das Thema zu wechseln. "Es ist so still hier!" Danny stand auf und ging zu einem kleinen Kassettengerät, das auf einem der Regale stand. Er legte eine Kassette ein und regelte die Lautstärke. Ich weiß nicht was es war, aber es hörte sich nach einer Art von New Age Musik an, die die Stille angenehm überdeckte. Zuhause Zuhause, der beste Platz, meine Seele baumeln zu lassen Die Scheidewege des Lebens Wo man Samen des Vertrauens pflanzen kann Früchte der Liebe wachsen lassen kann Und über den nächsten Pfad zu grübeln Bevor man nach Hause geht Zu dem nächsten Scheideweg des Lebens Wo man einige pflanzen soll ... Kapitel Fünf Ich streckte mich ein bisschen, setzte mich auf meinen Hocker und wollte eine Pause machen und der Musik lauschen, aber Danny schaute mich ungeduldig an und trommelte mit den Fingern auf der Bar. Ich habe den Hinweis verstanden. "Es war ungefähr zwei Jahre später. Emotional war ich immer noch an gleichen Stelle, nur das ich dieses mal meinen Job verloren hatte und auf meinen ersten finanziellen Ruin zusteuerte. Meinen Job zu verlieren und in den finanziellen Ruin zu steuern, war nicht das Schlimmste daran. Seit ungefähr einem Jahr arbeitete ich in einer Selbsthilfegruppe und alles was ich erreichte, ich fand einige Freunde und konnte ein bisschen jammern. Tatsächlich konnte ich ein paar Sachen loswerden, aber ich war immer noch nicht glücklich." "Hast Du die zwei Jahre außer den Selbsthilfegruppen noch andere Sachen probiert?" fragte Neena. "Ich habe viele verschiedene Sachen ausprobiert, aber so oder so ich fühlte beinahe, dass irgendetwas mich aufhielt, Glücksgefühl zu empfinden. Zu dieser Zeit machte nichts Sinn. Nun verstehe ich das, aber damals machte es mich verrückt." Alle waren still. Mein Verstand war in der Vergangenheit gefangen. "Ich erinnere mich jetzt. Ich war richtig bestürzt. Ich wurde wahnsinnig, wisst Ihr? Ich war zornig auf das Universum. In vielerlei Hinsicht war ich sauer auf was auch immer zu mir kam mich zu besuchen. Welches Recht hatte dieses Ding mich halb zu Tode zu erschrecken und gleichzeitig nicht wirklich zu helfen, nur mir zu sagen, dass ich es besser wissen müsste? Wie sollte ich es besser wissen? Ich war bereit zum Kampf! Ich war auch des Lebens müde. Nichts schien für mich zu wirken, alles, was ich anfasste, schien zu Staub zu zerfallen. Ich denke, die beste Art es zu beschreiben ist, zu sagen, dass ohne Glücklichsein das Leben zu einer endlosen Nacht wird. Ich hatte einen großen, tiefen inneren Schmerz, den ich nicht loswerden konnte. Es ist mir nahezu unmöglich die Gefühle und Emotionen, die ich damals hatte, zu beschreiben. Ich konnte einfach nicht begreifen, warum etwas wie innere Glücklichkeit, etwas, das eigentlich ganz natürlich sein sollte, so schwer für mich zu haben war und das trieb mich die Wände hoch. Ich kann sehr launig werden, wenn ich nicht bekomme, was ich möchte, besonders, wenn ich hart dafür arbeite. Ich muss erwähnen, dass ich nicht immer total unglücklich war. Ich hatte glückliche Momente, aber ich war nicht zufrieden mit der Summe der Glücklichkeit, die ich hatte und ich wollte mehr. Versteht Ihr was ich meine?" Neena schaute zu mir. "Ja, ich denke, ich verstehe." "Dachtest Du wirklich, Du könntest gegen etwas, was ungefähr hundert mal so groß war wie Du, gewinnen?" fragte Danny. Ich schüttelte meinen Kopf. "Gewinnen ist nicht immer wichtig. Wichtig ist es seinen Standpunkt klarzumachen. Offensichtlich war der Standpunkt, den ich vertrat, nicht ganz der richtige. Ich dachte einfach, dass das Leben mir nichts zu bieten hätte und wollte woanders hingehen. Was mich immer verwundert hat, das die Menschen um Felsen, Dreck und all das kämpfen, aber nicht für Liebe und Freude. Dies sind wirklich Dinge, für die es sich zu kämpfen lohnt. Alles andere ist nichts mehr als vergänglich." Danny nickte zustimmend. "Es war ungefähr ein Uhr morgens. Ich hatte an diesem Morgen meine Entscheidung getroffen. Ich würde einfach in die Berge fahren und es wie ein Unfall aussehen lassen. Kurz danach hatte ich mir meine Meinung gebildet. Ich fing an, mich wirklich friedvoll zu fühlen. Es war etwas, dass ich nie zuvor gefühlt hatte. Ich lag einfach friedvoll in meinem Bett. Ich vermute, dass ich zu diesem Zeitpunkt in eine Art Zustand zwischen halbschlafend und halbwach gefallen bin, und in dieser Art Trance-Zustand hatte ich eine Vision. Es war real wie nur etwas sein konnte, als wäre es körperlich vorhanden. Ich stand inmitten einer Kunstausstellung. Ich schaute mich um und bemerkte dabei, dass viele der Bilder, die an der Wand hingen, von mir waren. Dann fing der Spaß an. Ich hörte, wie sich eine Tür öffnete und eine Frau hereinkam. Sie war groß und schlank mit ganz blonden Haaren, die ihr fast bis auf die Schultern reichten, milchweiße Haut und große Augen. Bevor ich es realisierte, stand sie direkt vor mir. Sie wahr unwahrscheinlich schön. Die einzige Möglichkeit, dies zu beschreiben, ist zu sagen, sie war schöner als ihre Äußerlichkeiten. Man konnte die Schönheit sehen, obwohl sie nicht in Erscheinung trat. Wir standen etwa 30 cm auseinander, Angesicht zu Angesicht." Sie fragte, "Bist du Klaus?" "In der Sekunde, in der sie dies sagte, fühlte ich jede Zelle in meinem Körper zum Leben erwachen und passte auf. Es war, als würde ich aus Millionen und Abermillionen von Zellen bestehen, die alle ihr eigenes Bewusstsein hätten und aufpassten. Es war das seltsamste Gefühl, aber gleichzeitig das Schönste, was ich je erlebt habe. Es war, als wäre jede Zelle in meinem Körper ein Individuum, die sich in mein Leben setzten. Sie waren irgendwie wie kleine Lebewesen, die alle zusammenarbeitend meinen Körper formten, so dass ich körperliches Leben erfahren konnte. Ich hatte den Eindruck, das alles was ich tue, sie berührt und wichtig für sie ist. Ich versuchte ihre Frage zu beantworten, aber ich konnte nicht. Es ging zuviel vor in meinem Körper, also nickte ich nur mit dem Kopf. Sie bot mir ihre Hand an und als wir unsere Hände schüttelten, sagte sie, ‚Ich hätte gerne, wenn Du ein bisschen hier bleiben würdest, später wird es Dir einleuchten, warum.'" "Ihre Stimme war wie, als würdest Du tausend Engeln zuhören. Jede Zelle in meinem Körper war noch voller Aufmerksamkeit. Es war überwältigend. Unglücklicherweise war es vorbei, als sie aufhörte zu reden und ich war zurück in meinem Bett, hellwach. In den nächsten Monaten war ich von dieser Vision besessen und versuchte immer wieder dorthin zu kommen, aber leider vergebens. Nicht einmal in die Nähe." "Was machte Dich so besessen an dieser Vision?" fragte Neena. "Ich dachte ich könnte diese Person im richtigen Leben treffen. Es war eine törichte Idee, aber immerhin ein Flimmern von Hoffnung. Alleine die Hoffnung hielt mich drei Jahre aufrecht, lange drei Jahre, muss ich dazu erwähnen. Aber ich denke, das war der Plan. Das Universum fand, dass es mir keine Angst machen konnte, wenn es um mich herum ist und dachte das Verführung besser wirkt. Anscheinend wirkte es, zumindest für eine Zeit lang." "Es könnte eine chemische Unbalance in Deinem Körper gewesen sein. Hast Du jemals daran gedacht?" fragte Danny. "Oh ja, Ich dachte auch daran und konsultierte einige Ärzte, aber letztendlich wollte ich lieber leiden, als für den Rest meines Lebens mit irgendwelchen Medikamenten zu leben. Die meisten davon haben gravierende Nebenwirkungen und ich hatte auch Angst, dass mich einige Medikamente dahin brächten, nie mehr ohne sie glücklich sein zu können. Außerdem hoffte ich, dass ich eines Tages die Antwort finden würde. Medikamente sind nur eine vorrübergehende Lösung; sie lösen das Problem oder den Grund nicht, der ursprünglich das Problem ausgelöst hat. Was mich angeht im Bezug auf glücklich sein und Liebe, sollte dies nichts zu tun haben mit den Umständen und Erfahrungen meines Körpers." Die letzte Position "Oh meine Güte, sind wir Dickköpfe?" Oh ja, sind wir. Das Universum, gegen das Du Dich stellst, Tausend Krieger, gezogene Stahlschwerter, Fünfhundert schwere Pferde, gegen die Du stehen würdest mit Deinem Dolch aus Stroh Ich war immer ein Krieger und ein Tag Und weiß doch gar nichts, Aber eins weiß ich: Heute wird Blut fließen Es ist Deins mein Freund Und auch meins. Mit Ehre muss ich stehen. Also frage ich Dich Denke Ist dies ein guter Tag zum Sterben Kapitel oder andere Teilungen (benötigt) Kapitel Sechs "Ich bin mir ziemlich sicher, dass es ungefähr drei Jahre später war. Es war früh am Abend. Ich war zu einem Essen ausgegangen, konnte aber nichts essen. Ich war total niedergeschlagen und depressiv, den Tränen nahe. Ich stieg in mein Auto und fuhr los. Ich war so benommen und ausgelaugt, dass ich einfach die Autobahn Richtung Berge fuhr. Aus irgendeinem Grund gab mir das Gefühl oder die Kenntnis, das in ein oder zwei Stunden alles vorbei wäre, ein Gefühl der Erleichterung." "Das