Leben mit Liebe - Der Bote
Klaus J. Joehle
Übersetzung von
Hermann Bachmann
Übersetzungscopyright (c) 2006 Hermann Bachmann
Beruht auf dem Original
Living on Love
"The Messenger'
All Rights Reserved. Copyright (c) 2001 by Klaus J. Joehle
Verlegereintrag
Widmung
Für meinen Sohn,
Der stand mir zur Seite?
Ich sage:
Etwas und Alles
Ist möglich
Mit Liebe
Kinder
Das Problem mit unseren Kindern besteht darin,
dass sie uns soviel zu lehren haben,
Aber so wenig Zeit haben, es zu tun.
Mein Problem ist es, es hat mich 15 Jahre gekostet, um
das zu lernen.
Jetzt fürchte ich,
Dass ich den größten Teil meiner Ausbildung verpasst
habe.
Epigraph
Was, wenn Du, nach vielen Jahren des Studiums der sogenannten
alten Weisheiten, Dich in einer Sackgasse befindest? Die gesamte
Information ist da, aber es scheint nichts zu funktionieren.
Dann eines Tages, arbeitslos und ohne Geld, hast Du eine
verrückte Idee.
Du nimmst die ganze Information, die Du über Meditation,
entfernte Betrachtung aus Körperreisen und so weiter gelernt hast.
Du entscheidest Dich dafür, geistig in die Zukunft zu reisen, um zu
sehen, wie die Resultate der morgigen Sportlotterie sein werden.
Aber gerade als das Geld anfängt zu rollen, gerätst Du an Dein
Zukunftsselbst.
Du ignorierst ihn!
Also kommt ein anderes Zukunftsselbst, um Dich zu sehen, die
Vergangenheit zu ändern oder vielleicht die Zukunft zu ändern.
Was, wenn Dein Zukunftsselbst Dir Information über Liebe anbot,
die seit Jahrhunderten geheim gehalten wurden? Informationen,
die alle Deine Träume wahr machen werden. Würdest Du das Geld
einfach sausen lassen?
Da Du dieses Buch mit nach Hause nimmst, wirst auch Du Dich
entscheiden müssen.
Klaus J. Joehle
Inhaltsverzeichnis
Widmung
Epigraph
Vorwort
Eine kontroverse Anmerkung vom Autor
Danksagungen
Redaktionelle Arbeitsweise
"Spezielle Anmerkung zu Rechtschreibung und Grammatik"
Einführung
Kapitel Eins
Kapitel Zwei
Kapitel Drei
Kapitel Vier
Kapitel Fünf
Kapitel Sechs
Kapitel Sieben
Kapitel Acht
Kapitel Neun
Kapitel Zehn
Kapitel Elf
Kapitel Zwölf
Kapitel Dreizehn "Meine Glückszahl"
Kapitel Vierzehn
Kapitel Fünfzehn
Kapitel Sechszehn
Kapitel Siebzehn
Kapitel Achtzehn
Kapitel Neunzehn
Kapitel Zwanzig
Kapitel Einundzwanzig
Kapitel Zweiundzwanzig
Kapitel Dreiundzwanzig
Kapitel Vierundzwanzig
Kapitel Fünfundzwanzig
Kapitel Sechsundzwanzig
Kapitel Siebenundzwanzig
Kapitel Achtundzwanzig
Kapitel Neunundzwanzig
Kapitel Dreißig
Kapitel Einunddreißig
Kapitel Zweiunddreißig
Kapitel Dreiunddreißig
Kapitel Vierunddreißig
Kapitel Fünfunddreißig
Kapitel Sechsunddreißig
DIE ANWEISUNGEN
Einführung
Entspanne Euch und Lasst Euch Gehen
Öffnet Euer Herz, füllt Euch selbst und Eure Umgebung mit Liebe,
Schickt Liebe zu Menschen
Schickt Liebe zu Deinen Kindern
Füllt Euer Heim mit Liebe
Füllt Eure Arbeit mit Liebe
Füllt Alles mit Liebe
Ein wenig Extraliebe in Eurem Schlafzimmer
Eure Wünsche mit Liebe verwirklichen
Oft Gestellte Fragen.
Schlussfolgerung.
" Anmerkungen von Lesern "
Vorwort
Vorwort
Du bist dabei eine Reise zu unternehmen, von der die meisten von
uns nur träumten, in diesen winzigen Momenten, als wir uns
wagten, die scheinbar unmöglichen Hoffnungen zu träumen.
In den letzten 30 Jahren habe ich alle Bücher gelesen, zahllose
Stunden mit Meditation und Visualisierung verbracht, lernte aus
meinem Körper zu reisen - aber die ganze Zeit fühlte ich, dass da
etwas fehlt. Nach einer Weile schien es, dass alle Bücher das
gleiche Material immer wieder aufwärmten. Nichts Neues,
jedenfalls nichts, was einen großen Unterschied ausmachte.
Irgendwann im November 1995, nachdem ich entlassen wurde und
keine Absicht hatte nach Arbeit zu suchen, habe ich einen Freund
besucht, der zu dieser Zeit an seinen Sportwetten arbeitete. Wir
sprachen über die Wetten und wie viel Geld er damit nicht machte,
als mir ein Gedanke kam.
Ich schaute zu meinen Freund und schlug vor, dass möglicherweise
eine Person ihr Unterbewusstsein dazu nutzen könnte, um damit in
die Zukunft zu sehen und ermitteln könnte, wer das Spiel gewinnen
würde. Er dachte ich sei wahnsinnig und sagte es gäbe keine
Möglichkeit, die Zukunft vorherzusagen und gab mir dafür 20
Gründe, warum es nicht funktionieren würde. Es ist ganz klar für
mich - er ist noch dickköpfiger als ich. Aber je mehr ich darüber
nachdachte, umso mehr mochte ich diese Idee. Als ich nach Hause
kam, hatte ich mir meine Meinung dazu mehr oder weniger
ausgearbeitet. Ich fand, alles was man dazu tun muss, ist, einen
Zustand des Bewusstseins zu finden, in dem das Bewusstsein und
das Unterbewusstsein zusammenkommen und zusammen arbeiten
würden und nicht wie üblich getrennt wären. Es klingt einfach und
es war einfach, auch wenn es eine zeitlang dauerte die Details
auszuarbeiten und einen Plan zu erstellen. Ich ging zurück in die
Bibliothek und holte mehr Bücher. Ich spielte ungefähr eine oder
zwei Wochen damit, probierte verschiedene Sachen aus. Irgendwie
habe ich alle Informationen, die ich finden konnte zusammen
gemischt, ein bisschen von hier, ein bisschen von dort. Die
Schlussfolgerung, zu der ich kam, war, dass ich in einem sehr
tiefen Meditationszustand oder einen tranceähnlichen
Bewusstseinszustand sein musste, um dann in die Zukunft zu
reisen, um die Spielergebnisse zu sehen.
Es klappte, und in Nullkommanichts hatte ich Geld. Ich habe jedes
Mal kleine Wetten abgeschlossen und kleine Beträge gewonnen.
Nach einiger Zeit habe ich meinen Freund dazu bringen wollen, dies
auch zu tun. Ich dachte auf diesem Weg könnte man die Antworten
vergleichen und noch besser werden, aber er hatte Angst und
lehnte es ab damit irgendetwas zu tun zu haben. Ich versuchte es
weiter, aber ohne Erfolg. Obwohl er nicht gerade ein sehr religiöser
Mensch war, sagte er dauernd, dass ich eventuell einige kosmische
Gesetze brechen könnte und mehr erhalten würde, als mir zusteht.
Nun, wie es sich herausstellte gibt es kein solches Gesetz im
Universum, aber es scheint, dass das Universum oder Alles-Was-
Da-Ist seinen eigenen Plan hatte. Total ahnungslos bin ich dort voll
reingelaufen.
So fing alles an, aber so endete es nicht. Sogar die Wissenschaft
realisiert langsam, dass es eine unsichtbare Kraft gibt, die wir Liebe
nennen. Über Jahrhunderte wurde das Wort Liebe dazu benutzt um
Gefühle und Emotionen zu beschreiben, aber es wurde nicht über
die unglaubliche Kraftquelle gesprochen, die für alles verantwortlich
ist, was uns umgibt. Stell Dir einfach einmal vor, welches Leben Du
schaffen könntest, wenn Du wüsstest, wie Du diese Quelle
anzapfen kannst. Stell Dir vor, welchen Unterschied Du in dieser
Welt machen würdest. Die Tatsache ist, dass diese Kraft in uns
allen ist, wir werden damit geboren. Jahrhundertlang wurde diese
Information nur an eine handvoll - und ich meine wirklich eine
handvoll - Leute weitergegeben. Der Versuch, die Lotterie zu
gewinnen hat nichts mit der Information zu tun, die Du nun
entdecken wirst, es ist für mich nur die Motivation, die mein
Gewissen lange genug beruhigte, um mir zu zeigen, dass direkt vor
uns etwas Unglaubliches verborgen ist.
Manchmal frage ich mich, ob die Welt bereit ist für diese
Information. Die einzige Antwort, die ich bekomme, sind die vielen
E-Mails, die ich erhalten habe und immer noch erhalte. Sie
kommen von Leuten, die überrascht sind, wie unglaublich diese
Information ist und wie einfach und schnell sie wirkt. Ich habe mir
ebenfalls Sorgen gemacht, ob dies falsch oder negativ genutzt
werden könnte, da es schien, dass einige dies probierten. Lasst
Euch dies eine Warnung sein. Liebesenergie, um ein besseres Wort
zu verwenden, ist eine bewusste Energie und sie ist sich dessen
bewusst, was Du damit versuchst. Ich vermute, dass es deshalb so
gut wirkt.
Die Geschichte, die Du bald liest, ist wahr, so gut ich es schreiben
konnte und über die Informationen, die Du in diesem Buch
entdecken wirst, ist, soweit mir bekannt, noch nie etwas vorher
geschrieben worden. Auch wenn in vielen Beschreibungen die Kraft
der Liebe erwähnt wird, wird doch nirgends erklärt, wie man diese
Liebesenergie nutzen kann, um das Leben und die Liebe zu
erzeugen, nach der Du suchst.
Wenn Du es über hast, dasselbe aufgewärmte Material wieder und
wieder zu lesen und Du bereit bist die nächste Stufe zu nehmen,
dann lies weiter. Du wirst ein nur wenig bekanntes Geheimnis über
die Liebe entdecken, welches niemand für möglich gehalten hätte.
Wenn Du selbst viele Bücher liest und Du etwas suchst, das Dich
weiter bringt, dann ist das die Information, nach der Du gesucht
hast. Das ist es, nach dem wir alle gesucht haben.
All meine Liebe
Klaus Joehle
Einleitung
Eine kontroverse Bemerkung vom Autor
Dies ist meine Überzeugung, nimm was Du magst und vergiss den
Rest.
Es sieht so aus, dass wir einen Weg gefunden haben uns selbst zu
zerstören, so lange wir auf diesem Planeten sind. Wir führen Kriege
und töten Andere zu Tausenden. Wir greifen die an, die schwächer
als wir scheinen und nehmen was sie haben. Wir werden und
haben andere getötet für das, was wir wollen und sind sogar bei
dem Versuch dabei getötet worden. Die halbe Welt scheint in
angemessenem Frieden zu leben, während die andere Hälfte sich
im wütenden Krieg befindet. Selbst wenn wir versuchen,
denjenigen zu helfen, die sich nicht alleine gegen einen Aggressor
wehren können, werden wir selbst wie der Aggressor, den wir
aufzuhalten versucht haben. Über Jahrhunderte sind wir gelehrt
worden, dass es keinen anderen Weg gibt einen Aggressor
aufzuhalten als mit Kampf und Töten. Es ist zu einem Teufelskreis
geworden; da sind jene, die verzweifelt versuchen in Frieden zu
leben, nur um dann einmal angegriffen zu werden, für das, was sie
haben. Wir haben Angst, das andere uns was antun könnten. Wir
verschließen unsere Häuser und Autos, installieren Alarmsysteme,
aber ohne Ergebnis. Es gibt einen anderen Weg. Hier ist ein
Beispiel.
Die Leute, die vor mir in diesem Haus wohnten, wurden innerhalb
von sieben Jahren fünfmal ausgeraubt. Fünfmal wurde ihr Heim
zerstört und ihnen wurden Dinge abgenommen. Andererseits lebe
ich hier jetzt schon eine lange Zeit in Frieden, obwohl meine
Nachbarn dies nicht tun. Ich habe keine Alarmanlagen; meine
Türen und Fenster sind nie verschlossen. Meine Fahrzeuge sind
nicht abgeschlossen und meine Garagentür ist immer offen mit all
den Werkzeugen, die dort herum liegen. OK, kann sein, ein paar
liegen unter dem Unrat. Selbst wenn wir weggehen bleibt alles
unverschlossen und wenn wir zurückkommen, ist nicht einmal ein
Blatt des Grases zertreten. Ich habe die Schlüssel für dieses Haus
seit dem Einzug nicht mehr gesehen. Die meisten von Euch würden
sagen, dass ist dumm und zieht nur Unglück an. Normalerweise
würde ich auch zustimmen, aber ihr habt noch nicht die
Informationen dieses Buches in Aktion gesehen; auch nicht, zu was
es fähig ist.
Ich glaubte auch einmal, wie viele andere, dass Gott uns hierher
gesetzt hat und uns keine Kraft verliehen hat, den Himmel auf
Erden zu erschaffen. Aber inzwischen habe ich herausgefunden,
dass dies keinen Sinn macht. Allerdings wusste ich da noch nicht,
wo die Kraft lag oder wie man Zugang zu ihr bekam.
Zu glauben, dass Gott uns ohne Kraft den Himmel auf Erden zu
erschaffen gemacht hat und zu glauben, dass wir ein Teil von Gott
sind und trotzdem machtlos gelassen wurden, um die aufzuhalten,
die alles auf ihrem Wege zerstören, das ist dumm und darin ist
keine Wahrheit. Die Wahrheit ist, wir haben diese Kraft, um sie
aufzuhalten. Sie liegt in uns und wartet darauf aktiviert zu werden.
Die Kraft, von der ich spreche, ist die Liebe und wir brauchen
diejenigen, die uns verletzen wollen, nicht zu verletzen, um sie
aufzuhalten.
Lass nicht das Wort Liebe und auch nicht die Art, wie es
beschrieben wurde, Dich für dumm verkaufen, denn damit hat man
immer versucht, es vor uns zu verbergen. Ich bin erstaunt, wie das
Wort Liebe bearbeitet wurde, um ein Gebirge wie ein Pickel
aussehen zu lassen. Die meisten Leute stimmen zu, dass Liebe
eines der kraftvollsten Mächte im Universum ist, aber weiter wird
es nicht gehen. Wir wurden gelehrt und in vielen Arten haben wir
uns selbst gelehrt, dass Liebe ein Gefühl und eine nicht erreichbare
Macht ist, aber das ist nicht wahr. Es gibt viel mehr in Liebe und
was wir damit tun können. Die beste Methode, um etwas zu
verstecken, ist es, es nach nichts aussehen zu lassen, dumm und
verwässert. Das Universum und alles was Du siehst ist kein
geschlossenes System, noch ist es selbsterhaltend. Es benötigt
eine außenliegende Energiequelle und das ist das, was wir Liebe
nennen. Denk darüber nach, was immer Du glaubst, was dies alles
erschaffen hat, hat auch uns erschaffen und hat damit auch uns die
Macht gegeben, den Himmel auf Erden zu erschaffen. Macht das
denn keinen Sinn?
Viele Leute haben Angst davor, was die Zukunft für sie selbst und
Ihre Kinder bringt.
Ich kann ihnen keine Schuld geben, aber nachdem Sie das Buch
gelesen haben, werden Sie mit mir übereinstimmen, das es richtig
Angst macht, diese Information nicht zu besitzen und somit auch
nicht in der Lage zu sein, sie unseren Kindern weiter zu geben.
Ich habe gelernt zu meditieren und viele Facetten wunderbarer
Dinge kamen von unseren spirituellen Wissenschaftlern aus dem
Osten und Tibet. Was mich immer gestört hat, ist, dass nach 500
Jahren Meditation Tibetaner aus ihrem Land fliehen mussten, und
ihre Leute versklavt, gefoltert und getötet zurückgelassen wurden.
Ich möchte sie damit nicht heruntermachen, ich möchte damit nur
sagen, da hat etwas gefehlt auf deren Weg. Die Tibetaner und wir
alle haben etwas vermisst, dass uns in Sicherheit hält. Wenn Du
Dich nicht selbst und Deine Kinder in Sicherheit hast, während wir
die Welt zu einem besseren Platz zum Leben machen, dann fehlt da
etwas. Irgendetwas stimmt nicht in diesem Bild. Wir alle warten auf
Gott, um dass alles gerade zu biegen, aber Tatsache ist, dass er
uns einen freien Willen und die Möglichkeit, es selbst zu tun
gegeben hat, ohne dabei jemanden zu verletzen oder zu quälen.
Ich weiß, das ist eine starke Aussage, aber der Beweis ist
vorhanden, mit den vielen E-Mails, die ich von Leuten erhalte, die
genau dieses Wunder bezeugen können, so wie ich es auch
gemacht habe.
Ich bin nicht religiös, ich glaube nur an irgendetwas Größeres und
mehr Liebendes als ich es bin.
Als ich jünger war, schickte man mich zur Sonntagsschule, wie die
meisten von Euch, aber ich fühlte, dass da etwas nicht komplett
war. Es ist so. Als Jesus sagte, halte deine andere Backe hin,
wurde etwas weggelassen. Dieses Etwas war, schicke und fülle sie
mit Liebe, weil das sie auf ihrer Spur zu Anhalten bringt, und
natürlich mit Instruktionen, wie man Liebe in herzlicher Weise
schicken kann. Wenn alleine die andere Backe hinhalten so gut
alleine funktioniert, warum geben wir nicht denen, die unseren
Laden oder unser Haus ausrauben noch mehr, als nach was sie
eigentlich suchten. Wenn es so gut wirkt, warum sind alle Kirchen
verschlossen? Der Punkt, der mit dem Hinhalten der anderen Backe
gemacht werden sollte, war nicht zurückzuschlagen, aber da fehlte
ein Stückchen Information. Wie man mit Liebe arbeitet und wie
man diese unglaubliche Kraftquelle aktiviert, nicht nur um sich
selbst zu schützen, sondern auch das Leben der Person, die uns
und unser Leben bedroht, zu ändern, und ein Leben zu leben, wie
wir es wünschen, ohne Angst.
Wenn Du an einem Ort bist, an dem es kein Wasser gibt und Du
hättest nie eine Bohrvorrichtung gesehen, dann, sogar wenn wir
alle übereinstimmen, dass es dort unten Wasser gibt, würden wir
alle vor Durst sterben. Da wir nicht wissen was eine
Bohrvorrichtung ist oder wie man sie benutzt, würde sie dort
rumliegen - genau wie die Liebe in uns. Wenn Liebe die kraftvollste
Macht ist, die wir kennen, und wenn wir sie nutzen können, um
unser Leben zu ändern und Dinge zu erschaffen, die wir uns
wünschen - Glück, Sicherheit, Liebe, Freude und so weiter - können
wir es nicht nutzen, wenn wir nicht wissen, wie wir Zugang dazu
erhalten oder es bekommen können.
Wenn ich über etwas anderes als Liebe reden würde, würde ich
Angst haben, aber Liebe hat ein eigenes Bewusstsein und wird
niemanden schaden. Wenn Du weiterliest, wirst Du dies selbst
entdecken und die Worte unglaublich finden.
Die Informationen, die ich in dieses Buch schreibe, wirst Du sonst
nirgends finden, aber das wird sich bald ändern. Als ich dieses
Buch anfangs schrieb, habe ich es auf eine Webseite gesetzt, um
zu sehen, ob sich Leute dafür interessieren und um zu sehen, ob es
verständlich ist, weil einige Sachen nur schwer in Worte zu fassen
waren. Die Reaktion war überwältigend. Leute haben geschrieben
und sagten, dass dies das fehlende Stück wäre und sie von den
Erfolgen verblüfft waren. Danke für all Ihre Unterstützung.
Wenn Du Dich selbst für einen, wie einige es nennen, Heiler hältst
oder mit Licht arbeitest oder ob Du zumindest versuchst, eines von
diesen zu sein, dann sind das die Informationen, nach denen Du
gesucht hast. Dies sind die Informationen, die Dich einen Schritt
weiter bringen.
Bei den Tibetanern muss ich mich noch wegen des Beispiels
entschuldigen, in dem ich sie angegriffen habe, aber es ist an der
Zeit, die Energie der Liebe zu befreien, die unsere Welt so dringend
nötig hat.
Dies ist für die zwei Tibetaner, die zu den wenigen gehören, die
von dieser Information Kenntnis haben und sich ganz eng an sie
gehalten haben. Es ist nun Zeit, auf einem Weg oder dem anderen,
dass die Leute wissen, wo die Kraft in ihnen liegt und es ist Zeit,
sie freizulassen.
Es ist an der Zeit, dass die Leute in der Lage sind, ihr Leben in
Frieden ohne Angst zu leben und in der Lage sind, das Leben selbst
zu gestalten, das sie sich wünschen. Es ist gut, was sie erreicht
haben, dass sie eine lange Zeit gelebt haben und es nicht
notwendig war zu essen und zu trinken, das Sie sich für das bloße
Auge willentlich unsichtbar machen können. Aber sie haben
vergessen, wie es für diejenigen ist, die davon überzeugt sind, das
sie kraftlos sind und unter der Macht von anderen leben. Sie
mögen ihre Gründe gehabt haben, aber meiner Meinung nach und
nach dem was ich gesehen habe, was alles auf der Welt passiert,
waren diese Gründe nicht gut genug, um sie für sich zu behalten.
Da werden unsere Köpfe noch heftig aneinander knallen, immer
und immer wieder. Aber dann wissen wir, dass diese Information
kommt. Ich lebe gut, ich lebe sicher, aber es ist an der Zeit, dass
Andere in der Lage sind, dies genauso zu tun.
Für diejenigen, die an Gott glauben; er gab Euch die Macht den
Himmel auf Erden zu erschaffen und wenn Ihr dies einsetzt, wird er
kommen oder vielleicht in einer Sekunde wird er/sie schon da sein.
Denke darüber nach. Machst Du alles für Deine Kinder oder gibst
Du ihnen die Fertigkeiten und Fähigkeiten, es für sich selbst zu
tun? Wenn Du diese Information missachtest, weil sie von einem
Niemand wie mir kommt, anstatt von einem Hohen Priester, nun
gut, es ist Deine Entscheidung. Du hast das von Gott gegebene
Recht und die Möglichkeit die Welt so zu schaffen, wie Gott es
wollte.
Nimm was Du magst und lasse den Rest für Jemanden, der es
lieben wird. So soll es sein.
Für all diejenigen, die mir geschrieben haben und die mir noch
weiter schreiben, muss ich mich schon jetzt für die nur kurzen
Rückantworten entschuldigen, denn es gibt so viel zu tun und es ist
so wenig Zeit. Alle Informationen sind in diesem Buch. Wie ich die
Informationen fand, wie ich mit ihnen gearbeitet habe, was man
erwarten kann und einige meiner eigenen Erfahrungen. Das ist
alles, was ich Euch außer meiner Liebe geben kann. Nimm die
Information und arbeite damit. In zwei Jahren werdet Ihr
zurückblicken und überrascht sein, was Ihr alles erreicht habt. Wir
alle werden es sein. Auf den nächsten paar Seiten werde ich
versuchen, die am meisten gestellten Fragen zu beantworten. Ich
hoffe, dass dies hilft.
All meine Liebe für Sie auf Ihrer Reise!
Klaus J. Joehle
Danksagungen
Für meine Liebste und Frau
Die so sehr geholfen hat
Roberta Joehle
Lasst uns Verlieben
Jeden Moment, Tag, Nacht, Woche, Jahr
All meine Liebe
Klaus
Redaktionelle Arbeitsweise
Orthografie und Grammatik ?
Perfekte Rechtschreibung hat noch nie ein hungriges Kind
gefüttert.
Perfekte Grammatik hat noch nie ein gebrochenes Herz geheilt.
Ein fein gebügelter Anzug versteckt nur den Glanz der Liebe, der
fehlt
Das Fehlen von Liebe ist die einzige Unvollkommenheit, die ich
kenne
Finde Dich damit ab.
Die Notwendigkeit für perfekte Rechtschreibung und einwandfreie
Grammatik
ist langweilig, zeitverzehrend, Illusionen, die verstecken, was
wirklich nötig ist.
Dreißig bis fünfzig Stunden Textbearbeitung hätten dies perfekt
gemacht.
Aber statt dessen hat es ein hungriges Kind gefüttert.
Also hoffe ich, dass jedes unvollkommene Wort und jeder
unvollkommene Satz
Sie an das erinnert, was wirklich wichtig ist.
Ich habe dafür bezahlt, das dieses Buch überarbeitet wurde, aber
als ich es zurückerhielt, waren immer noch viele Fehler darin.
Nachdem ich es zurückerhalten hatte, hat meine Frau das
übernommen und nach langen Stunden von überarbeiten und
wieder überarbeiten
Hat sie eine gesunde Tatsache des Lebens erkannt
Nichts ist perfekt
Oder vielleicht ist es doch
Meine Frau glaubt, dass alles in seiner speziellen Art perfekt ist ...
Einführung
Jahrhundertlang wurden bestimmte Informationen über Liebe und
dem Ausmaß der Kraft, die sie Ihnen gibt, geheim gehalten und
versteckt. Das ist alles im Wandeln begriffen. Wenn Ihr Euch das
Leben erschaffen wollt, von dem Ihr immer geträumt habt, dann
lest weiter.
In aller Ehrlichkeit, das letzte was ich werden wollte war ein
Schriftsteller, der auch noch besonders über Liebe schreibt. Wenn
nicht das Ausmaß an Kraft und Möglichkeit der Liebe gewesen
wäre, die mir half, das Leben, das ich mir wünschte zu erschaffen
... ich hätte das nie in Betracht gezogen. Ich habe herausgefunden,
dass ich unter Nutzung der Liebe alles fast sofort erreichen kann.
Durch die Nutzung von Liebe habe ich so viel Fähigkeit und Kraft
erhalten um das zu erschaffen, was ich für mich begehre, was,
wenn es nicht Liebe wäre, die ich dazu benutze, beinahe
beängstigend wäre. Mein Leben hat sich in ein Märchen verwandelt
und ist jenseits von allem, was ich immer für möglich gehalten
habe. Ich weiß, das dies nach einer starken Behauptung klingt, die
ich mache. Aber es ist einfach wahr. Sogar meine Liebste, welche
aufgeschlossen und gleichzeitig skeptisch ist, hatte keine Wahl, als
daran zu glauben, da die Magie eine alltägliche Begebenheit wird
und fast unbeschreiblich ist. Die Menge an persönlicher Kraft, die
diese Liebe Euch gibt, nicht um andere zu kontrollieren, nein, um
Euer Leben zu gestalten und Eure Erfahrungen, sind einfach
umwerfend. Das Schöne daran ist, das immer das Beste aus jedem
herausgearbeitet zu werden scheint. Schließlich, wenn es nicht so
groß gewesen wäre, wäre dass Geheimnis trotzdem gelüftet
worden.
Arbeiten und erschaffen mit Liebe ist sehr einfach, es ist ein kleiner
Kniff dabei, aber extrem einfach zu lernen. Die Liste, was man mit
Liebe, oder ich sollte besser Liebesenergie sagen, machen kann, ist
endlos. Ich könnte Ihnen einige hundert Beispiele geben. Ihr findet
einige Beispiele in diesem Buch Leben mit Liebe "Der Bote". Mein
Lieblingssatz ist Nimm was Du magst und lasse den Rest für
jemand, der es lieben könnte. Die Wahl ist Eure.
Alle unsere Liebe für Euch auf Eurer Reise und Euren
Entscheidungen.
Klaus J. Joehle
Kapitel Eins
Es war früher Winter - Normalerweise ist es zu der Zeit des Jahres
ziemlich kalt, aber dieses Jahr war es warm, beinahe wie im
Sommer. Es war ein wolkenverhangener Tag und es sah sehr nach
Regen aus.
Ich war zuhause und versuchte dieses Buch zu schreiben, es fiel
mir aber nicht ein, wie ich diese Geschichte erzählen sollte. Ich bin
kein Schriftsteller und habe vorher noch nie etwas geschrieben. Ich
habe mehrere Stunden versucht zu schreiben und dachte auch ich
hätte ein paar grobe Umrisse und Notizen von Ereignissen, die
passiert waren, gemacht. Ich kam aber einfach nicht weiter als die
ersten Seiten. Ich konnte keine Worte finden, die erklärten, was
die letzten beiden Jahre, die mein Leben für immer veränderten,
passiert war. Letztendlich gab ich auf und entschied mich in die
Stadt zu fahren um ein paar Einkäufe zu erledigen.
Ich parkte mein Auto an einer Stelle, von der ich wusste, dass ich
es den ganzen Nachmittag stehen lassen konnte, ohne
Parkgebühren zahlen zu müssen oder einen Strafzettel zu erhalten
und lief zu verschiedenen Plätzen, zu denen ich wollte. Nach
meinem Umherlaufen entschied ich mich, damit aufzuhören und
einen Freund namens Henry zu fragen, ob er mit mir etwas trinken
gehen wollte.
Es braucht nicht viel, um Henry dazu zu überreden und wir waren
im Nu an der Bar. Es ist eine kleine ruhige Bar mit dem Namen
Hy's. Nachdem wir einige Stunden dort verbrachten, entschied ich
mich nach Hause zu gehen. Als ich nach draußen ging, regnete es
in Strömen, was sehr ungewöhnlich war für diese Jahreszeit ...
nicht zu erwähnen, dass es hier in Calgary überhaupt nur sehr
selten regnet.
Ich wusste, dass ich triefend nass werden würde und rannte
deshalb von einem geschützten Platz zum anderen, nicht das es
etwas half; es ist halt eines der seltsamen Dinge, die wir tun,
obwohl sie total unlogisch sind. Es war schon dunkel und durch den
Regen war kaum etwas zu sehen. Ich stand unter einem schmalen
Unterschlupf um mich zu sammeln. Als ich mich umsah, bemerkte
ich, dass ich auf einer schmalen Veranda, die mit einem Dach
versehen war, ähnlich einer Hausveranda, stand. Ein kleines
Hinweisschild für Neena's Bar blinkte im Fenster.
Ich konnte mich nicht daran erinnern, diese Stelle vorher schon
einmal gesehen zu haben. Der ganze Platz war vielleicht 5 Meter
breit. Es sah so aus, als hätte es sich selbst zwischen zwei
gigantische Backsteinbauten gequetscht.
Ich ging hinein. Mich umschauend sah ich, das es so aussah, als ob
außer dem Barkeeper nur zwei Leute da waren. Auf der rechten
Seite war eine sehr kleine Bar, ungefähr 3 Meter lang. Eine Frau
mit langen gelockten blonden Haaren saß an der Bar und sprach
mit dem Barkeeper. Auf der linken Seite saß ein Mann mit Hut an
einem Tisch. Ich ging zur Bar und setzte mich einen Platz weg von
der blonden Frau hin.
Als ich mich setzte, drehte sie sich nach mir um und sagte:
"Regnet es immer noch draußen?"
"Ja, stärker als je zuvor," antwortete ich. Ein Schauern lief mir über
den Rücken.
"Was kann ich Ihnen bringen?" fragte der Barkeeper.
"Scotch auf Eis."
Ich schaute meinen nassen Hosen an und dachte ich hätte auch
woanders hingehen können. Heiße Schokolade wäre nett. Als ich
mich umschaute, wunderte ich mich, warum ich hierher gekommen
bin. Der Platz fühlte sich unheimlich an.
"Gib ihm den guten Stoff, Danny." Die blonde Frau unterbrach
meine Gedanken.
"Okay," sagte der Barkeeper.
Mit einem verlegenem Lächeln dachte ich mir, dass wird mich was
kosten.
"Keine Sorge, der geht aufs Haus," sagte die blonde Frau, als hätte
sie meine Gedanken gehört.
"Danke," sagte ich, angenehm überrascht. Flüchtig nach ihr
blickend, dachte ich, dass ich an einer Hand abzählen kann, wie oft
ich diese Aussage je gehört hatte.
Sie war sehr schön, mit langen, lockigen, blonden Haaren, dass
aussah als wäre es so weich wie Seide. Verlegen schaute ich weg
und schaute mir weiter die Umgebung an, ich dachte, dass dieser
Ort sich fremd aber gleichzeitig heimisch und sicher anfühlte.
Der Barkeeper stellte ein Glas Scotch ohne Eis vor mich. Ich wollte
gerade etwas sagen, aber er hat das Glas immer noch
festgehalten.
"Wir haben keine heiße Schokolade, aber ich kann das hier für sie
aufwärmen!" sagte er schnell.
"Heißer Scotch, nie davon gehört!" runzelte ich die Stirn zu ihm.
"Es ist ganz gut, versuch es," sagte die blonde Frau.
"Gut, warum nicht?" Ich war immer gewillt, etwas Neues
auszuprobieren.
Mein Haar war nass und das Wasser tröpfelte mein Gesicht
herunter. Ich wollte gerade fragen wo die Toiletten sind als der
Barkeeper mir ein Handtuch reichte.
"Danke."
Ich trocknete mein Haar und mein Gesicht ab und als ich das
Handtuch hinlegte, bemerkte ich, dass sich die blonde Frau auf den
Stuhl neben mich gesetzt hatte. Das machte mich ein bisschen
nervös. Ich schaute nicht zu ihr, beobachtete aber den Barkeeper,
wie er meinen Scotch erwärmte und wartete darauf, dass er ihn
mir zurückbringen würde. Die Bar war geisterhaft ruhig; keine
Musik spielte, kein Radio, nicht ein Laut, das war sehr
ungewöhnlich. Es hatte den Anschein einer weiteren unheimlichen
Nacht. So dachte ich für mich.
Der Barkeeper stellte das Glas mit heißem Scotch vor mich und
stellte sich wartend hin. Ich hob das Glas und wusste, dass mich
vier Augen anstarrten und ich nahm einen Schluck.
Ich drehte mich zu der blonden Frau. "Junge, dass verdampft ja
bevor es in den Magen kommt! Es ist sehr gut, danke schön."
Wir hatten Augenkontakt zur gleichen Zeit als sie lächelte, und das
war ein Fehler. Ihre Augen waren wie ein ruhiger Ozean, der den
Mond und alle Sterne reflektiert. Ich schaute weg, verlegen. Danny
stand nicht weit weg und reinigte einige Gläser. Ich saß ganz still,
starrte nach vorne und wärmte meine Hände an meinem Glas
heißen Scotchs. Die Stille ließ meine Gedanken zu meinem Buch
zurückgehen. Ich sollte einen Kurs besuchen, dachte ich bei mir,
oder noch besser, vielleicht sollte ich das alles vergessen. Dieser
Gedanke gab mir ein vorübergehendes Gefühl der Befreiung.
"Übrigens, mein Name ist Neena." Die blonde Frau lächelte.
Ich habe beinahe meinen Scotch verschüttet. Ich neige dazu ein
tiefer Denker zu sein und muss ganz sanft zurückgebracht werden.
"Es tut mir leid, ich wollte sie nicht erschrecken." Neena hielt ihre
Hand hin.
"Es ist okay, ich bin Klaus."
"Schön dich zu treffen, Klaus. Dieser gut aussehende Herr hinter
der Bar ist Danny."
"Also, warum der finstere Blick?"
"Ich bemerkte gar nicht, dass ich finster schaute."
"Probleme mit der Freundin?"
"Nein," Ich nippte an meinem warmen Scotch.
"Vielleicht erzählst Du es ihr besser, Sie hört nicht damit auf, bis
Du es tust." Grinste Danny von hinter der Bar.
"Es ist eine lange Geschichte," sagte ich kopfschüttelnd.
Neena lehnte sich vor und gab mir einen dieser ‚wir haben die
ganze Nacht' Blicke. Nervös nippte ich wieder an meinem Scotch.
"Bringe Klaus noch einen, Danny," sagte Neena.
"Eigentlich sollte ich nach Hause gehen," sagte ich laut, während
ein anderer Teil von mir mehr bitte sagte! Da ist definitiv ein
Trunkenbold irgendwo in mir.
Danny ignorierte, was ich sagte und begann ein weiteres Getränk
auszugießen.
"Na los Klaus, nimm deinen Mut zusammen. Erzähle," forderte
Neena und brachte ihr Gesicht beinahe in meines um Augenkontakt
herzustellen.
Ein Teil von mir sagte, schau sie an, du großer Feigling.
"Klaus!" sagte Neena laut.
Ich fühlte, wie eine Faust meinen Arm stieß und meine inneren
Gedanken unterbrach.
"Was?" Ich war ein bisschen verärgert von einer Fremden
geschlagen zu werden.
"Los jetzt, raus damit!" kommandierte sie.
Als ich in Ihre Augen blickte, wunderte ich mich darüber, wie viele
Schwerter schon gezogen wurden um um diese Augen zu kämpfen.
Meine Lippen begannen sich noch vor meinen Gedanken zu
bewegen. Ich hasse, wenn das passiert.
"Ich versuche ein Buch über etwas zu schreiben, das eine Weile
zurück passiert ist, aber ich habe keine Idee, wie ich es schreiben
soll, noch, wie ich es anfangen soll. Es ist über meinen
Möglichkeiten," sagte ich zu mir schwörend, nie mehr in diese
Augen zu schauen.
"Worum geht es?" fragte sie als Danny mein Getränk vor mich
stellte.
"Es ist über Engel, so ähnlich mehr über die Liebe, vermute ich;
über das Leben, der Grund zu leben, meistens über Liebe, denke
ich ..." Ich wünschte, ich wäre woanders hin gegangen.
"Nun, das ist interessant, was passierte also?" Neena war definitiv
sehr hartnäckig.
Ich schüttelte meinen Kopf. "Es ist eine lange Geschichte und die
ist wirklich merkwürdig."
Danny lachte. "Wenn du hier herauskommst, ohne ihr die
Geschichte zu erzählen, das wäre merkwürdig."
Ich schüttelte wieder meinen Kopf. "Ich wüsste noch nicht einmal,
wo ich anfangen sollte."
Ich dachte darüber für eine Minute nach, da es mich schon juckte,
jemanden davon zu erzählen. In Anbetracht der Tatsache, dass ich
diese Leute wahrscheinlich nie mehr wieder sehen würde, war das
eigentlich die perfekte Gelegenheit, aber wo sollte ich anfangen?
"Fange ganz am Anfang an," brachte mich Neena von meinen
Gedanken zurück.
Danny lehnte sich vor, bereit zuzuhören. Er genoss dies
offensichtlich.
"Ich muss Euch sagen, es ist eine sehr seltsame Geschichte," sagte
ich.
"Wir sind ganz Ohr." Neena strahlte wegen ihres Sieges.
Ich kann das sehen, dachte ich für mich.
"Gebt mir einen Moment um meine Gedanken zu sammeln," sagte
ich.
Wahrheit
Was ist Einbildung?
Was ist Realität?
Was ist Wahrheit?
Ist Realität das, was wir uns einbilden?
Oder ist das,
was wir uns einbilden,
Realität?
Was ist dann Wahrheit?
Kapitel Zwei
"Hat eine Geschichte wirklich einen Anfang oder sogar ein Ende?
Wo beginnt sie und wo endet sie? Fängt sie am Anfang einer Reise
an, oder am Ende einer Reise ..."
Ich hielt für eine Sekunde an, um zu sehen, ob sie mir folgen
konnten.
"Oder fängt es an, wenn wir bestimmte Entscheidungen gemacht
haben, die uns zu dem Pfad leitet, der zum Anfang der Geschichte
führte? Oder fängt die Geschichte an, wenn wir zur Reise
aufbrechen, oder wenn wir anfangen zu Packen, oder wenn wir
Pläne machen? Und wo endet sie? Wenn eine Geschichte uns
verändert hat, hört sie dann auf, wenn wir aufhören, darüber zu
reden? Und was ist der wichtige Teil? All die Entscheidungen, die
wir getroffen haben und all die Pfade, denen wir gefolgt sind, eine
Geschichte ist wie der Punkt, wo sich vier Straßen treffen? Sehen
wir es so ... es gibt keinen Anfang und kein Ende."
Wann immer sie jemanden loswerden wollen, dann gib ihnen einen
Satz wie diesen ... es wird sie wegblasen wie trockene Blätter im
Sommerwind. Ich schaute auf beide, versuchte das in mir, durch
meine Erwartung sie vom Wind weggeblasen zu sehen,
aufkommende Lächeln zu unterdrücken.
"Ich stimme da völlig überein," sagte Danny. Neena nickte
zustimmend mit dem Kopf.
"Es ist ungefähr wie Wahrheit. Was ist Wahrheit? Manchmal kann
Wahrheit richtig verwirrend sein," antwortete Neena. Offensichtlich
wurden sie nicht weggeblasen.
"Was meinst Du?" fragte ich, ziemlich überrascht, dass dies ein
Gespräch geben würde.
"Zum Beispiel," sagte sie, "zehn Leute sehen einen Unfall. Dann
gibt es zehn Versionen von dem, was passiert ist und das einzige
was wir genau wissen, ist, dass einige Autos ineinandergefahren
sind. Und dann stellt sich die Frage, wann ist es wirklich passiert?
Fing es an, als ein Auto außer Kontrolle geriet oder fing es an, als
die Fahrer in ihre Autos stiegen? Man sagt, dass unsere Gedanken
unsere Realität erschaffen, und wenn es so ist, wann hat der Unfall
wirklich angefangen?"
Danny und ich nickten zustimmend mit unseren Köpfen.
"Nehmen wir die Tapete dort drüben," bemerkte Danny. "Wir alle
sehen sie, aber ist sie die Wahrheit? Was wir sehen sind Farben
und Streifen; was wir nicht sehen, sind die Leute, die in den
Fabriken arbeiten, die diese Tapeten herstellten, ihre Ängste und
ihre Träume. Auch sehen wir nicht die Bäume, von denen das
Papier kam und die Leute, die diese Wand gebaut haben in der
Hoffnung damit ihre Familien ernähren zu können, auch nicht den
Besitzer, der hoffte genug Geld damit zu machen, um für all das
zahlen zu können. Alles was wir sehen sind Farben und Streifen.
Aber das ist nicht wirklich die Wahrheit."
Während der Stille, die folgte nahm ich noch einen Schluck von
meinem Scotch. Ich weiß nicht warum, aber ein Traum, den ich seit
ich ein kleines Kind war, hatte, kam mir in den Sinn. Ich dachte
gerade darüber nach, als Neena meine Gedanken unterbrach.
"Da ist das Stirnrunzeln wieder." Neena stieß mich leicht mit ihrem
Ellbogen an. Ich musste mich sicher gefühlt haben, denn meine
Lippen begannen wieder ohne meine ganze Zustimmung zu
sprechen.
"Ich dachte gerade an einen Traum, den ich als Kind hatte. Ich
dachte, dass die Welt ein großer Garten sein könnte. Ihr wisst was
ich meine, Städte, die in und um Gärten gebaut werden, wo jeder
glücklich ist, spielt, Fruchtbäume pflanzt, Blumen, Beerenbüsche
und Früchte abpflücken. Mit dem Wild spielend, Tiere, wie Hirsche
und Hasen und Füchse rennen herum ohne Angst vor Menschen zu
haben, eher sich zu ihnen hingezogen fühlen. Leute haben keine
Angst vor Leuten. Jeder kümmert sich um Jeden, anstatt sich
gegenseitig niederzuschlagen." Ich gestikulierte mit meinen
Händen. "Nur ein dummer Traum, niemand wird das je sehen, wir
sind zu beschäftigt alles zu zerstören und mehr Geld zu machen als
unsere Nachbarn ..."
"Man weiß nie!" Danny griff unter die Bar und hat eine seltsame
grüne Flasche hervorgeholt. Ich sah, dass sie einen Korken hatte,
aber kein Etikett.
"Ich habe dies für einen speziellen Anlass aufgehoben," sagte
Danny mit einem seltsamen Schimmern in seinem Auge.
Ich schaute auf die Flasche. "Wo hast Du das her, von einem
Piratenschiff?"
Danny stellte drei Gläser in einer Reihe auf und lächelte. "Nein,
nicht ganz."
"Sie sieht alt aus, " sagte ich, als Danny versuchte, den Korken zu
ziehen.
"Ist es." Antwortete Neena. "Sehr alt!"
"Was ist es?"
Sie schauten sich eine Weile an und Danny fing an auszugießen.
Ich zuckte mit den Schultern "Nun gut, was ist der spezielle
Anlass?"
Ich weiß nicht, ob es am Scotch oder der Gesellschaft lag, aber ich
fühlte mich behaglich und sicher, auch wenn sie mir meine Frage
nicht beantwortet haben. Es war nur noch soviel in der Flasche um
die drei Gläser halb zu füllen. Danny hat die leere Flasche zurück
unter die Bar gestellt und gab uns jedem ein Glas. Es war dick und
von einer dunklen blutroten Farbe. Ich hielt es an meine Nase. Es
roch süß, roch aber nicht nach Alkohol.
"Es hat überhaupt keinen Alkohol," sagte Neena.
Ich lächelte. "Auf was wollen wir trinken?"
"Auf Träume. Mögen sie schön sein und wahr werden." Neena hob
ihr Glas.
"Hier, hier!" Danny hörte sich wie ein Pirat an.
Es war unglaublich. Es schmeckte nach Beeren, süß und dick, aber
ich konnte nicht sagen, aus welchen Beeren es gemacht war. Meine
Geschmacksnerven erwachten zum Leben. Ich nahm noch einen
Schluck und noch einen und schlüpfte in meine eigene Welt. Es
fühlte sich an, als wäre jede Zelle in meinem Körper aufgelebt. Der
Trunkenbold in mir übernahm und als Neena sagte "Du trinkst es
lieber langsam!" war es schon zu spät. Ich saugte gerade den
letzten Tropfen heraus und schaute nach mehr.
Als ich mein Glas hinstellte, lachten beide sehr. Auf die anderen
Gläser schauend, sah ich, dass sie ihre nur genippt hatten. Es muss
meine Art zu schauen gewesen sein, die Neena dazu bewegte, ihr
Glas weiter weg aus meiner Reichweite zu stellen. Ich hatte keine
Wahl als mit ihnen zu lachen. Mein Hirn war klar wie eine Glocke.
Ich fühlte mich auch sehr erregt.
"Toll! Ein guter Stoff! Ich nehme einen Kasten ..."
Sie lachten immer noch.
"Mann, ich fühle mich, als ob ich einen Dinosaurier umarmen
könnte."
Ich war mir ziemlich sicher, dass ich ein Grinsen auf meinem
Gesicht hatte, dass jeden Clown neidisch gemacht hätte.
Neena legte ihre Hand auf meine. "Nun, da Du weißt, dass Du Dich
nicht lächerlich machst, könntest Du uns vielleicht die Geschichte
von den Engeln und der Liebe erzählen."
"Alles klar," sagte ich "fair ist fair."
"Fang von vorne an und lass nichts aus." Sagte sie.
"Lasst mich erst mal sammeln," Ich schob mein leeres Scotchglas
zu Danny, so dass er es auffüllen konnte.
So wie es ist
Die Welt ist eine große Suppenschüssel
Sich drehend
Und wenn Erbsen und Karotten
Sich nicht leiden können
Das ist zu schade.
Weil sie sich sicher
Eine ganze Weile sehen werden
Und keiner geht bis
Wir alle fein und zart sind
So ist es eben einmal
Kapitel Drei
Während Danny mein Getränk fertig ausgoss, habe ich meine
Gedanken gesammelt. Ich griff in meine Manteltasche um meine
Zigaretten herauszuholen. Ich schaute mich um, um zu sehen ob
der Mann immer noch am Tisch saß. Es sah so aus, als hätte er
sich keinen Zentimeter bewegt, irgendwie ungewöhnlich, speziell,
da er die ganze Zeit in der ich da war, nicht bedient wurde, und
das war immerhin schon fast eine Stunde.
Danny stellte das Getränk vor mich während ich an meiner
Zigarette zog.
"Nun, Klaus," Danny hatte ein schadenfrohes Grinsen im Gesicht.
"Spreche ich Deinen Namen richtig aus?"
"Gut genug." Ich rührte das Eis in meinem Glas.
"Ich dachte du möchtest dieses Mal ein kaltes Getränk." Danny
grinste noch immer.
"Deine Instinkte waren genau richtig, Danke schön!" Ich grinste
zurück.
"Wie ging es weiter in der Geschichte?"
"Ich verbrachte die meiste Zeit meines Lebens, außer den letzten
paar Jahren, sehr unglücklich. Es ist schwer zu erklären, aber da
war eine tiefe innere Traurigkeit. Eine andere, bessere Erklärung
dafür ist, es war keine Fröhlichkeit in mir. Vielleicht sollte ich
sagen, Fröhlichkeit fehlte einfach, egal was passierte, gutes oder
schlechtes, sie war einfach nicht da, und ich konnte nichts dagegen
tun."
"Seht ihr, da ist ein Problem ... um wirklich zu verstehen, was ich
meine, müsst ihr den Rest der Geschichte kennen aber gleichzeitig
kann ich Euch die Geschichte nicht erzählen ohne Euch über diesen
Teil zu informieren." Ich schüttelte meinen Kopf.
Danny kam um die Bar herum um sich einen Barhocker zu
nehmen, nahm ihn mit zurück, wo er vorher stand und setzte sich.
"Ich kann die Gefühle sehen, Klaus, aber ich kann sie nicht hören,"
sagte Neena.
"Wenn ich nur an diese Tage denke, macht mich das traurig," sagte
ich leise.
"Haben die Leute nicht bemerkt, dass Du traurig warst?" Neena's
sympathische Stimme versuchte mir darüber hinweg zu helfen.
"Das ist nicht interessant," sagte ich. "Aber was das Elend angeht,
habe ich über die Jahre verschiedene Sachen ausprobiert. Ich habe
sogar andere Leute beobachtet, um herauszubekommen, was sie
glücklich macht, und habe dann das gleiche getan. Zum Beispiel
fand ich heraus, dass, wenn Leute sich neue Autos kauften, waren
sie richtig glücklich ... zumindest für eine Weile. Oder sie agierten
glücklich, wenn sie eine Partnerschaft eingingen. Da gibt es
unendlich viele Dinge, die Leute machen, um glücklich zu sein, und
grundsätzlich habe ich alle ausprobiert. Es mag seltsam klingen,
aber keine dieser Dinge hat bei mir etwas bewirkt. Tatsächlich
machten diese Dinge mich unglücklicher als zuvor, einfach, weil ich
auf eine Wirkung wartete, aber nichts passierte. Ein verrücktes
Beispiel kommt mir gerade in den Kopf. Ich erinnere mich daran,
ein neues Auto gekauft zu haben, dachte bei mir, das würde mich
glücklich machen, aber nachdem ich den Wagen gekauft hatte,
fand ich mich zwei bis drei Stunden in dem Auto sitzend und
wartete dabei auf ein Glücksgefühl oder Freude, dass mich
überfluten würde, wie es dies anscheinend bei anderen Leuten tat.
Aber es ereignete sich nichts. Ich war nicht fröhlicher als bevor ich
dieses Auto kaufte. Aber es erschien mir so, dass es mit den
anderen Leuten nicht so war. Ich hörte aber nicht mit meinen
Versuchen auf. Ich versuchte viele andere Dinge über die Jahre.
Ich las Hunderte von Büchern jeder Art, von Meditation bis
Gedankenkraft, Gedankenkontrolle, positives Denken, Bücher über
Liebe, Bücher über das Leben, verschiedene Arten von
Selbsthilfebüchern - nichts half. Es war, als ob etwas in mir fehlte.
Aber ich fand auch heraus, das ich nicht der einzige war, es gab
viele andere Leute in fast dergleichen Situation. Zu wissen, dass
ich nicht der Einzige war, hat auch nicht viel geholfen. Einesteils
war ich fest entschlossen, dieses Problem zu lösen, andererseits
fühlte ich mich hoffnungslos und wollte oft aufgeben. Ich habe
auch Kurse besucht und bin einigen Selbsthilfegruppen beigetreten.
Am interessantesten war, als ich mich dazu entschloss, eine
Therapie zu machen. Es war eine schmerzliche Zeit für mich und
ich glaubte fest daran, dass mit mir etwas nicht stimmte. Aber
nach drei Wochen, in denen ich meinen Mut zusammennahm, hat
man mir erzählt, dass ich in Ordnung und definitiv immer noch
gesund wäre, was gut zu hören war, und sie sagten mir, dass es
keinen Grund gab, die Sitzungen weiterzuführen. Alles was ich tun
müsste, wäre, etwas zu finden, das ich richtig gerne tun würde und
dies dann auch auszuführen. Es ist zu schade, dass dies nicht so
einfach war."
Ich hielt für einen Moment inne, um mir eine weitere Zigarette
anzustecken, als ich bemerkte, dass Danny in sich hinein kicherte.
"Also, was ist so amüsant an dem allen?"
"Ich habe wirklich noch nie jemanden getroffen, der zwei oder drei
Stunden in seinem Auto sitzt und darauf wartet, dass Glücklichkeit
aufkommt. Aber ich bewundere Deine Ausdauer." Danny salutierte
mir und grinste breit.
"Dann war also Dein Elend die treibende Kraft?" fragte Neena.
"Exakt. Anstatt nach Geld, Ruhm. Liebe, Karriere oder andere
normale Dinge, denen Leute nachstreben, hinterherzulaufen, wollte
ich nur glücklich sein. Eine andere Art es auszudrücken wäre, ich
wollte befreit sein von dem Schmerz und dem Kummer, den dies
mir bereitete."
Ich verfiel in tiefe Gedanken während ich den Rauch beobachtete,
der sich von meiner Zigarette aufwärts kringelte. Ich dachte an
einige Dinge, die das Fehlen von Glücklichsein Dich tun lassen und
an einige Pfade, die Dich nach unten führen. Da war noch etwas
anderes in meinem Kopf und ich war gerade dabei zu entscheiden,
ob ich davon erzählen sollte, als Neena meine Gedankengänge
unterbrach.
"Es wäre verwunderlich, wenn Du nicht daran gedacht hättest,
allem ein Ende zu machen, zumindest es zu versuchen!" sagte sie.
Ich schaute Neena an. Als ich ihr Funkeln in den Augen sah, dachte
ich bei mir, das Universum hat wohl seinen besten Spieler ins Spiel
geschickt und überlässt Nichts dem Zufall. Es sieht so aus, als ob
das Universum mich besser kennt, als ich gedacht habe.
Ich stand auf und fragte nach der Toilette. Ich wollte einen
Moment, um meine Gedanken zu sammeln. Danny zeigte auf eine
schmale, hölzerne Brettertür am Ende der Bar.
Die Toilette war nicht sehr groß, nicht viel größer als eine
Außentoilette, ohne Fenster und definitiv keinem Weg, um zu
flüchten, wenn jemand das gewollt hätte. Ich dachte an alles, was
ich bisher gesagt hatte und entschied weiterzumachen. Schließlich
hatte ich nichts zu verlieren.
Leben
Manchmal ist das Leben wie
Ein großes Pokerspiel
Das immer und immer weiter geht
Und wenn wir darin richtig gut werden
Dann könnte das Universum eine Wende bringen
Nur um uns zum Nachdenken zu bringen
Vielleicht könnte es ja besser werden
Und so,
Das Spiel geht weiter
Kapitel Vier
Als ich aus der Toilette kam, sah ich, dass der Mann am Tisch
immer noch da war. Als ich zurückging, habe ich Abstand zu ihm
gehalten. Eine sehr wichtige Regel, wenn man mit dem Universum
spielt ist, mit Respekt zu spielen und noch wichtiger, Respekt zu
zeigen; nicht dass das Universum verstimmt wäre, nein, es könnte
nur eine neue Karte ins Spiel bringen, das Universum liebt es, uns
zu lehren. Eine der Lehren, die Du Dir nicht vom Universum
wünschst, ist, wie man das Spiel respektiert, glaubt mir, ich war
dort und habe es erlebt.
Ich saß in meinem Barhocker und trank den letzten Rest von
meinem Scotch mit einem Schluck. Ich steckte mir eine weitere
Zigarette an und prüfte, ob ich noch genug Zigaretten hätte, da es
eine lange Nacht zu werden schien.
Danny schenkte Orangensaft in zwei Gläser und fragte mich, ob ich
auch welchen haben möchte. Ich hatte es gar nicht bemerkt, aber
offensichtlich hatten Neena und Danny, was immer auch aus der
grünen Flasche kam, leergetrunken.
"Ja bitte! Das ist wirklich eine gute Idee." Sagte ich.
Danny stellte ein Glas Orangensaft vor mich und eines vor Neena
und setzte sich auf seinen Hocker. Eine Weile herrschte Stille.
"Ich denke, ich kann Euch auch alles erzählen," sagte ich mit einem
leichten Zögern. "Alles in allem waren es dreimal, wo ich
entschlossen hatte, dem ein Ende zu setzen. Es waren nicht
wirklich körperliche Versuche, aber immerhin sorgte es für einige
Unruhe."
"Seid ihr sicher, dass ich Euch diesen Teil erzählen soll oder soll ich
ihn überspringen?"
"Ist denn irgendetwas Interessantes während diesen Zeiten
passiert?" fragte Danny.
"Oh, auf jeden Fall!" sagte ich sarkastisch. "Mein Leben war ein
großes Lied und ein großer Tanz."
"Das könnte interessant sein!" Neena schaute zu Danny und beide
kicherten. Ich ignorierte sie.
"Also, das erste Mal ist schon einige Jahre her. Die Situation war
nicht schlecht, außer, dass ich unglücklich war. Ich hatte alles, was
jemanden glücklich machen konnte, aber das war nicht der Fall.
Das Problem, das mich zu dieser Zeit depressiv machte, war, ich
hatte einige Monate damit verbracht ein paar Bücher zu lesen, um
einen ernsthaften Versuch zu machen, glücklich zu sein. Ich
strengte mich sehr an, aber ohne Ergebnisse. Ich fühlte dass es
mir eher schlechter als besser ging und der Tropfen, der das Fass
zum Überlaufen brachte (Original: Der Strohhalm, der den Kamelrücken
zerbrach; ich wollte als Übersetzer diesen, in Deutschland nicht bekannten, aber
sehr passenden Ausdruck nicht unter den Tisch fallen lassen), kam eines
Nachts, als ich gerade ein Buch las, dass ich mir früher am Tag
besorgt hatte. In diesem Buch beschrieb die Person, die dieses
Buch schrieb, ein Treffen mit einem großen Lehrer, welcher ihr
unterschiedliche faszinierende Dinge lehrte. Was mich am meisten
aufregte war, dass diese Person einen magischen Lehrer hatte, der
irgendwo aus dem blauen Himmel kam und ihr alles beibrachte,
was sie wissen wollte, während ich mich mit meinen Problemen
alleine herumschlagen musste. Das andere, was mich so aufregte
war, dass sie von bestimmten interessanten Dingen erzählte, die
sie erlernte, aber keine Anweisungen, wie man es machen muss,
dafür gab. Wo ist der Sinn, mir dies alles zu erzählen, ohne mir
Anweisungen zu geben? Verschwendung von Papier und meiner
Zeit." Ich lehnte mich zu Neena und flüsterte, "Zu dieser Zeit hatte
meine innere Einstellung ein bisschen die Talsohle erreicht."
Ich schüttelte meinen Kopf. "Ich kann mich an Alles erinnern, ganz
klar. Ich fühlte, dass das Universum mich vergessen hat. Ich war
so frustriert und zornig, dass ich das Buch gegen die Wand warf
und in meinem Verstand schrie ich, weil ich nicht sofort Hilfe
bekam, morgen früh werde ich mit meinem Auto in die Berge und
über einen Abhang fahren. Ich konnte den Zorn durch meine Venen
fließen spüren. Letzten Endes hätte ich es wahrscheinlich nicht
getan, aber in diesem Moment war die Entscheidung in meinem
Kopf gefallen. Ich stellte mir vor, dass, solange ich hier war, konnte
mich das Universum ignorieren, aber wenn ich nicht mehr hier bin
und ihm gegenüber stehe wäre es sehr viel schwieriger mich dann
zu ignorieren!"
"Ich weiß nicht genau, wie lange es dauerte, aber ich würde sagen,
dass es nicht mehr als fünf Minuten nachdem ich diese Worte in
meinem Verstand geschrieen hatte, als es begann. Meine inneren
Sensoren schienen auf einmal zum Leben zu erwachen und ich
konnte etwas sehr Großes spüren. Es war riesig und es schien, als
ob es versuchen würde sich in mein Appartement zu quetschen,
aber es war einfach zu groß und es nahm den Platz des gesamten
Wohnblocks ein, und selbst das war nicht genug. Ich konnte
wirklich nichts sehen und auch nichts hören, aber ich konnte es mit
meinem ganzen Wesen spüren, nur so kann ich es beschreiben. Ich
kann Euch nicht sagen, wie verängstigt ich war. Ich denke, dass ich
noch nie so ängstlich war, ich habe beinahe in mein Bett
gepinkelt."
"Ich hatte ein kleines, aber offenes Appartement und von meinem
Bett konnte ich die Diele, einen Teil meiner Küche und einen
großen Teil meines Wohnzimmers sehen. Alle Lichter waren an,
weil ich Dunkelheit nicht mag. Immer wenn es dunkel wurde, hatte
ich das Gefühl, dass etwas Großes hinter mir stand und mich
beobachtete. Dunkelheit hat mir schon immer Angst gemacht,
soweit ich mich zurückerinnern kann. Deshalb lasse ich immer alle
Lichter an, ich mag noch nicht einmal dunkle Ecken, wer weiß, was
dort alles lauert? Innerhalb von Sekunden fing das Licht an, aus-
und anzugehen. Es war fast musikalisch. Mich schüttelte es
buchstäblich vor Angst. Ich konnte fühlen und empfinden wie sich
eine Präsenz formte und plötzlich hörte ich eine Stimme in meinem
Kopf. Sie sagte laut und deutlich "Du solltest es besser wissen ...
!""
"Und das war's. Die Lichter hörten auf zu blinken und was immer
es war, war gegangen. Ich war so ängstlich, dass, obwohl ich
dringend zur Toilette musste, ich das Bett bis zum nächsten
Morgen nicht verließ. Auch die nächste Nacht habe ich nicht in
meinem Appartement geschlafen. Das Verrückte ist, es war eine
große Stille über den gesamten Wohnblock gekommen und blieb
dort für einige Wochen. Ich hörte, wie sich einige Tage später zwei
andere Leute im Waschraum und offensichtlich auch andere Leute
aus dem Wohnblock darüber unterhielten, dass sie auch etwas
empfunden hatten, aber keine Erklärung dafür fanden."
"Dieser ganze Vorfall war Grund genug, mich von meinem Gewinsel
über meine Umstände für fast zwei Jahre abzuhalten. Aber dann
klang diese Wirkung ab."
Ich machte eine kleine Pause um von meinem Orangensaft zu
trinken.
"Was dachtest Du, was da kam, um Dich zu besuchen?" fragte
Neena.
Ich schüttelte meinen Kopf. "Ich weiß es nicht, und eigentlich will
ich es auch nicht wissen! Offensichtlich habe ich jemanden sauer
gemacht, und offen gesagt, möchte ich es dabei belassen, weil, wer
auch immer mich besuchen kam, hatte keine gute Laune."
"Die Zeit ging vorüber und die Dinge wurden nicht besser.
Tatsächlich verschlechterten sie sich noch mehr und es wurde
schwerer und schwerer es zu verschleiern. Einfach nur ein Lächeln
aufsetzen und so tun, als wäre man glücklich, wenn man es nicht
ist, verbraucht eine enorme Menge an Energie. Außerdem, ich
hatte schreckliche Angst, aber komischerweise war ich für das
zweite Mal vorbereitet, und ich wollte nicht zulassen, das ich wieder
da lag, zitternd vor Angst. Ich plante den Kampf aufzunehmen.
Alles in Allem, habe ich ein Recht glücklich zu sein. Wenn Du richtig
depressiv und niedergeschlagen bist, denkst Du normalerweise
nicht klar. Und das Fazit ist, ich habe um Hilfe gebeten und keine
bekommen."
Ich dachte eine Minute darüber nach, was ich gerade gesagt hatte.
"Eigentlich ist das nicht ganz wahr," sagte ich mit einem
spöttischen Lächeln.
"Aha, also hast Du doch Hilfe bekommen?" fragte Neena.
"Ja, ich habe eine Reise nach Mexiko gewonnen und während ich
dort war, habe ich jemand getroffen, der mir wahrscheinlich hätte
helfen können, aber es waren einige Haken bei der Sache und ich
war dafür noch nicht bereit. Andererseits hätte sich der Pfad
meines Lebens geändert und wahrscheinlich hätte ich niemals die
Chance bekommen, herauszufinden, wie man die Lotterie gewinnt.
Und dies alleine war es schon Wert. Auch hätte es bedeutet, das
die Geschichte, die ich erzählen will, gar nicht passiert wäre, und
das wäre ein großer Verlust gewesen."
"Moment Mal, willst Du mir erzählen, dass Du herausgefunden
hast, wie man die Lotterie gewinnt?" Danny verschränkte die Arme
vor seiner Brust als würde er mir erzählen wollen, dass dies nicht
möglich sei.
"Ja, aber dazu kommen wir später."
"Hast Du mehr als einmal gewonnen?" Seine Augen waren so groß
wie Wassermelonen.
"Oh ja." Ich schob meinen Hocker von der Bar und stand auf. Ich
musste mich ein bisschen strecken.
"Also hast du zum zweiten Mal einen Tritt in den Hintern
bekommen?" grinste Neena.
"Nein, eigentlich nicht. Eher das Gegenteil, habt ihr denn keine
Musik?" sagte ich, um das Thema zu wechseln. "Es ist so still hier!"
Danny stand auf und ging zu einem kleinen Kassettengerät, das
auf einem der Regale stand. Er legte eine Kassette ein und regelte
die Lautstärke. Ich weiß nicht was es war, aber es hörte sich nach
einer Art von New Age Musik an, die die Stille angenehm
überdeckte.
Zuhause
Zuhause, der beste Platz, meine Seele baumeln zu lassen
Die Scheidewege des Lebens
Wo man Samen des Vertrauens pflanzen kann
Früchte der Liebe wachsen lassen kann
Und über den nächsten Pfad zu grübeln
Bevor man nach Hause geht
Zu dem nächsten Scheideweg des Lebens
Wo man einige pflanzen soll ...
Kapitel Fünf
Ich streckte mich ein bisschen, setzte mich auf meinen Hocker und
wollte eine Pause machen und der Musik lauschen, aber Danny
schaute mich ungeduldig an und trommelte mit den Fingern auf der
Bar. Ich habe den Hinweis verstanden.
"Es war ungefähr zwei Jahre später. Emotional war ich immer noch
an gleichen Stelle, nur das ich dieses mal meinen Job verloren
hatte und auf meinen ersten finanziellen Ruin zusteuerte. Meinen
Job zu verlieren und in den finanziellen Ruin zu steuern, war nicht
das Schlimmste daran. Seit ungefähr einem Jahr arbeitete ich in
einer Selbsthilfegruppe und alles was ich erreichte, ich fand einige
Freunde und konnte ein bisschen jammern. Tatsächlich konnte ich
ein paar Sachen loswerden, aber ich war immer noch nicht
glücklich."