ist das Problem mit Selbstmord: Die Leute denken, dass es ein Ausweg wäre, aber tatsächlich fängt alles wieder von vorne an.," beobachtete Neena. "Ich stimme Dir zu. Aber wenn Du weit genug unten bist, zählt wirklich nichts mehr, nur noch frei zu sein von der Dunkelheit, wenn auch nur kurz. Ich hätte alles gegeben, um auch nur für eine Woche glücklich zu sein. So ist es nun einmal." Neena nickte sympathisierend mit dem Kopf. "Irgendwo auf dem Weg dorthin musst Du Deine Meinung gewechselt haben, sonst wärst Du heute nicht hier," sagte Danny. Ich weiß nicht warum, aber aus irgendeinem Grund bebte Dannys Oberlippe. Ich dachte das war sehr amüsant. "Eigentlich habe ich nicht meine Meinung gewechselt. Es war so. 30 Minuten von Calgary entfernt war eine Tankstelle. Ich hatte noch mehr als genug Benzin im Tank, aber aus irgendeinem seltsamen Grund stotterte und zuckte mein Auto, als ich an der Tankstelle vorbeifuhr. Es fuhr nicht schneller als etwa 10 km/Stunde. Es war als würde etwas den Motor sehr schnell aus- und wieder einschalten. Ich schaute auf die Tankanzeige, aber es gab noch genügend Benzin. Außerdem war es ein neues Auto. Ich entschied mich zu drehen und zur Tankstelle zurückzufahren, weil ich dachte, eventuell ist etwas mit der elektronischen Zündung nicht in Ordnung. Aber als ich mich der Tankstelle näherte, lief das Auto wieder einwandfrei. Es gab keinen Grund, es reparieren zu wollen, dachte ich, so lange es den Ausflug mitmacht. Danach ist es absolut unwichtig. Also entschied ich mich wieder zu drehen und wieder Richtung Berge zu fahren." "Ich musste ungefähr 2 Kilometer fahren, bevor ich eine Stelle zum Wenden fand. Ich hatte so schlechte Laune, mir war es völlig egal, ob ich das Auto dabei quälte. Ich wendete also und fuhr wieder zu den Bergen. Aber sobald ich die Tankstelle erreichte begann das Auto wieder zu stottern und zu zucken! Ich versuchte den Gang zu wechseln, die Lichter und die Zündung aus- und wieder einzuschalten, aber nichts schien zu helfen. Das Auto stotterte, bis ich an eine weitere Wendestelle der Autobahn kam. So wie das Auto lief, schaffte ich das gerade so. Ich brauchte 10 bis 15 Minuten zurück zur Tankstelle, da das Auto so schlecht lief. Der Motor blieb einige Male stehen, ich konnte ihn aber immer wieder starten. Sobald ich in der Nähe der Tankstelle war, lebte der Motor wieder auf und lief einwandfrei. Also fuhr ich an der Tankstelle vorbei die 2 Kilometer bis zur nächsten Wendestelle. Das Auto lief immer noch gut. Also wendete ich und fuhr wieder Richtung Berge. Das blöde Auto lief gut bis in die Nähe der Tankstelle, dann passierte wieder das gleiche. Der Motor fing an zu stottern und aus- und wieder anzugehen. Ich wurde richtig frustriert und entschied mich einfach weiterzufahren, so wie es war, aber je weiter ich mich von der Tankstelle entfernte, umso schlimmer lief das Auto. Letztendlich hatte ich keine Wahl, wendete, und todsicher, als ich die Tankstelle erreichte, lief das Auto wieder einwandfrei. Es sprang wieder wie zum Leben und schnurrte wie ein Kätzchen." "Warum bist Du nicht zur Tankstelle gefahren und hast jemand das kontrollieren lassen?" fragte Danny. "Es war um die neun oder zehn Uhr Nachts und ich dachte, dass dort wohl kein Mechaniker zu dieser Zeit anwesend wäre. Andererseits lief das Auto einwandfrei auf der anderen Seite der Autobahn und irgendwie wusste ich, dass mit dem Auto nichts los war. Ich wollte mich nicht so einfach vom Universum aufhalten lassen, nicht dieses Mal." "Um über Dickköpfigkeit zu reden." Schüttelte Neena ihren Kopf. "Kann sein, aber ich war wütend und ich wollte dem Universum zeigen, dass ich die Nase voll hatte." "Lass mich raten, Du hast es probiert, bis das Auto auseinander gefallen ist." Grinste Danny, als ob er es besser wüsste. "Ungefähr so, aber nicht ganz." Sagte ich, "Aber ich fuhr immer im Kreis herum bis ungefähr 9 oder 10 Uhr morgens." Sie brachen in Lachen aus. Ich hatte keine Wahl als mitzulachen. Zurückblickend schien das verrückt zu sein. Und es war es wahrscheinlich auch. "Du meinst, Du hast es endlich aufgegeben?" wischte sich Neena vorsichtig die Tränen von den Backen. "Nein, ich gab nicht wirklich auf. Ich war nur erledigt und entschied mich zur Tankstelle zu fahren, etwas zu essen und aufzutanken. Dann wollte ich es weiter probieren. Es war gut, dass sie ein Restaurant hatten, das die ganze Nacht geöffnet war. Ich fuhr also zur Tankstelle und ließ den Mann mein Auto voll tanken. Ich erinnere mich, das der Tankwart mich seltsam anschaute, aber ich maß dem zu dieser Zeit keine Bedeutung bei. Ich parkte das Auto und ging ins Restaurant. Es war sehr ruhig. Da waren nur ein paar alte Lastwagenfahrer, die an der Haupttheke saßen. Also setzte ich mich in eine kleine Sitzecke. Ich schätze, zu diesem Zeitpunkt war ich beinahe wahnsinnig. Ich muss furchtbar ausgesehen haben. Mein Gesicht hing sehr wahrscheinlich herunter, meine Augen waren blutunterlaufen und meine Backen mit Tränen befleckt. Die Bedienung kam zu mir mit einer Kaffeekanne, schaute mich an und mit einem sehr humorvollen und besorgten Blick fragte sie mich, ob ich derjenige bin, der die ganze Nacht mit seinem Auto hin und her gefahren ist." Sie lachten immer noch. Während ich nach meiner Zigarette griff, schaute ich sie mit meinem besten finsteren Blick an, aber dadurch lachten sie noch viel mehr. "Oh ja, macht ihr nur, lacht mich aus. Eines Tages ist es anders herum ... dann wollen wir mal sehen, was so lustig ist." Sie warfen ihre Hände hoch. "Eine Million zu Eins, vielleicht." "Um eine lange Geschichte kurz zu machen, ich erzählte der Bedienung, dass mein Auto nicht in die Berge fahren wollte, es fuhr nur zurück nach Calgary. Ich konnte kaum sprechen. Mein Mund war trocken und meine Lippen taub und ich war zu müde um noch beschämt zu sein." "Sie fragte mich, wo ich denn hin wollte. Mit einem ernsten Gesicht sagte ich "Über einen Abhang!"" "Sie starrte auf mich, dann plötzlich brach sie in Lachen aus. Endlich bekam sie sich wieder in den Griff und lehnte sich vor. ‚Du bist ein wenig dickköpfig, oder? Ich bringe Dir ein Frühstück, denn Du wirst noch eine Weile bei uns sein.'" "Sie goss Kaffee in meine Tasse und ging zur Küche. Ich erwartete aus der Küche Gelächter zu hören, aber ich hörte nichts. Ich nahm an, dass sie es niemand erzählt hatte." "Sie fragte mich nie, warum ich über den Abhang fahren wollte, aber nach noch ein paar Worten, einigen kostenlosen Kaffees und einem kostenlosen Frühstück ging ich in mein Auto und fuhr nach Hause." Jetzt lachten die beiden so sehr, dass ich es langsam satt hatte und ich entschuldigte mich und ging zur Toilette. Ich war nicht wirklich sauer auf sie, nur ein bisschen (oder vielleicht doch sehr) verlegen. Heute ist die Tankstelle geschlossen; nichts ist übrig, nur das verlassene Gebäude. Ich fahre immer noch manchmal dorthin und wundere mich wie viele Andere wie ich dort Halt gemacht haben. Nun, heute bin ich hier und froh darüber. Und wie weit es das Versprechen betrifft, dass Alles seinen Sinn hat am Ende, das wurde wahr. Aber soweit es das bessere Wissen angeht, habe ich das immer noch nicht abgehakt. Und für die sehr nette und spendable Kellnerin: Danke schön! Gesucht Ein Schutzengel. Muss über eine unglaubliche Unvorstellbare und total Unfassbare Geduld verfügen. Schicke Lebenslauf und Lottoschein Zum Postfach 40081 Zu Händen von Klaus. Kapitel Sieben Als ich wieder von der Toilette kam, hatten sich Neena und Danny wieder zusammengerissen, haben aber immer noch gegrinst. Ich setzte mich auf meinen Hocker, Danny fragte mich, ob ich noch einen Orangensaft möchte. "Wir wollten über dich nicht so lachen," sagte Neena. "Du musst zugeben, dass der Teil von wegen der Dickköpfigkeit ganz schön lustig war," fügte Danny hinzu. "Ich glaube hier habt ihr mich." Nickte ich zustimmend. "Und war das Alles?" fragte sie. "Nicht annähernd, nun wurde es richtig abgefahren." Danny setze sich auf seinen Hocker, "Also, die Nacht ist noch jung. Wird sind bereit, wann immer Du es bist." Dannys Oberlippe fing wieder an zu zittern. Ich beugte mich zu Neena. "Warum zittert manchmal Dannys Oberlippe?" "Immer wenn er etwas zurückhält. Er ist kein guter Pokerspieler." Lachte sie. Einen Augenblick wunderte ich mich, was Danny so zurückhielt. Irgendwie war mir das seltsam. Ich habe immer Augen und Ohren offen für Dinge, die etwas aus der Reihe zu sein schienen. Das war offensichtlich so etwas. Ich schaute auf meine Uhr, aber die ging immer noch nicht. Ich konnte die Feuchtigkeit unter dem Kristallglas sehen. Ich wollte gerade nach der Zeit fragen, entschied mich dann aber anders. Außerdem musste ich sonst nirgends sein. "Mal sehen," sagte ich und dachte nach, wo ich aufgehört hatte, "Ich bin ungefähr zwei Jahre lang oft umgezogen und anfangs ging alles gut, aber mein Herz