"Hast Du die zwei Jahre außer den Selbsthilfegruppen noch andere
Sachen probiert?" fragte Neena.
"Ich habe viele verschiedene Sachen ausprobiert, aber so oder so
ich fühlte beinahe, dass irgendetwas mich aufhielt, Glücksgefühl zu
empfinden. Zu dieser Zeit machte nichts Sinn. Nun verstehe ich
das, aber damals machte es mich verrückt."
Alle waren still. Mein Verstand war in der Vergangenheit gefangen.
"Ich erinnere mich jetzt. Ich war richtig bestürzt. Ich wurde
wahnsinnig, wisst Ihr? Ich war zornig auf das Universum. In
vielerlei Hinsicht war ich sauer auf was auch immer zu mir kam
mich zu besuchen. Welches Recht hatte dieses Ding mich halb zu
Tode zu erschrecken und gleichzeitig nicht wirklich zu helfen, nur
mir zu sagen, dass ich es besser wissen müsste? Wie sollte ich es
besser wissen? Ich war bereit zum Kampf! Ich war auch des Lebens
müde. Nichts schien für mich zu wirken, alles, was ich anfasste,
schien zu Staub zu zerfallen. Ich denke, die beste Art es zu
beschreiben ist, zu sagen, dass ohne Glücklichsein das Leben zu
einer endlosen Nacht wird. Ich hatte einen großen, tiefen inneren
Schmerz, den ich nicht loswerden konnte. Es ist mir nahezu
unmöglich die Gefühle und Emotionen, die ich damals hatte, zu
beschreiben. Ich konnte einfach nicht begreifen, warum etwas wie
innere Glücklichkeit, etwas, das eigentlich ganz natürlich sein
sollte, so schwer für mich zu haben war und das trieb mich die
Wände hoch. Ich kann sehr launig werden, wenn ich nicht
bekomme, was ich möchte, besonders, wenn ich hart dafür arbeite.
Ich muss erwähnen, dass ich nicht immer total unglücklich war. Ich
hatte glückliche Momente, aber ich war nicht zufrieden mit der
Summe der Glücklichkeit, die ich hatte und ich wollte mehr.
Versteht Ihr was ich meine?"
Neena schaute zu mir. "Ja, ich denke, ich verstehe."
"Dachtest Du wirklich, Du könntest gegen etwas, was ungefähr
hundert mal so groß war wie Du, gewinnen?" fragte Danny.
Ich schüttelte meinen Kopf. "Gewinnen ist nicht immer wichtig.
Wichtig ist es seinen Standpunkt klarzumachen. Offensichtlich war
der Standpunkt, den ich vertrat, nicht ganz der richtige. Ich dachte
einfach, dass das Leben mir nichts zu bieten hätte und wollte
woanders hingehen. Was mich immer verwundert hat, das die
Menschen um Felsen, Dreck und all das kämpfen, aber nicht für
Liebe und Freude. Dies sind wirklich Dinge, für die es sich zu
kämpfen lohnt. Alles andere ist nichts mehr als vergänglich."
Danny nickte zustimmend.
"Es war ungefähr ein Uhr morgens. Ich hatte an diesem Morgen
meine Entscheidung getroffen. Ich würde einfach in die Berge
fahren und es wie ein Unfall aussehen lassen. Kurz danach hatte
ich mir meine Meinung gebildet. Ich fing an, mich wirklich friedvoll
zu fühlen. Es war etwas, dass ich nie zuvor gefühlt hatte. Ich lag
einfach friedvoll in meinem Bett. Ich vermute, dass ich zu diesem
Zeitpunkt in eine Art Zustand zwischen halbschlafend und halbwach
gefallen bin, und in dieser Art Trance-Zustand hatte ich eine Vision.
Es war real wie nur etwas sein konnte, als wäre es körperlich
vorhanden. Ich stand inmitten einer Kunstausstellung. Ich schaute
mich um und bemerkte dabei, dass viele der Bilder, die an der
Wand hingen, von mir waren. Dann fing der Spaß an. Ich hörte,
wie sich eine Tür öffnete und eine Frau hereinkam. Sie war groß
und schlank mit ganz blonden Haaren, die ihr fast bis auf die
Schultern reichten, milchweiße Haut und große Augen. Bevor ich es
realisierte, stand sie direkt vor mir. Sie wahr unwahrscheinlich
schön. Die einzige Möglichkeit, dies zu beschreiben, ist zu sagen,
sie war schöner als ihre Äußerlichkeiten. Man konnte die Schönheit
sehen, obwohl sie nicht in Erscheinung trat. Wir standen etwa 30
cm auseinander, Angesicht zu Angesicht."
Sie fragte, "Bist du Klaus?"
"In der Sekunde, in der sie dies sagte, fühlte ich jede Zelle in
meinem Körper zum Leben erwachen und passte auf. Es war, als
würde ich aus Millionen und Abermillionen von Zellen bestehen, die
alle ihr eigenes Bewusstsein hätten und aufpassten. Es war das
seltsamste Gefühl, aber gleichzeitig das Schönste, was ich je erlebt
habe. Es war, als wäre jede Zelle in meinem Körper ein
Individuum, die sich in mein Leben setzten. Sie waren irgendwie
wie kleine Lebewesen, die alle zusammenarbeitend meinen Körper
formten, so dass ich körperliches Leben erfahren konnte. Ich hatte
den Eindruck, das alles was ich tue, sie berührt und wichtig für sie
ist. Ich versuchte ihre Frage zu beantworten, aber ich konnte nicht.
Es ging zuviel vor in meinem Körper, also nickte ich nur mit dem
Kopf. Sie bot mir ihre Hand an und als wir unsere Hände
schüttelten, sagte sie, ‚Ich hätte gerne, wenn Du ein bisschen hier
bleiben würdest, später wird es Dir einleuchten, warum.'"
"Ihre Stimme war wie, als würdest Du tausend Engeln zuhören.
Jede Zelle in meinem Körper war noch voller Aufmerksamkeit. Es
war überwältigend. Unglücklicherweise war es vorbei, als sie
aufhörte zu reden und ich war zurück in meinem Bett, hellwach. In
den nächsten Monaten war ich von dieser Vision besessen und
versuchte immer wieder dorthin zu kommen, aber leider
vergebens. Nicht einmal in die Nähe."
"Was machte Dich so besessen an dieser Vision?" fragte Neena.
"Ich dachte ich könnte diese Person im richtigen Leben treffen. Es
war eine törichte Idee, aber immerhin ein Flimmern von Hoffnung.
Alleine die Hoffnung hielt mich drei Jahre aufrecht, lange drei
Jahre, muss ich dazu erwähnen. Aber ich denke, das war der Plan.
Das Universum fand, dass es mir keine Angst machen konnte,
wenn es um mich herum ist und dachte das Verführung besser
wirkt. Anscheinend wirkte es, zumindest für eine Zeit lang."
"Es könnte eine chemische Unbalance in Deinem Körper gewesen
sein. Hast Du jemals daran gedacht?" fragte Danny.
"Oh ja, Ich dachte auch daran und konsultierte einige Ärzte, aber
letztendlich wollte ich lieber leiden, als für den Rest meines Lebens
mit irgendwelchen Medikamenten zu leben. Die meisten davon
haben gravierende Nebenwirkungen und ich hatte auch Angst, dass
mich einige Medikamente dahin brächten, nie mehr ohne sie
glücklich sein zu können. Außerdem hoffte ich, dass ich eines Tages
die Antwort finden würde. Medikamente sind nur eine
vorrübergehende Lösung; sie lösen das Problem oder den Grund
nicht, der ursprünglich das Problem ausgelöst hat. Was mich
angeht im Bezug auf glücklich sein und Liebe, sollte dies nichts zu
tun haben mit den Umständen und Erfahrungen meines Körpers."
Die letzte Position
"Oh meine Güte, sind wir Dickköpfe?"
Oh ja, sind wir.
Das Universum, gegen das Du Dich stellst,
Tausend Krieger, gezogene Stahlschwerter,
Fünfhundert schwere Pferde,
gegen die Du stehen würdest mit Deinem Dolch aus Stroh
Ich war immer ein Krieger und ein Tag
Und weiß doch gar nichts,
Aber eins weiß ich:
Heute wird Blut fließen
Es ist Deins mein Freund
Und auch meins.
Mit Ehre muss ich stehen.
Also frage ich Dich
Denke
Ist dies ein guter Tag zum Sterben
Kapitel oder andere Teilungen
(benötigt)
Kapitel Sechs
"Ich bin mir ziemlich sicher, dass es ungefähr drei Jahre später
war. Es war früh am Abend. Ich war zu einem Essen ausgegangen,
konnte aber nichts essen. Ich war total niedergeschlagen und
depressiv, den Tränen nahe. Ich stieg in mein Auto und fuhr los.
Ich war so benommen und ausgelaugt, dass ich einfach die
Autobahn Richtung Berge fuhr. Aus irgendeinem Grund gab mir das
Gefühl oder die Kenntnis, das in ein oder zwei Stunden alles vorbei
wäre, ein Gefühl der Erleichterung."
"Das ist das Problem mit Selbstmord: Die Leute denken, dass es
ein Ausweg wäre, aber tatsächlich fängt alles wieder von vorne
an.," beobachtete Neena.
"Ich stimme Dir zu. Aber wenn Du weit genug unten bist, zählt
wirklich nichts mehr, nur noch frei zu sein von der Dunkelheit,
wenn auch nur kurz. Ich hätte alles gegeben, um auch nur für eine
Woche glücklich zu sein. So ist es nun einmal."
Neena nickte sympathisierend mit dem Kopf.
"Irgendwo auf dem Weg dorthin musst Du Deine Meinung
gewechselt haben, sonst wärst Du heute nicht hier," sagte Danny.
Ich weiß nicht warum, aber aus irgendeinem Grund bebte Dannys
Oberlippe. Ich dachte das war sehr amüsant.
"Eigentlich habe ich nicht meine Meinung gewechselt. Es war so. 30
Minuten von Calgary entfernt war eine Tankstelle. Ich hatte noch
mehr als genug Benzin im Tank, aber aus irgendeinem seltsamen
Grund stotterte und zuckte mein Auto, als ich an der Tankstelle
vorbeifuhr. Es fuhr nicht schneller als etwa 10 km/Stunde. Es war
als würde etwas den Motor sehr schnell aus- und wieder
einschalten. Ich schaute auf die Tankanzeige, aber es gab noch
genügend Benzin. Außerdem war es ein neues Auto. Ich entschied
mich zu drehen und zur Tankstelle zurückzufahren, weil ich dachte,
eventuell ist etwas mit der elektronischen Zündung nicht in
Ordnung. Aber als ich mich der Tankstelle näherte, lief das Auto
wieder einwandfrei. Es gab keinen Grund, es reparieren zu wollen,
dachte ich, so lange es den Ausflug mitmacht. Danach ist es
absolut unwichtig. Also entschied ich mich wieder zu drehen und
wieder Richtung Berge zu fahren."
"Ich musste ungefähr 2 Kilometer fahren, bevor ich eine Stelle zum
Wenden fand. Ich hatte so schlechte Laune, mir war es völlig egal,
ob ich das Auto dabei quälte. Ich wendete also und fuhr wieder zu
den Bergen. Aber sobald ich die Tankstelle erreichte begann das
Auto wieder zu stottern und zu zucken! Ich versuchte den Gang zu
wechseln, die Lichter und die Zündung aus- und wieder
einzuschalten, aber nichts schien zu helfen. Das Auto stotterte, bis
ich an eine weitere Wendestelle der Autobahn kam. So wie das
Auto lief, schaffte ich das gerade so. Ich brauchte 10 bis 15
Minuten zurück zur Tankstelle, da das Auto so schlecht lief. Der
Motor blieb einige Male stehen, ich konnte ihn aber immer wieder
starten. Sobald ich in der Nähe der Tankstelle war, lebte der Motor
wieder auf und lief einwandfrei. Also fuhr ich an der Tankstelle
vorbei die 2 Kilometer bis zur nächsten Wendestelle. Das Auto lief
immer noch gut. Also wendete ich und fuhr wieder Richtung Berge.
Das blöde Auto lief gut bis in die Nähe der Tankstelle, dann
passierte wieder das gleiche. Der Motor fing an zu stottern und
aus- und wieder anzugehen. Ich wurde richtig frustriert und
entschied mich einfach weiterzufahren, so wie es war, aber je
weiter ich mich von der Tankstelle entfernte, umso schlimmer lief
das Auto. Letztendlich hatte ich keine Wahl, wendete, und
todsicher, als ich die Tankstelle erreichte, lief das Auto wieder
einwandfrei. Es sprang wieder wie zum Leben und schnurrte wie
ein Kätzchen."
"Warum bist Du nicht zur Tankstelle gefahren und hast jemand das
kontrollieren lassen?" fragte Danny.
"Es war um die neun oder zehn Uhr Nachts und ich dachte, dass
dort wohl kein Mechaniker zu dieser Zeit anwesend wäre.
Andererseits lief das Auto einwandfrei auf der anderen Seite der
Autobahn und irgendwie wusste ich, dass mit dem Auto nichts los
war. Ich wollte mich nicht so einfach vom Universum aufhalten
lassen, nicht dieses Mal."
"Um über Dickköpfigkeit zu reden." Schüttelte Neena ihren Kopf.
"Kann sein, aber ich war wütend und ich wollte dem Universum
zeigen, dass ich die Nase voll hatte."
"Lass mich raten, Du hast es probiert, bis das Auto auseinander
gefallen ist." Grinste Danny, als ob er es besser wüsste.
"Ungefähr so, aber nicht ganz." Sagte ich, "Aber ich fuhr immer im
Kreis herum bis ungefähr 9 oder 10 Uhr morgens."
Sie brachen in Lachen aus. Ich hatte keine Wahl als mitzulachen.
Zurückblickend schien das verrückt zu sein. Und es war es
wahrscheinlich auch.
"Du meinst, Du hast es endlich aufgegeben?" wischte sich Neena
vorsichtig die Tränen von den Backen.
"Nein, ich gab nicht wirklich auf. Ich war nur erledigt und entschied
mich zur Tankstelle zu fahren, etwas zu essen und aufzutanken.
Dann wollte ich es weiter probieren. Es war gut, dass sie ein
Restaurant hatten, das die ganze Nacht geöffnet war. Ich fuhr also
zur Tankstelle und ließ den Mann mein Auto voll tanken. Ich
erinnere mich, das der Tankwart mich seltsam anschaute, aber ich
maß dem zu dieser Zeit keine Bedeutung bei. Ich parkte das Auto
und ging ins Restaurant. Es war sehr ruhig. Da waren nur ein paar
alte Lastwagenfahrer, die an der Haupttheke saßen. Also setzte ich
mich in eine kleine Sitzecke. Ich schätze, zu diesem Zeitpunkt war
ich beinahe wahnsinnig. Ich muss furchtbar ausgesehen haben.
Mein Gesicht hing sehr wahrscheinlich herunter, meine Augen
waren blutunterlaufen und meine Backen mit Tränen befleckt. Die
Bedienung kam zu mir mit einer Kaffeekanne, schaute mich an und
mit einem sehr humorvollen und besorgten Blick fragte sie mich,
ob ich derjenige bin, der die ganze Nacht mit seinem Auto hin und
her gefahren ist."
Sie lachten immer noch. Während ich nach meiner Zigarette griff,
schaute ich sie mit meinem besten finsteren Blick an, aber dadurch
lachten sie noch viel mehr.
"Oh ja, macht ihr nur, lacht mich aus. Eines Tages ist es anders
herum ... dann wollen wir mal sehen, was so lustig ist."
Sie warfen ihre Hände hoch. "Eine Million zu Eins, vielleicht."
"Um eine lange Geschichte kurz zu machen, ich erzählte der
Bedienung, dass mein Auto nicht in die Berge fahren wollte, es fuhr
nur zurück nach Calgary. Ich konnte kaum sprechen. Mein Mund
war trocken und meine Lippen taub und ich war zu müde um noch
beschämt zu sein."
"Sie fragte mich, wo ich denn hin wollte. Mit einem ernsten Gesicht
sagte ich "Über einen Abhang!""
"Sie starrte auf mich, dann plötzlich brach sie in Lachen aus.
Endlich bekam sie sich wieder in den Griff und lehnte sich vor. ‚Du
bist ein wenig dickköpfig, oder? Ich bringe Dir ein Frühstück, denn
Du wirst noch eine Weile bei uns sein.'"
"Sie goss Kaffee in meine Tasse und ging zur Küche. Ich erwartete
aus der Küche Gelächter zu hören, aber ich hörte nichts. Ich nahm
an, dass sie es niemand erzählt hatte."
"Sie fragte mich nie, warum ich über den Abhang fahren wollte,
aber nach noch ein paar Worten, einigen kostenlosen Kaffees und
einem kostenlosen Frühstück ging ich in mein Auto und fuhr nach
Hause."
Jetzt lachten die beiden so sehr, dass ich es langsam satt hatte und
ich entschuldigte mich und ging zur Toilette. Ich war nicht wirklich
sauer auf sie, nur ein bisschen (oder vielleicht doch sehr) verlegen.
Heute ist die Tankstelle geschlossen; nichts ist übrig, nur das
verlassene Gebäude. Ich fahre immer noch manchmal dorthin und
wundere mich wie viele Andere wie ich dort Halt gemacht haben.
Nun, heute bin ich hier und froh darüber. Und wie weit es das
Versprechen betrifft, dass Alles seinen Sinn hat am Ende, das
wurde wahr. Aber soweit es das bessere Wissen angeht, habe ich
das immer noch nicht abgehakt.
Und für die sehr nette und spendable Kellnerin: Danke schön!
Gesucht
Ein Schutzengel.
Muss über eine unglaubliche
Unvorstellbare und total
Unfassbare Geduld verfügen.
Schicke Lebenslauf und Lottoschein
Zum Postfach 40081
Zu Händen von Klaus.
Kapitel Sieben
Als ich wieder von der Toilette kam, hatten sich Neena und Danny
wieder zusammengerissen, haben aber immer noch gegrinst. Ich
setzte mich auf meinen Hocker, Danny fragte mich, ob ich noch
einen Orangensaft möchte.
"Wir wollten über dich nicht so lachen," sagte Neena.
"Du musst zugeben, dass der Teil von wegen der Dickköpfigkeit
ganz schön lustig war," fügte Danny hinzu.
"Ich glaube hier habt ihr mich." Nickte ich zustimmend.
"Und war das Alles?" fragte sie.
"Nicht annähernd, nun wurde es richtig abgefahren."
Danny setze sich auf seinen Hocker, "Also, die Nacht ist noch jung.
Wird sind bereit, wann immer Du es bist."
Dannys Oberlippe fing wieder an zu zittern. Ich beugte mich zu
Neena. "Warum zittert manchmal Dannys Oberlippe?"
"Immer wenn er etwas zurückhält. Er ist kein guter Pokerspieler."
Lachte sie.
Einen Augenblick wunderte ich mich, was Danny so zurückhielt.
Irgendwie war mir das seltsam. Ich habe immer Augen und Ohren
offen für Dinge, die etwas aus der Reihe zu sein schienen. Das war
offensichtlich so etwas.
Ich schaute auf meine Uhr, aber die ging immer noch nicht. Ich
konnte die Feuchtigkeit unter dem Kristallglas sehen. Ich wollte
gerade nach der Zeit fragen, entschied mich dann aber anders.
Außerdem musste ich sonst nirgends sein.
"Mal sehen," sagte ich und dachte nach, wo ich aufgehört hatte,
"Ich bin ungefähr zwei Jahre lang oft umgezogen und anfangs ging
alles gut, aber mein Herz war nicht dabei. Ich war immer noch
unglücklich. Wie auch immer Du es siehst, ist mir egal. Ich weiß,
dass wir dieses Thema schon einige Male hatten. Aber so war es
halt. Ich habe dann aufgehört umzuziehen und habe meine Zeit
genutzt um eine Lösung meines immerwährenden Problems zu
finden. Aber ich hatte kein Geld mehr und ich gab eine zeitlang auf
und entschied mich eine Arbeit zu finden. Es hat nicht lange
gedauert, um einen gut bezahlten Job zu finden. Ein paar Tage
später fand ich ein weiteres Haus zu guten Bedingungen, welches
ich kaufte und einzog. Ich hatte mich entschieden, so zu leben, wie
alle anderen, ich meine, arbeiten, Rechnungen zahlen und etwas
für Alter zusammensparen. Mein Sohn lebte bei mir und ich dachte
ich wäre besser ein gutes Beispiel. Der Gedanke ein solches Leben
zu leben, einfach auf das Ende zu warten, war ganz schön
depressiv, aber das war alles, was ich sehen konnte."
"Nach fünf Monaten Arbeit, kam ich morgens dorthin und wurde
entlassen. Sie erzählten mir, dass die Geschäfte schlecht gingen
und sie zurückfahren müssten. Aber das war nicht der wahre
Grund. Sie sahen, dass ich unglücklich war. Ich konnte es einfach
nicht mehr verbergen. Ich hatte nicht die Energie ständig zu
lächeln. Ich bin mir sicher, dass sie zu der Entscheidung kamen, ich
wäre nicht glücklich, weil ich dort arbeitete."
"Das Ganze kam wie ein Schock. Ich war nicht wirklich sauer,
wusste aber auch nicht, was ich jetzt tun sollte. Ich saß für einige
Wochen im Haus herum und machte nicht mehr, als meinen Hund
spazieren zu führen. Ich hatte noch ein wenig Geld, aber nicht viel
und die Raten für das Haus waren ziemlich hoch. Es war kein
großes Haus, aber es war in einer guten Gegend. Die Wirtschaft
war ziemlich unten und es waren nicht viele gut bezahlte Jobs
vorhanden. Sogar, wenn ich sofort einen nur mittel gut bezahlten
Job bekommen hätte, könnte ich das Haus nicht behalten. Ich
erinnere mich, als ich im Park saß und Rudy, meine Hund
beobachte, wie er mit anderen Hunden spielte, da machte es Klick.
Aus irgendeinem Grund entschied ich mich noch einen Versuch zu
wagen das Glücklichsein zu finden. Ich dachte, dass ich vielleicht in
all den Büchern, die ich gelesen hatte, etwas übersehen hatte, oder
die Anweisungen nicht korrekt befolgt hatte. Sofort nachdem ich
mit Rudy von unserem Spaziergang zurückkam, sprang ich in mein
Auto und fuhr zur Bibliothek. Auf dem Weg zur Bibliothek dachte
ein Teil von mir, dass das alles vergebens ist, aber der andere Teil
kam wieder mit dem größten Enthusiasmus zum Leben. Ich stellte
auch fest, dass immer wenn ich mich an die Arbeit machte um
meine innere Glücklichkeit zu finden, wurde ich wirklich glücklich.
Erst nach einer gewissen Zeit, wenn es mir nicht gelingt über
dieses zeitweise Glücklichsein hinauszukommen, dann wurde ich
richtig depressiv. Ich hatte aber das starke Gefühl, dass es diesmal
klappen würde. Ich erinnere mich, dass ich dachte, alles was du
finden musst, ist dieser Teil, den du verpasst hast. Dann würde
alles gut werden."
"Meine Güte, wie lange dauerte dies an?" unterbrach mich Danny.
"Das ist es," antwortete ich. "Hier begann sich alles zu ändern."
"Gott sei Dank, es hat mich schon ganz depressiv gemacht.
Kommen wir jetzt bald zum Lotterie-Teil?"
"Gerade angekommen."
"Egal jetzt, ich holte also eine ganze Menge Bücher aller möglichen
Themen, die mir nur einfielen, Meditation, Spiritualismus,
Visualisierung, Gedankenkontrolle, Positives Denken, Liebe und so
weiter, sogar einige Bücher über Pendeln, die eigentlich nicht zum
Thema passten. Ich sah sie und entschied, sie mitzunehmen. Ich
habe einige Wochen mit Lesen, Notizen machen und den
Anweisungen nach besten Können zu folgen verbracht. Ich las vom
Aufstehen bis zum Schlafen gehen. Die einzigen Pausen, die ich
machte, waren um zu essen oder um Rudy in den Park zu führen
und um zu praktizieren, was immer in den Büchern vorgeschlagen
wurde."
"Hast Du irgendwelche Ergebnisse erzielt?" fragte sie.
"Nicht wirklich," antwortete ich. "Nicht mehr als das ich es tat,
dabei fühlte ich mich gut, zumindest besser als normalerweise. Ich
habe auch eigentlich keine Ergebnisse erwartet. Es war nur der
Drang zum neuen Versuch, der in mir brodelte. Alleine mein
Versuch gab mir einen Hauch von Hoffnung und in vielerlei Hinsicht
fühlte sich das sehr komfortabel an. Tatsächlich gibt es einen
Unterschied zwischen der Hoffnung, etwas zu bekommen und der
Erwartung, dass etwas passiert. Aber darüber reden wir später."
"Also, von hier an begann sich alles zu verändern. Ich wurde
ziemlich ruhelos und entschied mich, eine Pause einzulegen. Ich
rief einen Freund an, um zu sehen, ob er zuhause sei, nahm ein
paar Biere und ging zu ihm, um ihn zu besuchen."
"Zu dieser Zeit war mein Freund finanziell nicht besser gestellt als
ich auch. Er arbeitete nicht und hatte nicht viel Geld. Er verbrachte
die meiste Zeit damit, Sport zu schauen und die Sportlotterie zu
spielen. Es lief nicht so gut mit der Sportlotterie. Ich schaute mir
einige seiner Fehllose an. Ich bemerkte sarkastisch, dass er auch
einen Dartpfeil benutzen könnte, um herauszubekommen, wer das
Gewinnerteam ist. Er lachte und gab mir recht. Ich habe um Geld
spielen immer so gesehen, als würde man Geld aus dem Fenster
werfen und hoffen, dass das Doppelte zurückkommen würde. Die
Chance darauf ist sehr gering. Ich spielte früher einige Partien
Poker, aber nur zum Vergnügen. Das höchste, was man gewinnen
oder verlieren konnte, waren fünf oder zehn Dollar."
"Als ich über die Lotterielose meines Freundes schaute, kam mir
ein Gedanke. Ich hatte einige Bücher über Pendeln gelesen und ein
Programm darüber im Fernsehen gesehen. Dieser bestimmte
Mensch pendelte nach Mineralien und in diesem speziellen
Programm half er einem Minenbesitzer in einer verlassenen Mine
Vorkommnisse bestimmter Mineralien zu finden. Wie es sich
herausstellte, war er sehr erfolgreich. Der Pendler benutzte eine
einfache Schnur mit einer Art Gewicht am anderen Ende. Es sah so
aus, als würde er ein Linksdrehen für ein Ja und ein Rechtsdrehen
für ein Nein interpretieren. Ich dachte, die Quintessenz war, dass
die Schnur nichts mehr war, als ein Weg um das Unterbewusstsein
mit dem Bewusstsein in Kommunikation treten zu lassen."
"Ich schaute meinen Freund an und schlug vor, dass eventuell eine
Person ihr Unterbewusstsein nutzen könnte, um in die Zukunft zu
sehen und so herauszubekommen, wie man das Spiel gewinnen
könnte. Er dachte, ich sei verrückt und sagte es gäbe keinen Weg
die Zukunft vorher zu sehen und gab mir 20 Gründe, warum es
nicht gehen würde. Es war mir sehr klar, dass er noch dickköpfiger
war als ich."
"Aber je mehr ich darüber nachdachte um so mehr liebte ich diese
Idee. Als ich nach Hause kam, hatte ich es in meinem Kopf schon
mehr oder weniger ausgearbeitet. Ich dachte mir, alles was ich tun
musste, wäre ein Zustand zu erreichen, in dem mein Bewusstsein
und mein Unterbewusstsein zusammen kommen und arbeiten
würden, als eine Einheit und nicht wie üblich getrennt. Es hörte
sich einfach an, trotzdem brauchte ich einige Zeit um es
auszuarbeiten. Es ergab sich, dass es sehr einfach war, außer dass
ich mehr erhielt, als ich aushandelte."
"Was ist so wichtig am Unterbewusstsein?" fragte Danny.
"Das Unterbewusstsein hat eine enorme Menge von Informationen.
Ich glaube auch, dass alle Unterbewusstseine wie ein großes
Netzwerk zusammengeschaltet sind, aber was noch wichtiger ist,
ich glaube, dass das Unterbewusstsein mit unserer Seele in
Verbindung steht ... diesem größeren Teil von uns selbst."
"Ich benötigte eine zeitlang, um die Details auszuarbeiten und
einen Plan zu entwickeln. Ich ging noch einmal zur Bibliothek um
noch einige Bücher zu holen. Ich spielte damit einige Wochen
herum, probierte verschiedene Sachen aus. Jedenfalls habe ich all
die Informationen, die ich finden konnte, zusammen gemischt, ein
bisschen von hier und ein bisschen von da. Die Schlussfolgerung,
zu der ich kam, war, alles was ich tun musste, wäre in einen tiefen
meditativen, tranceähnlichen Zustand zu gelangen. Es schien als
wäre da ein Schleier zwischen dem Bewusstsein und dem
Unterbewusstsein, durch den ich versuchte hindurchzukommen.
Das größte Problem war es, sich darauf zu konzentrieren. Als
erstes versuchte ich mich auf die Spielergebnisse zu konzentrieren,
aber das lies mich in einen Art Traumzustand verfallen und die
Resultate, die ich sah, waren nicht richtig. Dann konzentrierte ich
mich auf mein Unterbewusstsein und hatte damit einige
unterschiedliche Ergebnisse, aber nicht was ich wollte."
"Ich erspare Euch die Details von allem, was ich durchmachte, um
zu meiner Entscheidung zu kommen. Das Fazit ist, dass wir mehr
sind als nur Bewusstsein und Unterbewusstsein. Meine
Entscheidung war, dass ich in Verbindung mit dem totalen Teil von
was immer ich bin, kommen musste. Und um nicht sagen zu
müssen ‚Alles was ich bin' oder ‚Höheres Ich' entschied ich mich für
das Wort Seele um mein Totales Selbst zu beschreiben."
"Ich war überzeugt, dass die Verbindung mit dem größeren Teil
von mir der Schlüssel war, und es war so. Es funktionierte so gut,
dass ich innerhalb von sechs Wochen über einhundertunddreißig
mal gewonnen habe."
"Über wie viel Geld sprechen wir?" unterbrach mich Danny.
Ich trank einen Schluck. Als ich Danny anschaute, war es einfach
die Dollarzeichen in seinen Augen zu sehen.
"Der gesamte Betrag war etwas unter zweitausend Dollar, weil ich
nur kleine Wetten machte. Ich wollte nicht das bisschen Geld, das
ich hatte, aus dem Fenster zu werfen. Außerdem dachte ich, es ist
besser, sich etwas zurückzuhalten, so lange es funktioniert, kann
ich auch langsam machen. Zu diesem Zeitpunkt schien das Geld
eigentlich zweitrangig zu sein. Ich fühlte, dass ich etwas erreicht
hatte, von dem die ganze Welt sagen würde, das ist unmöglich. Ich
fühlte mich, als würde ich auf Wolken gehen."
"Was war mit dem Glücklichsein?" fragte Neena.
"Ich vermute, es wurde eine Zeitlang auf Sparflamme geschaltet."
Antwortete ich. "Es ist viel einfacher an einem warmen Strand
unter einer Palme, die ankommenden Wellen betrachtend,
unglücklich zu sein. Ich war noch nicht dort, aber es war eine
eindeutige Möglichkeit. Wenn ich jetzt zurückschaue, war ich
glücklich. Ich verschwendete Stunden, aber gleichzeitig habe ich es
unheimlich genossen. Noch heute verbringe ich endlose Stunden
herauszufinden, was ich alles mit meinem Bewusstsein anstellen
kann. Man kann sagen, ich fand meine Berufung. Auch wenn ich
heute noch daran Gefallen finde und es mich glücklich macht, ist es
das nicht, wo meine Glücklichkeit herkommt, noch ist es der Grund
für meine Unglücklichkeit gewesen. Aber darauf kommen wir gleich
noch."
"Nun gut, wenn Du depressiv bist, kannst Du es ja auch
komfortabel sein," beobachtete Danny.
"Irgendetwas passierte definitiv. Glücklichsein begann von innen
heraus zu sprudeln. Und es hatte etwas damit zu tun, wie ich mein
Bewusstsein einsetzte. Aber zu der Zeit bemerkte ich lediglich,
dass es schien, als ob ich friedlich lebte."
"Das macht Sinn," sagte Neena. "Man braucht inneren Frieden um
glücklich zu sein!"
"Da stimme ich zu," sagte ich. "Ich war beschäftigt und begeistert,
und scherte mich zeitweise um nichts anderes. Aber Du musst ..."
"Vergiss das!" unterbrach Danny. "Ich brauche die genauen
Anweisungen."
Ich hatte gar nicht bemerkt, dass Danny einen Kuli und einen
Notizblock geöffnet vor sich hatte. Seine Augen waren so groß wie
Löwenzahnblüten und seine Lippe zitterte noch mehr als sonst.
"Es ist wahrscheinlich besser, wenn ich den Rest der Geschichte
zuerst erzähle."
"Ich würde auch lieber den Rest der Geschichte hören," sagte
Neena.
"Ich würde jetzt lieber die Anweisungen haben, sonst vergisst Du
sie wahrscheinlich noch," warf Danny ein.
Neena zuckte mit den Schultern. "Es ist Deine Entscheidung."
Das sah alles so seltsam aus. Ich war mir nicht sicher, ob Danny
nur ein Spiel spielte, oder ob er es ernst meinte. Man muss wissen,
dass es wirklich zwei Arten Spieler gibt. Einer spielt mit dem
Universum und einer ist nur im Spiel. Der Hauptunterschied dabei
ist, dass die, die mit dem Universum spielen, ganz nahe beim
Spielführenden sind und im allgemeinen wissen, wie das Spiel
verläuft und auch in dieser Richtung arbeiten. Sie wissen auch, wer
welche Karten hat. Der andre Teil, wie z.B. ich, spielen einfach das
Spiel. Ich war mir sicher, dass Neena und Danny das Spiel mit dem
Universum spielten aber nun schien es, dass nur Neena dies tat.
Danny spielte einfach das Spiel, so wie ich. Manchmal macht das
Universum das Spiel, während es spielt, so scheint es mir
zumindest.
Es war nicht das erste Mal, dass ich mit dieser Entscheidung
kämpfte, ob ich diese Anweisungen in ein Buch packen sollte oder
überhaupt jemand davon erzählen sollte. Es sah so aus, dass ich
wieder an einem Scheideweg sei. Es machte für mich keinen Sinn,
dass das Universum so eine wichtige Entscheidung mir überließ.
Oder doch?
Ich entschied Danny die Anweisungen zu geben, aber zuerst,
dachte ich, wäre es eine gute Idee, ihm eine Lektion geben. Um
ehrlich zu sein, wollte ich mich nur absichern.
"OK, ich gebe Dir die Anweisungen, aber ich möchte, dass Du
weißt, dass dies für eine ganze Menge von Dingen verwendet
werden kann und wenn Du es zum Glücksspiel verwendest, dann
übernimmst Du alleine die ganze Verantwortung. Du verwendest
sowieso zwei Dollar für ein Los, das ist in Ordnung, dann kannst
Du Dir auch die besten Chancen geben. Aber wenn Du Dein
Haushaltsgeld dort verwendest, dann kann ich Dir schon jetzt
sagen, dass Du es verlieren wirst, und ich erkläre Dir auch warum
..."
"Ich stimme zu, kein Problem," sagte er, wie ein Kind mit einem
neuen Spielzeug.
Ich nahm einen Schluck Orangensaft und dachte bei mir, diese
Worte habe ich schon einmal gehört.
Träume
Träume, oh süße Träume
Man sagt
Wenn es träumbar ist
Kann man es auch erreichen
Ich sehe dies nun, so klar wie nie zuvor
Die Frage ist,
Werde ich mich daran erinnern?
Wenn ich aufwache?
Kapitel Acht
"Das Erste was Du verstehen musst, ist der Bedürfnis-Faktor. Es ist
so: Wenn Du zu einem Poker-Spiel mit Deinen letzten zwanzig
Dollar gehst und Du musst unbedingt gewinnen, kannst Du das
Geld auch gleich auf den Tisch legen und wieder gehen, weil, wenn
Du etwas unbedingt benötigst, wird es schwer sein, es zu
bekommen. Am einfachsten zu beschreiben wäre dies mit, Du
musst Dich loslösen von den Ergebnissen."
Danny hatte seinen Block weggelegt und blickte mich verdutzt an.
"Es schien, dass Du das Geld ziemlich nötig hattest zu der Zeit.
Was ist da Anders?"
"Eigentlich war ich damals an einem Punkt in meinem Leben, wo
mir alles egal war. Gewann ich, gut, wenn nicht, macht nichts? Und
außerdem wusste ich von dem Bedürfnis-Faktor. Das war etwas,
dass ich auf die harte Art und Weise viele Jahre vorher lernen
musste. Es gibt wirklich einen großen Unterschied zwischen sich
etwas wünschen und etwas zu brauchen. Der Unterschied ist ganz
einfach: wenn wir etwas wünschen, neigen wir dazu daran zu
denken und Methoden zu erarbeiten, wie man es erreichen kann.
Aber wenn wir zu einem Punkt kommen, wo wir fühlen, dass wir
irgendetwas dringend benötigen, ist unser Verstand nicht klar.
Stattdessen denken wir daran, was passiert, wenn wir keinen
Erfolg haben. Es ist wie in eine Richtung zu schauen, aber in die
andere Richtung laufen oder fahren zu wollen. Es funktioniert nicht.
Der Verstand arbeitet nach dem gleichen Prinzip. Er muss sich auf
das konzentrieren, was wir erreichen wollen und nicht darauf, was
etwa passiert, wenn wir verlieren."
"Also muss ich es nur aus Spaß machen oder als wäre es ein
Hobby." Sagte Danny.
"Das ist für den Anfang perfekt. So bist Du nicht unter dem Druck
und kannst Dich darauf konzentrieren, was Du erreichen möchtest.
Wenn Du große Summen rein steckst, bist Du von den Ergebnissen
abhängig, nimmst Du aber nur kleine Beträge von zwei bis drei
Dollar, dann macht es nichts viel aus, da Du es ja sowieso tust."
"Bist Du sicher, dass Du alles verstehst, was Klaus Dir sagt,
Danny?" fragte Neena leise.
"Ich verstehe es, kein Problem," antwortete er, "Wie weiter?"
"Als nächstes brauchst Du einen ruhigen Platz, an dem Du nicht
gestört wirst. Du musst Dich entweder hinlegen oder in einem
bequemen Sessel setzen. Ich bevorzuge das Liegen, weil ich dann
nicht darauf achten muss, dass mein Kopf vornüber fällt. Das
einzige Problem beim Liegen ist, dass Du ein bisschen daran
arbeiten musst, dabei nicht einzuschlafen. Dann musst Du Dich
total entspannen und Deinen Körper zum Schlafen bringen, aber
nicht Deinen Verstand. Einfach daliegen und Deinem Körper
erlauben einzuschlafen, bis zu einem Punkt, an dem Du Deinen
Körper nicht mehr spürst und auch nichts mehr hörst. Das Hören
abzustellen ist dabei nicht unbedingt notwendig, aber es hilft
enorm und kann am Ende einen großen Unterschied machen."
"Sollte ich mir etwas vorstellen, um meinen Gehirn wach zu
halten.?"
"Das ist der schwierige Teil dabei. Du musst Dich auf Deine Seele
konzentrieren. Ich definiere Seele als das größere Ich von uns oder
das Gesamte was Du bist, was immer dies für Dich sein mag. Das
Problem dabei ist, dass man es sich nicht vorstellen kann. Die
beste Methode, die ich bis jetzt gefunden habe, war die, so zu tun,
als würde ich auf meine Seele hören. Ich tue so, als würde ich von
ganz weit weg und sehr leise etwas hören. Nimm Dir mal die Zeit
und tue so als würdest Du versuchen zu hören, was außerhalb der
Bar vor sich geht."
Danny schloss die Augen und war ganz still. Ich bemerkte, dass er
den Atem anhielt.
"Nein, nicht den Atem anhalten. Mach alles was Du machst mit
Deinem Verstand, aber atme weiter."
Danny öffnete seine Augen. "Ich denke ich hab's. Mein Verstand
war total fokussiert, aber er hat absolut nichts getan. Eigentlich
war er total leer."
"Das ist richtig, aber das Schwerste dabei ist fokussiert zu bleiben
ohne andere Gedanken zu haben. Das ist nicht schwer, für ein paar
Sekunden, danach aber versucht das Gehirn Bilder und Gedanken
durchzusetzen. Was immer auch passiert, Du darfst Dich nicht mit
diesen Gedanken beschäftigen. Wenn Du bemerkst, dass Du es tust
oder Dich von den Bildern verwickeln lässt, musst Du Deinen
Verstand wieder auf die Seele konzentrieren. Wenn du dieses
Abschweifen nicht auffängst, verfällst Du in einen Traumzustand
und von dort wirst Du sehr wahrscheinlich einschlafen. Ein anderer
wichtiger Aspekt ist es, die Fokussierung entspannt zu tun. Du
kannst Dich nicht anstrengen, denn dann bist Du nicht entspannt
und bekommst anschließend Kopfschmerzen. Also Du musst
mental, körperlich und emotional entspannt, aber gleichzeitig
fokussiert sein. Es hört sich schwierig an, aber tatsächlich ist es
ganz natürlich."
"Warum kannst Du Dir nicht einfach die Resultate in Deinem Kopf
vorstellen?" fragte Neena.
"Das wollte ich auch gerade fragen!" sagte Danny.
"Ich weiß nicht genau warum. Alles was ich weiß ist, wenn Du in
diesem frühen Stadium mit der Visualisierung anfängst, wird das,
was Du siehst vom Traumzustand kommen und wird deshalb nicht
zutreffend sein. Ich weiß noch nicht alles, ich glaube aber, dass Du
den Traumzustand umgehen musst, um den höheren Teil von Dir
selbst zu erreichen. Es ist wie eine Gabelung auf einem Weg; Du
kannst rechts oder links gehen, wobei links der Traumzustand ist
und rechts das höhere Selbst. Anfangs wird es schwierig sein, sich
vom links abbiegen abzuhalten. Wir machen das ganz natürlich,
und das nur, weil wir es so oft getan haben und für die meisten
Leute wurde der Weg zum höheren Selbst oder der Seele nicht sehr
oft benutzt. Es ist, wie einer Spurrille zu folgen, es besteht die
Tendenz, Dich nach links zu ziehen."
"Das macht Sinn, Ich denke, ich verstehe es. Aber warum denkst
Du, das mir meine Seele helfen wird?" fragte Danny zweifelnd.
"Das ist eine gute Frage, aber so habe ich das noch nicht gesehen.
Ich glaube, ich erreiche und werde der große Teil von mir, und in
diesem Stadium angekommen, habe ich alle Quellen zu meiner
Verfügung. Warum solltest Du einen alten Taschenrechner
benutzen, wenn Du einen sehr großen und schnellen Computer in
Deinem Schrank hast? Wenn Du in Deinem Leben eine wichtige
Entscheidung zu treffen hast, warum solltest Du das kleine
Bewusstsein benutzen, wenn Du diese unglaubliche Quelle zur
Verfügung hast?"
"Du musst Dir es so denken. Wann immer Du Entscheidungen
fällst, versuchst Du sinngemäß die Zukunft vorherzusehen, auch
wenn Du nur eine kleine Entscheidung fällst, wie z.B. wann Du
Abendessen bereiten sollst. Wann werden alle da sein? Um welche
Zeit? Wie lange wird es dauern? Und so weiter. Das Bewusstsein ist
nur in der Lage sehr kleine und langsame Berechnungen zu
machen, aber das größere Selbst von Dir, Dein Unterbewusstsein,
hat mehr Informationen zur Verfügung und hat alle Erinnerungen,
von allem, was Du gesehen, gehört, gerochen, gefühlt oder
erfahren hast in seinem Speicher. Somit kann es diese
Informationen nutzen, um Dinge sehr viel schneller und sehr viel
genauer zu berechnen als das Bewusstsein. Um ein Beispiel zu
geben, das Unterbewusstsein hat ein photografisches Gedächtnis.
Alles, was wir mit unseren Augen sehen ... auch wenn wir es nicht
bewusst sehen ... ist im Unterbewusstsein aufgezeichnet, und das
bemerkenswerte ist, dass alle Unterbewusstseine irgendwie
verbunden sind. Wie ein Computer, der mit Tausenden von
anderen Computern verbunden ist und jede Informationen von
irgendwo her herunterladen kann. Wissenschaftler debattieren dies
heute, aber es ist Wissen, das schon seit Tausenden von Jahren
bekannt ist. Dann kommt das höhere Bewusstsein oder der Teil,
den ich meine Seele nenne. Dieser Teil von mir lebt ohne Zeit- und
Raumeinschränkungen."
Ich machte eine Pause um Danny, der sich wand, wie ein Kind, das
zur Toilette musste, die Chance zu geben, seine Frage zu stellen.
"Warum fokussierst Du auf Deine Seele, wenn Du sagst, dass das
Unterbewusstsein so viele Informationen zur Verfügung hat?"
"Ich habe nicht alle Antworten, aber über die Jahre habe ich viele
Bücher gelesen und ich liebe es, zwischen den Zeilen zu lesen.
Niemand hat direkt gesagt, dass er dies probiert hat, aber ich
glaube, das viele es getan haben, und viele probierten die
Visualisierung und sind gescheitert. Ich glaube auch, dass viele
versucht haben ihr Unterbewusstsein zu nutzen und gescheitert
sind. Ich glaube, dass nur wenige, wenn überhaupt welche,
versucht haben, ihre Seele zu nutzen."
"Warum denkst Du das?" fragte Neena.
"Ich habe mehr Theorien als Antworten. Aber viel hat mit
Aberglaube und Angst zu tun. Ich denke, dass es meistens mit
Angst zu tun hat, weil mein Freund sich fürchtete, es zu probieren,
obwohl er überhaupt nicht religiös ist, weil er dachte ich würde
einige kosmische Gesetze brechen. Es sieht so aus, als ob dies ein
sehr gut gehütetes Geheimnis war und nur an wenige Meister
weitergegeben wurde."
"Warum denkst Du, wurde es geheim gehalten?" fragte sie.
"Das ist wirklich eine gute Frage. Ich bin selbst ein bisschen
beunruhigt," sagte er.
"Sehr wahrscheinlich aus Angst," antwortete ich.
"Wovor hatten diese Meister denn Angst?" fragte sie.
Danny nickte mit seinem Kopf als wollte er sagen, das er die
gleiche Frage stellen wollte.
"Sehr wahrscheinlich vor der Dunkelheit. Wissen zu besitzen,
nimmt nicht immer die Angst und Wissen zu besitzen, macht Dich
nicht notwendigerweise stark genug für die Vorkommnisse des
Lebens."
"Du scheinst nicht über große Kenntnisse zu verfügen, also warum
hast Du keine Angst mit etwas zu spielen, das über Jahrhunderte
versteckt wurde?" fragte Danny.
Ich lachte über diese Frage. "Mit was will das Universum mir denn
drohen, ich habe schon einige Male versucht mir das Leben zu
nehmen. Das einzige, was übrig bleibt, ist Unmoralität, was mir nur
mehr Zeit bringen würde um in noch mehr Schwierigkeiten zu
kommen. Ich habe jetzt etwas, das Tausend mal stärker als alles
was dunkel und negativ ist. Warum sollte ein größerer Teil von Dir
bestürzt sein, sich damit zu verbinden? Das war es nicht, was sie
zu verbergen suchten. Es war das, wozu Du fähig bist, wenn Du zu
diesem größeren Teil von Dir verbunden bist. Es ist manchmal
faszinierender als der Lotterie-Kram."
"Was ist das?" Danny legte seinen Stift hin. Seine Lippe zitterte
jetzt definitiv.
Ich lächelte innerlich. "Ich habe Dir gesagt, Du solltest bis zum
Ende der Geschichte zuhören, aber Du hast darauf bestanden. Nun
musst Du warten, bis ich Dir die Anweisungen gegeben habe. Aber
zuerst brauche ich einen frischen Orangensaft und muss zur
Toilette. Dann gebe ich Dir den Rest der Anweisungen, die Du so
sehr möchtest."
Ich lächelte immer noch innerlich als ich zur Toilette ging. Ich
dachte an etwas, das mein Freund John mir immer sagte. "Halte
immer ein Ass im Ärmel. Kann sein, dass Du es nicht brauchst,
aber selbst wenn Du nichts hast, wirst Du immer fühlen, dass Du
etwas hast..."
Angst
Die Angst es zu versuchen
Wird am Ende
Die Tränen
Der Liebe vergießen
"Ich hoffe ich habe Recht damit ...."
Kapitel Neun
Die Toilette war extrem winzig. Es gab nur ein Waschbecken und
ein Abteil mit einer kleinen Tür. Ich ging in das Abteil und schloss
die Tür hinter mir. Ich dachte, dass ich vielleicht nicht die Lotterie-
Informationen hätte erwähnen sollen. Vielleicht hätte ich sie
geheim halten sollen. Andererseits sind da so viele segensreiche
Dinge, die man damit tun konnte. Ich hörte, wie sich die
Toilettentür öffnete und dachte ich hörte einige Schritte. Als sich
die Tür schloss, hörte ich etwas, dass sich wie die Stimme eines
alten Mannes anhörte.
Er sagte, "Habe keine Angst, zu erzählen, was Du weißt. Lass mich
den Rest machen."
"Oh ja, und wer bist Du?" antwortete ich sarkastisch; ich dachte,
dass sich Danny eventuell einen Spaß mit mir erlaubte. Ich öffnete
die Abteiltür und erwartete Danny dort stehen zu sehen, aber es
war niemand da. Ich verließ schnell die Toilette und untersuchte
die Bar, aber da war niemand, außer Danny, Neena und dem alten
Mann, der immer noch an seinem Tisch saß. Ich dachte, dass ein
alter Mann niemals so schnell wieder an seinen Tisch
zurückkommen konnte, und es sah so aus, als hätte er sich
überhaupt nicht bewegt. Danny und Neena starrten auf mich und
wunderten sich, warum ich dort herumstand. Ich ging zurück zu
meinem Barhocker und setzte mich.
"Ist irgendjemand zur Toilette gegangen, als ich drin war?" Beide
schauten auf mich und dann sich an und schüttelten den Kopf.
"Ich hoffe nicht, dass unter Umständen das Zeugs aus der grünen
Flasche zu Halluzinationen führt?" Fragte ich.
"Ich nicht," Danny schüttelte seinen Kopf. "Was ist mit Dir Neena?"
"Ich bin in Ordnung." Sie zuckte mit den Achseln.
"Es ist sehr wahrscheinlich der Scotch, der Stoff ist normalerweise
gut für ein paar rosa Elefanten. Was hast Du gesehen?" fragte
Danny.
"Ich dachte, jemand gehört zu haben, aber es macht nichts. Lass
uns zu den Anweisungen zurückkommen."
"Gute Idee." Danny nahm seinen Stift.
"Nun, wenn Du diese Übungen ausführst, kannst Du zu einem
Punkt kommen, wo Du anfängst Dinge zu hören, etwa Worte oder
Musik, oder einfach Töne. Es kann auch passieren, dass Du an
einem Punkt ankommst, an dem sich Bilder in Deinem Verstand
abzeichnen, aber dass muss Dich nicht stören. Das Beste, was Du
tun kannst, lass es einfach geschehen ohne Dich damit zu
beschäftigen. Die Dinge sind nur Echos Deines Verstandes.
Übrigens ist das auch ein gutes Zeichen, da Du dann sehr nahe
dem bist, wo Du hinwillst."
Ich nippte an meinem Orangensaft um Danny eine Chance zu
geben, mit seinen Notizen fertig zu werden.
"Was sind also diese Visionen und Töne, die man hört?" fragte sie.
"Meine Theorie ist, dass der Verstand, ganz speziell das
Unterbewusstsein, niemals aufhört zu arbeiten. Ich glaube, an
diesem Punkt stellst Du den Kontakt mit dem Unterbewusstsein
her, wichtig ist, nun weiter zu machen, Dir erlauben noch tiefer zu
sinken und nur auf Deine Seele zu konzentrieren, was immer Du
auch siehst und hörst."
Danny schaute von seinen Notizen hoch. "Wie weiß ich, ob ich
meine Seele erreicht habe?"
"Das ist eine gute Frage. Eigentlich erreichst Du sie nach und nach.
Es ist etwas, dass jedes Mal, wenn Du es tust, mehr wird. Aber Du
weißt, wenn Du dort bist. Eines der Zeichen ist, dass Du Dich sehr
friedvoll fühlst, es kann sein, dass Du Dich größer fühlst. Dein
Verstand ist ganz klar. Es ist schwer zu erklären, aber wenn Du
dort bist, da geht nichts drüber. Es kann auch sein, dass Du Dich
mehr dem Universum verbunden und gleichzeitig von den
Alltagssorgen getrennt fühlst. Ich kann es nur so beschreiben. Ich
glaube, es ist bei jedem anders."
Ich machte eine Pause um Danny wieder die Chance zu geben,
seine Notizen fertig zu stellen. Offensichtlich schrieb er jedes
einzelne Wort auf.
"Wie kann Danny nun herausbekommen, wie die Resultate des
Spiels sind?"
"Das ist der spaßige Teil. An diesem Punkt musst Du einige
Entscheidungen fällen, Du kannst eine Menge verschiedener und
faszinierender Dinge tun, von denen ich Euch später noch erzähle,
aber, wenn Du den Weg zur Vorstellung der Spielresultate wählst,
soll es so sein. Nun, alles was ich bis jetzt gesagt habe, müsst Ihr
haargenau befolgen. Der Pfad ist sehr schmal und ihr müsst
konzentriert bleiben."
"Ich bin fertig!" lächelte er.
"OK, hier kannst Du anfangen zu visualisieren. Was ich gerne tue
ist, so zu tun als würde ich in der Zeit vorwärts gehen und mich
zum Lebensmittelladen an der Ecke begeben. Dann stelle ich mir
vor, wie ich zu dem Lotterie-Stand gehe und direkt auf die
Ergebnistafel schaue. Ursprünglich stellte ich mir vor in einem Zug
zu fahren und jede Station entsprach einem Tag in die Zukunft.
Wenn der Zug an dem Tag, zu dem ich wollte anhielt, stieg ich aus
dem Zug aus und ging zum Zeitungsstand und schaute nach den
Resultaten in der Tageszeitung. Aber ich fand heraus, dass ich
manchmal zu sehr meine Vorstellungskraft benutzte. Später
erkannte ich, dass dies so war, weil ich versuchte den Zug zu real
zu machen, als einfach nur das Gefühl zu haben, in einem Zug zu
sein."
"Wie kann ich es unterscheiden, ob ich mir nur etwas einbilde, was
ich sehe?" fragte er.
"Einiges davon wird Einbildung sein; da geht kein Weg dran vorbei.
Die beste Methode, die ich fand, ist, sich den Zug oder den
Lebensmittelladen vorzustellen, was immer Ihr Euch auswählt, und
es dann aber sich nur ganz leicht vorzustellen, so dass es nicht real
wird, sondern nur eine Art Zeitmessmethode. Aber wenn Ihr auf
die Resultate schaut, müsst ihr ganz klar visualisieren und Eure
Vorstellungskraft nur gering einzusetzen. Ihr solltest es auch nicht
zu lange machen. Ich hatte auch gute Ergebnisse als ich einfach
meine Seele fragte, mir die Antworten in meinen Bewusstsein zu
legen. Auf diesem Wege ist es so, als ob Du auf einen Bildschirm
schaust und die Ergebnisse sind dort dargestellt. Es macht auch
nichts verschiedene Dinge auszuprobieren, um herauszufinden,
was am Besten für Dich wirkt. Wenn die Antworten nicht stimmen,
liegt es nicht daran, dass Eure Seele Euch nicht die richtigen
Antworten gibt, sondern ihr die Informationen nicht richtig
empfangt."
"Wie lange hast Du gebraucht, um das zu erreichen?" fragte sie.
"Ungefähr zehn Tage."
"Das ist nicht schlecht," sagte er.
"Ihr müsst wissen, dass ich zu dieser Zeit arbeitslos war und die
meiste Zeit des Tages daran arbeitete. Da sind noch ein paar
untergeordnete Dinge, die Ihr wissen solltet. Nicht alle Antworten,
die Ihr bekommt sind korrekt, aus verschiedenen Gründen. Die
Zukunft ist nicht in Stein gemeißelt und kann sich jederzeit ändern.
Also versuchte ich die Ergebnisse von sechs bis zehn verschiedenen
Spielen zu erhalten. Später dann schaute ich mir die Antworten an
und verglich sie mit dem, was ich gewählt hätte. Daraus habe ich
dann zwei oder drei Spiele ausgewählt und diese gespielt.
Manchmal, wenn ich fühlte, dass ich einen guten Tag hatte und die
Information sehr klar war, habe ich mehrere Spiele gespielt, aber
nur, wenn das Gefühl in Ordnung war. Außerdem machte ich sehr
kleine Wetten und Kombinationen. Sagen wir ich hatte zehn Spiele.
Dann spielte ich drei oder vier Spiele auf drei oder vier Losen.
Wenn ein Fehler bei dieser Methode dabei ist, konnten die Gewinne
immer noch die Verluste übersteigen."
"Es scheint so einfach zu sein, aber ich sehe, dass da doch etwas
Arbeit dazugehört. Also ist das alles, was es gibt?" fragte er.
"Das ist alles!" antwortete ich. "Vielleicht noch eine Sache. Hüte
Dich vor dem Anfängerglück!"
"Was heißt das?"
"Wirst Du sehen."
"He, das ist ..."
"Ich sehe es!" sagte Neena, aufrecht auf ihrem Hocker sitzend. "Oh
Gott, das ist ... Toll, beinahe hätte ich es verpasst! Kannst Du es
nicht sehen, Danny?"
"Halt! Wenn jemand es nicht sehen kann, dann ist er nicht bereit.
Man darf es nicht erklären."
Sie legte ihre Hand über ihren Mund und lächelte. "Ich sage kein
Wort"
"Das ist nicht lustig." Danny sprang von seinem Hocker und nahm
seine Notizen.
Ich lächelte so sehr, dass ich beinahe meine Lippen an meinem Ohr
spüren konnte.
Er schaute von seinen Notizen auf zu mir. "Wer denkst Du wer Du
bist? Der Spielleiter?"
Während ich versuchte, das Grinsen auf meinem Gesicht zu
kontrollieren, dachte ich für mich, ‚Ich bin nicht der Spielleiter,
aber ich habe zur Zeit mehr als eine Karte.' Wenn Du mit dem
Universum in der richtigen Art und Weise spielst, was bedeutet, mit
Respekt, Liebe und Güte, dann gibt das Universum Dir mehr
Karten. Ich habe gehört, wenn Du ein ganzes Kartenspiel hast,
lässt Dich das Universum auch einmal Spielleiter spielen. Das ist
mehr Verantwortung, als ich dran interessiert bin und ich stelle mir
vor, wenn eine Person so viele Karten erhält, müsste diese sehr
geeignet sein, um einen Unterschied auf dieser Welt machen zu
können. Ich vermute jemand wie Mutter Teresa hatte bestimmt ein
paar Kartenspiele. Es ist schwer zu sagen; alles was ich weiß ist,
dass drei oder vier Karten Dich weit bringen können.
Das innere Kind
Hast Du je bemerkt
Das in jedem Erwachsenkörper
Ein Kind ist
Das tritt, um heraus zu kommen?
Möglicherweise sollten wir sie herauslassen
Bevor sie alles zerstören.
Kapitel Zehn
Danny war völlig außer sich, wegen dem kleinen Geheimnis, dass
Neena und ich hatten. Ich sagte ihm, dass da noch einige Hinweise
im Rest der Geschichte seien. Das beruhigte ihn für den
Augenblick. Es ist nicht wirklich ein Geheimnis, sondern es ist eines
der Dinge, wenn Du sie zu erklären versuchst, wird es im Hirn der
Person verformt und in dem Augenblick, in dem es verformt wurde,
ist es nicht mehr das, was es einmal war. Einige Dinge im
Universum kann man nicht in Worte fassen. Es zu versuchen,
zerstört es im gleichen Moment und endet gewissermaßen in etwas
völlig Unbrauchbarem. Das größte Problem, wenn Du versuchst es
jemand zu erzählen, werden sie es verformen und später, wenn sie
die Information noch einmal in ihrer wahren Form erfahren, werden
sie auch diese automatisch verformen und so wird die Information
verloren sein.
Ich schaute Danny an. "Bevor ich den Rest der Geschichte weiter
erzähle, sollte ich Euch etwas, dass ich vergessen hatte zu
erzählen, sagen, ist mir gerade eingefallen."
"Das ist eine Überraschung," Grinste Danny sarkastisch.
"Das ist wirklich sehr wichtig, speziell, wenn Du Probleme hast, sich
auf Deine Seele zu konzentrieren. Ich habe über die Jahre eine
Menge Bücher über Östliche Meditation gelesen und viele davon
erwähnten verschiedene Bereiche in Deinem Bewusstsein in denen
Du meditieren kannst, aber keines erwähnte das Stammhirn. Es ist
ungefähr so. Ich mag es nicht in dunkle Keller zu gehen, auch
wenn dort Licht ist, weil es dort noch genug dunkle Stellen gibt, an
denen sich die Kellergeister verstecken können. Ich habe
herausgefunden, wie ich am Besten mit dunklen Kellern umgehe,
ich stelle ein Licht in die dunkelste Ecke. Das Gehirn arbeitet
ungefähr genau so."
Aus irgendeinem Grund dachte Neena, dass dies amüsant wäre.
"Wenn Du versuchst, Dich auf Deine Seele zu konzentrieren,
benutzt Du irgendwie das, was einige Yogi das höhere Bewusstsein
nennen. Aber Teile Deines Bewusstseins versuchen andere
Gedanken nach oben zu bringen. Das ist etwas, mit dem ich immer
zu kämpfen hatte. Die Frage war, welcher Teil des Bewusstseins tat
dies? Also habe ich mir die Teile des Bewusstseins, die die
Meditationsbücher erwähnten, einmal angeschaut. Ich schaue
immer nach sonderbaren Dingen, Dingen, bei denen etwas nicht
passt, aber die sehr normal aussehen, zu normal."
"Was meinst Du?" fragte sie neugierig.
"Sieh Dir die östlichen Schriften der Yogi und Meister an. Wenn Du
Ihnen eine Frage stellst, bekommst Du nur eine kurze Antwort,
gibst Du ihnen aber Papier und Stift in die Hand, dann schreiben
Sie los, bis die Welt untergeht (Im Original, leider im Deutsch nicht
verständlich: bis die Kühe nach Hause kommen.). Irgendwie
inkonsequent, oder?"
"Glaubst Du das dies etwas bedeutet." Fragte Danny.
Ich nickte mit dem Kopf. "Wenn etwas vorhanden ist, bedeutet es
etwas. Was ist z.B. mit der Tatsache, dass alle verschiedenen
Rassen angehören und aus verschiedenen Ländern kommen, aber
die Schreibmuster alle gleich sind? Ich grübelte über die Tatsache,
dass sie Hunderte und Aberhunderte von Seiten schreiben, die
nichts aussagen. Nicht nur, dass sie alles wieder und wieder
schreiben und alles immer dasselbe ist, nur die Sichtweise und
Behandlung ist unterschiedlich. Lasst es uns so sehen, sie müssen
in einer Art Code schreiben und wenn sie alle den Code kennen,
kann es nicht schwierig sein, den Code zu dechiffrieren. Wenn
jemand zehn Bücher schreiben kann, ohne etwas auszusagen, ist
das faszinierend, denn das heißt, dass sie zwischen den Zeilen
schreiben. Also schaute ich nach Plätzen, bei denen sie sagten, es
lohnt sich nicht zu schauen und grub an Plätzen, die sie nicht
einmal erwähnten ..."
"Alles in Allem, wenn Du einen Schatz hast und willst jemand
davon erzählen, und nur sagen wo er ist oder wie er zu heben ist,
wenn sie Dir folgen, dann musst Du schon ein gutes Netz spinnen."
"Also, das Problem, dass ich fand war, wenn Du Deine Seele oder
den größeren Teil von Dir nicht erreichen kannst, ohne Deinen
Verstand, der wie ein Huhn gackert, das ein Ei gelegt hat,
auszuschalten und der Schlüssel dazu ist, dass dies das einzige ist,
was sie anscheinend weggelassen haben. Dann schalte es aus und
Du bist drin."
Eine Minute lang war ich stolz auf mich, dann erkannte ich, dass ich
mich wie ein Hahn auf dem Pfosten benahm, der seine Hühner
angaggerte und prahlte. Junge, ich hasse, wenn so etwas passiert.
"Du musst ja richtig stolz auf Dich gewesen sein, all dies
herausgefunden zu haben." Sagte sie, den Dorn noch tiefer
drückend.
"Ich habe schon Meditation probiert und hatte immer Probleme mit
Gedanken, die sich einschlichen. Wie kann ich die abschalten?"
fragte er.
"Das ist ein Kinderspiel. Erst entspanne Dich und werde ruhig,
dann, nur für eine Minute, stelle Dir vor, dass ein Lichtstrahl von
Deiner Seele und direkt von der Oberseite Deines Kopfes kommt,
der alles mit einem sehr hellen Licht erleuchtet. Nicht mehr
visualisieren, sondern nur noch im Hinterkopf behalten. Ungefähr
so, als wäre da ein Zimmermann auf Deinem Dach, der es
reparierte. Du musst nicht den ganzen Tag da stehen und ihm
zusehen, es reicht, wenn Du weißt, dass er da ist. In nicht ganz so
vielen Worten, lasse das Licht wo es ist, ohne Dir es immer wieder
vorzustellen. Das hält die Zone sehr beschäftigt. Ich weiß nicht,
was diese Zone des Gehirnes eigentlich tun soll, aber ich weiß,
dass es wirkt, und das ist alles, was zu diesem Zeitpunkt zählt."
"Danny erzähl Klaus von den Kellergeistern." Wechselte Neena das
Thema.
Er schüttelte den Kopf. Die Angst schaute ihm aus den Augen.
Neena beugte sich zu mir. "Wir haben hier einen Keller, aber Danny
geht nicht dort hin, weil er denkt, dass es dort Monster gibt.
Möchtest Du einmal schauen?"
"Ich denke nicht ... Wenn Danny sagt, dass Monster im Keller sind,
ist das gut genug für mich."
Sie lachte. "Ihr Männer seid alle gleich! Ihr macht viel Lärm, aber
wenn der Wolf kommt, seid ihr nirgends zu finden."
Ich entschied mich diesen Kommentar zu überhören und dachte,
wo ich war, bevor ich abgelenkt wurde.
Geheimnisse des Universums
Der Schlüssel
Gedanke, Vertrauen
Das Schloss
Tat, Liebe
Die Tür
Ergebnis, Freude
Das Spiel
Beharren.