war nicht dabei. Ich war immer noch unglücklich. Wie auch immer Du es siehst, ist mir egal. Ich weiß, dass wir dieses Thema schon einige Male hatten. Aber so war es halt. Ich habe dann aufgehört umzuziehen und habe meine Zeit genutzt um eine Lösung meines immerwährenden Problems zu finden. Aber ich hatte kein Geld mehr und ich gab eine zeitlang auf und entschied mich eine Arbeit zu finden. Es hat nicht lange gedauert, um einen gut bezahlten Job zu finden. Ein paar Tage später fand ich ein weiteres Haus zu guten Bedingungen, welches ich kaufte und einzog. Ich hatte mich entschieden, so zu leben, wie alle anderen, ich meine, arbeiten, Rechnungen zahlen und etwas für Alter zusammensparen. Mein Sohn lebte bei mir und ich dachte ich wäre besser ein gutes Beispiel. Der Gedanke ein solches Leben zu leben, einfach auf das Ende zu warten, war ganz schön depressiv, aber das war alles, was ich sehen konnte." "Nach fünf Monaten Arbeit, kam ich morgens dorthin und wurde entlassen. Sie erzählten mir, dass die Geschäfte schlecht gingen und sie zurückfahren müssten. Aber das war nicht der wahre Grund. Sie sahen, dass ich unglücklich war. Ich konnte es einfach nicht mehr verbergen. Ich hatte nicht die Energie ständig zu lächeln. Ich bin mir sicher, dass sie zu der Entscheidung kamen, ich wäre nicht glücklich, weil ich dort arbeitete." "Das Ganze kam wie ein Schock. Ich war nicht wirklich sauer, wusste aber auch nicht, was ich jetzt tun sollte. Ich saß für einige Wochen im Haus herum und machte nicht mehr, als meinen Hund spazieren zu führen. Ich hatte noch ein wenig Geld, aber nicht viel und die Raten für das Haus waren ziemlich hoch. Es war kein großes Haus, aber es war in einer guten Gegend. Die Wirtschaft war ziemlich unten und es waren nicht viele gut bezahlte Jobs vorhanden. Sogar, wenn ich sofort einen nur mittel gut bezahlten Job bekommen hätte, könnte ich das Haus nicht behalten. Ich erinnere mich, als ich im Park saß und Rudy, meine Hund beobachte, wie er mit anderen Hunden spielte, da machte es Klick. Aus irgendeinem Grund entschied ich mich noch einen Versuch zu wagen das Glücklichsein zu finden. Ich dachte, dass ich vielleicht in all den Büchern, die ich gelesen hatte, etwas übersehen hatte, oder die Anweisungen nicht korrekt befolgt hatte. Sofort nachdem ich mit Rudy von unserem Spaziergang zurückkam, sprang ich in mein Auto und fuhr zur Bibliothek. Auf dem Weg zur Bibliothek dachte ein Teil von mir, dass das alles vergebens ist, aber der andere Teil kam wieder mit dem größten Enthusiasmus zum Leben. Ich stellte auch fest, dass immer wenn ich mich an die Arbeit machte um meine innere Glücklichkeit zu finden, wurde ich wirklich glücklich. Erst nach einer gewissen Zeit, wenn es mir nicht gelingt über dieses zeitweise Glücklichsein hinauszukommen, dann wurde ich richtig depressiv. Ich hatte aber das starke Gefühl, dass es diesmal klappen würde. Ich erinnere mich, dass ich dachte, alles was du finden musst, ist dieser Teil, den du verpasst hast. Dann würde alles gut werden." "Meine Güte, wie lange dauerte dies an?" unterbrach mich Danny. "Das ist es," antwortete ich. "Hier begann sich alles zu ändern." "Gott sei Dank, es hat mich schon ganz depressiv gemacht. Kommen wir jetzt bald zum Lotterie-Teil?" "Gerade angekommen." "Egal jetzt, ich holte also eine ganze Menge Bücher aller möglichen Themen, die mir nur einfielen, Meditation, Spiritualismus, Visualisierung, Gedankenkontrolle, Positives Denken, Liebe und so weiter, sogar einige Bücher über Pendeln, die eigentlich nicht zum Thema passten. Ich sah sie und entschied, sie mitzunehmen. Ich habe einige Wochen mit Lesen, Notizen machen und den Anweisungen nach besten Können zu folgen verbracht. Ich las vom Aufstehen bis zum Schlafen gehen. Die einzigen Pausen, die ich machte, waren um zu essen oder um Rudy in den Park zu führen und um zu praktizieren, was immer in den Büchern vorgeschlagen wurde." "Hast Du irgendwelche Ergebnisse erzielt?" fragte sie. "Nicht wirklich," antwortete ich. "Nicht mehr als das ich es tat, dabei fühlte ich mich gut, zumindest besser als normalerweise. Ich habe auch eigentlich keine Ergebnisse erwartet. Es war nur der Drang zum neuen Versuch, der in mir brodelte. Alleine mein Versuch gab mir einen Hauch von Hoffnung und in vielerlei Hinsicht fühlte sich das sehr komfortabel an. Tatsächlich gibt es einen Unterschied zwischen der Hoffnung, etwas zu bekommen und der Erwartung, dass etwas passiert. Aber darüber reden wir später." "Also, von hier an begann sich alles zu verändern. Ich wurde ziemlich ruhelos und entschied mich, eine Pause einzulegen. Ich rief einen Freund an, um zu sehen, ob er zuhause sei, nahm ein paar Biere und ging zu ihm, um ihn zu besuchen." "Zu dieser Zeit war mein Freund finanziell nicht besser gestellt als ich auch. Er arbeitete nicht und hatte nicht viel Geld. Er verbrachte die meiste Zeit damit, Sport zu schauen und die Sportlotterie zu spielen. Es lief nicht so gut mit der Sportlotterie. Ich schaute mir einige seiner Fehllose an. Ich bemerkte sarkastisch, dass er auch einen Dartpfeil benutzen könnte, um herauszubekommen, wer das Gewinnerteam ist. Er lachte und gab mir recht. Ich habe um Geld spielen immer so gesehen, als würde man Geld aus dem Fenster werfen und hoffen, dass das Doppelte zurückkommen würde. Die Chance darauf ist sehr gering. Ich spielte früher einige Partien Poker, aber nur zum Vergnügen. Das höchste, was man gewinnen oder verlieren konnte, waren fünf oder zehn Dollar." "Als ich über die Lotterielose meines Freundes schaute, kam mir ein Gedanke. Ich hatte einige Bücher über Pendeln gelesen und ein Programm darüber im Fernsehen gesehen. Dieser bestimmte Mensch pendelte nach Mineralien und in diesem speziellen Programm half er einem Minenbesitzer in einer verlassenen Mine Vorkommnisse bestimmter Mineralien zu finden. Wie es sich herausstellte, war er sehr erfolgreich. Der Pendler benutzte eine einfache Schnur mit einer Art Gewicht am anderen Ende. Es sah so aus, als würde er ein Linksdrehen für ein Ja und ein Rechtsdrehen für ein Nein interpretieren. Ich dachte, die Quintessenz war, dass die Schnur nichts mehr war, als ein Weg um das Unterbewusstsein mit dem Bewusstsein in Kommunikation treten zu lassen." "Ich schaute meinen Freund an und schlug vor, dass eventuell eine Person ihr Unterbewusstsein nutzen könnte, um in die Zukunft zu sehen und so herauszubekommen, wie man das Spiel gewinnen könnte. Er dachte, ich sei verrückt und sagte es gäbe keinen Weg die Zukunft vorher zu sehen und gab mir 20 Gründe, warum es nicht gehen würde. Es war mir sehr klar, dass er noch dickköpfiger war als ich." "Aber je mehr ich darüber nachdachte um so mehr liebte ich diese Idee. Als ich nach Hause kam, hatte ich es in meinem Kopf schon mehr oder weniger ausgearbeitet. Ich dachte mir, alles was ich tun musste, wäre ein Zustand zu erreichen, in dem mein Bewusstsein und mein Unterbewusstsein zusammen kommen und arbeiten würden, als eine Einheit und nicht wie üblich getrennt. Es hörte sich einfach an, trotzdem brauchte ich einige Zeit um es auszuarbeiten. Es ergab sich, dass es sehr einfach war, außer dass ich mehr erhielt, als ich aushandelte." "Was ist so wichtig am Unterbewusstsein?" fragte Danny. "Das Unterbewusstsein hat eine enorme Menge von Informationen. Ich glaube auch, dass alle Unterbewusstseine wie ein großes Netzwerk zusammengeschaltet sind, aber was noch wichtiger ist, ich glaube, dass das Unterbewusstsein mit unserer Seele in Verbindung steht ... diesem größeren Teil von uns selbst." "Ich benötigte eine zeitlang, um die Details auszuarbeiten und einen Plan zu entwickeln. Ich ging noch einmal zur Bibliothek um noch einige Bücher zu holen. Ich spielte damit einige Wochen herum, probierte verschiedene Sachen aus. Jedenfalls habe ich all die Informationen, die ich finden konnte, zusammen gemischt, ein bisschen von hier und ein bisschen von da. Die Schlussfolgerung, zu der ich kam, war, alles was ich tun musste, wäre in einen tiefen meditativen, tranceähnlichen Zustand zu gelangen. Es schien als wäre da ein Schleier zwischen dem Bewusstsein und dem Unterbewusstsein, durch den ich versuchte hindurchzukommen. Das größte Problem war es, sich darauf zu konzentrieren. Als erstes versuchte ich mich auf die Spielergebnisse zu konzentrieren, aber das lies mich in einen Art Traumzustand verfallen und die Resultate, die ich sah, waren nicht richtig. Dann konzentrierte ich mich auf mein Unterbewusstsein und hatte damit einige unterschiedliche Ergebnisse, aber nicht was ich wollte." "Ich erspare Euch die Details von allem, was ich durchmachte, um zu meiner Entscheidung zu kommen. Das Fazit ist, dass wir mehr sind als nur Bewusstsein und Unterbewusstsein. Meine Entscheidung war, dass ich in Verbindung mit dem totalen Teil von was immer ich bin, kommen musste. Und um nicht sagen zu müssen ‚Alles was ich bin' oder ‚Höheres Ich' entschied ich mich für das Wort Seele um mein Totales Selbst zu beschreiben." "Ich war überzeugt, dass die Verbindung mit dem größeren Teil von mir der Schlüssel war, und es war so. Es funktionierte so gut, dass ich innerhalb von sechs Wochen über einhundertunddreißig mal gewonnen habe." "Über wie viel Geld sprechen wir?" unterbrach mich Danny. Ich trank einen Schluck. Als ich Danny anschaute, war es einfach die Dollarzeichen in seinen Augen zu sehen. "Der gesamte Betrag war etwas unter zweitausend Dollar, weil ich nur kleine Wetten machte. Ich wollte nicht das bisschen Geld, das ich hatte, aus dem Fenster zu werfen. Außerdem dachte ich, es ist besser, sich etwas zurückzuhalten, so lange es funktioniert, kann ich auch langsam machen. Zu diesem Zeitpunkt schien das Geld eigentlich zweitrangig zu sein. Ich fühlte, dass ich etwas erreicht hatte, von dem die ganze Welt sagen würde, das ist unmöglich. Ich fühlte mich, als würde ich auf Wolken gehen." "Was war mit dem Glücklichsein?" fragte Neena. "Ich vermute, es wurde eine Zeitlang auf Sparflamme geschaltet." Antwortete ich. "Es ist viel einfacher an einem warmen Strand unter einer Palme, die ankommenden Wellen betrachtend, unglücklich zu sein. Ich war noch nicht dort, aber es war eine eindeutige Möglichkeit. Wenn ich jetzt zurückschaue, war ich glücklich. Ich verschwendete Stunden, aber gleichzeitig habe ich es unheimlich genossen. Noch heute verbringe ich endlose Stunden herauszufinden, was ich alles mit meinem Bewusstsein anstellen kann. Man kann sagen, ich fand meine Berufung. Auch wenn ich heute noch daran Gefallen finde und es mich glücklich macht, ist es das nicht, wo meine Glücklichkeit herkommt, noch ist es der Grund für meine Unglücklichkeit gewesen. Aber darauf kommen wir gleich noch." "Nun gut, wenn Du depressiv bist, kannst Du es ja auch komfortabel sein," beobachtete Danny. "Irgendetwas passierte definitiv. Glücklichsein begann von innen heraus zu sprudeln. Und es hatte etwas damit zu tun, wie ich mein Bewusstsein einsetzte. Aber zu der Zeit bemerkte ich lediglich, dass es schien, als ob ich friedlich lebte." "Das macht Sinn," sagte Neena. "Man braucht inneren Frieden um glücklich zu sein!" "Da stimme ich zu," sagte ich. "Ich war beschäftigt und begeistert, und scherte mich zeitweise um nichts anderes. Aber Du musst ..." "Vergiss das!" unterbrach Danny. "Ich brauche die genauen Anweisungen." Ich hatte gar nicht bemerkt, dass Danny einen Kuli und einen Notizblock geöffnet vor sich hatte. Seine Augen waren so groß wie Löwenzahnblüten und seine Lippe zitterte noch mehr als sonst. "Es ist wahrscheinlich besser, wenn ich den Rest der Geschichte zuerst erzähle." "Ich würde auch lieber den Rest der Geschichte hören," sagte Neena. "Ich würde jetzt lieber die Anweisungen haben, sonst vergisst Du sie wahrscheinlich noch," warf Danny ein. Neena zuckte mit den Schultern. "Es ist Deine Entscheidung." Das sah alles so seltsam aus. Ich war mir nicht sicher, ob Danny nur ein Spiel spielte, oder ob er es ernst meinte. Man muss wissen, dass es wirklich zwei Arten Spieler gibt. Einer spielt mit dem Universum und einer ist nur im Spiel. Der Hauptunterschied dabei ist, dass die, die mit dem Universum spielen, ganz nahe beim Spielführenden sind und im allgemeinen wissen, wie das Spiel verläuft und auch in dieser Richtung arbeiten. Sie wissen auch, wer welche Karten hat. Der andre Teil, wie z.B. ich, spielen einfach das Spiel. Ich war mir sicher, dass Neena und Danny das Spiel mit dem Universum spielten aber nun schien es, dass nur Neena dies tat. Danny spielte einfach das Spiel, so wie ich. Manchmal macht das Universum das Spiel, während es spielt, so scheint es mir zumindest. Es war nicht das erste Mal, dass ich mit dieser Entscheidung kämpfte, ob ich diese Anweisungen in ein Buch packen sollte oder überhaupt jemand davon erzählen sollte. Es sah so aus, dass ich wieder an einem Scheideweg sei. Es machte für mich keinen Sinn, dass das Universum so eine wichtige Entscheidung mir überließ. Oder doch? Ich entschied Danny die Anweisungen zu geben, aber zuerst, dachte ich, wäre es eine gute Idee, ihm eine Lektion geben. Um ehrlich zu sein, wollte ich mich nur absichern. "OK, ich gebe Dir die Anweisungen, aber ich möchte, dass Du weißt, dass dies für eine ganze Menge von Dingen verwendet werden kann und wenn Du es zum Glücksspiel verwendest, dann übernimmst Du alleine die ganze Verantwortung. Du verwendest sowieso zwei Dollar für ein Los, das ist in Ordnung, dann kannst Du Dir auch die besten Chancen geben. Aber wenn Du Dein Haushaltsgeld dort verwendest, dann kann ich Dir schon jetzt sagen, dass Du es verlieren wirst, und ich erkläre Dir auch warum ..." "Ich stimme zu, kein Problem," sagte er, wie ein Kind mit einem neuen Spielzeug. Ich nahm einen Schluck Orangensaft und dachte bei mir, diese Worte habe ich schon einmal gehört. Träume Träume, oh süße Träume Man sagt Wenn es träumbar ist Kann man es auch erreichen Ich sehe dies nun, so klar wie nie zuvor Die Frage ist, Werde ich mich daran erinnern? Wenn ich aufwache? Kapitel Acht "Das Erste was Du verstehen musst, ist der Bedürfnis-Faktor. Es ist so: Wenn Du zu einem Poker-Spiel mit Deinen letzten zwanzig Dollar gehst und Du musst unbedingt gewinnen, kannst Du das Geld auch gleich auf den Tisch legen und wieder gehen, weil, wenn Du etwas unbedingt benötigst, wird es schwer sein, es zu bekommen. Am einfachsten zu beschreiben wäre dies mit, Du musst Dich loslösen von den Ergebnissen." Danny hatte seinen Block weggelegt und blickte mich verdutzt an. "Es schien, dass Du das Geld ziemlich nötig hattest zu der Zeit. Was ist da Anders?" "Eigentlich war ich damals an einem Punkt in meinem Leben, wo mir alles egal war. Gewann ich, gut, wenn nicht, macht nichts? Und außerdem wusste ich von dem Bedürfnis-Faktor. Das war etwas, dass ich auf die harte Art und Weise viele Jahre vorher lernen musste. Es gibt wirklich einen großen Unterschied zwischen sich etwas wünschen und etwas zu brauchen. Der Unterschied ist ganz einfach: wenn wir etwas wünschen, neigen wir dazu daran zu denken und Methoden zu erarbeiten, wie man es erreichen kann. Aber wenn wir zu einem Punkt kommen, wo wir fühlen, dass wir irgendetwas dringend benötigen, ist unser Verstand nicht klar. Stattdessen denken wir daran, was passiert, wenn wir keinen Erfolg haben. Es ist wie in eine Richtung zu schauen, aber in die andere Richtung laufen oder fahren zu wollen. Es funktioniert nicht. Der Verstand arbeitet nach dem gleichen Prinzip. Er muss sich auf das konzentrieren, was wir erreichen wollen und nicht darauf, was etwa passiert, wenn wir verlieren." "Also muss ich es nur aus Spaß machen oder als wäre es ein Hobby." Sagte Danny. "Das ist für den Anfang perfekt. So bist Du nicht unter dem Druck und kannst Dich darauf konzentrieren, was Du erreichen möchtest. Wenn Du große Summen rein steckst, bist Du von den Ergebnissen abhängig, nimmst Du aber nur kleine Beträge von zwei bis drei Dollar, dann macht es nichts viel aus, da Du es ja sowieso tust." "Bist Du sicher, dass Du alles verstehst, was Klaus Dir sagt, Danny?" fragte Neena leise. "Ich verstehe es, kein Problem," antwortete er, "Wie weiter?" "Als nächstes brauchst Du einen ruhigen Platz, an dem Du nicht gestört wirst. Du musst Dich entweder hinlegen oder in einem bequemen Sessel setzen. Ich bevorzuge das Liegen, weil ich dann nicht darauf achten muss, dass mein Kopf vornüber fällt. Das einzige Problem beim Liegen ist, dass Du ein bisschen daran arbeiten musst, dabei nicht einzuschlafen. Dann musst Du Dich total entspannen und Deinen Körper zum Schlafen bringen, aber nicht Deinen Verstand. Einfach daliegen und Deinem Körper erlauben einzuschlafen, bis zu einem Punkt, an dem Du Deinen Körper nicht mehr spürst und auch nichts mehr hörst. Das Hören abzustellen ist dabei nicht unbedingt notwendig, aber es hilft enorm und kann am Ende einen großen Unterschied machen." "Sollte ich mir etwas vorstellen, um meinen Gehirn wach zu halten.?" "Das ist der schwierige Teil dabei. Du musst Dich auf Deine Seele konzentrieren. Ich definiere Seele als das größere Ich von uns oder das Gesamte was Du bist, was immer dies für Dich sein mag. Das Problem dabei ist, dass man es sich nicht vorstellen kann. Die beste Methode, die ich bis jetzt gefunden habe, war die, so zu tun, als würde ich auf meine Seele hören. Ich tue so, als würde ich von ganz weit weg und sehr leise etwas hören. Nimm Dir mal die Zeit und tue so als würdest Du versuchen zu hören, was außerhalb der Bar vor sich geht." Danny schloss die Augen und war ganz still. Ich bemerkte, dass er den Atem anhielt. "Nein, nicht den Atem anhalten. Mach alles was Du machst mit Deinem Verstand, aber atme weiter." Danny öffnete seine Augen. "Ich denke ich hab's. Mein Verstand war total