Kapitel Elf
"Während dieser sechs Wochen haben seltsame Dinge ihren Anfang
genommen. Ich konnte sie nicht erklären, aber meine
Aufmerksamkeit war gestiegen und ich wurde viel sensibler für das,
was um mich herum vor sich ging. Ich wollte diesen Dingen
wirklich nicht begegnen, also dachte ich, das Beste, was Du tun
kannst, ist, sie einfach zu ignorieren. Es begann alles ganz
langsam. Erst fühlte ich, dass ich beobachtet wurde. Du kennst das
Gefühl; es ist, als ob Dich jemand anstarrt. Meistens fühlte ich es
nachts, also fing ich an, die Lichter anzulassen. Das Nächste was
passierte, war ebenfalls abends. Ich saß mit meinem Hund Rudy im
Wohnzimmer und manchmal setzte er sich einfach hoch, stellte
seine Ohren auf und starrte zur Mitte des Raumes, als ob er auf
etwas schauen würde. Er tat dies die Wochen über sehr oft. Ich
konnte nie etwas sehen oder hören, aber manchmal fühlte ich
deutlich, dass mich etwas anstarrte. Das Interessanteste war, dass,
wenn Rudy sich entschied, den Raum zu verlassen, ging er um die
Stelle herum, die er immer anstarrte, obwohl er normalerweise
dort geradeaus geht."
"Das Nächste, was passierte war, dass Sachen sich bewegten. Zum
Beispiel, wenn ich etwas irgendwo hinstelle, vielleicht eine Tasse
oder ein Buch, ist es später irgendwo anders. Ich versuchte mir
selbst einzureden, dass ich unaufmerksam gewesen wäre, aber
irgendwo im meinem Hinterkopf wusste ich, dass das nicht das
Problem war. Ich lebe sehr einfach mit nur ein paar Sachen, aber
die Sachen, die ich habe, sind immer auf ihrem Platz. Eines
nachmittags legte ich mich für meine Meditation hin um meine
Wetten auszuwählen, aber ich hatte vergessen, die Heizung höher
zu stellen. Wenn ich in eine sehr tiefe Meditation gehe, sinkt meine
Körpertemperatur ziemlich ab. Ich begann schon mit der
Entspannung, als ich fühle, dass ich kalt wurde. Ich wollte nicht
aufstehen und wieder von vorne anfangen. Da hörte ich die
Feuerung angehen und dachte, ich hätte den Thermostat
hochgestellt und habe meine Meditation fortgesetzt. Als ich damit
fertig war, war das Haus extrem heiß. Nachdem ich aufgestanden
war, ging ich zum Thermostat, um ihn herunter zu drehen, aber als
ich auf ihn sah, bemerkte ich, dass ich ihn nie hochgedreht hatte.
Es stand auf unter 21 Grad, aber die Raumtemperatur hatte 27
Grad erreicht, und während ich auf den Thermostat schaute, hörte
ich die Heizung ausgehen."
"Diese sechs Wochen lang hatte ich auch einige seltsame Träume.
In zwei von ihnen erinnere ich mich daran mit einem Engel
gesprochen zu haben, aber ich kann mich nicht mehr genau an den
Traum erinnern oder über was gesprochen wurde. Ich hatte auch
einige Träume, in denen ich Schwertkämpfe focht, aber ich
erinnere mich nicht an Details. Normalerweise war ich fasziniert,
wenn so etwas passierte, aber ich wollte mich darauf
konzentrieren, die richtigen Sportresultate zu erhalten."
"Hier nahmen die Dinge eine neue Richtung," sagte ich. "Etwa die
letzte Woche hatte ich Schwierigkeiten die Resultate zu sehen. Ich
konnte die Seite sehen, hatte aber Probleme die Ergebnisse zu
sehen. Es war, als ob jemand seine Daumen über die Ergebnisse
gelegt hätte. Als ich meine Aufmerksamkeit auf eine andere Stelle
der Ergebnisseite lenkte, folgte dem eine dunkle Stelle. Ich hatte
immer noch Erfolg, aber es benötigte viel Zeit und Konzentration.
Ich dachte, dass sind nur meine eigenen Zweifel, die dort stören,
was nicht ungewöhnlich ist. Es wurde jeden Tag schwieriger und
schwieriger und ich bemühte mich jeden Tag mehr. Ich ließ nicht
zu, dass ein kleines Problem wie dieses, meine ganzen
Errungenschaften zerstörte. Ich dachte, dass ich die letzten
Wochen etwas nachlässig geworden bin und nicht tief genug in
meinen Meditationen ging. Also bemühte ich mich jedes Mal sehr,
wenn ich anfing zu meditieren, noch tiefer zu gehen. Während
dieser Zeit kaufte ich ein paar Ohrenschützer ... die Art, die
Bauarbeiter tragen, wenn sie an lauten Maschinen arbeiten. Die
Ohrenschützer machten einen großen Unterschied in meiner
Fähigkeit mich zu konzentrieren. Ich hatte auch eine Schlafmaske
gekauft, um sie mir auf meine Augen zu setzen. Mit der
Schlafmaske und den Ohrenschützern war es mir möglich, viel
tiefer zu gehen, ohne gestört zu werden. Ich benutze sie heute
noch, weil, wenn jemand die Tür knallt oder etwas fallen lässt,
werde ich nicht aus welchem Stadium ich auch immer sein mag,
herausgerissen."
"6. November," Ich machte eine Pause um an meiner Zigarette zu
ziehen. "An diesem Tag ging die Scheiße los."
"Ich bin nicht blind. Ich sah es kommen, aber das hatte ich nicht
erwartet."
Ich konnte an Dannys Gesicht sehen, das dies ihn nervös machte.
"Wisst ihr was, mir fällt gerade ein, dass ich vergessen habe Euch
etwas zu sagen! Es ist ein großes Stück des Puzzles. Ich denke es
ist einer der Hauptschlüssel."
"Bist Du verrückt?" fragte Danny. "Du lässt uns so gespannt
hängen?"
Sie lachte. "Gib ihm noch ein Schuss von dem guten Stoff. Das hält
seine Lippe in Bewegung."
"Gebt mir noch eine Minute, das ist wirklich wichtig," sage ich
genau wissend, dass Danny irritiert war, wahrscheinlich weil er
dachte, dass dies etwas mit der Lotterie zu tun hatte und er
überlegte, er würde nicht in der Lage sein, es zu versuchen.
Er stieg vom Hocker, nahm ein Glas, warf einige Eiswürfel hinein,
nahm die Flasche und goss das Glas ganz voll.
Sie lachte.
Er stellte das Glas vor mich hin und die geöffnete Flasche daneben.
"Hier, nun lasst uns diese Lippen sich bewegen sehen!" Er setzte
sich wieder auf seinen Hocker.
Ich dachte bei mir, ‚Ich weiß nicht, was für ein Spiel das Universum
gerade spielt, aber ich werde es herausbekommen, bevor die Nacht
vorüber ist.' Ich schaute über meine Schulter, um zu sehen, ob der
alte Mann immer noch am Tisch saß. Er war da. Er hatte sich nicht
einen Zentimeter bewegt, noch hat irgendjemand versucht, ihn zu
bedienen. Das war seltsam. Ich wollte etwas sagen, entschied mich
aber dafür, ihn in Ruhe zu lassen und zu sehen, was passiert.
Ich wandte mich zu Neena. "Drei Wochen nachdem ich das erste
Mal in der Lottiere gewann, dachte ich, es wäre eine gute Idee in
die Zukunft zu reisen, um zu sehen, was mein Zukunftsselbst
macht. Ich dachte, wenn ich in die Zukunft reisen kann, um die
Sportergebnisse zu sehen, kann ich auch dorthin reisen, um zu
sehen, wie meine Zukunft aussieht. Ich benötigte drei oder vier
Versuche, genau kann ich mich nicht erinnern, aber immerhin
schaffte ich es."
"Ich fand das heraus, als ich in die Zukunft schauen wollte, es kann
eine Weile dauern, bis das Bild in meinem Kopf komplett
vorhanden ist. Zuerst sah ich was, dass so aussah wie ich selbst im
Liegestuhl vor einer Feuerstelle liegend. Als nächstes bildeten sich
etwas Gras und einige Bäume und verschiedene andere Dinge. Ich
dachte erst, er sitzt vielleicht irgendwo im Wald. Aber dann
erschien 5 bis 10 Meter hinter ihm eine Blockhütte oder ein
Sommerhaus. Ich schaute direkt auf mein Zukunftsselbst als ich
bemerkte, dass er mich anstarrte und gleichzeitig sah ich, dass ein
Engel in einem anderen Liegestuhl bei ihm saß. Ich versuchte
meine Vision klarer zu machen und alles zu entfernen, was
möglicherweise von meiner Einbildung beeinflusst wurde.
Gleichzeitig versuchte ich mein Wahrnehmungsvermögen zu
verbessern, mein Zukunftsselbst deutete auf mich, schaute zum
Engel und dann wieder zu mir und sagte, ‚Ich kann nicht glauben,
dass er es endlich geschafft hat!' Beide fingen an laut zu lachen."
"Aus irgendeinem Grund konnte ich mich nicht dort halten und
wurde sofort in meinen normalen Wach-Zustand zurück geholt. Ich
setzte mich in meinem Bett auf und dachte für eine Weile darüber
nach. Ich entschied mich, dass ich mir das alles nur vorgestellt
hätte, oder zumindest einen Teil davon. Ich entschied, es
irgendwann später noch einmal zu versuchen, habe aber nie mehr
die Chance erhalten."
Die Spaß-Karte
Ich nenne sie die Spaß-Karte auch wenn es kein Spaß ist. Sie ist
der Grund, warum ich dieses Spiel nie spielen wollte. Ich fand
dieses Spiel, als ich noch ziemlich jung was und zur selben Zeit
erkannte ich, dass ich eine dieser Karten hatte. Das kann ein
richtiges Problem werden, ganz besonders, wenn Du sie nicht
verstehst. Ich habe eine Menge Leute gesehen, die diese Karte
hatten und habe die Probleme gesehen, die diese Karte hervorruft.
Einer der größten Kernpunkte dieser Karte ist, dass Du keine
Chance hast. Das Universum gibt Dir eine, das ist es dann. Du
kannst sie nicht ablegen. Du kannst nicht wegrennen und Du
kannst Dich nicht verstecken und es gibt keinen Weg, sie zu
bekämpfen. Ich glaube es gibt eine Wahl, aber die wird von
Deinem höheren Selbst getroffen. Ist diese Entscheidung gefällt,
fertig! Diese Karte kann verschiedene Aspekte für verschiedene
Leute haben, aber hauptsächlich, diese Karte spielt Dich. Du spielst
nicht sie. Du fragst Dich bestimmt, was tut diese Karte? Wenn Du
eine dieser Karten hast, wirst Du, so oder so, dahin gebracht etwas
im diesem Leben zu tun, das einen Unterschied macht.
Unglücklicherweise kann ich das nicht näher für Euch erklären.
Viele Jahre her, ging ich zu einer begnadeten Person um ihre Hilfe
zu erbitten. Ich fragte sie, "Was ist los mit meinem Leben? Ich
versuche in eine bestimmte Richtung zu gehen und es sieht so aus,
als ob das Universum mich in eine andere Richtung wirft. Wie kann
ich das bekämpfen?" Sie sagte, "Du hast die Karte, und Du weißt
es, aber Du hast Dich entschieden zu kämpfen und Du wirst
verlieren! Es gibt nichts, was ich für Dich tun kann." Ich war
wütend und antwortete, "Ich werde bis zum Ende kämpfen. Ich
stehe dagegen und werde gewinnen." Als ich raus ging, hörte ich
sie sagen; "Du wirst verlieren."
Du fragst Dich sicher, warum jemand diese Karte bekämpfen will.
Um ganz ehrlich zu sein, es gibt nur wenige Leute, die diese Karte
haben und sie nicht bekämpfen.
Warum? Weil diese Karte führt Dich, wie es aussieht, auf total
unlogische Pfade, Du wirst in Richtungen gelenkt, die absolut
keinen Sinn machen. Diese Karte ist keine Landkarte; alles was Du
siehst ist eine Anweisung. Es wird Deinen Glauben zu einer
absoluten Grenze treiben, oder darüber hinaus. Warum? Es würde
für mich zu lange dauern, es zu erklären, und ich bin mir auch
nicht sicher, ob meine Theorie richtig ist. Ich kann Euch einen
Hinweis geben: Wenn Ihr dieses Buch fertig gelesen habt, schaut
an, wie sich Euch alles entfaltet hat, und Ihr werdet sehen, dass
dieses Buch meine Karte ist, und das Spiel ist noch nicht zu Ende.
Wie weißt Du, ob Du so eine Karte hast? Hier einige Hinweise:
Erstens: Du wirst irgendwie fühlen, dass Du etwas nützlicheres mit
Deinem Leben tun musst oder dass da etwas wichtigeres gibt als in
den Tag hinein zu leben, aber Du weißt nicht, was es ist.
Zweitens: Du hast die Empfindung, dass Du dringend etwas tun
müsstest, aber Du weißt nicht was.
Drittens: Irgendwie wirst Du in bestimmte Richtungen geschubst
und wenn Du versuchst, in eine andere Richtung zu gehen, bricht
die Hölle los.
Viertens: Du fühlst Dich, als ob Du immerwährend nach etwas
suchst oder Du nach etwas Verlangen hast, aber Du bist Dir nicht
sicher, nach was.
Nun, nimm Dir einen Moment Zeit und werde ganz ruhig. Denke
nach. Hast Du eine dieser Karten?
Erspare Dir die Qual sie zu bekämpfen.
Ich war dort, hab es getan, hat mir nicht gefallen.
P.S.: Die Karte kann auch zeitversetzt agieren. In anderen Worten,
sie ist da, aber hat noch nicht die volle Wirkung, aber die
Auswirkungen werden von der Person, die diese Karte hat, schon
gefühlt.
Der Spielleiter
Die Spieler
Die Autoren
Die Leser
Alle sind im Spiel.
Kapitel Zwölf
"Bevor ich Euch den Rest erzähle," sagte ich, "müsst Ihr verstehen
das am 6. November mein ganzes Leben total umgekrempelt
wurde. Auch wenn ich mich fast an alles erinnern kann, könnten
einige Sachen nicht korrekt sein, oder in der Reihenfolge, in der sie
sich ereigneten."
"Er hält uns hin, oder irre ich mich?" fragte Danny Neena.
"Oh, er hält uns hin, spitzenmäßig," sagte sie.
"Nein, nicht wirklich," antwortete ich. "Ich versuche nur alle
Optionen offen zu halten, ich möchte absolut keine
Missverständnisse aufkommen lassen."
Sie saßen ruhig da und starrten auf mich. Es sah fast so aus, als
wollten sie, dass ich mich schuldig fühlte. Als würde das
funktionieren? Ein seltsamer Schaudern lief mir den Rücken hoch
und oben aus dem Kopf heraus. Ich hatte das komische Gefühl, das
ich eventuell mein Glück herausforderte.
"Normalerweise gehe ich ziemlich früh am Morgen zum Laden, um
die Ergebnisse und die Liste der Tagesspiele zu holen. Aber ich
hatte nach einer ruhelosen Nacht verschlafen. Ebenso hatte ich aus
irgendeinem Grunde das Gefühl, dass ich es heute nicht tun wollte.
Irgendetwas war mit mir nicht in Ordnung. Nach dem Mittagessen
ging ich mit Rudy spazieren und auf dem Rückweg vom Park
gingen wir in einen Laden, um die Sportinformationen zu holen. Ich
hatte noch eine Menge Zeit, da die Wetten bis fünf oder sechs Uhr
abends erst abgegeben sein mussten. Nach einem langen
Spaziergang in eine tiefe Meditation zu gehen, schien
ausgesprochen gut zu wirken. Also, sobald wir nach Hause kamen,
ging ich in mein Schlafzimmer, um mich hinzulegen. Ich behielt die
Liste der Spiele in einer Hand um sie noch zu studieren, bevor ich
meine Augen schloss. Ich halte immer einen Stift und einen
Notizblock auf meiner rechten Seite, dass ich die Ergebnisse
aufschreiben kann, ohne aufzustehen. Ich hatte meine Schlafmaske
und meine Ohrschützer an, also gab es wenig Möglichkeit, gestört
zu werden. Da war ich also, in meinem Bett liegend, langsam
entspannend und tiefer gehend. Wegen der Schwierigkeiten, die ich
in den vergangenen Tagen hatte, dauerte der ganze Prozess
mindestens zwei Stunden. Ich hatte gerade den Punkt erreicht, an
dem mein Körper gefühllos wurde, als ich hörte, als ob jemand sich
räusperte. Ich dachte es wäre Rudy. Ich machte weiter und ein
paar Minuten später gab es einen Schlag unter meinem Bett. Laute
Geräusche, wie dieses machen, mich normalerweise total wach, so,
dass ich wieder von vorne anfangen muss. Dieses Mal dachte ich,
dass es die hölzerne Auflage der Matratze sei. Manchmal, wenn ich
Probleme mit der Entspannung habe zähle ich von hundert bis eins
und das hilft mir mich zu entspannen, wenn mein Verstand mich
nicht lassen will. Ich begann langsam rückwärts zu zählen und
nach ein paar Zahlen hätte ich schwören können, dass
irgendjemand mit mir zählte. Ich hielt an und lauschte, konnte
aber nichts hören. Also fing ich wieder zu zählen an und nach ein
oder zwei Zahlen konnte ich eine sehr leise Stimme hören, die mit
mir zählte. Ich dachte, dass ich mir vielleicht Dinge einbildete und
entschied mich, das Zählen zu überspringen und einfach zu liegen
bis mein Körper eingeschlafen wäre. Ich war gerade an dem Punkt,
an dem mein Körper normalerweise weggleitet und sich alle meine
körperlichen Wahrnehmungen und mein Gehör verlieren, als etwas
mein Bett fest genug anstieß, um es zum Beben zu bringen. Also
setzte ich mich und nahm meine Schlafmaske ab. Aber was ich
sah, war kein Freund von mir. In der Tat, ich konnte nicht glauben,
was ich sah. Mein Herz klopfte so laut, dass ich dachte, es würde
mir ein Loch in die Brust reißen."
"Ich war Angesicht zu Angesicht mit einem Engel, einem großen
Engel, mindest zwei Meter groß. Er klopfte sich den Staub ab und
sagte irgendwas wie, ‚He, wischst Du nie Staub dort unten? Wir
haben hier große Staubprobleme, mein Freund.' Ich hatte immer
noch meine Ohrschützer an und konnte keine Stimme hören,
konnte aber das, was er sagte, klar und deutlich in meinem Kopf
verstehen."
Ich pausierte für einen Augenblick, um eine weitere Zigarette aus
meiner Packung zu holen. Neena und Danny schienen in der Zeit
eingefroren zu sein. Aus dem Ausdruck auf Dannys Gesicht konnte
ich sehen, dass er dachte, der Engel wollte einen Streifen von mir
reißen. Ich steckte mir die Zigarette an.
"'Das ist nicht die Art und Weise, wie ich erwartete, einen Engel zu
sprechen hören.' Sagte ich. Mein Körper war erfroren, aber mein
Herz und mein Verstand sind Millionen Stundenkilometer schnell
gelaufen. Ich weiß nicht, wie lange wir uns anstarrten. Er lächelte,
aber ich denke, ich nicht. Gedanken rasten durch meinen Kopf. Ich
dachte, dass kann nicht wahr sein. Vielleicht ist er hier, um mit mir
abzurechnen, vielleicht durfte ich nicht mit dem Yogi-Zeugs die
Lotterie gewinnen. Kann sein, dass das Universum die Geduld mit
mir verloren hat. Eventuell ist der Engel geschickt worden, um mir
das klar zu machen. Mein ganzer Körper fing an zu zittern. Ich
hatte schon Angst, aber noch so wie jetzt. Ich dachte, vielleicht
springe ich aus dem Fenster, habe aber überlegt, das dies nicht
gehen würde. Er war zu nahe an der Tür um in der Lage zu sein, an
ihm vorbeizukommen. Ich konnte einen Teil von mir schreien
hören. Du musst hier raus, mach das Du weg kommst! Spiel
weiter, sagte ich zu mir selbst, das ist es, spiel weiter. So komme
ich da raus. Ich sage Hallo und spiele den Coolen."
"Irgendwie gelang es mir ein Wort zu sagen ‚Hi.'"
"Er beugte sich vor zu mir. ‚Gut, was ist das? Er redet! Meine Güte,
entspanne Dich. Ich denke Deine Augen fallen bald aus ihren
Höhlen.'"
"Als ich mich gerade mit der Situation angefreundet hatte, schrie er
‚Buh!'"
"Irgendetwas in mir knickte einfach."
Ihre Gesichter waren erstarrt.
"Der Engel lächelte. ‚Also, Du atmest ja wieder, warum setzen wir
uns nicht und unterhalten uns ein bisschen?'"
"Das war's. Ich flippte aus, sprang hoch und schoss auf ihn zu.
Wenn ich mich irgendwo nicht rausreden kann, kämpfe ich. Ich
ging geradewegs durch ihn hindurch, mit dem Kopf an die Wand."
Ich pausierte wieder um einen Schluck meines Scotches und ein
paar Züge von meiner Zigarette zu nehmen. Sogar jetzt, wo ich
nur davon erzähle, schlägt mein Herz wie wild.
Danny schüttelte seinen Kopf. "Bist Du verrückt? Du wolltest einen
Engel angreifen?"
Neena brach in Lachen aus und Danny und mir blieb nichts andres
übrig, als in ihr Lachen einzustimmen.
Einen Baum fällen
Ich erinnere mich, als ich noch kleiner, jünger, schneller und mein
Schwert schnell war.
Eines meiner Lieblingsspiele war der Schwertkampf mit Bäumen.
Du denkst vielleicht, dass Bäume keine starken Gegner seien, aber
sie sind es. Es ist nur eine Frage, die Richtigen auszuwählen.
In jedem Wald sind mindestens ein halbes Dutzend davon, da
wird's kompliziert. Einige Bäume haben extrem flexible Schwerter
und man muss vorsichtig sein nicht zu viel Kraft einzusetzen, da sie
sonst mit doppelter Geschwindigkeit zurückschlagen.
Andererseits ist es nur halb so schlimm mit einem flexiblen Schwert
getroffen zu werden als von einem Starren. Diese harten starren
Schwerter brechen Dein Schwert in der Mitte kaputt in der Hitze
des Kampfes. Dann steckst Du fest. Das einzige, was Du dann tun
kannst, ist rennen und hoffen, dass dir ein anderer Baum sein
Schwert gibt. Das heißt, wenn Du nicht schon mit einem Schwert
im Rücken herumtaumelst.
Noch heute erinnere ich mich an mein Kampfgeschrei als ich in den
Wald ging.
Und ich hörte den Ruf, "Komm her alter Mann, wir wagen es mit
Dir!"
Als mein Herz erwachte und mein Adrenalin pumpte, bewegte ich
mich schnell.
Aber es ist nur still, wenn ich sie umarme und meine Liebe
darbiete.
Ja, vielmals bin ich verwundet worden, als ich dies tat; Diese
Narben trage ich mit Stolz und Ehre.
Fordere mich heraus und ich schwöre bei meinem Leben:
Ich werde die ganze Liebe aus deinen Poren quetschen.
In Liebe, für meine Freunde, die Bäume.
Kapitel Dreizehn
Meine Glückszahl
"Ich habe noch nie von jemand gehört, der einen Kampf mit einem
Engel aufnimmt. Wenn Du dachtest Du wärst in Schwierigkeiten,
warum wolltest Du es dann schlimmer machen." Danny schüttelte
seinen Kopf und wischte sich immer noch die Tränen von seinen
Augen.
Ich zuckte mit den Schultern. "Ich weiß wirklich nicht, was in mich
gefahren ist, außer dass ich zu Tode erschreckt war. Ich erinnere
mich daran, als er sich vorbeugte und ‚Buh' schrie, was ich laut und
deutlich hören konnte, trotz der Ohrschützer, die ich anhatte. Ich
bin einfach ausgeflippt."
"Was passierte dann?" fragte sie.
"Ich traf die Wand mit meinem Kopf, das ist alles, an was ich mich
erinnere. Es hat mich kalt erwischt. Als ich zu mir kam, saß ich
nach vorn hängend in meinem Stuhl im Wohnzimmer. Er saß auf
dem Sofa. Als ich wieder ganz bei mir war, stellte ich fest, dass ich
durch ihn hindurchsehen konnte. Als ich nach meinem Kopf griff
war ich überrascht, dass ich keine Beule hatte, nicht einmal eine
wunde Stelle und auch keine Kopfschmerzen. Ich fühlte mich so,
als hätte ich nur lange geschlafen. Aber es herrschte eine
lähmende Stille; Mein Verstand war ruhig und mein Körper
entspannt. Es gab keinen Zweifel bei mir, dass ich gegen die Wand
geknallt war, weil, wenn Du so hart gegen etwas stößt, gibt es ein
bestimmtes unbeschreibliches Geräusch, das Du hörst, kurz bevor
die Lichter ausgehen. Ich erinnere mich, dass ich auf die
Armbanduhr schaute. Es war beinahe 18:30 Uhr. Ich war mir
sicher, dass es erst 14:30 Uhr war, als ich mich hinlegte, um an
meinen Wetten zu arbeiten."
"Ich schaute zum Engel hinüber und fragte. ‚Wer bist Du?'"
"Es ist doch offensichtlich, oder?"
"Ich habe nur auf ihn gestarrt. Mein Verstand war zu betäubt um
damit fertig zu werden. Der Gedanke, dass ich vielleicht träume,
kam mir in den Sinn."
"'Lass mich Dir einen Hinweis geben.' Grinste er und aus
irgendeinem sonderbaren Grund sah das Grinsen sehr bekannt
aus."
"'Flügel. Siehst Du?' Er breitete seine Flügel aus, dass ich sie
besser sehen konnte. Und schau, Federn! Und sieh, ich leuchte und
kann machen, dass die Lichter an- und ausgehen.'"
"Ich hatte gar nicht bemerkt, dass das Licht an war. Ich saß nur da
und starrte ihn an."
"'Warte, noch nicht raten. Schau, es gibt einen Schein und mehr.
Ich kann schweben: ich kann mich selbst ganz klein und ganz groß
machen ... Okay, dreimal darfst Du raten.'"
"Mein Verstand und mein Körper bewegten sich in Zeitlupe. Er saß
nur da, während ich meine Gedanken ordnete. Er sah so vertraut
aus. Endlich fragte ich ihn, warum ich fühle, als ob ich ihn kennen
würde. Als ich diese Frage stellte, bemerkte ich, dass ich auch in
Zeitlupe sprach."
"'Wau, Du hast den Nagel auf den Kopf getroffen! Oder lasst es uns
anders ausdrücken, in Deinem Fall hast Du die Wand mit dem Kopf
getroffen,' lachte er."
"Das Licht in meinem Kopf ging an. Für eine Sekunde ging mir
etwas durch den Kopf, auch wenn es keinen Sinn machte."
"Ich deutete auf ihn. ‚Sneaky.'"
"'Wer immer auch behauptet, dass mit dem Kopf gegen die Wand
zu knallen keinen Zweck hat, ist Dir nie begegnet. Wir reden hier
von der Genie-Ebene, mein Freund."
"Ich hatte keine Zeit zu erwidern weil soeben in meinem Kopf eine
Tür aufging. Mein Kopf drehte sich und Erinnerungen flogen vorbei,
als würde jemand mein ganzes Leben herunterladen. Ich schaffte
es gerade noch zur Toilette, bevor ich mich erbrach. Ich weiß nicht
wie lange ich dort war, aber als ich heraus kam, war der Engel weg
... was vielleicht ganz gut war, weil mein Kopf wie irre brannte.
Nach ein paar Minuten war ich im Bett und schlief."
"Warum sind bei Dir so viele Erinnerungen in Deinem Kopf
herumgeschwirrt, bist Du Dich erbrechen musstest?" fragte Danny.
"Die Frage steht immer noch zur Debatte. Vielleicht kannst Du mir
am Ende der Geschichte die Antwort geben."
"Also wer oder was ist Sneaky?" fragte Neena.
"Sneaky ist der Name des Engels, lasst ihn uns einfach momentan
mal so nennen, Du wirst am Ende der Geschichte sehen, was
daraus wird."
"Wenn Du nie zuvor diesen Engel gesehen hast, wie konntest Du
seinen Namen wissen?" fragte Danny. "Außerdem, was ist das für
ein Name, ‚Sneaky?'"
Sie lachten. Das ist in Ordnung, dachte ich, da sie jedes Teil ihres
Verstandes brauchen würden, um alle die Stücke
zusammenzusetzen, um einen Sinn erkennen zu können, ohne
dabei verrückt zu werden.
"Was den Namen angeht, wird es sich selbst während der
Geschichte erklären. Andererseits, nichts ist, wie es scheint. Und zu
Eurer anderen Frage, ich kann Euch diese erst dann ehrlich
beantworten, wenn ich die Geschichte zu Ende erzählt habe,
vorausgesetzt es gibt eine Antwort."
"Es gibt immer eine Antwort," sagte Danny.
Ich schüttelte meinen Kopf. "Dass kannst Du glauben, solange Du
willst, aber in dieser Welt ist nichts wie es scheint, nicht einmal
annähernd."
"Es scheint ziemlich klar, es geht Dir einiges über den Verstand
oder Du bist in großen Schwierigkeiten," stellte Sie fest.
"Ich wette auf beides!" lachte Danny.
Ich zog an meiner Zigarette. "Wir werden sehen. Ich mag
manchmal ängstlich sein, aber das hält mich nicht auf. Auf jeden
Fall nicht für lange."
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Kapitel Vierzehn
Danny nahm seinen Notizblock und schloss ihn. "Ich glaube, es
macht keinen Sinn, diese Notizen aufzuheben." Er seufzte tief vor
Enttäuschung.
"Warum sagt Du das?"
"Das liegt doch auf der Hand, oder?" sagte er. "hat der Engel Dir
nicht gesagt, das Du es nicht schaffst?"
"Nein, und ich bin noch nicht fertig mit der Geschichte."
"Warum ist dann der Engel zu Dir gekommen?" fragte Neena.
"Bleibt einfach dabei, dahin kommen wir noch. Und außerdem, wer
sagte, dass es ein Engel war?"
"Du sagtest das." Sagte Danny.
"Nein, habe ich nicht. Ich sagte er sah wie ein Engel aus. Erinnert
ihr Euch, was ich über Dinge gesagt habe, die zu perfekt aussehen?
Ich habe nie einen Engel gesehen. Und wenn ich es tue, erwarte
ich nicht, dass er so aussieht, als hätte er gerade in einem
Hollywood-Film mitgespielt."
Danny sah ein bisschen beruhigt aus, aber auch ein bisschen
verwirrt.
"Wenn er kein Engel war, was war er denn?" fragte Neena.
"Ich sagte nicht, das er kein Engel war," antworte ich. "Du weißt,
wenn Du das Universum und seine Geheimnisse verstehen willst,
kannst Du nichts vermuten, weil das Deinen Verstand verwirrt. Du
nimmst einfach die Fakten und behältst sie als neue Stücke im
Puzzle und wartest, bis andere Teile passend fallen. Das Universum
zu verstehen ist mehr wie eine Jagd als ein Ratespiel. Du jagst
nach den Teilen und stellst Dir nicht vor, wie sie sein könnten.
Manchmal musst Du das, was Du siehst wieder auseinander-
nehmen, um die Einzelteile sehen zu können. Dann machst Du
alles wieder zusammen, um das Gesamtbild zu sehen. Auf diesem
Weg rätst Du nicht, sondern siehst ein größeren Teil der Wahrheit,
Stück für Stück."
"Also dann, wie nehmen wir es all das auseinander, was Du uns
schon erzählst hast?" fragte Neena.
"Lasst es uns auseinandernehmen," antwortete ich. "Zuerst haben
wir das Unglücklichsein, wir haben Bedürfnisse, wir haben Erfolg,
wir haben Angst, Versagen, Nachdenken und Zukunft; Wir haben
etwas, das wie ein Engel aussieht, und so weiter. Nun schaut auf
jedes einzelne Stück."
Ich hielt an und wartete bis sie über das nachgedacht hatten, was
ich sagte.
"Das einzige Bild, das ich sehe, ist das, dass Du uns erzählt hast,
weiter nichts." Sagte Danny. "Ohne Raten gibt's es da nichts
mehr."
Ich schaute Neena an, aber sie schüttelte den Kopf.
"Das Problem ist, dass Ihr nicht Eure Schlüsselstücke dazu gebt,"
sagte ich.
"Was sind die Schlüsselstücke?" fragte Danny.
"Wie alles im Universum ist nichts mehr als der Schatten seines
Gegenteils. Oder ein Flugzeug ist keine Flugzeug ohne den Himmel.
Die Wahrheit ändert sich immerwährend und wachsend. Deshalb
gibt es keine Wahrheit."
"Ich begreife es immer noch nicht," zuckte Danny mit den
Schultern.
"Alles ist nur ein Schatten seines Gegenteils. Also nimm das Stück,
das wir Unglücklichsein nennen und nimm das Gegenstück. Nun
haben wir zwei Stücke, Unglücklichsein und ..."
"Freude," sagte sie, "und für Bedürfnis ist es Erfüllung. Ich sehe
wie das ganze Bild größer geworden ist."
"Ich kapier's immer noch nicht" Danny klang frustriert.
Sie schaute mich an. "Darf ich?"
"Bitte schön." Ich war überrascht, wie schnell sie es begriff.
"Danny, es ist so: Alle Stücke gehören zu einem Bild, aber es ist
ein Bild ohne Anfang und Ende. Alles fügt sich zusammen, aber es
gibt da bestimmte Regeln, wie zum Beispiel, wenn es irgendwo ein
Stück gibt, gibt es auch dessen Gegenteil, irgendwo. Es kann
größer oder kleiner sein, das wissen wir jetzt noch nicht, aber wir
wissen, das es da ist, irgendwo."
Er schaute fassungslos, als er versuchte, es zu verstehen.
"Lass es mich so erklären. Vor ein paar Minuten sagtest Du aus
irgendeinem Grund, dass es Dir nicht erlaubt sei, die Meditationen
dazu zu verwenden, um die Lotterie zu gewinnen und Du hattest
mit Deinem Verstand entschieden, dass das ein Teil vom Puzzle ist.