fokussiert, aber er hat absolut nichts getan. Eigentlich war er total leer." "Das ist richtig, aber das Schwerste dabei ist fokussiert zu bleiben ohne andere Gedanken zu haben. Das ist nicht schwer, für ein paar Sekunden, danach aber versucht das Gehirn Bilder und Gedanken durchzusetzen. Was immer auch passiert, Du darfst Dich nicht mit diesen Gedanken beschäftigen. Wenn Du bemerkst, dass Du es tust oder Dich von den Bildern verwickeln lässt, musst Du Deinen Verstand wieder auf die Seele konzentrieren. Wenn du dieses Abschweifen nicht auffängst, verfällst Du in einen Traumzustand und von dort wirst Du sehr wahrscheinlich einschlafen. Ein anderer wichtiger Aspekt ist es, die Fokussierung entspannt zu tun. Du kannst Dich nicht anstrengen, denn dann bist Du nicht entspannt und bekommst anschließend Kopfschmerzen. Also Du musst mental, körperlich und emotional entspannt, aber gleichzeitig fokussiert sein. Es hört sich schwierig an, aber tatsächlich ist es ganz natürlich." "Warum kannst Du Dir nicht einfach die Resultate in Deinem Kopf vorstellen?" fragte Neena. "Das wollte ich auch gerade fragen!" sagte Danny. "Ich weiß nicht genau warum. Alles was ich weiß ist, wenn Du in diesem frühen Stadium mit der Visualisierung anfängst, wird das, was Du siehst vom Traumzustand kommen und wird deshalb nicht zutreffend sein. Ich weiß noch nicht alles, ich glaube aber, dass Du den Traumzustand umgehen musst, um den höheren Teil von Dir selbst zu erreichen. Es ist wie eine Gabelung auf einem Weg; Du kannst rechts oder links gehen, wobei links der Traumzustand ist und rechts das höhere Selbst. Anfangs wird es schwierig sein, sich vom links abbiegen abzuhalten. Wir machen das ganz natürlich, und das nur, weil wir es so oft getan haben und für die meisten Leute wurde der Weg zum höheren Selbst oder der Seele nicht sehr oft benutzt. Es ist, wie einer Spurrille zu folgen, es besteht die Tendenz, Dich nach links zu ziehen." "Das macht Sinn, Ich denke, ich verstehe es. Aber warum denkst Du, das mir meine Seele helfen wird?" fragte Danny zweifelnd. "Das ist eine gute Frage, aber so habe ich das noch nicht gesehen. Ich glaube, ich erreiche und werde der große Teil von mir, und in diesem Stadium angekommen, habe ich alle Quellen zu meiner Verfügung. Warum solltest Du einen alten Taschenrechner benutzen, wenn Du einen sehr großen und schnellen Computer in Deinem Schrank hast? Wenn Du in Deinem Leben eine wichtige Entscheidung zu treffen hast, warum solltest Du das kleine Bewusstsein benutzen, wenn Du diese unglaubliche Quelle zur Verfügung hast?" "Du musst Dir es so denken. Wann immer Du Entscheidungen fällst, versuchst Du sinngemäß die Zukunft vorherzusehen, auch wenn Du nur eine kleine Entscheidung fällst, wie z.B. wann Du Abendessen bereiten sollst. Wann werden alle da sein? Um welche Zeit? Wie lange wird es dauern? Und so weiter. Das Bewusstsein ist nur in der Lage sehr kleine und langsame Berechnungen zu machen, aber das größere Selbst von Dir, Dein Unterbewusstsein, hat mehr Informationen zur Verfügung und hat alle Erinnerungen, von allem, was Du gesehen, gehört, gerochen, gefühlt oder erfahren hast in seinem Speicher. Somit kann es diese Informationen nutzen, um Dinge sehr viel schneller und sehr viel genauer zu berechnen als das Bewusstsein. Um ein Beispiel zu geben, das Unterbewusstsein hat ein photografisches Gedächtnis. Alles, was wir mit unseren Augen sehen ... auch wenn wir es nicht bewusst sehen ... ist im Unterbewusstsein aufgezeichnet, und das bemerkenswerte ist, dass alle Unterbewusstseine irgendwie verbunden sind. Wie ein Computer, der mit Tausenden von anderen Computern verbunden ist und jede Informationen von irgendwo her herunterladen kann. Wissenschaftler debattieren dies heute, aber es ist Wissen, das schon seit Tausenden von Jahren bekannt ist. Dann kommt das höhere Bewusstsein oder der Teil, den ich meine Seele nenne. Dieser Teil von mir lebt ohne Zeit- und Raumeinschränkungen." Ich machte eine Pause um Danny, der sich wand, wie ein Kind, das zur Toilette musste, die Chance zu geben, seine Frage zu stellen. "Warum fokussierst Du auf Deine Seele, wenn Du sagst, dass das Unterbewusstsein so viele Informationen zur Verfügung hat?" "Ich habe nicht alle Antworten, aber über die Jahre habe ich viele Bücher gelesen und ich liebe es, zwischen den Zeilen zu lesen. Niemand hat direkt gesagt, dass er dies probiert hat, aber ich glaube, das viele es getan haben, und viele probierten die Visualisierung und sind gescheitert. Ich glaube auch, dass viele versucht haben ihr Unterbewusstsein zu nutzen und gescheitert sind. Ich glaube, dass nur wenige, wenn überhaupt welche, versucht haben, ihre Seele zu nutzen." "Warum denkst Du das?" fragte Neena. "Ich habe mehr Theorien als Antworten. Aber viel hat mit Aberglaube und Angst zu tun. Ich denke, dass es meistens mit Angst zu tun hat, weil mein Freund sich fürchtete, es zu probieren, obwohl er überhaupt nicht religiös ist, weil er dachte ich würde einige kosmische Gesetze brechen. Es sieht so aus, als ob dies ein sehr gut gehütetes Geheimnis war und nur an wenige Meister weitergegeben wurde." "Warum denkst Du, wurde es geheim gehalten?" fragte sie. "Das ist wirklich eine gute Frage. Ich bin selbst ein bisschen beunruhigt," sagte er. "Sehr wahrscheinlich aus Angst," antwortete ich. "Wovor hatten diese Meister denn Angst?" fragte sie. Danny nickte mit seinem Kopf als wollte er sagen, das er die gleiche Frage stellen wollte. "Sehr wahrscheinlich vor der Dunkelheit. Wissen zu besitzen, nimmt nicht immer die Angst und Wissen zu besitzen, macht Dich nicht notwendigerweise stark genug für die Vorkommnisse des Lebens." "Du scheinst nicht über große Kenntnisse zu verfügen, also warum hast Du keine Angst mit etwas zu spielen, das über Jahrhunderte versteckt wurde?" fragte Danny. Ich lachte über diese Frage. "Mit was will das Universum mir denn drohen, ich habe schon einige Male versucht mir das Leben zu nehmen. Das einzige, was übrig bleibt, ist Unmoralität, was mir nur mehr Zeit bringen würde um in noch mehr Schwierigkeiten zu kommen. Ich habe jetzt etwas, das Tausend mal stärker als alles was dunkel und negativ ist. Warum sollte ein größerer Teil von Dir bestürzt sein, sich damit zu verbinden? Das war es nicht, was sie zu verbergen suchten. Es war das, wozu Du fähig bist, wenn Du zu diesem größeren Teil von Dir verbunden bist. Es ist manchmal faszinierender als der Lotterie-Kram." "Was ist das?" Danny legte seinen Stift hin. Seine Lippe zitterte jetzt definitiv. Ich lächelte innerlich. "Ich habe Dir gesagt, Du solltest bis zum Ende der Geschichte zuhören, aber Du hast darauf bestanden. Nun musst Du warten, bis ich Dir die Anweisungen gegeben habe. Aber zuerst brauche ich einen frischen Orangensaft und muss zur Toilette. Dann gebe ich Dir den Rest der Anweisungen, die Du so sehr möchtest." Ich lächelte immer noch innerlich als ich zur Toilette ging. Ich dachte an etwas, das mein Freund John mir immer sagte. "Halte immer ein Ass im Ärmel. Kann sein, dass Du es nicht brauchst, aber selbst wenn Du nichts hast, wirst Du immer fühlen, dass Du etwas hast..." Angst Die Angst es zu versuchen Wird am Ende Die Tränen Der Liebe vergießen "Ich hoffe ich habe Recht damit ...." Kapitel Neun Die Toilette war extrem winzig. Es gab nur ein Waschbecken und ein Abteil mit einer kleinen Tür. Ich ging in das Abteil und schloss die Tür hinter mir. Ich dachte, dass ich vielleicht nicht die Lotterie- Informationen hätte erwähnen sollen. Vielleicht hätte ich sie geheim halten sollen. Andererseits sind da so viele segensreiche Dinge, die man damit tun konnte. Ich hörte, wie sich die Toilettentür öffnete und dachte ich hörte einige Schritte. Als sich die Tür schloss, hörte ich etwas, dass sich wie die Stimme eines alten Mannes anhörte. Er sagte, "Habe keine Angst, zu erzählen, was Du weißt. Lass mich den Rest machen." "Oh ja, und wer bist Du?" antwortete ich sarkastisch; ich dachte, dass sich Danny eventuell einen Spaß mit mir erlaubte. Ich öffnete die Abteiltür und erwartete Danny dort stehen zu sehen, aber es war niemand da. Ich verließ schnell die Toilette und untersuchte die Bar, aber da war niemand, außer Danny, Neena und dem alten Mann, der immer noch an seinem Tisch saß. Ich dachte, dass ein alter Mann niemals so schnell wieder an seinen Tisch zurückkommen konnte, und es sah so aus, als hätte er sich überhaupt nicht bewegt. Danny und Neena starrten auf mich und wunderten sich, warum ich dort herumstand. Ich ging zurück zu meinem Barhocker und setzte mich. "Ist irgendjemand zur Toilette gegangen, als ich drin war?" Beide schauten auf mich und dann sich an und schüttelten den Kopf. "Ich hoffe nicht, dass unter Umständen das Zeugs aus der grünen Flasche zu Halluzinationen führt?" Fragte ich. "Ich nicht," Danny schüttelte seinen Kopf. "Was ist mit Dir Neena?" "Ich bin in Ordnung." Sie zuckte mit den Achseln. "Es ist sehr wahrscheinlich der Scotch, der Stoff ist normalerweise gut für ein paar rosa Elefanten. Was hast Du gesehen?" fragte Danny. "Ich dachte, jemand gehört zu haben, aber es macht nichts. Lass uns zu den Anweisungen zurückkommen." "Gute Idee." Danny nahm seinen Stift. "Nun, wenn Du diese Übungen ausführst, kannst Du zu einem Punkt kommen, wo Du anfängst Dinge zu hören, etwa Worte oder Musik, oder einfach Töne. Es kann auch passieren, dass Du an einem Punkt ankommst, an dem sich Bilder in Deinem Verstand abzeichnen, aber dass muss Dich nicht stören. Das Beste, was Du tun kannst, lass es einfach geschehen ohne Dich damit zu beschäftigen. Die Dinge sind nur Echos Deines Verstandes. Übrigens ist das auch ein gutes Zeichen, da Du dann sehr nahe dem bist, wo Du hinwillst." Ich nippte an meinem Orangensaft um Danny eine Chance zu geben, mit seinen Notizen fertig zu werden. "Was sind also diese Visionen und Töne, die man hört?" fragte sie. "Meine Theorie ist, dass der Verstand, ganz speziell das Unterbewusstsein, niemals aufhört zu arbeiten. Ich glaube, an diesem Punkt stellst Du den Kontakt mit dem Unterbewusstsein her, wichtig ist, nun weiter zu machen, Dir erlauben noch tiefer zu sinken und nur auf Deine Seele zu konzentrieren, was immer Du auch siehst und hörst." Danny schaute von seinen Notizen hoch. "Wie weiß ich, ob ich meine Seele erreicht habe?" "Das ist eine gute Frage. Eigentlich erreichst Du sie nach und nach. Es ist etwas, dass jedes Mal, wenn Du es tust, mehr wird. Aber Du weißt, wenn Du dort bist. Eines der Zeichen ist, dass Du Dich sehr friedvoll fühlst, es kann sein, dass Du Dich größer fühlst. Dein Verstand ist ganz klar. Es ist schwer zu erklären, aber wenn Du dort bist, da geht nichts drüber. Es kann auch sein, dass Du Dich mehr dem Universum verbunden und gleichzeitig von den Alltagssorgen getrennt fühlst. Ich kann es nur so beschreiben. Ich glaube, es ist bei jedem anders." Ich machte eine Pause um Danny wieder die Chance zu geben, seine Notizen fertig zu stellen. Offensichtlich schrieb er jedes einzelne Wort auf. "Wie kann Danny nun herausbekommen, wie die Resultate des Spiels sind?" "Das ist der spaßige Teil. An diesem Punkt musst Du einige Entscheidungen fällen, Du kannst eine Menge verschiedener und faszinierender Dinge tun, von denen ich Euch später noch erzähle, aber, wenn Du den Weg zur Vorstellung der Spielresultate wählst, soll es so sein. Nun, alles was ich bis jetzt gesagt habe, müsst Ihr haargenau befolgen. Der Pfad ist sehr schmal und ihr müsst konzentriert bleiben." "Ich bin fertig!" lächelte er. "OK, hier kannst Du anfangen zu visualisieren. Was ich gerne tue ist, so zu tun als würde ich in der Zeit vorwärts gehen und mich zum Lebensmittelladen an der Ecke begeben. Dann stelle ich mir vor, wie ich zu dem Lotterie-Stand gehe und direkt auf die Ergebnistafel schaue. Ursprünglich stellte ich mir vor in einem Zug zu fahren und jede Station entsprach einem Tag in die Zukunft. Wenn der Zug an dem Tag, zu dem ich wollte anhielt, stieg ich aus dem Zug aus und ging zum Zeitungsstand und schaute nach den Resultaten in der Tageszeitung. Aber ich fand heraus, dass ich manchmal zu sehr meine Vorstellungskraft benutzte. Später erkannte ich, dass dies so war, weil ich versuchte den Zug zu real zu machen, als einfach nur das Gefühl zu haben, in einem Zug zu sein." "Wie kann ich es unterscheiden, ob ich mir nur etwas einbilde, was ich sehe?" fragte er. "Einiges davon wird Einbildung sein; da geht kein Weg dran vorbei. Die beste Methode, die ich fand, ist, sich den Zug oder den Lebensmittelladen vorzustellen, was immer Ihr Euch auswählt, und es dann aber sich nur ganz leicht vorzustellen, so dass es nicht real wird, sondern nur eine Art Zeitmessmethode. Aber wenn Ihr auf die Resultate schaut, müsst ihr ganz klar visualisieren und Eure Vorstellungskraft nur gering einzusetzen. Ihr solltest es auch nicht zu lange machen. Ich hatte auch gute Ergebnisse als ich einfach meine Seele fragte, mir die Antworten in meinen Bewusstsein zu legen. Auf diesem Wege ist es so, als ob Du auf einen Bildschirm schaust und die Ergebnisse sind dort dargestellt. Es macht auch nichts verschiedene Dinge auszuprobieren, um herauszufinden, was am Besten für Dich wirkt. Wenn die Antworten nicht stimmen, liegt es nicht daran, dass Eure Seele Euch nicht die richtigen Antworten gibt, sondern ihr die Informationen nicht richtig empfangt." "Wie lange hast Du gebraucht, um das zu erreichen?" fragte sie. "Ungefähr zehn Tage." "Das ist nicht schlecht," sagte er. "Ihr müsst wissen, dass ich zu dieser Zeit arbeitslos war und die meiste Zeit des Tages daran arbeitete. Da sind noch ein paar untergeordnete Dinge, die Ihr wissen solltet. Nicht alle Antworten, die Ihr bekommt sind korrekt, aus verschiedenen Gründen. Die Zukunft ist nicht in Stein gemeißelt und kann sich jederzeit ändern. Also versuchte ich die Ergebnisse von sechs bis zehn verschiedenen Spielen zu erhalten. Später dann schaute ich mir die Antworten an und verglich sie mit dem, was ich gewählt hätte. Daraus habe ich dann zwei oder drei Spiele ausgewählt und diese gespielt. Manchmal, wenn ich fühlte, dass ich einen guten Tag hatte und die Information sehr klar war, habe ich mehrere Spiele gespielt, aber nur, wenn das Gefühl in Ordnung war. Außerdem machte ich sehr kleine Wetten und Kombinationen. Sagen wir ich hatte zehn Spiele. Dann spielte ich drei oder vier Spiele auf drei oder vier Losen. Wenn ein Fehler bei dieser Methode dabei ist, konnten die Gewinne immer noch die Verluste übersteigen." "Es scheint so einfach zu sein, aber ich sehe, dass da doch etwas Arbeit dazugehört. Also ist das alles, was es gibt?" fragte er. "Das ist alles!" antwortete ich. "Vielleicht noch eine Sache. Hüte Dich vor dem Anfängerglück!" "Was heißt das?" "Wirst Du sehen." "He, das ist ..." "Ich sehe es!" sagte Neena, aufrecht auf ihrem Hocker sitzend. "Oh Gott, das ist ... Toll, beinahe hätte ich es verpasst! Kannst Du es nicht sehen, Danny?" "Halt! Wenn jemand es nicht sehen kann, dann ist er nicht bereit. Man darf es nicht erklären." Sie legte ihre Hand über ihren Mund und lächelte. "Ich sage kein Wort" "Das ist nicht lustig." Danny sprang von seinem Hocker und nahm seine Notizen. Ich lächelte so sehr, dass ich beinahe meine Lippen an meinem Ohr spüren konnte. Er schaute von seinen Notizen auf zu mir. "Wer denkst Du wer Du bist? Der Spielleiter?" Während ich versuchte, das Grinsen auf meinem Gesicht zu kontrollieren, dachte ich für mich, ‚Ich bin nicht der Spielleiter, aber ich habe zur Zeit mehr als eine Karte.' Wenn Du mit dem Universum in der richtigen Art und Weise spielst, was bedeutet, mit Respekt, Liebe und Güte, dann gibt das Universum Dir mehr Karten. Ich habe gehört, wenn Du ein ganzes Kartenspiel hast, lässt Dich das Universum auch einmal Spielleiter spielen. Das ist mehr Verantwortung, als ich dran interessiert bin und ich stelle mir vor, wenn eine Person so viele Karten erhält, müsste diese sehr geeignet sein, um einen Unterschied auf dieser Welt machen zu können. Ich vermute jemand wie Mutter Teresa hatte bestimmt ein paar Kartenspiele. Es ist schwer zu sagen; alles was ich weiß ist, dass drei oder vier Karten Dich weit bringen können. Das innere Kind Hast Du je bemerkt Das in jedem Erwachsenkörper Ein Kind ist Das tritt, um heraus zu kommen? Möglicherweise sollten wir sie herauslassen Bevor sie alles zerstören. Kapitel Zehn Danny war völlig außer sich, wegen dem kleinen Geheimnis, dass Neena und ich hatten. Ich sagte ihm, dass da noch einige Hinweise im Rest der Geschichte seien. Das beruhigte ihn für den Augenblick. Es ist nicht wirklich ein Geheimnis, sondern es ist eines der Dinge, wenn Du sie zu erklären versuchst, wird es im Hirn der Person verformt und in dem Augenblick, in dem es verformt wurde, ist es nicht mehr das, was es einmal war. Einige Dinge im Universum kann man nicht in Worte fassen. Es zu versuchen, zerstört es im gleichen Moment und endet gewissermaßen in etwas völlig Unbrauchbarem. Das größte Problem, wenn Du versuchst es jemand zu erzählen, werden sie es verformen und später, wenn sie die Information noch einmal in ihrer wahren Form erfahren, werden sie auch diese automatisch verformen und so wird die Information verloren sein. Ich schaute Danny an. "Bevor ich den Rest der Geschichte weiter erzähle, sollte ich Euch etwas, dass ich vergessen hatte zu erzählen, sagen, ist mir gerade eingefallen." "Das ist eine Überraschung," Grinste Danny sarkastisch. "Das ist wirklich sehr wichtig, speziell, wenn Du Probleme hast, sich auf Deine Seele zu konzentrieren. Ich habe über die Jahre eine Menge Bücher über Östliche Meditation gelesen und viele davon erwähnten verschiedene Bereiche in Deinem Bewusstsein in denen Du meditieren kannst, aber keines erwähnte