Tatsächlich war es ein erfundenes Puzzleteil. Du hast es erfunden
und in Dein Bild getan. Nun, wenn ich nichts gesagt hätte, wäre
das Stück dann Realität geworden. Mit anderen Worten, das Bild,
das Ihr malt, wird unterschiedlich von dem sein, dass ich male,
obwohl wir alle mit derselben Anzahl und Art von Stücken anfingen.
Das Bild, dass ihr mit Euren Stücken gemalt habt, war für Euch real
und wäre irgendwann die Wahrheit für Euch geworden.
Andererseits ist das Bild, das ich gemalt habe, für mich wahr. Also,
auch die Wahrheit. Die eigentliche Frage bleibt: Was ist die
Wahrheit und wie kann ein Mensch so nahe wie möglich der
wirklichen Wahrheit kommen?"
"Ich denke ich verstehe. Was Du sagst ist immer noch ein wenig
nebelig in meinem Kopf," sagte er.
"Das ist okay, lass es jetzt so. Man sollte es nebelig lassen. So
herum erfindest Du nicht eine neue Geschichte aus der
Geschichte."
"Ich habe daran Jahre gearbeitet. Ich versuchte das Universum und
wie es arbeitet zu verstehen. Es war dort ein grundsätzliches
Problem vorhanden, nämlich, dass es Dinge gibt, mit denen der
Verstand nicht umgehen kann. Zum Beispiel die Zeit zu verstehen,
oder das Konzept der Nichtzeit. Man sagt, dass tatsächlich alles
gleichzeitig passiert und es gibt keine lineare Zeit. Es ist eine Sache
dies zu sagen, aber eine andere, es zu verstehen. Nur einige
wenige Leute verstehen das. Es ist wie die Relativitätstheorie von
Einstein. Eine Menge Leute haben etwas darüber gelesen und
verstehen es nicht wirklich, und da gibt es Leute, die haben es
gelesen und denken sie hätten es verstanden. Aber an der Art der
wissenschaftlichen Untersuchungen, die sie durchführen, sieht
man, das sie nicht verstanden haben, was Einstein zu sagen
versucht hat. Es liegt nicht an der Geisteskraft, überhaupt nicht. Es
wurde den Leuten erzählt, dass man, um komplizierte Dinge
verstehen zu können, unheimlich clever sein muss, aber das
stimmt nicht. Offensichtlich bin ich der Beweis."
Dies rief ein Kichern bei Danny hervor.
"Also, wie hilft das jetzt?" fragte sie.
"Gib mir eine Minute und ich werde es Euch erklären. Manchmal
fällt es mir schwer, etwas in Worte zu fassen," sagte ich, "Vielleicht
macht das für Euch Sinn. Vor einigen Jahren versuchte ich
bestimmte Sachen zu verstehen und mein Gehirn war nicht in der
Lage mit diesen Theorien arbeiten, noch war ich in der Lage, sie in
ein angemessenes Bezugssystem zu setzen. Zu dieser Zeit kamen
gerade die ersten Computer auf den Markt; ich sprach mit einem
Verkäufer, der mir erklärte, dass der Computer nicht so wichtig
war, wie die Programme, denn ohne Programme ist ein Computer
nur ein großer Briefbeschwerer. Da ging mir ein Licht auf. Ich bin
nicht zu blöd, meinem Gehirn fehlt das Programm, um bestimmte
Dinge zu verstehen."
"Was ist das, ein Programm?" fragte sie.
"Ja."
"Klingt ziemlich einfach für ein Programm." Sagte Danny.
"Da stimme ich zu, aber Hirnprogramme sind anders als
Computerprogramme. Das Gehirn ist tausendmal komplexer,
deshalb können Programme äußerst einfach sein. Die Dinge sind
irgendwie umgekehrt, aber die Idee dahinter ist dieselbe."
"Okay, lass es bei mir noch einmal laufen."
"Nimm alle Informationsteile, die Du hast und lege sie auseinander.
Mache daraus zwei oder drei Teile. Der Grund, warum ich zwei oder
drei sage ist, dass nicht alle Dinge nur ganz negativ oder ganz
positiv sind. Einige Dinge und einige Informationsstücke haben
auch einen neutralen Aspekt. Dann füge die Teile dort wieder
zusammen, wo sie am besten zu passen scheinen, aber erzeuge,
erfinde oder denke Dir keine anderen Teile aus. Vor allem lasse sie
ein bisschen verschwommen. Anders ausgedrückt, nimm
bestimmte Informations-Stücke und akzeptiere sie nicht vollständig
und lehne sie nicht vollständig ab; lass sie einfach gleiten.
Manchmal sind Teile von sich aus außen vor. Wenn sie nicht
passen, lass sie einfach dort. Entweder sind es Fehlinformationen
oder sie finden später ein Teil, mit dem sie zusammen wieder ins
Bild kommen. Lass mich Euch ein Beispiel geben, wie man die Teile
wieder zusammenfügt. Wir haben Zukunft, Engel und Gewinnen.
Zwei Teile passen zusammen und eins bleibt auf der Seite liegen.
Natürlich spreche ich von dieser Geschichte."
Danny dachte für einen Moment nach. Ich schaute auf Neena, aber
ich wusste schon, dass sie die Antwort wusste.
"Okay," sagte Danny. "Zukunft und Engel passen zusammen und
die Gewinne kommen auf die Seite. Ich weiß nicht, warum Zukunft
und Engel passen, aber ich weiß, das sie es tun. Ich habe noch ein
anderes Teil."
"Welches?"
"Irgendetwas ist nicht das, was es scheint und es gehört zur
Zukunft und dem Engel. Ich habe das Stück nicht, dass sie
zusammen bringt, aber ich weiß, sie passen," antwortete er.
"Du hast auf den Punkt genau recht. Das Programm muss kurz
bevor es zum Tragen kommt, benutzt werden. Wenn es dann
anfängt zu arbeiten, gibt Dir Dein Verstand alle Teile, die Dir
fehlen. Wir wissen, dass alles nicht so ist, wie es erscheint, also
lassen wir die Zukunft und den Engel etwas verschwommen, nicht
ganz akzeptieren, wie sie in Erscheinung treten und nicht ganz ihr
Erscheinungsbild ablehnen."
"Ist das nicht das Gleiche wie Raten?" fragte Danny.
"Nein, ist es nicht, weil wenn Du rätst nutzt Du dieselbe Region in
Deinem Hirn als würdest Du Dir Dinge vorstellen. Aber wenn Du
nur auf die Teile schaust, die Du hast, wird Dein Unterbewusstsein
die leeren Stellen ausfüllen. Es gibt auch einen gravierenden
Unterschied zwischen Raten und nach mehr Informationen
suchen."
"Das klingt so, als hätte mein Verstand die Antworten schon,"
sagte Danny.
"Genau. Dein Verstand hat die Antwort. In dem Moment, in dem
Du die Frage stellst, wird Dein Unterbewusstsein, wenn es die
Information nicht schon hat, die Information finden. Und es kann
die Informationen von verschiedenen Plätzen erhalten, von Deinem
Unterbewusstsein oder Deiner Seele. Es gibt noch verschiedene
andere Stellen, zu denen Dein Unterbewusstsein Verbindung hat
und auch von dort kann man Informationen erhalten. Das größte
Problem ist, das Dein Unterbewusstsein diese Informationen nicht
Deinem Bewusstsein weitergeben kann, es sei denn, es ist ein
Programm vorhanden, dass diese Informationen verarbeiten kann.
Träume sind ein gutes Beispiel und die Traumdeutung kann zu
einem richtigen Problem werden, da das Unterbewusstsein
versucht die Informationen dem Bewusstsein mitzuteilen, aber das
Bewusstsein kann mit den Informationen nichts anfangen. Das
Unterbewusstsein benutzt Symbole, was eine primitive und nicht
ausgereifte Methode der Kommunikation ist."
Danny wischte sich die Stirn. "Das macht Sinn, aber wenn wir
sagen würden, dass es eine Barriere zwischen dem Bewusstsein
und dem Unterbewusstsein gibt, wäre das richtig?"
"Absolut. Diese Barriere muss da sein, aber nicht so dick wie sie
ist. Die Tatsache, dass die Barriere vorhanden ist, erlaubt es dem
Bewusstsein sich mit dem Augenblick auseinander zusetzen, und
nicht mit all dem anderen Dingen, die noch so passieren. Zum
Beispiel hört Dein Unterbewusstsein alles, jedes kleine Geräusch im
Zimmer, aber bewusst hören wir nur das, auf was wir uns
konzentrieren. Das Unterbewusstsein ist wie ein Filter, der Dinge,
die wichtig sind von denen, die nicht so wichtig sind, trennt.
Andererseits geht in Deinem Unterbewusstsein so viel vor sich,
dass, wenn Du dort hineinkommen würdest, es ist, als würdest Du
Deinen Kopf in einen Bienenstock stecken."
Ich schaute sie an. "Erinnert Euch, ich könnte total falsch liegen. Es
wäre nicht das Erste mal."
Trotz
Mit Trotz
Widersetze Dich den Teilen von Dir
Die sagen, Du kannst das nicht
Biete ihnen die Stirn
Und Du wirst es erreichen.
Kapitel Fünfzehn
Ich bemerkte, dass wir vom Thema abgekommen waren, als Danny
vorschlug, wieder zur Geschichte zurückzukommen.
"Okay, wo sind wir abgedriftet? Oh ja, ich erinnere mich." Sagte
ich. Ich erwachte am nächsten Morgen in meinem üblichen
Hellwach-Todeszustand. Es war wohl schon mehr gegen Mittag.
Mein Hund Rudy saß vor mir und starrte mich an. Ich war ein
bisschen enttäuscht von ihm, weil, immer wenn es darauf ankam,
war er nirgends zu finden."
"Ist er männlich?" lächelte Neena mir zynisch zu. Ich ignorierte sie.
"Ich erinnere mich daran, wie ich mich aus dem Bett geschleppt
habe und zur Diele ging. Ich guckte in das Wohnzimmer. Die Küste
war klar, also ging ich zur Dusche. Ich war total erschöpft. Ich
versuchte einige Träume Revue passieren zu lassen, aber es waren
so viele und alle hatten scheinbar den Engel mit drin, zumindest
die, an die ich mich teilweise erinnern konnte. Ich fühlte mich, als
ob ich gerade 10 Jahre meiner Kindheit neu erlebt hätte. In meinen
Träumen schien der Name des Engels Sneaky zu sein und den
Träumen nach zu urteilen, waren wir Freunde. Normalerweise habe
ich keine Probleme mit Träumen. Ich tendiere dazu, sie zu
ignorieren, aber diese vermischten sich mit meinen Erinnerungen,
wenigstens die Erinnerungen, die ich jetzt zu haben schien. Ich
muss Euch erzählen, dass dies eine sehr schwieriger Abschnitt für
mich war und ich kann mich nur sehr schwer an jede Kleinigkeit
erinnern, es war sehr verwirrend."
"Jedenfalls, nach dem Frühstück beschloss ich, zum Einkaufscenter
zu gehen, um ein paar Dinge holen. Ich nahm Rudy mit, denn er
mag es, mit dem Auto zu fahren. Auf dem Weg dorthin war ein
seltsamer Reim, wie eine Lied, in meinem Kopf, der sich immer und
immer wiederholte ... ‚Liebe ist wie das Buch der Liebe,' Ich hatte
keine Ahnung, was das heißen sollte oder warum es da war. Ich
versuchte es zu ignorieren und konzentrierte mich darauf, meine
Träume von meinen Erinnerungen zu trennen. Aber zu dieser Zeit
war ich mir nicht einmal sicher, ob ich wirklich einen Engel gesehen
oder ob ich es eventuell nur geträumt hatte. Der Gedanke, ich
könnte meinen Verstand verlieren, kam mir definitiv in den Sinn.
Ich dachte auch, das vielleicht mit meiner Meditation etwas schief
gelaufen ist, nicht das ich je davon gehört hatte, das dabei etwas
schief laufen konnte, aber, man weiß ja nie."
"Ich fand einen Parkplatz ganz nahe der Eingangstür und befahl
Rudy im Auto zu bleiben. Das Dach am Cabriolet war unten, was
kein großes Hindernis für Rudy bedeutete, speziell wenn er eine
Katze sieht. Ich weiß nicht, aber da muss es einen Groll aus dem
Vorleben zwischen Hunden und Katzen gegeben haben."
"Als ich so herumging und Lebensmittel zusammensammelte,
bemerkte ich, dass mich Leute anstarrten. Immer wenn ich sie
anschaute, lächelten sie mich an, wie jemanden, den sie kennen
an. Ich schaute auf meine Hosen, mein Hemd und schaute mir
mein Spiegelbild in einer der Glastüren an und konnte nichts
außergewöhnliches finden. Wenn ich zu lange auf einem Platz
stehen blieb, fingen die Leute an zu reden. Die Leute haben mich
auch angefasst, auch wenn sie gar nicht mit mir redeten. Sie
kamen an mir vorbei und wörtlich genommen, legten sie ihre Hand
auf meine Schulter oder meinen Arm. Eine Frau stand so nahe bei
mir, dass jeder denken konnte, wir wären ein Paar, in Anbetracht
dessen, dass sich unsere Körper ganz sicher berührten. Ich
versuchte mich wegzubewegen, aber dass machte ihr gar nichts
aus. Sie ging mir einfach nach. Normalerweise kannst Du dort ein
totes Pferd hinter Dir ziehend hineingehen, niemand würde das
bemerken. Sie würden ihren Abstand halten. Dies ist so eine Art
Mercedes-Benz-Oberklassen-Yuppie-Lebensmittelladen und die
Unterhaltungen laufen für gewöhnlich versteckt hinter
Sonnenbrillen ab."
"Das war so unheimlich für mich, ich nahm meinen Korb und ging
zur Kasse, wo die Dinge noch verrückter wurden. Auch in der
Schlange vor der Kasse schauten die Leute auf mich. Wenn ich
zurückschaute dann lächelten sie und manchmal bewegten sich
ihre Lippen, als wenn sie Hallo sagen würden. Hier habe ich dann
immer gleich weggeschaut. Als die Schlange sich der Kasse
näherte, standen die beiden Frauen hinter mir so nahe, dass ich
ihren Atem in meinem Nacken spüren konnte und wir
Körperkontakt hatten. Die einzige Gelegenheit, an dem sich Leute
so nahe stehen ist, wenn sie eine ernsthafte Beziehung miteinander
haben."
"Warum bist Du nicht einfach weitergegangen?" fragte Danny.
Neena lachte in sich hinein.
"Ich habe es versucht, aber die Frau vor mir ging rückwärts näher
zu mir. Ich wurde auch noch etwas ängstlich. Dann ging die
Schlange weiter, dass hieß, dass sie weitergehen musste, das
nutzte ich, um meinen Korb zwischen uns zu bringen. Das hat
einen Teil des Problems gelöst, zumindest, bis ich meinen Korb
abstellen musste. Als wir die Kasse erreichten standen wir so eng
zusammen, dass der Kassierer dachte, wir gehörten zusammen."
"Was hättest Du getan, wenn die Dame ja zu der Frage des
Kassierers gesagt hätte, ob ich zusammen gehört?" fragte Neena,
die dies offensichtlich genoss.
"Warum hast Du nicht zu Ihnen gesprochen? Feigling!" sagte
Danny.
"Nun, ich kann das nicht abstreiten. Aber ich spreche sogar nicht
viel, wenn ich mit Leuten zusammen bin, die ich kenne. Nicht das
ich schüchtern wäre, aber die Leute interessieren sich nicht dafür,
über was ich mir Gedanken mache. Außerdem hasse ich diese
leichte Unterhaltung. Ich halte sie für verschwendete Zeit, obwohl
es mich manchmal fasziniert, Leute zu beobachten, die dies
meisterlich beherrschen. Es ist nur eine Frage der Perspektive.
Einige, wie ich selbst, wollen das Leben auseinandernehmen und es
studieren, um das Universum zu verstehen. Andere wollen einfach
das Leben leben und viele wollen es einfach überleben. Einige
Leute wollen einfach nicht darüber diskutieren oder darüber
nachdenken, ob Pflanzen ein Bewusstsein haben und wie sie
denken. Was ist mit Delphinen? Einige Leute behaupten, dass
Delphine eine höher entwickelte Sprache als wir hätten.
Theoretisch könnte das heißen, dass sie Dinge sorgfältiger
diskutieren, auch wenn ihr Leben einfacher scheint, verglichen mit
dem unsrigen, was mich glauben lässt, dass da mehr mit ihnen
vorgeht, als wir sehen können."
"Ich habe eine Idee. Wie wär's, wenn wir zur Geschichte
zurückkehren würden?" schlug Danny vor.
"Ich denke auch so," antwortete ich. "Ihr müsst wissen, wenn ich
diese Geschichte erzähle, ist das für mich etwas langweilig. Ich
habe diese Geschichte gelebt und bin sie über tausend mal in
meinem Kopf durchgegangen. Für mich ist sie nicht mehr so
interessant. Nun, Delphine ... es wäre eine interessante
Konversation, die wir haben könnten."
"Man weiß es nicht," sagte Neena. "Du könntest etwas finden, dass
Du vermisst hast."
"Du könntest recht haben," sagte ich. Ich dachte eine Weile
darüber nach. "Egal, als ich aus dem Lebensmittelladen
herauskam, schaute ich nach, ob Rudy immer noch im Auto wäre.
Er war da und auch der Engel. Von nun an werde ich ihn Sneaky
nennen, das macht es einfacher, die Geschichte zu erzählen,
besonders wenn die eigentliche Wahrheit herauskommt."
"Irgendetwas tief in mir drehte sich. Ich wusste nicht, ob ich mich
übergeben oder wegrennen sollte, oder einfach so tun, als wäre
das nichts passiert. Tränen liefen mir über das Gesicht. Ich wusste
überhaupt nicht warum. Eine Frau kam auf mich zu und sie muss
die Tränen auf meinem Gesicht gesehen haben. Sie kam
geradewegs zu mir und versuchte mich zu umarmen, aber ich
sprang zurück. Sie entschuldigte sich und ging in den Laden."
"Toll, nicht nur, dass ich in der Lotterie gewinne, ich werde auch
noch zum Frauenmagnet." Unterbrach mich Danny mit einem
Lächeln, das einen Frosch erniedrigt hätte.
"Nicht ganz," sagte ich. "Was habe ich Dir über das Ziehen von
Rückschlüssen gesagt?"
"Also werde ich kein Frauenmagnet?" schaute mich Danny mit
einem enttäuschten Blick an.
"Du wirst Deinen Teil an Frauen anziehen; nicht nur Frauen, alle
Menschen." Lachte ich. "Das hat nichts mit den Anweisungen, die
ich Euch gab, zu tun. Es hat etwas mit Liebe zu tun. Wir werden
gleich dazu kommen. Irgendwie! Zurück zur Geschichte, Sneaky
drehte seinen Kopf und schaute direkt zu mir. Er lächelte und
schrie, ‚Willst Du fahren oder soll ich?' ich schaute auf Rudy, aber
der sah normal aus. Die Ohren waren oben, was normalerweise ein
gutes Zeichen ist. Also machte ich das einzig Vernünftige aus den
Optionen, entweder vor der Tür weinend stehen zu bleiben oder ins
Auto zu steigen."
"Ich versuche die Unterhaltung, die wir auf dem Heimweg hatten,
zu wiederholen." Sagte ich grinsend. "Aber bevor ich es vergesse,
lass mich Euch ein kleinen Tipp geben, den ihr Euch für Eure
Zukunft merken könnt."
"Lasst nie einen Engel Auto fahren!"
Sie lachten. Ich nahm die Gelegenheit war meinen Gaumen mit
etwas Scotch anzufeuchten, bevor ich weitermachte.
"Denkt mal einen Moment darüber nach," Ich stellte mein Glas auf
die Theke. "Was würdet ihr zu einem Engel sagen, der in Eurem
Auto sitzt? Was würdet Ihr tun? Was würdet ihr erzählen? Wer
würde Euch glauben? Entweder war mein Verstand geschockt oder
überlastet, weil das einzige was ich sagen konnte, war, ‚Wie viele
Wünsche bekomme ich?'"
"Sneaky antwortete ungefähr so, ‚Junge, das dauert länger, als ich
annahm. Sehe ich so aus, als wäre ich gerade aus einem alten
Krug herausgerutscht? Ich bin ein Engel, kein Flaschengeist. Der
Grund, warum ich hier bin ist, wieder Liebe in Dein Leben zu
bringen. Dir zu helfen, Deine Träume zu erfüllen.'"
"Ach ja? Das ist schön," antwortete ich. "Aber ich träume von
Geld."
"Tatsächlich träumst Du, dass Du mehr Liebe, Freude und Freiheit
in Deinem Leben hast. Du denkst bloß, dass Geld Dir das geben
könnte. Und bitteschön."
"Ich kann mich nicht daran erinnern, Danke gesagt zu haben."
"Du wirst!"
"Was hat Liebe mit all dem zu tun?" fragte ich.
"Alles!"
"Wie etwa?"
"Wie, keine Liebe, kein Leben. Liebe ist das Wesen des Lebens.
Liebe ist das Wesen von was Du bist. Liebe ist der Grund, warum
Du hier bist. Liebe ist Alles. Liebe umfasst alles, was ist und jemals
sein wird."
"Ich erinnere mich, dass ich dachte, ‚Ich weiß nicht, warum wir
diese Unterhaltung führen. Ich lass Ihn einfach reden bis ich einen
Ausweg finde.'"
"Du bist verrückt!" sagte ich ihm. "Man kann nicht ohne Geld
leben, aber man kann ohne Liebe leben."
"Ist das so? Zeige mir was, das absolut ohne Liebe lebt. Man kann
mit sehr wenig Liebe überleben, aber nicht leben. Das ist ein
Unterschied. Das Fehlen von Liebe erzeugt enorme Schäden an
einer Person und eine Person, die keine Liebe hat, kann und sehr
oft wird andere Leute schädigen. Leute, die Kriege anfangen sind
das beste Beispiel. Wenn Du mit Liebe gefüllt bist, schickst Du
niemand raus um sich gegenseitig umzubringen."
"Ich hielt an einer roten Ampel und drehte meinen Kopf zu Sneaky.
‚Was hat das mit mir zu tun?' Gleichzeitig bemerkte ich, dass ich
Angesicht zu Angesicht mit einem Polizeibeamten im Wagen neben
mir war. Was Du auf keinen Fall jemals tun willst, ist zu einem
unsichtbaren Engel zu sprechen, wenn Du an einer roten Ampel
neben einem Polizeiauto hältst. Und schon gar nicht, wenn Du ein
Cabriolet mit runtergelassenen Dach fährst."
"Hast Du eine kleine Fahrt zur Klapsmühle bekommen?" lachte
Danny.
"Nein, ich hatte Glück, aber dem Gesichtausdruck des
Polizeibeamten nach zu urteilen, war ich nahe dran. Ich legte die
Hand über meinen Mund und sagte, ‚Warte, bis wir nach Hause
kommen.' Ich dachte darüber nach, was Sneaky mir gesagt hatte,
als mir einfiel, dass ich vergessen hatte, die Spiel-Informationen
der heutigen Spiele zu holen."
"Meinst Du, das Du heute Glück hast, stimmt's?" fragte er.
"Während ich das Auto vom Polizeiwagen weglenkte, fragte ich ihn,
woher er wusste, was ich dachte."
"Einfach. Ich bin ein Engel. Ich weiß, was Du denkst, bevor Du es
überhaupt tust. Es ist ein Teil der Ausstattung."
"Übrigens Danny, denk nicht dran, mit Engeln zu pokern, sie
betrügen."
"Ich habe das Gefühl, dass Du recht hast." Sagte Danny.
"'Okay, an was denke ich gerade?' fragte ich ihn."
"Du hoffst, dass ich mit Dir ins Casino gehe."
"'Das ist erstaunlich.' Ich bog in eine Auffahrt. Die Ideen rollten nur
so in meinem Kopf herum, wie, wenn Du sie nicht besiegen kannst,
musst Du mit ihnen rollen."
"'Ich vermute, dass Du die morgigen Lotterienummern weißt?'
fragte ich. Er antwortete nicht. Ich dachte, dass er vielleicht ein
oder zwei Lose in seinen Federn versteckt hatte, nur um auf eine
günstige Gelegenheit zu warten."
"'Jeder Tag ist günstig.' Sagte er."
"Ich drehte mich, um zu sehen, ob er eigentlich Taschen hatte,
aber er war weg."
Danny schaute ziemlich verdutzt daher.
"Was geht in Deinem Gehirn vor sich, Danny?" lachte Neena.
"Ich versuche herauszufinden, worauf dieser Engel hinaus wollte.
Ich denke ein weiteres Teil zum Puzzle ist Liebe. Aber er hat
bestimmt etwas vor." Sage Danny.
"Jawohl, das hatte er."
Zwischen den Zeilen lesen
Zwischen den Zeilen lesen ist etwas, über das ich vor vielen Jahren
stolperte. Es ist sehr hilfreich. Ich mache es kurz und schmerzlos,
manchmal ist einfach, einfach besser. Das größte Problem mit der
Sprache ist, wenn wir etwas wie das Universum, Zeit, Weltall,
Dimensionen oder Bewusstsein erklären wollen, dann fehlen uns
einfach die Worte. Aber da es existiert, scheint immer jemand da
zu sein, der einen Ausweg um die Einschränkungen gefunden hat.
Am besten zu erklären ist es, dass jedes Wort, geschrieben oder
gesprochen, eine Vibration besitzt und noch etwas dabei, was ich
nicht erklären kann, da ich nicht weiß, was es ist. Dessen
ungeachtet, wenn man bestimmte Worte nebeneinander setzt,
fangen sie an, anders zu vibrieren. Jedes Wort vibriert in einer
anderen Note, aber zwei Worte, die zusammenstehen, haben auch
einen eigenen Ton. Aber das seltsamste ist, in jedem normalen
Satz mit einer bestimmten Anzahl von Wörtern, vibriert jedes
einzelne Wort und der Satz selbst vibriert auch. Diese Töne ändern
sich nicht, es sei denn Du tauschst einige Wörter aus. Es gibt
Sätze, die sind völlig anders, es vibriert jedes Wort und auch der
ganze Satz, aber nicht in einer einzelnen Note. Es sieht so aus, als
würde der Satz selbst eine Note singen, die eine Geschichte hinter
dem erzählen, was tatsächlich geschrieben steht.
Ich würde nichts lieber tun, als Euch zu erklären, wie das
funktioniert, aber ich habe keine Ahnung. Wie auch immer, ich
kann zwischen den Zeilen lesen, oder um genauer zu sein, ich
weiß, wie ich mein Unterbewusstsein dazu kriege, mir diese
Informationen preiszugeben.
Lasst mich Euch ein Beispiel geben, dass Ihr eventuell schon selbst
erlebt habt. Habt Ihr nicht schon etwas gelesen, ein Buch oder eine
Zeitschrift, und nach einer Weile seit Ihr wie aus einem Traum
wieder aufgewacht und habt bemerkt, dass ihr, obwohl ihr einige
Seiten gelesen habt, nicht mehr wusstet, was Ihr gelesen habt? Es
ist so, als hättet Ihr auf Autopilot umgeschaltet. Ein Teil von Euch
hat gelesen und der andere war am Tagträumen, oder zumindest
so etwas ähnliches wie Tagträumen. Als Ihr gelesen habt, seit Ihr
an einen solchen Satz gekommen und gleichzeitig wart ihr in einem
passenden geistigen Zustand und Euer Unterbewusstsein hat
versucht, Euch die Informationen zu geben, die der Satz enthielt.
Wenn das Unterbewusstsein Euch die Informationen in Symbolen
gibt, kommt Euch das wie ein Traum vor und einige Teile sind
vermischt mit der Realität, die Ihr dann trennen müsst.
Zwischen den Zeilen lesen ist eine Sache. Zwischen den Zeilen
schreiben ist eine total andere. Ich glaube, es gibt nur weinige
Leute auf der Welt, die wissen, wie man so schreibt. Es dauert
wahrscheinlich ein Leben lang, es zu lernen. Von den von mir
gesammelten Informationen her, scheint es mir, dass die meisten
Leute, die dies können, aus Tibet kommen. Die Sprache scheint
keine Rolle zu spielen. Selbst wenn Du die Sprache nicht lesen
kannst, kannst Du immer noch zwischen den Zeilen lesen. Der
einfachste Weg, um es zu lernen, ist, zu versuchen, ein Buch in
einer anderen Sprache zu lesen. Natürlich sollte es ein Buch sein,
das in dieser Weise geschrieben wurde, irgendein spirituelles Buch
oder eine Information in tibetanisch hilft hier wunderbar. So habe
ich es gelernt. Ich glaube, dass das Bewusstsein sich langweilt,
wenn es etwas lesen soll, dass es nicht kann. An diesem Punkt
übernimmt das Unterbewusstsein. Du wirst wahrscheinlich
feststellen, dass Du immer wieder rein und raus aus einen
Traumzustand kommst. Danach musst Du Dir diesen Traum
anschauen und ihn sogar aufschreiben, dass Du ihn nachher
analysieren kannst. Was Du herausfindest, wird Dich umhauen. Ein
anderer Weg, es zu lernen und zu praktizieren ist, sich während
des Lesens treiben zu lassen. Der beste Zeitpunkt ist, wenn Du es
das zweite Mal liest. Wenn Du in Deine Alltagsgeschichten
abgleitest, musst Du Dich natürlich wieder zurückbringen. Mein
Lieblingstrick war, so zu tun, als ob ich einem Teil von mir, das zu
mir sprach, zuhörte. Ich vermute, dass ist ein Teil meines
Unterbewusstseins. Wenn ich lese, treibe ich immer vor und
zurück. Ich lese, dann höre ich zu, dann lese ich und so weiter.
Überraschenderweise ist es einfacher als es sich anhört.
Es gibt eine Menge Bücher auf dem Markt, die Informationen
zwischen den Zeilen enthalten. Interessanterweise ist es so, dass
es sogar Leuten passiert, die nicht wissen, wie man zwischen den
Zeilen schreibt. Es passiert trotz allem Autoren, die entweder
"channeln" oder viel Zeit mit meditieren verbringen, speziell, wenn
sie gleich nach dem Meditieren schreiben. Ich habe auch
festgestellt, dass Bücher, die aus dem Tibetischen in Englisch von
jemand übersetzt wurden, der einige Erfahrung mit Meditation
hatte, die Informationen zwischen den Zeilen mit zur neuen
Sprache übertragen wurden. Ich finde dieses Phänomen
unglaublich. Perfekte Beispiele sind die Bücher, die von Alice A.
Bailey geschrieben wurden. Darin gibt es so viele Informationen
zwischen den Zeilen, dass es sehr leicht passieren kann, dass man
vier bis fünf Monate für ein Buch braucht. Andere Bücher, die Du
Dir anschauen kannst sind Bücher von Seth, Sanaya Roman,
Richard Bach und viele mehr. Die Menge an Informationen
zwischen den Zeilen schwankt von Buch zu Buch, obwohl es
scheint, dass in den letzten Jahren dies häufiger vorkommt.
Wenn Du das nächste Mal einen Brief erhältst, solltest Du es auch
einmal versuchen. Manchmal schreiben Leute eine Sache und
denken an eine andere. Aus irgendeinem Grund erscheinen die
Gedanken dann zwischen den Zeilen.
Hört sich das nicht nach einer interessanten Art zu lesen an?
Es gibt einen Grund, warum ich Euch diese Informationen an
diesem Punkt des Buches gegeben habe. Ich hätte es Euch
erzählen können, das hätte aber den ganzen Spaß
herausgenommen.
Kapitel Sechszehn
"Lasst uns zurück zur Geschichte kommen. Sonst dauert es noch
die ganze Nacht."
"Ich bin mir nicht sicher, wie lange es genau dauerte, aber die
nächsten Tage versuchte ich die Erinnerungen an meine Kindheit
zu sortieren. Ich habe auch versucht, sie von meinen Träumen zu
trennen, aber da gab es nichts zu trennen. Das Ganze war sehr
verwirrend. Ich habe ein gutes Gedächtnis und vergesse nur wenig.
Es war schwer für mich zu akzeptieren, dass ich einige Jahre
meines Lebens vergessen hatte, speziell Dinge an die ich mich jetzt
erinnere. Ich erinnere mich, dass ich keine Freunde hatte und wie
es scheint, verbrachte ich meine ganze Zeit mit diesem Engel. Man
hat mich nicht sonderlich gemocht, irgendwie mehr verachtet. Das
kann man gut verstehen, wenn Du Deine Zeit damit verbringst, mit
jemanden zu reden, den sonst niemand sehen kann." Ich hielt an,
als ich mich erinnerte, wie es war.
"Einesteils hoffte ich ihn nie wieder zu sehen. Dennoch fühlte ich
mich das erste Mal seit langer Zeit einsam. Irgendwie wünschte
ich, dass er zurückkommt."
Ich trank von meinem Glas. "Wisst ihr, dass es nicht möglich ist, zu
erklären, was es Dir antut, besonders, wenn Du niemand davon
erzählen kannst. Ich denke, jetzt ist es auch egal."
Neena streckte sich nach mir aus und streichelte mir den Rücken.
"Du bist nicht alleine heute Nacht."
"Ich vermute ..." lächelte ich.
"Ich bin mir ziemlich sicher, das es Freitag Nachmittag war. Ich saß
in meinem Lieblingsstuhl am Fenster und schaute mir die
Sportquoten für das Wochenende an. Ich war mir nicht sicher, ob
ich noch mal meditieren sollte. Immerhin hat niemand gesagt, ich
darf das nicht tun. Aber gleichzeitig war da immer noch die kleine
Sorge in meinem Verstand, ob ich wirklich einen Engel gesehen
hätte. Wenn ich einen Engel gesehen habe, der überhaupt nicht da
ist, könnte das heißen, dass ich ausgeflippt bin. Und wenn das der
Fall wäre, wäre ich nicht in der Lage, eine vernünftige Beurteilung
zu machen, ob es real ist. Als ich das gerade dachte, erregte ein
Lichtblitz meine Aufmerksamkeit. Ich lugte vorsichtig aus dem
Fenster, so dass mich niemand hätte sehen können, wenn es eine
Spiegelung von einem Auto des Geldeintreibers gewesen wäre."