das Stammhirn. Es ist ungefähr so. Ich mag es nicht in dunkle Keller zu gehen, auch wenn dort Licht ist, weil es dort noch genug dunkle Stellen gibt, an denen sich die Kellergeister verstecken können. Ich habe herausgefunden, wie ich am Besten mit dunklen Kellern umgehe, ich stelle ein Licht in die dunkelste Ecke. Das Gehirn arbeitet ungefähr genau so." Aus irgendeinem Grund dachte Neena, dass dies amüsant wäre. "Wenn Du versuchst, Dich auf Deine Seele zu konzentrieren, benutzt Du irgendwie das, was einige Yogi das höhere Bewusstsein nennen. Aber Teile Deines Bewusstseins versuchen andere Gedanken nach oben zu bringen. Das ist etwas, mit dem ich immer zu kämpfen hatte. Die Frage war, welcher Teil des Bewusstseins tat dies? Also habe ich mir die Teile des Bewusstseins, die die Meditationsbücher erwähnten, einmal angeschaut. Ich schaue immer nach sonderbaren Dingen, Dingen, bei denen etwas nicht passt, aber die sehr normal aussehen, zu normal." "Was meinst Du?" fragte sie neugierig. "Sieh Dir die östlichen Schriften der Yogi und Meister an. Wenn Du Ihnen eine Frage stellst, bekommst Du nur eine kurze Antwort, gibst Du ihnen aber Papier und Stift in die Hand, dann schreiben Sie los, bis die Welt untergeht (Im Original, leider im Deutsch nicht verständlich: bis die Kühe nach Hause kommen.). Irgendwie inkonsequent, oder?" "Glaubst Du das dies etwas bedeutet." Fragte Danny. Ich nickte mit dem Kopf. "Wenn etwas vorhanden ist, bedeutet es etwas. Was ist z.B. mit der Tatsache, dass alle verschiedenen Rassen angehören und aus verschiedenen Ländern kommen, aber die Schreibmuster alle gleich sind? Ich grübelte über die Tatsache, dass sie Hunderte und Aberhunderte von Seiten schreiben, die nichts aussagen. Nicht nur, dass sie alles wieder und wieder schreiben und alles immer dasselbe ist, nur die Sichtweise und Behandlung ist unterschiedlich. Lasst es uns so sehen, sie müssen in einer Art Code schreiben und wenn sie alle den Code kennen, kann es nicht schwierig sein, den Code zu dechiffrieren. Wenn jemand zehn Bücher schreiben kann, ohne etwas auszusagen, ist das faszinierend, denn das heißt, dass sie zwischen den Zeilen schreiben. Also schaute ich nach Plätzen, bei denen sie sagten, es lohnt sich nicht zu schauen und grub an Plätzen, die sie nicht einmal erwähnten ..." "Alles in Allem, wenn Du einen Schatz hast und willst jemand davon erzählen, und nur sagen wo er ist oder wie er zu heben ist, wenn sie Dir folgen, dann musst Du schon ein gutes Netz spinnen." "Also, das Problem, dass ich fand war, wenn Du Deine Seele oder den größeren Teil von Dir nicht erreichen kannst, ohne Deinen Verstand, der wie ein Huhn gackert, das ein Ei gelegt hat, auszuschalten und der Schlüssel dazu ist, dass dies das einzige ist, was sie anscheinend weggelassen haben. Dann schalte es aus und Du bist drin." Eine Minute lang war ich stolz auf mich, dann erkannte ich, dass ich mich wie ein Hahn auf dem Pfosten benahm, der seine Hühner angaggerte und prahlte. Junge, ich hasse, wenn so etwas passiert. "Du musst ja richtig stolz auf Dich gewesen sein, all dies herausgefunden zu haben." Sagte sie, den Dorn noch tiefer drückend. "Ich habe schon Meditation probiert und hatte immer Probleme mit Gedanken, die sich einschlichen. Wie kann ich die abschalten?" fragte er. "Das ist ein Kinderspiel. Erst entspanne Dich und werde ruhig, dann, nur für eine Minute, stelle Dir vor, dass ein Lichtstrahl von Deiner Seele und direkt von der Oberseite Deines Kopfes kommt, der alles mit einem sehr hellen Licht erleuchtet. Nicht mehr visualisieren, sondern nur noch im Hinterkopf behalten. Ungefähr so, als wäre da ein Zimmermann auf Deinem Dach, der es reparierte. Du musst nicht den ganzen Tag da stehen und ihm zusehen, es reicht, wenn Du weißt, dass er da ist. In nicht ganz so vielen Worten, lasse das Licht wo es ist, ohne Dir es immer wieder vorzustellen. Das hält die Zone sehr beschäftigt. Ich weiß nicht, was diese Zone des Gehirnes eigentlich tun soll, aber ich weiß, dass es wirkt, und das ist alles, was zu diesem Zeitpunkt zählt." "Danny erzähl Klaus von den Kellergeistern." Wechselte Neena das Thema. Er schüttelte den Kopf. Die Angst schaute ihm aus den Augen. Neena beugte sich zu mir. "Wir haben hier einen Keller, aber Danny geht nicht dort hin, weil er denkt, dass es dort Monster gibt. Möchtest Du einmal schauen?" "Ich denke nicht ... Wenn Danny sagt, dass Monster im Keller sind, ist das gut genug für mich." Sie lachte. "Ihr Männer seid alle gleich! Ihr macht viel Lärm, aber wenn der Wolf kommt, seid ihr nirgends zu finden." Ich entschied mich diesen Kommentar zu überhören und dachte, wo ich war, bevor ich abgelenkt wurde. Geheimnisse des Universums Der Schlüssel Gedanke, Vertrauen Das Schloss Tat, Liebe Die Tür Ergebnis, Freude Das Spiel Beharren. Kapitel Elf "Während dieser sechs Wochen haben seltsame Dinge ihren Anfang genommen. Ich konnte sie nicht erklären, aber meine Aufmerksamkeit war gestiegen und ich wurde viel sensibler für das, was um mich herum vor sich ging. Ich wollte diesen Dingen wirklich nicht begegnen, also dachte ich, das Beste, was Du tun kannst, ist, sie einfach zu ignorieren. Es begann alles ganz langsam. Erst fühlte ich, dass ich beobachtet wurde. Du kennst das Gefühl; es ist, als ob Dich jemand anstarrt. Meistens fühlte ich es nachts, also fing ich an, die Lichter anzulassen. Das Nächste was passierte, war ebenfalls abends. Ich saß mit meinem Hund Rudy im Wohnzimmer und manchmal setzte er sich einfach hoch, stellte seine Ohren auf und starrte zur Mitte des Raumes, als ob er auf etwas schauen würde. Er tat dies die Wochen über sehr oft. Ich konnte nie etwas sehen oder hören, aber manchmal fühlte ich deutlich, dass mich etwas anstarrte. Das Interessanteste war, dass, wenn Rudy sich entschied, den Raum zu verlassen, ging er um die Stelle herum, die er immer anstarrte, obwohl er normalerweise dort geradeaus geht." "Das Nächste, was passierte war, dass Sachen sich bewegten. Zum Beispiel, wenn ich etwas irgendwo hinstelle, vielleicht eine Tasse oder ein Buch, ist es später irgendwo anders. Ich versuchte mir selbst einzureden, dass ich unaufmerksam gewesen wäre, aber irgendwo im meinem Hinterkopf wusste ich, dass das nicht das Problem war. Ich lebe sehr einfach mit nur ein paar Sachen, aber die Sachen, die ich habe, sind immer auf ihrem Platz. Eines nachmittags legte ich mich für meine Meditation hin um meine Wetten auszuwählen, aber ich hatte vergessen, die Heizung höher zu stellen. Wenn ich in eine sehr tiefe Meditation gehe, sinkt meine Körpertemperatur ziemlich ab. Ich begann schon mit der Entspannung, als ich fühle, dass ich kalt wurde. Ich wollte nicht aufstehen und wieder von vorne anfangen. Da hörte ich die Feuerung angehen und dachte, ich hätte den Thermostat hochgestellt und habe meine Meditation fortgesetzt. Als ich damit fertig war, war das Haus extrem heiß. Nachdem ich aufgestanden war, ging ich zum Thermostat, um ihn herunter zu drehen, aber als ich auf ihn sah, bemerkte ich, dass ich ihn nie hochgedreht hatte. Es stand auf unter 21 Grad, aber die Raumtemperatur hatte 27 Grad erreicht, und während ich auf den Thermostat schaute, hörte ich die Heizung ausgehen." "Diese sechs Wochen lang hatte ich auch einige seltsame Träume. In zwei von ihnen erinnere ich mich daran mit einem Engel gesprochen zu haben, aber ich kann mich nicht mehr genau an den Traum erinnern oder über was gesprochen wurde. Ich hatte auch einige Träume, in denen ich Schwertkämpfe focht, aber ich erinnere mich nicht an Details. Normalerweise war ich fasziniert, wenn so etwas passierte, aber ich wollte mich darauf konzentrieren, die richtigen Sportresultate zu erhalten." "Hier nahmen die Dinge eine neue Richtung," sagte ich. "Etwa die letzte Woche hatte ich Schwierigkeiten die Resultate zu sehen. Ich konnte die Seite sehen, hatte aber Probleme die Ergebnisse zu sehen. Es war, als ob jemand seine Daumen über die Ergebnisse gelegt hätte. Als ich meine Aufmerksamkeit auf eine andere Stelle der Ergebnisseite lenkte, folgte dem eine dunkle Stelle. Ich hatte immer noch Erfolg, aber es benötigte viel Zeit und Konzentration. Ich dachte, dass sind nur meine eigenen Zweifel, die dort stören, was nicht ungewöhnlich ist. Es wurde jeden Tag schwieriger und schwieriger und ich bemühte mich jeden Tag mehr. Ich ließ nicht zu, dass ein kleines Problem wie dieses, meine ganzen Errungenschaften zerstörte. Ich dachte, dass ich die letzten Wochen etwas nachlässig geworden bin und nicht tief genug in meinen Meditationen ging. Also bemühte ich mich jedes Mal sehr, wenn ich anfing zu meditieren, noch tiefer zu gehen. Während dieser Zeit kaufte ich ein paar Ohrenschützer ... die Art, die Bauarbeiter tragen, wenn sie an lauten Maschinen arbeiten. Die Ohrenschützer machten einen großen Unterschied in meiner Fähigkeit mich zu