"Hattest Du nicht alle Deine Rechnungen mit dem gewonnenen
Geld bezahlt?" fragte Danny.
"Nicht mal annähernd. Zu dieser Zeit meines Lebens hätte es eine
Menge mehr Geld gebraucht, als ich gewonnen habe, um alles
auszugleichen. Ich hätte die Höhe der Wetten schon vergrößert,
aber, wie Ihr sehen konntet, die Dinge wurden ein bisschen
hektisch. Jedenfalls, um zur Geschichte zurück zu kommen, als ich
aus dem Fenster lugte, sah ich, dass da kein Auto oder ein Zeichen
von irgendjemand war. Ich kehrte mit einem erleichterten Seufzer
zu meinen Losen zurück und bin bald aus dem Stuhl gesprungen.
Sneaky saß in meinem Sofa."
"'Also, wie ich es sehe, hast Du an Deinen Wetten gearbeitet, aus
dem Fenster gelugt, um Dich vor den Geldeintreibern zu
verstecken. Oh, welch verknotetes Netz wir weben,' sagte er, eine
meiner Lieblingssätze nutzend."
"Ich sagte ihm, er solle sich nicht so an mich heranschleichen. Was
mich betrifft, sollten auch Halluzinationen anklopfen."
"'Ich habe versucht Dich zu warnen, aber Du schienst so sehr mit
dem Lugen beschäftigt zu sein' antwortete er."
"Niemand ist perfekt."
"Wir haben beide eine Weile da gesessen und uns gegenseitig
angestarrt. Er muss gewusst haben, dass ich versuchte meine
Fragen zu formulieren. Ich hatte Hunderte, aber mir fiel keine ein.
Mein Verstand war leer. Letztlich fiel mir doch noch eine Frage ein."
"Wie weiß ich, dass Du real bist?"
"'Vertrauen!'"
"'Was ist, wenn ich halluziniere?' Ich merkte gar nicht, wie dumm
diese Frage war. Es gibt keinen besseren Weg zu wissen, ob man
ausgeflippt ist, als eine Halluzination zu fragen, ob man
halluziniert."
Sie lachten beide, mir nahelegend, dass ich wohl recht hatte.
"'Offensichtlich bis Du jetzt nicht im Schock, also frage Dich selbst:
was kommt nach dem Schock?' fragte Sneaky."
"Ich dachte einen Moment nach. ‚Nach dem Schock kommt
Verleugnung oder Zweifel' Gerade dann kam Rudy in das
Wohnzimmer, schaute zu Sneaky und kam dahin, wo ich saß, legte
sich und starrte den Engel an."
"'Okay, wenn Du real bist, warum habe ich mich letztlich nicht an
Dich erinnert?' fragte ich."
"'Aber Du hast Dich erinnert' sagte er. ‚Du hast nur angenommen,
dass Du das alles nur frei erfunden hättest, weil es so schwer für
Dich war, an etwas zu glauben, dass nicht in Deine, von Dir
erstellte Welt passte.'"
"Ich sagte gar nichts, musste aber einen verdutzten Blick auf
meinem Gesicht gehabt haben, weil ich, obwohl ich dachte, er
hätte recht, fühlte, dass ich fühlte, dass es für mich nicht
hundertprozentig passte."
"'Du warst auch sehr jung damals und es sind Dir eine Menge
unschöner Dinge passiert. Wenn Kinder durch schwierige Zeiten
gehen, neigen sie dazu einige ihrer Erinnerungen zu unterdrücken,
um weiter zu funktionieren. Das ist einfach Selbsterhaltung.'"
"Ich wusste, dass er recht hatte, war aber immer noch nicht
überzeugt."
"Sneaky versuchte weiter mich zu überzeugen."
"'Unglücklicherweise kommen Erinnerungen immer nur
paketweise.' Sagte er. ‚Wenn eine Erinnerung unterdrückt wird,
werden andere, die diese Erinnerung wieder hervorrufen könnten,
auch unterdrückt. Ich wurde der auslösende Mechanismus und als
Du mich sahest, wurdest Du mit der Realität konfrontiert, dass ich
existieren muss. Es ist Aufgabe des Verstandes, Sinn in das zu
bringen, was Du siehst. Um das zu tun, schaut es in den
Erinnerungen nach. Eine stößt die andere wie bei einen
Dominoeffekt an.'"
"Lass mich Dich kurz unterbrechen," sagte Danny. "Hast Du einen
Engel als Freund gehabt, als Du ein Kind warst oder nicht?"
"Das ist die Millionen-Dollar-Frage, nicht wahr? Ich habe meine
Theorien, aber lass uns warten und sehen, ob ihr beide auf die
gleichen Antworten kommt." Sagte ich.
"Irgendetwas schwingt nicht richtig, aber ich komm noch nicht
drauf, was." Beobachtete Neena.
Danny nickte übereinstimmend.
Ich nahm einen weiteren Schluck von meinem Scotch. "Ich saß da
und konnte immer noch keine Frage finden. Wenn ich jetzt darüber
nachdenke, ist das ziemlich ungewöhnlich. Dann kam mir etwas in
den Sinn. ‚Komm, denke daran, wo warst Du, als die Kacke am
dampfen war? Ich hätte einige Hilfe gebrauchen können, nicht zu
erwähnen etwas Gesellschaft. Hast Du eine Ahnung, wie viel Zeit
und Aufwand ich aufwenden musste, um das zu überstehen?' In
diesem Augenblick fühlte ich großen Ärger in mir aufkommen. Rudy
entschied sich, sich an einen sichereren Platz zu legen."
"'Soweit ich mich erinnere, warst Du ziemlich hartnäckig, dass ich
gehe. Lass mich Deine Erinnerung auffrischen. Ich denke Du
sagtest, und korrigiere mich, wenn ich falsch liege...' antwortete
er."
"'Schon gut, ich erinnere mich,' unterbrach ich ihn. ‚Ich hieß Dich
zu gehen, weil ich nichts mehr mit Liebe zu tun haben wollte. Ich
sagte, dass die Leute grausam wären und jedermann dachte, ich
sei verrückt und ich machte Dich dafür verantwortlich, dass ich
keine Freunde hatte. Ich sagte, dass die Leute sich nicht kümmern
und wegen Dir, schicken sie mich weg. Ich sagte, Du
verschwendest meine Zeit und erzählst mir Sachen, die niemanden
interessieren.'"
"Nachdem ich ihm das sagte, erinnere ich mich, dass ich ganz still
wegen der aufkommenden Gefühle wurde. Als ich ein Kind war,
habe ich angefangen, diese Welt und die Leute darauf zu hassen.
Überleben! Überleben war wichtiger als Liebe, wichtiger als Spaß.
Überleben ist alles, sagte ich mir. Überlebe, bis Du größer und
stärker geworden bist, und dann schlage zurück. Das waren die
Gedanken, die ich als Achtjähriger hatte."
"'Damals hättest Du helfen sollen,' sagte ich, ‚anstatt jetzt, wo die
Dinge gut laufen, hier aufzukreuzen.'"
"'Du warst nie allein,' antwortete er. ‚Niemand ist allein, auch wenn
sie denken, sie wären es. Frage Dich selbst, wie viele unerklärliche
Dinge Dir passiert sind, gerade als Du sie dringend gebraucht
hast?'"
"An die Decke schauend, wunderte ich mich, wie viele Dinge in
einem Leben schief gehen können."
"Er verschwand sofort nachdem ich wegschaute, was auch gut war.
Ich brauchte Zeit aus allem schlau zu werden."
Ich griff nach meinen Zigaretten und fragte Danny, ob ich noch
etwas Orangensaft haben könnte.
"Das ist seltsam," Ich schaute zu Neena. "Sogar jetzt, wo ich Euch
das erzähle, kommen alle Gefühle zurück, als ob es gestern
passiert wäre. Denkt Ihr nicht, dass das seltsam ist?"
Neena schüttelte den Kopf. "Nein."
Es war für einige Momente still, bevor ich die Geschichte
weitererzählte.
Umarmungen
Bäume sind die einzigen, die ich kenne
Die diese Umarmungen mögen.
Du weißt,
Die Art, wo Du drückst
Aber ein festes Drücken.
Ich meine ein wirklich sehr festes Drücken.
Nicht nur fest, sondern wirklich, wirklich, wirklich fest
Die Art, die Deine Ohren rot werden lassen
Nun, das ist eine Umarmung
Nur Bäume mögen es so, und ich.
Kapitel Siebzehn
Danny hüpfte von seinem Hocker und schenkte mir noch ein Glas
Orangensaft mit etwas zerstoßenem Eis ein.
"Also denkst Du nicht, dass irgendetwas an Deiner Methode die
Lotterie zu gewinnen, falsch ist?" fragte Neena.
Danny schüttelte seinen Kopf. "Ich sehe nichts Falsches dabei."
"Ist es nicht, wie Etwas für Nichts zu bekommen?"
"Ich vermute irgendwie schon. Aber andererseits packst Du ein
riesigen Aufwand hinein und wirfst nicht Dein Geld zum Fenster
raus und hoffst, dass das Glück nun übernimmt. Du benutzt Deinen
Verstand und alle Fertigkeiten, die Du hast. Du nimmst auch
niemanden etwas weg, weil, wenn irgendjemand anderer die
richtigen Antworten hat, gewinnt auch er."
"Das ist ein gutes Argument," sage Danny, "aber was ist, wenn Du
Dich entscheidest, darüber zu schreiben und zu viele Leute es tun?
Dann gibt es bald keine Lotterie mehr."
"Ich weiß, was Du meinst. Das Entscheidende ist, dass es schon
passiert."
"Wie meinst Du das?" fragte Neena. "Was hast Du gemacht?"
Dannys Augen waren schon wieder so groß wie Wassermelonen.
"Nun, vor sechs Monaten wollte ich ein Buch mit der Geschichte,
die passiert ist, schreiben. Ich wusste nicht wie ich es schreiben
sollte, also nahm ich einen Kassettenrekorder und habe die
Geschichte einfach erzählt, so wie ich sie soeben Euch erzähle. Ich
brauchte ungefähr vier Kassetten ... und fast sechs Stunden. Ich
habe einige Kopien angefertigt und einige davon verkauft, nur um
zu sehen, ob irgendjemand daran interessiert war. Offensichtlich
haben ein paar Leute alles bis zum Maximum übertrieben, da ich
hörte, dass die Sportlotteriegesellschaft ein regelrechtes Problem
hatte, ihre Bücher auszugleichen, weil es plötzlich scheinbar eine
Gruppe von Leuten gab, die immer gewannen. Zuerst haben sie die
Chancen heruntergesetzt, in der Hoffnung, dass dies das eventuelle
System der Leute brechen könnte, aber es half nicht. Jetzt haben
sie den Höchstwettbetrag herunter gesetzt. Durch Gerüchte habe
ich gehört, dass die Lotteriekommission wie wild versucht,
herauszufinden, welches System die Leute benutzen. Letztendlich
gibt es kein System."
"Wie viele Kassetten hast Du verkauft?" fragte Neena.
"Ungefähr ein Dutzend."
"Wen Du nur ein Dutzend verkauft hast, was wird passieren, wenn
Du ein Buch schreibst und Tausende von Leuten es lesen?"
"Kann ich nicht sagen. Kann sein, dass die Lotteriekommission zu
macht oder einen Weg findet das Spiel herausfordernder zu
machen. Es ist wie beim Schachspielen. Wenn Du Deinen Verstand
nicht einsetzt, brauchst Du auch nicht zu spielen. Die Regierung
hat entschieden das Glücksspiel aus Selbstzweck zu legalisieren,
und wenn sie nicht gewillt sind, die Probleme dieser Entscheidung
zu tragen, dann ist es am besten für sie, wenn sie sich
heraushalten. Sie scheinen auch kein Problem damit zu haben, hart
arbeitenden Menschen Millionen von Dollar wegzuscheffeln. Ob sie
gewillt sind, es zurück zu geben, ist nicht meine Sache. Die Welt
hört sich nicht auf zu drehen, nur weil die Lotterie dicht gemacht
wird. Außerdem geht die Geschichte nicht um Geld oder die
Lotterie. Es geht um Liebe und was Du mit Liebe tun kannst und
Deinem Verstand."
"Aber wenn die Lotterie dicht macht, ist das Lernen dieser Technik
nutzlos." Sagte Danny.
"Überhaupt nicht! Es gibt unfassbar viele Dinge, die Du mit diesem
Talent erreichen kannst. Zu denken, dass Du nur die Lotterie damit
gewinnen kannst, ist krank und geistig beschränkt. Diese Methode
kann man für viele unglaubliche und wunderbare Dinge verwenden.
Du kannst sie verwenden um eine wirkliche Änderung in dieser
Welt zu erreichen und einer Menge Leute damit helfen. Du kannst
sie auf Deinem Arbeitsplatz oder Deinem Unternehmen anwenden.
Es ist endlos! Nur weil die Lotterie eventuell nicht mehr oder nicht
mehr in der Form wie jetzt da ist, ist kein Grund, diese Information
zurückzuhalten. Der einzige Grund, warum ich mit der Lotterie
anfing, ist, weil es damit bei mir anfing. Ich lernte dann langsam
den Rest, den Ihr auch gleich herausfinden werdet, wenn Ihr mich
die Geschichte fertig erzählen lasst."
"Mach!" sagte Danny begierig.
Neena beugte sich zu mir. "Spielst Du immer noch Lotterie?"
"Nein. Nun, ich sollte nicht nein sagen. Ich spiele noch ab und zu,
meistens zum Spaß. Ich setze zwei Dollar. Sehr selten gewinne ich
nichts, aber soweit es den Versuch angeht, damit Geld zu machen,
damit habe ich schon vor langer Zeit aufgehört. Geld war wirklich
nicht das, hinter dem ich her war. Ich gebe zu, dass ich davon
abgelenkt wurde. Was ich suchte war glücklich sein und zwar
Glücklichsein, das nicht von Geld oder Sachen oder Beziehungen
oder irgend etwas Externen abhängig ist. Ich bin in der glücklichen
Lage behaupten zu können, dass ich nach 41 Jahren mein Ziel
erreicht habe. Es gibt nichts, mit dem man es vergleichen könnte.
Ich arbeite aber an einem anderen Projekt und benutze die Lotterie
dazu, um zu überprüfen, wie gut es läuft. Aber das ist eine andere
Geschichte."
"Wie hast Du Dein Glücklichsein erreicht?" fragte Neena.
"Der Rest der Geschichte wird das erklären."
Das Geheimnis
Gestern habe ich meinen Hund gefragt
Was ist das Geheimnis des Lebens?
Er antwortete
Wenn es rennt, jage es
Ich fragte
Was, wenn es nicht rennt?
Er antwortete
Abwarten ....
Kapitel Achtzehn
"Sonntag ist mein Lieblingstag," sagte ich. "Die Straßen sind ruhig
und es treiben sich keine Rechnungseintreiber um die Ecken. Eine
gute Zeit, Lebensmittel einzukaufen. Rudy und ich entschieden uns
mutig dem Lebensmittelladen noch einmal zu versuchen. Ich sagte
Rudy, dass er im Auto bleiben sollte und als ich hineinging, dachte
ich, wenn das erste Anzeichen von Problemen zu bemerken ist, bin
ich hier raus. Ich arbeitete mich unbemerkt langsam durch den
Laden. Alles war wieder normal. Junge, was eine Erleichterung. Ich
ging weiter um noch einige Sachen einzupacken und als ich dabei
am Büromaterialregal vorbei kam, viel ein Notizblock in meinen
kleinen roten Korb. Ihr müsst zugeben, dass die Chance, dass so
etwas passiert ziemlich klein sind. Davon abgesehen nahm ich den
Notizblock und blätterte darin herum. Mir kam ein Gedanke: Wenn
Sneaky sich eine Weile nicht blicken lässt? Ich könnte alles
vergessen. Der erste Tag verblasste bereits; er erschien mir wie
ein Traum. Ich legte den Notizblock wieder aufs Regal. Aber sobald
ich zuhause war, machte ich mir ein paar Notizen."
"Ich saß im Wohnzimmer auf meinem Lieblingsstuhl am Fenster,
als ich eine Stimme sagen hörte, ‚Ich freue mich zu sehen, dass Du
wieder ausgeglichen bist'"
"Ich musste nicht hinsehen, um zu wissen wer es war. Ich sagte.
‚Meine Güte, ich wünschte, Du würdest Dich nicht immer so an
mich heranschleichen. Warum klopfst Du nicht an der
Eingangstür?'"
"'Du kommst niemals zur Eingangstür, wenn jemand klopft.'"
"'Okay, dann klopfe an der Hintertür.'"
"'Dahin kommst Du auch nicht.'"
"'Ich glaube, dass Du Recht hast. Wie wär's mit einem Lichtblitz,
kurz bevor Du erscheinst?'"
"'Das kann arrangiert werden.'"
"Dieses Mal war ich vorbereitet. Ich hatte schon ein paar Fragen
aufgeschrieben, die ich ihn fragen wollte. Ich blätterte in meinem
Notizblock."
"'Hier ist eine Frage für Dich,' sagte ich. ‚Was passierte neulich in
dem Laden? Die Leute haben ganz seltsam agiert.'"
"'Um es milde auszudrücken, Du hast gestrahlt,' lächelte er."
"'Was?'"
"'Lass mich Dich eins fragen: Was passiert, wenn Leute sich
verlieben?'"
"'Sie strahlen.'"
"'Und'"`
"'Gib mir ‚ne Minute.' Ich war mir sicher, die Antwort zu wissen. Ich
habe es ja häufig genug gesehen."
"'Erst haben sie dieses Strahlen um sich,' sagte ich. ‚Dann sieht es
so aus, als würden sie attraktiver, besonders beim anderen
Geschlecht. Es scheint, als würden sie andere Leute anziehen.'"
"'Exakt. Versuche es so zu sehen. Wenn eine Person sich verliebt,
öffnet sich ihr Herz und sie beginnen buchstäblich Liebe
auszustrahlen. Das gibt Ihnen das Strahlen, und in Deinem Fall ist
dasselbe passiert. Dein Herz hat sich zeitweilig geöffnet und Du
hast Liebe ausgestrahlt, nur in einem viel größerem Ausmaß, als
Du es immer gesehen hast.'"
"'Ziemlich gefährliche Sache. Lass mich hoffen, dass es nie wieder
passiert.' Ich schüttelte meinen Kopf."
"Sneaky schüttelte auch seinen Kopf. ‚Stell Dir einfach einmal vor
Klaus, Du könntest lernen, Dein Herz zu öffnen.'"
"'Ja, stell Dir einmal vor Sneaky, was ich mit einer Million Dollar
anfangen könnte.'"
"'Erinnerst Du Dich noch daran, als Du sechs Jahre alt warst?'
fragte er. Ich zuckte mit meinen Schultern."
"'Du wolltest alles über Liebe wissen. Du wolltest, dass alle
glücklich sind. Du wolltest die Welt total ändern. Du standest in der
Mitte eines Ackers und tatest so, als ob Du Liebe zu allen Blumen
und Schmetterlingen wie eine strahlende Sonne schicken würdest.
Erinnerst Du Dich?'"
"'Nicht wirklich. Immerhin war ich erst sechs Jahre und habe noch
nicht gewusst, auf welchem Planeten ich war. Ich bekomme das
komische Gefühl, dass Du mich in etwas hineintricksen willst, was
ich nicht tun will.'"
"'Was ist denn das, was Du nicht tun willst?'"
"Ich dachte einen Moment nach. ‚Erwischt, ich habe keine
Ahnung.'"
"'Okay, was möchtest Du tun?'"
"Dies hat mir langsam Kopfschmerzen bereitet. Ich habe all dies in
meinem Verstand Tausend mal durchdacht und immer, wenn ich
etwas fand, von dem ich dachte, es könnte mich erfreuen, verlief
es im Sande. Ich konnte fühlen, dass Sneaky meine Gedanken las."
"'Ich weiß nicht,' erwiderte ich. ‚Es ist etwas, was mir fehlt und es
sieht so aus, dass ich auch nicht darauf kommen würde. Manchmal
denke ich, es ist Langeweile, aber das ist es nicht. Es ist wie ...
mein Leben ist wie Lack ohne Farbe drin.'"
"'Lass uns zurückgehen, als Du sechs oder sieben Jahre alt warst.
Denke daran. Haben Dinge, die Du damals gemacht hast, farblos
ausgesehen?'"
"Ich versuchte nachzudenken. Ich nahm eine Zigarette und
während ich sie anzündete, bemerkte ich aus meinem
Augenwinkel, dass Sneaky gegangen war."
"Ich pausierte einen Moment um einen Schluck Orangensaft zu
trinken."
"Also, was hast Du getan, als Du jünger warst? Es klingt als wärst
Du damals glücklich gewesen," sagte Neena.
"Also ... die Umstände waren nicht die besten. Die meiste Zeit war
es eigentlich nicht zum Aushalten. Aber ich hatte Dinge, die ich
gerne tat, Zeug ... wisst Ihr, Zeug, von dem Du nicht genug
kriegen kannst. Ich war jeden Tag bereit zu gehen. Ich konnte es
nicht erwarten, aus dem Haus zu kommen. Schlaf war etwas, was
ich tat, wenn ich meine Augen auch nicht mehr für eine Minute
offen halten konnte. Nachdem Sneaky gegangen war, habe ich an
all dies gedacht. Als ich jünger war, war irgendetwas anders in mir.
Als ich klein war, empfand ich Schlaf als Belästigung, aber später
im Leben ist Schlaf meine Zufluchtsstätte und es war eine Menge
von meiner Liste mit Zeug, das gehen musste. Aber all das hat
mich nicht dem Verständnis näher gebracht, was nun den
Unterschied ausmacht. Was immer es war, schien mir bestimmt
später im Leben zu fehlen."
"Also weißt Du immer noch nicht, was Dir fehlt?" fragte Neena.
"Ich weiß es, aber zu der Zeit, als Sneaky erstmals auftauchte,
hatte ich keine Ahnung von allem. Ich habe sogar gedacht, der
Grund dafür, dass Sneaky da war, hätte irgendetwas mit dem
Gewinnen der Lotterie zu tun. Aber ich habe dann festgestellt, dass
er nicht wegen der Lotterie, sondern aus einem anderen Grunde
gekommen war. Diese Erkenntnis ließ mich um einiges wohler
fühlen, wenn er da war. Ich war danach nicht mehr so abwehrend.
Was das Fehlende in meinem Leben oder in mir angeht. Bleibt bei
mir, es ist alles in der Geschichte."
Danny gab einen Laut der Erleichterung von sich. "Also der Grund,
aus dem er hier war, hatte nichts mit der Lotterie zu tun, richtig?"
"Das ist richtig." Antwortete ich. "Aber es hat etwas zu tun mit der
Methode."
Ich lächelte, als Dannys Schulter langsam nach unten ging. Neena
dachte auch, dass es lustig war.
Ich bin ein Hund und das ist mein Leben
Ich schlafe
Ich träume
Ich jage ein oder zwei Katzen
Um ihr Leben
Und der Tag ist vorbei.
Welch ein glorreiches Leben
Vielleicht gibt es morgen ein Eichhörnchen
Ein großes, fettes, langsam rennendes Eichhörnchen.
Kapitel Neunzehn
Ich schaute auf Neena und Danny und fragte, "Habt Ihr jemals
darüber nachgedacht, wie viel Aufwand und Zeit man braucht, um
einen physischen Körper zu betreiben?" Beide schauten mich
verwirrt an.
Ich schüttelte den Kopf. "Es ist so. Ein paar Tage nach meinem
letzten Besuch, ich hatte immer noch keine Wetten abgeschlossen,
meistens weil ich mir wegen der Dinge nicht sicher war. Auf
verschiedene Art war die Möglichkeit, dass ich ausgeflippt war,
immer noch in meinem Verstand. Ich fühlte, dass die Tatsache,
dass ich mir selbst noch Fragen stellte, mir den Hinweis gab, dass
ich noch ganz richtig war."
"Ich nahm ein Bad, hörte ZZ Top über meine Kopfhörer und
erwägte die Vielschichtigkeit einen physischen Körper zu haben und
die Komplexität des Lebens. Denkt einmal daran, wie viel nötig ist,
um einen physischen Körper von einem auf den anderen Tag am
Laufen zu halten. Es ist enorm! Wir stehen morgens auf und das
erste was wir tun müssen ist, überschüssige Flüssigkeit abfließen
zu lassen. Dann waschen, schrubben und kämmen wir unseren
Körper. Dann sprayen, reiben und quetschen noch mehr Sachen
darauf. Aber das ist noch nicht alles. Dann ziehen wir uns Kleider
an, die wir waschen, trocknen, bügeln und falten mussten. Nun
denkt ihr, ihr habt alles erledigt, richtig? Nein, es ist nur die Spitze
des Eisberges. Nun muss der Tank nachgefüllt werden, aber nicht
mit etwas einfachen wie einem Ballen Heu. Wir müssen rühren,
filtern, mixen, grillen und letztendlich in ein Loch in unserem
Köpfen schieben, und das Kauen nicht vergessen. Junge, ich liebe
die Effizienz. Wir brauchen einen Platz, um diesen Körper zu
lagern, speziell in der Nacht, so dass nichts uns fressen kann,
während wir schlafen und uns trocken hält, wenn es regnet. Also
mieten, kaufen oder bauen uns Unterkünfte. Aber um dies tun zu
können, musst Du Deinen Körper an eine andere Stelle bringen und
ihn Dinge tun lassen, die er nicht tun will, und dafür gibt Dir
jemand Papiere, die Du wieder jemand anderem gibst. Nun, um zu
dieser Stelle zu kommen, an der man dir diese Papiere gibt, an der
Du Deinen Körper Dinge tun lässt, die er nicht tun will, brauchst du
ein Transportmittel, also eine Art Körperschale, welche Du auch mit
einem Schlauch füttern musst, und wachsen, reparieren und eine
Unterkunft geben musst. Das macht Sinn, oder? Also musst Du
jetzt noch mehr arbeiten und Papiertausch machen. Und um die
Angelegenheit noch skurriler zu machen, habt Ihr schon bemerkt,
dass immer etwas entweder mit Eurem Körper essen oder sich mit
Eurem Körper paaren will? Nehmt Euren Körper einfach mal in den
Park und beobachtet, was passiert. Wanzen wollen Euer Blut
saugen; Hunde versuchen Euer Gesicht zu abzulecken und das
nächste, was Du bemerkst ist, das ein anderer Körper sich gegen
Deinen zu reiben versucht. Stellt Euch das mal vor!"
Danny und Neena lachen bis dahin ziemlich heftig, Anscheinend
dachten Sie, das dies alles sehr lustig wäre. Damals sah ich das
bedauerlicherweise als die Wahrheit an und nahm es ernster. Ich
steckte mir eine weitere Zigarette an und wartete geduldig bis
Danny und Neena sich beruhigt hätten, so das ich weitererzählen
konnte.
"Ich war immer noch in meiner Wanne. Ich hatte meine Augen
geschlossen aber ich sah einen Lichtblitz durch die Schlitze meiner
Augen. Als ich meine Augen öffnete, sah ich Sneaky auf der
Toilette sitzen mit einem Papiersegelboot und einem Rasierer in der
Hand. Mein Herz schlug schneller, als ich auf den Rasierer schaute.
Es war einer der Alten, die Art, wo sich der Kopf wie die
Bombentore der B52-Bomber öffneten. Es kam mir etwas bekannt
vor, mit diesen zwei Dingen. Ich wartete gerade darauf, dass
meine Erinnerung wiederkam."
"Ich kann sehen, warum Du einen Großteil Deines Humors verloren
hattest, wenn Du so auf das Leben schaust." Sagte Sneaky.
"'Was?' Ich hatte ein Auge auf dem Rasierer und das andere auf
der Türe."
"'An was hast Du gerade gedacht.'"
"'Oh, nur ein Gedanke, das war alles.' Sagte ich."
"'Nein, ich denke es ist mehr als das.' Sagte er und warf mir einen
beunruhigten Blick zu. ‚Siehst Du, wenn Du Liebe aus Deinem
Leben nimmst wird alles mechanisch, kalt und lieblos. Es ist wahr,
dass eine Menge Dinge, die Du tun musst, jeden Tag gleich sind,
aber wenn Du Liebe in Deinem Tun hast, bekommen diese Dinge
eine gewisse Romanze. Nimm Dein Bad zum Beispiel.
Normalerweise hat es eine Hauptfunktion, aber wenn Du ein paar
Blasen dazumachst, einige Spielsachen .. ich sehe Du hast welche,
vielleicht eine Kerze und unterhaltsame Gespräche oder sogar
Musik, hast Du eine ganz neue Erfahrung.'"
"'Was ist mit dem Boot und dem Rasierer?'"
"'Du erinnerst Dich! Jemand hatte Dir ein Papierboot wie dieses
gemacht, weil Du nicht baden wolltest. Mein Gott, wie die Dinge
sich ändern. Ich sehe, dass Du jetzt welche aus Plastik hast. Aber
als Du das Papierboot gesehen hast, bist Du die Treppe hoch in die
Wanne gerannt'"
"'Ja, ich erinnere mich.'"
"'Erinnerst Du Dich an den Rasierer?' grinste Sneaky, als er zum
Rasierer zeigte."
"'Ja.' Antwortete ich. Die Erinnerung kam mir gerade in den Sinn.
'Es ist schwer zu vergessen, wenn man bedenkt, dass ich auf der
Narbe sitze.'"
"'Kannst Du Dich erinnern, dass ich Dir sagte, Du sollst nicht mit
dem Rasierer spielen?'"
"'Du hast immer gesagt, tu dies nicht oder tu das nicht.' Sagte ich.
‚Was willst Du damit sagen?'"
"'Es gibt keinen Weg, Dir zu beweisen, dass ich real bin und dass
Du nicht verrückt bist. Alles kann als ein Fragment Deiner
Einbildung betrachtet werden; Es ist nicht an mir, es für Dich zu
tun, aber für Dich, Dir selbst zu vertrauen, und darin liegt ein
großer Erfolg. Also denke darüber nach, was all die Jahre in
Deinem Leben gefehlt hat.'"
"Ich schaute auf. ‚Warum erzählst Du mir es nicht einfach?'"
"Aber er war schon weg. Er hat das Papierboot dagelassen. Als ich
danach griff, sah ich, dass auf der Seite etwas geschrieben stand:
‚Vor einigen Jahren stelltest Du Dir vor, etwas zu tun. Erinnere
Dich, denn Deine Gedanken brachten Realität hervor. Beweis ist die
Last des Ungläubigen.'"
"Ich schmiss das Segelboot ins Wasser, nahm meine Kopfhörer ab,
spielte damit, zumindest bis es sank. Es brachte viele Erinnerungen
zurück. Ich konnte aber nicht herausfinden, was ich vor einigen
Jahren mir vorgestellt habe, dass nun Wirklichkeit geworden sei."
Ich wusste, dass Neena etwas fragen wollte.
Hier ist ein Rätsel
Bist Du soweit?
Okay dann!
Bewusstseinserschaffung.
Ist Bewusstsein Erschaffung?
(ich habe nie gesagt, dass es ein einfaches werden würde.)
Kapitel Zwanzig
Danny schaute auf sein Notizbuch und rieb sich die Stirn. Neena
hat Dannys Gesichtsausdruck ebenfalls bemerkt. Er murmelte nur
etwas, hat aber nicht richtig geantwortet. Ich war mir sicher, dass
ich wusste, was in seinem Kopf vor sich ging.
"Was ist los Danny?" fragte ich. "hast Du zwiespältige
Überzeugungen?"
Danny schaute zu mir. "Was meinst Du?"
"Komm schon. Es ist Dir ins Gesicht geschrieben. Du bist Dir nicht
sicher, was Du glauben sollst oder ob die Lotteriesache
funktioniert. Richtig?"
"Ich schätze schon," antwortete er. "Ich will nicht sagen, dass Du
nicht die Wahrheit erzählst. Es ist nur, kann sein, dass es bei Dir
funktioniert, aber dass heißt nicht, dass es das auch für mich tut."
"Wenn jetzt sofort zehn Engel direkt von Gott kämen und Dir
erzählen würden, dass es für Dich funktioniert, würdest Du ihnen
glauben?"
"Garantiert." Dannys Augen leuchteten.
"Was, wenn es nur ein großer fetter bierrülpsender Engel wäre?
Wäre das für Dich auch in Ordnung?"
Neena kicherte.
"Wahrscheinlich."
"Warum würde es einen Unterschied machen, wie viele Engel da
wären?"
"Ich weiß nicht, Ich vermute, dass es einfach glaubwürdiger ist."
Danny schüttelte den Kopf. "Ich verstehe nicht, was Du mir sagen
willst."
"Das Entscheidende ist, dass Du recht hast, es wird bei Dir nicht
funktionieren."
Danny schaute geschockt aus, Neena auch. Für eine Sekunde
dachte ich, Danny würde nicht mehr mitkommen.
"Der Grund, warum es für Dich nicht funktioniert, ist, dass Du nicht
daran glaubst, also sage mir, warum Du glaubst, dass es für Dich
nicht geht."
Danny dachte einen Moment nach. "Ich vermute, es klingt zu
einfach. Du musst daran denken, dass bei all den Millionen
Menschen auf diesem Planeten, sollte einer schon vorher darauf
gekommen sein."
"Logisch machte das absolut Sinn und irgendwann einmal, habe ich
das auch geglaubt. Später fand ich heraus, dass es lediglich mein
eingeschränkter Glaube war, der sich selbst rechtfertigen wollte.