konzentrieren. Ich hatte auch eine Schlafmaske gekauft, um sie mir auf meine Augen zu setzen. Mit der Schlafmaske und den Ohrenschützern war es mir möglich, viel tiefer zu gehen, ohne gestört zu werden. Ich benutze sie heute noch, weil, wenn jemand die Tür knallt oder etwas fallen lässt, werde ich nicht aus welchem Stadium ich auch immer sein mag, herausgerissen." "6. November," Ich machte eine Pause um an meiner Zigarette zu ziehen. "An diesem Tag ging die Scheiße los." "Ich bin nicht blind. Ich sah es kommen, aber das hatte ich nicht erwartet." Ich konnte an Dannys Gesicht sehen, das dies ihn nervös machte. "Wisst ihr was, mir fällt gerade ein, dass ich vergessen habe Euch etwas zu sagen! Es ist ein großes Stück des Puzzles. Ich denke es ist einer der Hauptschlüssel." "Bist Du verrückt?" fragte Danny. "Du lässt uns so gespannt hängen?" Sie lachte. "Gib ihm noch ein Schuss von dem guten Stoff. Das hält seine Lippe in Bewegung." "Gebt mir noch eine Minute, das ist wirklich wichtig," sage ich genau wissend, dass Danny irritiert war, wahrscheinlich weil er dachte, dass dies etwas mit der Lotterie zu tun hatte und er überlegte, er würde nicht in der Lage sein, es zu versuchen. Er stieg vom Hocker, nahm ein Glas, warf einige Eiswürfel hinein, nahm die Flasche und goss das Glas ganz voll. Sie lachte. Er stellte das Glas vor mich hin und die geöffnete Flasche daneben. "Hier, nun lasst uns diese Lippen sich bewegen sehen!" Er setzte sich wieder auf seinen Hocker. Ich dachte bei mir, ‚Ich weiß nicht, was für ein Spiel das Universum gerade spielt, aber ich werde es herausbekommen, bevor die Nacht vorüber ist.' Ich schaute über meine Schulter, um zu sehen, ob der alte Mann immer noch am Tisch saß. Er war da. Er hatte sich nicht einen Zentimeter bewegt, noch hat irgendjemand versucht, ihn zu bedienen. Das war seltsam. Ich wollte etwas sagen, entschied mich aber dafür, ihn in Ruhe zu lassen und zu sehen, was passiert. Ich wandte mich zu Neena. "Drei Wochen nachdem ich das erste Mal in der Lottiere gewann, dachte ich, es wäre eine gute Idee in die Zukunft zu reisen, um zu sehen, was mein Zukunftsselbst macht. Ich dachte, wenn ich in die Zukunft reisen kann, um die Sportergebnisse zu sehen, kann ich auch dorthin reisen, um zu sehen, wie meine Zukunft aussieht. Ich benötigte drei oder vier Versuche, genau kann ich mich nicht erinnern, aber immerhin schaffte ich es." "Ich fand das heraus, als ich in die Zukunft schauen wollte, es kann eine Weile dauern, bis das Bild in meinem Kopf komplett vorhanden ist. Zuerst sah ich was, dass so aussah wie ich selbst im Liegestuhl vor einer Feuerstelle liegend. Als nächstes bildeten sich etwas Gras und einige Bäume und verschiedene andere Dinge. Ich dachte erst, er sitzt vielleicht irgendwo im Wald. Aber dann erschien 5 bis 10 Meter hinter ihm eine Blockhütte oder ein Sommerhaus. Ich schaute direkt auf mein Zukunftsselbst als ich bemerkte, dass er mich anstarrte und gleichzeitig sah ich, dass ein Engel in einem anderen Liegestuhl bei ihm saß. Ich versuchte meine Vision klarer zu machen und alles zu entfernen, was möglicherweise von meiner Einbildung beeinflusst wurde. Gleichzeitig versuchte ich mein Wahrnehmungsvermögen zu verbessern, mein Zukunftsselbst deutete auf mich, schaute zum Engel und dann wieder zu mir und sagte, ‚Ich kann nicht glauben, dass er es endlich geschafft hat!' Beide fingen an laut zu lachen." "Aus irgendeinem Grund konnte ich mich nicht dort halten und wurde sofort in meinen normalen Wach-Zustand zurück geholt. Ich setzte mich in meinem Bett auf und dachte für eine Weile darüber nach. Ich entschied mich, dass ich mir das alles nur vorgestellt hätte, oder zumindest einen Teil davon. Ich entschied, es irgendwann später noch einmal zu versuchen, habe aber nie mehr die Chance erhalten." Die Spaß-Karte Ich nenne sie die Spaß-Karte auch wenn es kein Spaß ist. Sie ist der Grund, warum ich dieses Spiel nie spielen wollte. Ich fand dieses Spiel, als ich noch ziemlich jung was und zur selben Zeit erkannte ich, dass ich eine dieser Karten hatte. Das kann ein richtiges Problem werden, ganz besonders, wenn Du sie nicht verstehst. Ich habe eine Menge Leute gesehen, die diese Karte hatten und habe die Probleme gesehen, die diese Karte hervorruft. Einer der größten Kernpunkte dieser Karte ist, dass Du keine Chance hast. Das Universum gibt Dir eine, das ist es dann. Du kannst sie nicht ablegen. Du kannst nicht wegrennen und Du kannst Dich nicht verstecken und es gibt keinen Weg, sie zu bekämpfen. Ich glaube es gibt eine Wahl, aber die wird von Deinem höheren Selbst getroffen. Ist diese Entscheidung gefällt, fertig! Diese Karte kann verschiedene Aspekte für verschiedene Leute haben, aber hauptsächlich, diese Karte spielt Dich. Du spielst nicht sie. Du fragst Dich bestimmt, was tut diese Karte? Wenn Du eine dieser Karten hast, wirst Du, so oder so, dahin gebracht etwas im diesem Leben zu tun, das einen Unterschied macht. Unglücklicherweise kann ich das nicht näher für Euch erklären. Viele Jahre her, ging ich zu einer begnadeten Person um ihre Hilfe zu erbitten. Ich fragte sie, "Was ist los mit meinem Leben? Ich versuche in eine bestimmte Richtung zu gehen und es sieht so aus, als ob das Universum mich in eine andere Richtung wirft. Wie kann ich das bekämpfen?" Sie sagte, "Du hast die Karte, und Du weißt es, aber Du hast Dich entschieden zu kämpfen und Du wirst verlieren! Es gibt nichts, was ich für Dich tun kann." Ich war wütend und antwortete, "Ich werde bis zum Ende kämpfen. Ich stehe dagegen und werde gewinnen." Als ich raus ging, hörte ich sie sagen; "Du wirst verlieren." Du fragst Dich sicher, warum jemand diese Karte bekämpfen will. Um ganz ehrlich zu sein, es gibt nur wenige Leute, die diese Karte haben und sie nicht bekämpfen. Warum? Weil diese Karte führt Dich, wie es aussieht, auf total unlogische Pfade, Du wirst in Richtungen gelenkt, die absolut keinen Sinn machen. Diese Karte ist keine Landkarte; alles was Du siehst ist eine Anweisung. Es wird Deinen Glauben zu einer absoluten Grenze treiben, oder darüber hinaus. Warum? Es würde für mich zu lange dauern, es zu erklären, und ich bin mir auch nicht sicher, ob meine Theorie richtig ist. Ich kann Euch einen Hinweis geben: Wenn Ihr dieses Buch fertig gelesen habt, schaut an, wie sich Euch alles entfaltet hat, und Ihr werdet sehen, dass dieses Buch meine Karte ist, und das Spiel ist noch nicht zu Ende. Wie weißt Du, ob Du so eine Karte hast? Hier einige Hinweise: Erstens: Du wirst irgendwie fühlen, dass Du etwas nützlicheres mit Deinem Leben tun musst oder dass da etwas wichtigeres gibt als in den Tag hinein zu leben, aber Du weißt nicht, was es ist. Zweitens: Du hast die Empfindung, dass Du dringend etwas tun müsstest, aber Du weißt nicht was. Drittens: Irgendwie wirst Du in bestimmte Richtungen geschubst und wenn Du versuchst, in eine andere Richtung zu gehen, bricht die Hölle los. Viertens: Du fühlst Dich, als ob Du immerwährend nach etwas suchst oder Du nach etwas Verlangen hast, aber Du bist Dir nicht sicher, nach was. Nun, nimm Dir einen Moment Zeit und werde ganz ruhig. Denke nach. Hast Du eine dieser Karten? Erspare Dir die Qual sie zu bekämpfen. Ich war dort, hab es getan, hat mir nicht gefallen. P.S.: Die Karte kann auch zeitversetzt agieren. In anderen Worten, sie ist da, aber hat noch nicht die volle Wirkung, aber die Auswirkungen werden von der Person, die diese Karte hat, schon gefühlt. Der Spielleiter Die Spieler Die Autoren Die Leser Alle sind im Spiel. Kapitel Zwölf "Bevor ich Euch den Rest erzähle," sagte ich, "müsst Ihr verstehen das am 6. November mein ganzes Leben total umgekrempelt wurde. Auch wenn ich mich fast an alles erinnern kann, könnten einige Sachen nicht korrekt sein, oder in der Reihenfolge, in der sie sich ereigneten." "Er hält uns hin, oder irre ich mich?" fragte Danny Neena. "Oh, er hält uns hin, spitzenmäßig," sagte sie. "Nein, nicht wirklich," antwortete ich. "Ich versuche nur alle Optionen offen zu halten, ich möchte absolut keine Missverständnisse aufkommen lassen." Sie saßen ruhig da und starrten auf mich. Es sah fast so aus, als wollten sie, dass ich mich schuldig fühlte. Als würde das funktionieren? Ein seltsamer Schaudern lief mir den Rücken hoch und oben aus dem Kopf heraus. Ich hatte das komische Gefühl, das ich eventuell mein Glück herausforderte. "Normalerweise gehe ich ziemlich früh am Morgen zum Laden, um die Ergebnisse und die Liste der Tagesspiele zu holen. Aber ich hatte nach einer ruhelosen Nacht verschlafen. Ebenso hatte ich aus irgendeinem Grunde das Gefühl, dass ich es heute nicht tun wollte. Irgendetwas war mit mir nicht in Ordnung. Nach dem Mittagessen ging ich mit Rudy spazieren und auf dem Rückweg vom Park gingen wir in einen Laden, um die Sportinformationen zu holen. Ich hatte noch eine Menge Zeit, da die Wetten bi