Ich bin nicht der einzige, der es getan hat. Es ist einfach so, dass
jeder andere, der es erreicht hat, nichts darüber gesagt hat. Es ist
sehr seltsam, sobald Du etwas entdeckt hast, scheint es, dass alle,
die das auch entdeckt haben, plötzlich aus dem Unterholz
herauskommen."
"Glauben sind verschlossene Türen oder Schlüssel, die alle Türen
öffnen." Warf Neena ein.
"Das ist wahr," sagte ich. "Zur Zeit sind Deine Vorstellungen
verschlossene Türen. Wenn wir Dich davon überzeugen könnten,
dass Du nicht Ski fahren lernen kannst, und Du würdest es
glauben, dann würdest Du nicht Ski fahren lernen. So ist es nun
mal, auch wenn alle Beweise dagegen sprechen."
"Aber wenn etwas bewiesen ist, dann ist es real und wir sollten es
glauben."
"Nein!" Ich schüttelte meinen Kopf.
Danny nahm ein Glas und knallte es vor mir auf die Bar. "Dieses
Glas ist rund. Ich glaube es."
Ich ergriff das Glas und schleuderte es auf den Boden hinter der
Bar. Es zersprang in Tausend Stücke.
"Nein, dieses Glas war rund an den Seiten aber flach am Boden und
offen am oberen Ende. Nun ist es nichts mehr von allem." Ich
bemerkte, dass dies ein scheußliches Beispiel war.
"Ich kann Dir nicht beweisen, wie Dein Glaube alles beeinflusst,
was Du kannst oder nicht kannst. Vor Jahren habe ich einige Kurse
besucht. Einer war ein Meditationskurs, ein Kurs über die Kraft
Deines Verstandes und ein Kurs über die Möglichkeit, Dein
Unterbewusstsein zu aktivieren. An einem Punkt in diesen Kursen
fragte ein Teilnehmer: Kann ich damit die Lotterie oder am
Aktienmarkt gewinnen? Jedes Mal erhielten sie die Antwort ‚Nein' in
einigen Variationen. Und um die Wahrheit zu sagen, auch ich
glaubte daran für eine Weile. Aber dann wurde ich neugierig, weil
sie dir erzählen, was für viele verschiedene, unfassbare Dinge Du
damit tun kannst, aber nicht dies. Jedermann scheint Dich davon
hinwegsteuern zu wollen. Dies wird besonders interessant, wenn
Du siehst wie diese Person sich ein Lotterielos kauft. Was sie Dir
erzählen wollen ist, dass Du zwar ein Lotterielos kaufen darfst,
aber es Dir nicht erlaubt ist alle Deine Möglichkeiten zu nutzen, die
Dir zu Verfügung stehen, um diesem Stück Papier wertvoll zu
machen. Das Gewinnen der Lotterie hat sich für mich als einfachste
Leistung herausgestellt, aber es war der größte Schritt, den
dadurch kam es endlich durch meinen Dickschädel, dass ich kein
hilfloses kleines Wesen bin, dass Gott vergessen hatte. Ich kann
alles tun, von dem ich glaube, dass ich es kann. Ich werde Euch
heute Nacht etwas zeigen, dass für Euch viel mehr tun wird, als die
Lotterie jemals kann, und wenn Ihr es nutzt, braucht Ihr keine
Lotterie mehr."
Ich half ihm, das zerbrochene Glas zu entfernen und setzte die
Geschichte fort.
"Ich bin gerade zu Bett gegangen und hatte meine Augen
geschlossen, als ich einen Lichtblitz wahrnahm. Ich wusste wer es
war. Ich konnte Sneaky auf meinem Bettrand sitzen sehen, als ich
meinen Kopf ein bisschen drehte und ein Auge öffnete."
"'Warum bist Du nicht gekommen, bevor ich ins Bett ging?' fragte
ich ihn."
"'Ich dachte, Du möchtest eine Gute-Nacht-Geschichte hören, wie,
als Du klein warst.'"
"'Ich erinnere mich an Deine Gute-Nacht-Geschichten, und so, wie
ich mich daran erinnere, waren sie mehr wie Vorträge.'"
"Ich wusste, dass er auf irgendetwas hinaus war; ich spürte es."
"'Sie haben Dich immer gut einschlafen lassen und Dir schöne
Träume gebracht, oder?'"
Ich schaute zu Neena und dann zu Danny. "Übrigens, ist Euch
etwas seltsames aufgefallen, wie Sneaky redet?" Sie schüttelten
ihre Köpfe.
"Jetzt kommt schon, er spricht genauso wie ich. Er benutzt die
gleichen Worte und hat das gleiche Sprachmuster. Findet Ihr das
nicht seltsam?"
"Ich dachte, das war nur Deine Erzählungsweise der Geschichte."
Sagte Neena.
"Überhaupt nicht. Ihr solltet das im Hinterkopf haben. Was auch
immer, lass uns da weitermachen, wo wir von der Geschichte
abgekommen sind."
"Ich stimmte zu, Sneakys Gute-Nacht-Geschichte zu hören, legte
mich zurück und schloß meine Augen."
"'Es war einmal ein kleiner Junge, dessen einziger Freund ein Engel
war. Sie verbrachten Ihre ganze Zeit damit zusammen zu spielen,
lachen, Schwert zu kämpfen, Bäume zu klettern und sprachen
davon, die Welt zu einem besseren Platz zu machen, voll von Liebe
und Spaß. Viele Ihrer Tage verbrachten sie mit Schatzsuche auf der
Müllhalde. Natürlich hat der Engel immer die besten Schätze
gefunden.'"
"'Viele Ihrer Tage verbrachten sie auf dem See mit einem kleinen
Ruderboot, wo sie stundenlang reden konnten, ohne dass jemand
sie hören konnte. Sie glitten durch die hohen Wellen, die größere
Boote machten und lachten. Der Junge war dort sehr glücklich.
Eines Tages schickte der Junge den Engel fort und sagte ihm, dass
er nie mehr wieder kommen sollte. Der Junge sagte ‚Wegen Dir
hassen mich alle und denken dass ich doof und verrückt bin.' Das
war ein schlimmer Tag für beide. Aber was der Junge nicht wusste,
war, dass er durch das verärgerte Wegschicken des Engels auch
der Liebe den Rücken kehrte. Er erlaubte keine Liebe in seinem
physischen Sein und durch das, dass er überhaupt nicht mehr an
die Liebe glaubte, bereitete ihm das mehr und mehr Schmerzen.
Der Schmerz wuchs, als er älter wurde. Der Junge, jetzt ein Mann,
versuchte viele verkehrte Sachen zu richten, aber er wusste nicht,
dass er nur unter der fehlenden Liebe litt. Und wie viel Liebe der
Engel auch zu ihm schickte, sein Herz war verschlossen und es kam
nichts hinein.'"
"Sneaky machte eine Pause."
"'Der Engel hat den Jungen niemals wirklich verlassen, sondern hat
sich nur unsichtbar gemacht, weil der Engel wusste, dass der Junge
eines Tages seine Meinung ändern würde. Und wirklich, Jahre
später tat er es. Und als sie wieder zusammen waren, entschieden
sie sich, ein Buch über Leben in Liebe zu schreiben.'"
"'Du träumst, mein Freund. Ich erzähle niemand irgendetwas.' Ich
versuchte ihn zu ignorieren und ließ mich in den Schlaf sinken. Ich
erinnere mich nur an das, was ich schwach hörte."
"'Eines Tages gewann der Junge, jetzt ein Mann, in der Lotterie und
mit diesem Geld kaufte er sich ein hübsches Blockhaus im Wald,
wo er seine Zeit damit verbrachte, über die Liebe und die
Realitäten des Lebens zu schreiben. Eines Tages sah der Mann ein
Mädchen mit den Bäumen reden.'"
"'Man sagt, dass der Junge, der zu Engeln redete und das
Mädchen, das zu Bäumen redete, glücklich zusammen lebten - und
wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute.'"
"'Vergiss es. Wie viel habe ich gewonnen?' fragte ich, nicht sicher
ob laut oder nur in meinem Kopf."
"Er musste näher gekommen sein. Ich war gerade dabei
einzuschlafen als ich ihn laut und deutlich hörte."
"'Träume machen Gläubige und Gläubige machen. Du darfst
wünschen, ihr Zelt anzuschauen und die Flecken auf ihrem Rücken.
Sie kennt Dich wahrscheinlich sehr gut, sonst müsste sie es nicht
so offensichtlich machen.'"
Neena hielt sich den Bauch vor Lachen. Danny weinte vor Lachen.
Ich musste ein wenig mitlachen, obwohl ich es nicht so lustig fand.
Ich wusste nicht einmal genau, was Neena so lustig fand. Ich
dachte, ‚Sie weiß etwas, dass ich nicht weiß.' Sie brachte es fertig,
sich in ein paar Sekunden wieder unter Kontrolle zu bringen und
brach dann wieder in schallendes Gelächter aus. Dies ging eine
Weile so. Ich konnte nicht anders, als mitlachen, wenn ich sie
lachen sah.
"Ihr Männer seid alle gleich." Neena wischte sich die Tränen aus
den Augen. Ich hielt meinen Bauch, der vom vielen Lachen weh
tat.
"Ihr seht den Wald vor lauter Bäumen nicht," sagte sie
herablassend. "Stell Dir vor, dass ihr einige Zeit, bevor ihr geboren
ward, euch entschieden habt, euch irgendwann im Leben zu
treffen. Nur um sicher zu gehen, dass es Dir in Deinen Dickschädel
geht, musste sie diese Zeichen auf ihren Rücken machen, so dass
Du es garantiert nicht übersehen kannst."
Sie hatte immer noch ein breites Grinsen im Gesicht. Ich versuchte
etwas zu finden, um zurück zu schießen. Ich schaute Danny an.
Danny schaute sie an. "Warum muss er das machen? Kann sein,
wenn sie alles zusammen hat, ist sie in der Lage, ihn zu finden."
Ich dachte, es wäre eine gute Erwiderung und nickte mit dem Kopf.
"Ihr Männer seid so blind, ihr würdet sie nicht sehen, selbst wenn
ihr über sie stolpern würdet." Sie brach wieder in Lachen aus. Es
gab keine Anzeichen dafür, dass sie es unterbinden wollte, also
entschieden Danny und ich uns alleine zu unterhalten.
"Hast Du sie etwa schon finden können?" Danny versuchte es laut
genug zu sagen, dass ich es trotz Neenas Gelächter hören konnte,
was ihr Lachen nur noch verstärkte.
"Ich denke, ich hab's. Es gibt immer noch einige Fragen, die ich
noch nicht ganz durchgearbeitet habe."
"Also hast Du sie gesehen, aber bist ihr noch nicht begegnet?"
fragte er.
"Irgendwie so. Es ist jetzt zwei Jahre her, als mir Sneaky die Gute-
Nacht-Geschichte erzählte. Zu dieser Zeit hat mich das alles nicht
interessiert, aber später fing ich an, mich über die Tragweite zu
wundern, von dem, was er mir erzählt hat."
Danny schaute verwundert. Neena hatte sich im Griff aber immer
noch ein breites Grinsen im Gesicht.
"Jetzt kommen wir zu den Angsthasen." Sie erfreute sich
offensichtlich bis zur Neige daran.
"Das ist es nicht. Ich weiß auch nicht wie ich es erklären soll, aber
unsere Zukunft, unsere Gegenwart und unsere Vergangenheit sind
nie fertig. Sie können jederzeit geändert werden. Ich weiß, dass
das komisch klingt und einigermaßen unmöglich, aber am Ende der
Geschichte gibt es ein gutes Beispiel dafür. Für den Augenblick
akzeptiert einfach einmal, dass es die Möglichkeit gibt, wenn wir
unser Leben leben, haben wir die Möglichkeit unsere
Lebenserfahrung zu verändern. Es hat sehr viel damit zu tun, an
was wir im vollem Umfang glauben. Zum Beispiel, nimm Danny, er
gewinnt die Sport-Lotterie. Es kann oder auch nicht, für ihn eine
Lebenserfahrung sein, wie sie jetzt ist. Aber, wenn er daran glaubt,
dass es möglich ist, schaltet er um in eine neue Wahrscheinlichkeit
und ist in der Lage die Sport-Lotterie so zu spielen, wie ich es ihm
gezeigt habe, und er gewinnt."
"Was hat das mit der Frau zu tun?"
"Als Sneaky das zu mir sagte, ignorierte ich das. Später habe ich
darüber nachgedacht und habe es auch aus verschiedenen
Gründen angefangen zu glauben, vielleicht weil ich es so wollte. Ich
fing an in verschiedenen Wahrscheinlichkeiten zu suchen und habe
sie gefunden. Dann fand ich sie in ihrer physischen
Wahrscheinlichkeit, oder der physischen Erfahrung, in der ich jetzt
bin. Sie war wirklich näher, als ich erwartete. Aber da sind immer
noch unbeantwortete Fragen. Ich musste erst mal, um sie zu
finden, anstatt in die Zukunft zu reisen in der Gegenwart
herumreisen, in verschiedenen Wahrscheinlichkeiten der
Gegenwart, welche ich später erklären werde. Ich bin mehrmals
dahin zurück gegangen ... Manchmal schien sie da zu sein,
manchmal nicht. War sie wirklich da, oder ist sie nur dorthin, in
diese Wahrscheinlichkeit platziert worden, nachdem Sneaky es
andeutete und ich akzeptierte, es zu glauben? Das ist es genau,
was unsere physischen Erfahrungen begründet, die wir erfahren.
Glauben ist direkt mit unserer physischen Erfahrungen verbunden."
Neena schüttelte ihren Kopf als Danny sagte, "Das ist ja total
verwirrend, ich sehe immer noch nicht, was das damit zu tun hat,
ob Du jetzt wirklich zu ihr gegangen bist und mit ihr geredet hast."
"Es ist kompliziert." Ich schüttelte mit dem Kopf. "Als Sneaky die
Andeutung machte heißt das nicht, dass es zu diesem Zeitpunkt
schon real war. Er mag vielleicht die Realität mir einfach
zugeworfen zu haben. Nur weil es ein Teil meiner physischen
Realität oder Erfahrung wurde, heißt das nicht, dass es auch ein
Teil von ihrer war."
Neena berührte ihre Wange. "Du magst recht haben, zwei
eigensinnige, dickköpfige Leute im selben Raum zur selben Zeit
kann einige Komplikationen auslösen. Besonders, wenn sie genau
so feige ist wie Du."
"Also, wie hast Du es fertig gebracht, sie im wirklichen Leben zu
finden?" fragte Danny.
"Eigentlich kannte ich sie schon zwanzig Jahre. Mein Problem ist,
dass ich widersprüchliche Informationen habe. Das hätte auch
seine seltsame Art gewesen sein können, mich mehr Zeit mit dem
Studium der Zeit und den Wahrscheinlichkeiten verbringen zu
lassen."
"Nur daran zu denken verursacht mir schon Kopfschmerzen. Kann
ich noch einen Scotch haben?" fragte ich.
"Sicher, kein Problem." Kicherte Danny in sich rein.
Eine Schlacht zuviel
Ich war ein Krieger
So lange ich mich erinnern kann
Ich habe meine Stellung gehalten
Ich habe das Universum, Gott und die Welt
Und Drachen in mir bekämpft
Ich bin so gut
Manchmal habe ich mich sogar selbst verletzt
Ende
Und als der letzte Kämpfer in mir
Sein Schwert niederlegte
Mit Tränen in den Augen
Fragte ich, Und nun?
Kapitel Einundzwanzig
"Am nächsten Morgen wachte ich in sehr guter Stimmung auf. Vom
Gewinnen zu träumen hat die Neigung mich morgens in eine
empfänglichere Stimmung zu bringen."
"Ich lag immer noch im Bett und dachte darüber nach, was ich
heute alles tun wollte, als ich einen schwachen Schein vom Flur
kommen sah. Ich hoffte, dass es die Sonne wäre, konnte aber
durch mein Fenster sehen, dass es bewölkt war. Manchmal weißt
Du, an der Art, wie ein Tag beginnt, dass es ein langer Tag werden
wird."
"Ich glitt aus dem Bett und schwankte zum Flur. Sneaky wartete in
der Küche auf mich."
"'Gut geschlafen?' fragte er."
"'Ich vermute ja.' Ich rieb mir meine Augen."
"'Du erzählst das besser Deinem Gesicht, es hat es noch nicht
bemerkt.'"
"'Sehr lustig.' Ich öffnete den Kühlschrank um zu sehen, ob noch
Eier übrig wären."
"'Also, wo wollen wir heute anfangen?' fragte er."
"'Ich möchte mit dem Frühstück anfangen, also mach Platz. Ich
brauche Zeit wieder unter die Lebenden zu kommen.'"
"'Junge, mit Dir am Morgen zu reden ist, als ob man einen Bär an
die Lippen fasst!"
"Ich habe nicht geantwortet. Zur gleichen Zeit kam Rudy durch
seine Hundeklappe und die zwei saßen in der Küche und
beschäftigten sich mit sich selbst, während ich mein Frühstück
fertig machte. Ich legte meinen Toast auf den Teller, stellte den
Teller auf den Tisch und gab Rudy sein übliches halbes Toastbrot.
Nicht dass er es jemals frisst; er leckt nur die Butter ab. Rudy
nahm seinen Toast und ging nach draußen und ich setzte mich, um
mein Frühstück zu essen. Sneaky saß einfach nur da und starrte.
Ich gab dann auf."
"'OK, Ich höre Dir lieber zu, als dass Du mir mit Deinem Starren
Löcher in meine Eier brennst.' Sagte ich."
"'Ich fragte mich nur, ob Du ein bisschen Liebe in Dein Essen tun
würdest?' fragte er mit einem spöttischen Lächeln im Gesicht."
"Ich legte meine Gabel hin und rollte mit den Augen. ‚Was soll das?
Ich werde es sowieso essen, also kommt es gleich wieder zurück.
Davon abgesehen, weiß ich gar nicht, von was Du überhaupt
redest.'"
"'Wenn Du Liebe in Dein Essen schickst, wenn Du es zubereitest
oder kurz bevor Du es isst, nimmt das Essen diese Liebe auf und
verändert es in vielerlei Art, vergrößert die Lebensenergie und
verbessert sogar den Geschmack. Die Zellen in Deinem Körper sind
in der Lage, diese Liebe aufzunehmen und mit Liebe angereichertes
Essen hat eine Menge Heilkräfte. Du wirst feststellen, dass es
einfacher zu verdauen ist, es gibt Dir mehr Energie, Du findest es
beruhigender und was am wichtigsten ist, Du gibst Deinem
physischen Körper direkt Liebe.'"
"Während er redete, kam mir ein Gedanke. Was, wenn dies etwas
mit der Tatsache zu tun hat, dass ich Probleme habe, die richtigen
Spielergebnisse zu bekommen und deshalb in der Sportlotterie
nicht gut abschneide? Vielleicht sollte ich auf alle Fälle weiter
spielen."
"'Ich weiß nicht, wie man das macht,' antwortete ich. ‚Ich habe nie
etwas darüber gelesen und hörte noch niemand anmerken, Liebe in
Dein Essen zu schicken.'"
"'Das ist, weil die Leute noch nichts von der Kraft der Liebe wissen
oder wie sie verwendet werden kann. Liebe ist eines der
mächtigsten Dinge im Universum. Stimmst Du mir da zu?'"
"Ich nickte und sagte, ‚Ich vermute, aber das hilft nichts, weil wer
oder was auch immer die Liebe kontrolliert oder lenkt, scheint nicht
da zu sein.'"
"‚Aber Du bist da; Um genau zu sein, einige Millionen von Dir.
Menschen haben die Fähigkeit Liebe zu verschicken, große Mengen
Liebe, zu allem und überall hin, bedenke die Möglichkeiten. Lass
uns mit diesen Eiern anfangen.'"
"‚Schau, ich will nur mein Frühstück essen, also, was immer Du
möchtest, das ich tue, sag's einfach und lass uns weitermachen.'
Ich begann leicht irritiert zu werden."
"Nun kommen wir zu den interessanten Sachen." Sagte Neena.
"Ich stimme Dir zu, das ist es, von was die Geschichte handelt,
aber es wird noch besser."
"Kannst Du die Liebe für die Lotterie verwenden?" Danny grinste
von Ohr zu Ohr.
"Sehr wahrscheinlich, aber ich bin mir nicht sicher. Ich weiß, dass
Du sie für Geld verwenden kannst, aber das erkläre ich später."
"Also, was passierte dann?" fragte Neena.
"‚Schließe einfach Deine Augen und benutze Deine
Vorstellungskraft, um meinen Anweisungen zu folgen.' Sagte
Sneaky. ‚Es ist nicht wichtig, dass Du Deine Augen schließt. Es
macht es nur einfacher, bis Du das Gefühl dafür bekommst.'"
"Ich schloss meine Augen, entspannte mich und folgte seinen
Anweisungen."
"‚Stell Dir vor, da ist ein Licht in Deinem oberen Brustbereich, nahe
Deinem Herzen, und stell Dir vor, es wird heller und heller, strahlt
Liebe aus. Atme langsam und tief, fülle Deine Lungen mit Luft.
Atmen ist wichtig. Jetzt lass das Licht einen gleichmäßigen Schein
haben, wie der Schein, den Du von Kerzen kennst, nur viel größer.
Lass es strahlender werden, und fange an, Deinen ganzen Körper
damit zu umgeben. Das ist es, das Gefühl, das Du in Deiner Brust
bekommst, ist gut, das ist Dein Herz, das sich öffnet. Nun stelle Dir
vor, Du sendest einen Strahl von diesem Schein zu Deinem Essen
auf dem Teller. Gut. Wenn Du spürst, dass es genug ist, kannst Du
aufhören und Deine Augen öffnen und Dich wieder zurückholen.
Das war's.'"
"Ich öffnete meine Augen und sagte, ‚Das ist leicht. Bist Du sicher,
dass es einen Unterschied ausmacht?'"
"‚Mehr als Du Dir vorstellen kannst, mein Freund. Eines Tages wird
es Restaurants und Kaffees geben, die sich auf Essen, das mit
Liebe gefüllt ist, spezialisiert haben. Essen, das mit Liebe gefüllt ist,
wird besser sein, als jedes andere Essen, dass man als gesundes
Essen einstuft.'"
"Ich hatte zu essen begonnen, während Sneaky weiter schwafelte."
"‚Hey, es scheint besser zu schmecken. Es ist, als ob es mehr
Geschmack bekommen hätte! Bist Du sicher, dass das keine
Einbildung ist?'"
"‚Absolut! Wenn Wissenschaftler herausfinden, dass Liebe eine
Körperform hat und das es Teilchen hat, die überall zur gleichen
Zeit existieren, wird es nicht mehr lange dauern, dass der Anteil
von Liebe im Essen direkt verbunden ist mit seiner Heilkraft und
seinen lebenserhaltenden Qualitäten. Und das ist nur die Spitze des
Eisbergs.'"
"‚Interessant.' Sagte ich."
"‚Wenn Du das gleiche mit Deinem Essen machst, bevor Du es
wegstellst, wirst Du feststellen, dass es sich viel länger hält.'"
"Als ich von meinem Teller hochschaute, war er gegangen. Ich
wusch mein Geschirr und setzte mich in meinen Lieblingsstuhl ins
Wohnzimmer."
"Ich muss das ausprobieren," Neena schaute zu Danny. "Würdest
Du mir bitte ein kleines Glas Orangensaft geben?"
"Gute Idee." Danny goss ihr Orangensaft ein.
"Okay, lass mich sehen." Neena nippte an ihrem Orangensaft und
schloss ihre Augen. Danny und ich warteten gespannt. Ich rauchte
meine Zigarette während Neena Liebe in ihr Glas schickte.
Sie öffnete ihre Augen und nahm einen Schluck von ihrem
Orangensaft und dann noch einen, bevor sie das Glas abstellte.
"Wisst Ihr was? Ich denke es wirkt! Es scheint mehr nach Orange
zu schmecken, mehr wie frisch gepresst."
"Es macht ganz bestimmt einen Unterschied," sagte ich, "Ich habe
damit die letzten zwei Jahre herumgespielt und hatte einige sehr
interessante Ergebnisse. Ich gebe Euch ein paar Beispiele. Am Tag
nachdem mir Sneaky davon erzählte, ging ich zu einer
Junggesellenabschiedparty eines Freundes. Jeder sollte etwas zum
Essen zur Party mitbringen und ich entschied mich ein kleines
Experiment zu probieren. Am nächsten Morgen ging ich zu einer
Bäckerei und kaufte einige Kekse. Ich legte sie auf identische Teller
und markierte einen davon auf dem Boden mit einem Filzstift und
schickte rund 15 bis 20 Minuten Liebe zu den Keksen auf diesem
Teller. Ich dachte, wenn ein bisschen schon gut ist, wäre viel mehr
noch besser, was nicht immer bei Liebe zutrifft. Ich habe die zwei
Teller mit zur Party genommen und habe sie nebeneinander auf
den Tisch gestellt. Als die Leute anfingen, die Kekse zu essen,
griffen zuerst sie zu dem Teller, zu dem ich Liebe geschickt hatte!
Zwei Personen griffen über den anderen Teller auf den Teller, zu
dem ich Liebe geschickt hatte. Alle Kekse wurden gegessen, denn
es waren gute Kekse, aber die Kekse, zu denen ich Liebe geschickt
hatte, waren leer, lange bevor die Leute anfingen vom anderen
Teller zu essen."
"Das ist interessant. Hast Du noch etwas anderes probiert?" fragte
Neena.
"Die Jahre über habe ich noch viele Experimente wie dieses auf
verschiedenen Partys gemacht. Die Ergebnisse waren alle gleich.
Selbst wenn ich nichts zu essen mitbrachte, beobachtete ich, dass,
wenn ich etwas nahm und Liebe hineinschickte, schien es in dem
Moment, dass die Leute sich danach darauf stürzten, ohne zu
wissen, was überhaupt los war. Manchmal gehe ich in ein
Restaurant und warte erst gar nicht, bis das Essen bei mir auf dem
Tisch steht, bevor ich Liebe schicke. Ich mache das sofort, wenn
ich es bestelle. Ich schicke auch Liebe zur Bedienung und zum
Koch. Das macht wirklich einen großen Unterschied. Viele Male
habe ich einen riesengroßen Teller mit Essen bekommen ... auch
wenn jemand, der das gleiche bestellt hatte, nur wenig bekam,
während meiner buchstäblich überlief. Sehr oft bekam ich mein
Essen schneller und manchmal sogar vor anderen, die vor mir
bestellt hatten. Jede Menge interessanter Dinge passierten jedes
einzelne Mal. Wenn ich keine Liebe schicke, dann bleibt alles
normal und ist sehr oft nicht befriedigend, obwohl ich nicht so
kleinlich bin. Wenn Du anfängst, diese kleinen Wunder zu sehen
und Dich an sie gewöhnst, dann vermisst Du sie, wenn sie nicht da
sind. Wenn ich keine Liebe schicke, fühlt und schmeckt es, als
würde irgendetwas fehlen. Es braucht wirklich nicht viel Aufwand."
"Was wäre, wenn ich Liebe zu dem Essen schicken würde, bevor
ich jemand bediene?" fragte Danny.
"Das ist eine gute Frage. Die Sache mit der Liebe kann man nicht
vorhersagen. Du weißt nie, wie die Ergebnisse aussehen werden.
Du musst es einfach probieren und selbst sehen. Aber ich kann Dir
sagen, Du wirst angenehm überrascht sein und wirst einen
Stammkunden gewonnen haben."
"Kann ich das auch mit Getränken machen?" fragte Danny.
"Natürlich, und Du solltest es auch tun. Von jetzt an erwarte ich
das."
Liebe
Ganz schwach sagte sie, ich kann mich leicht in Dich verlieben.
Ich sagte danke, aber wirst Du auch alle Teile von mir lieben?
Was meinst Du? Fragte sie.
Wenn Du Dein Herz für alles öffnest, was es gibt, alles Leben
Alle Erfahrungen, alle Menschen und für Dich selbst
Dann bist Du wirklich verliebt.
Und egal, was ich getan oder nicht getan habe
Dein Herz wird immer offen sein
Und vielleicht wird mein Herz lernen, das gleiche zu tun.
An dieser Stelle ging sie weg und schwörte, nie mehr wieder zu
kommen
Aber ich wusste es besser
Denn Liebe hat einen Seelenfreund, namens Vertrauen
Und manchmal scheinen sie auseinander zu sein
Aber das ist nur eine Illusion
Weil sie unzertrennlich sind.
Kapitel Zweiundzwanzig
"Sneaky kam die nächsten vier oder fünf Tage nicht, was mir die
Chance gab, zu meinen Wetten zurückzukommen und meiner
Tagesroutine. Nach ein paar Tagen wurde ich ziemlich frustriert.
Ich investierte eine Menge Zeit und Aufwand und erhielt die
Resultate nicht, wie ich sie mir wünschte oder vorher hatte. Heute
weiß ich, was das Problem war, aber zu dieser Zeit hatte ich keine
Ahnung. Probleme sind einfach zu lösen, wenn Du die Ursache
kennst, aber wenn Du es nicht siehst, obwohl es direkt vor Dir ist,
sitzt Du ganz schön in der Patsche."
"Ich vergaß vorhin zu erwähnen, dass Sneaky, bevor er wegging,
als ich frühstückte, erwähnte, dass ich mir ein paar leere Kassetten
besorgen sollte, so dass ich mir Aufzeichnungen von den
verschiedenen Dingen machen könnte, die er mich über Liebe und
den unterschiedlichen Dingen, die Menschen mit Liebe machen
können, unterrichten würde. Ich vermutete, dass es eine Art
Visualisierungsübungen geben würde. Ich saß in meinem Stuhl und
versuchte die Probleme mit meinen Wetten zu lösen, als mir eine
Idee kam. Je mehr ich darüber nachdachte, um so besser erschien
und gefiel es mir. Zu was ich mich entschied, war ein
Visualisierungsband zu machen, das mich auf meiner Reise in die
Zukunft führen sollte. Ich stellte mir vor, dass dies mir helfen
würde, meinen Verstand auf das, was ich wünschte zu
konzentrieren und gleichzeitig den Druck von mir nehmen würde.
Ich dachte die ganze Nacht darüber nach und erarbeitete die
Details, schrieb alle Details der Reise nieder. Am nächsten Morgen
bin ich früh aufgestanden und ging zur Bibliothek um einige
Geräuscheffekt-Bänder auszuleihen, da ich mich entschied, es so
getreu wie möglich zu machen. Gegen zwei oder drei nachmittags
hatte ich es endlich fertig. Rudy rannte herum und ich entschied
mich, mit ihm spazieren zu gehen, bevor ich es versuchen werde.
Es ist einfacher, sich nach einem Spaziergang oder einer ähnlichen
Übung zu entspannen."
"Was genau hast Du auf die Bänder gemacht?" fragte Danny.
"Ganz einfach. Erst habe ich etwas Musik am Anfang des Bandes
gemacht, etwa 5 Minuten. Dies dient zum Entspannen. Dann habe
ich die Visualisierung, dass ich am Bahnhof stand und auf den Zug
wartete, eingefügt. Ich beschrieb, wie der Bahnhof aussah.
Außerdem habe ich ein paar Geräusche, die man auf einem
Bahnhof so hören kann, wie etwa - Leute, die sich unterhalten,
Schritte und so weiter dazu geschnitten. Dann kam der Zug und ich
hatte einen Geräuscheffekt, als würde ein Zug in einen Bahnhof
fahren und anhalten. Das war mein eigener, privater Zug und als
ich einstieg und mich hinsetzte, kam der Schaffner und fragte
mich, wo ich hin möchte. Ich würde dem Schaffner sagen, dass ich
gerne einen Tag in die Zukunft gehen würde und das er an dem
Eckladen anhalten soll, dass ich meine Zeitung holen kann. Ich
hatte alle Geräusche an der richtigen Stelle - wie der Zug die
Station verlässt und Geschwindigkeit zunahm, konnte man hören
und auch das Geräusch des fahrenden Zuges. Ich benutzte sogar
eine Tasse um meine Stimme wie die des Zugführers klingen zu
lassen. Der Zug fuhr etwa zehn Minuten und hielt dann an. Ich
würde aussteigen, zu dem Zeitungsstand gehen und die Zeitung
von morgen nehmen. Danach würde ich zurück in den Zug gehen
und eine 10-minütige Reise zurück in die Gegenwart machen, ich
würde die Zeitung lesen, um die Ergebnisse von morgen zu sehen.
Das Ganze würde ungefähr 35 Minuten dauern. Ich dachte mir,
dass das viel mehr Spaß machen würde, als zu versuchen, sich
zwei bis drei Stunden zu konzentrieren und zu meditieren."
"Hat es geklappt?" Danny schaute von seinen Notizen hoch.
"Dazu kommen wir noch. Nachdem Rudy und ich von unserem
Spaziergang zurückkamen, ging ich ins Schlafzimmer, um mein
neues Band auszuprobieren. Ich hatte mir Ohrhörer in diese
Ohrenschützer eingebaut, die ich dazu benutzte, um störende
Geräusche auszuschalten. Ich habe die Lautstärke sehr niedrig
eingestellt, so, dass ich es gerade noch so hören konnte und ich
nicht abgelenkt würde."
"Alles hat perfekt funktioniert. Ich ging in den Zug und reiste in die
Zukunft. Als der Zug anhielt, stieg ich aus, kaufte mir die Zeitung
und brachte sie mit zurück in den Zug. Ich setzte mich, blätterte
die Zeitung zum Sportteil und begann die Resultate zu lesen. Es
war nicht perfekt. Alles war ein bisschen nebelig, aber ich konnte
einige Ergebnisse erkennen. Ich war damit zufrieden, weil ich
dachte, dass würde nach ein paar mal üben dann besser werden.
Während ich mir die Resultate anschaute und darauf wartete, dass
der Zug anfuhr, hörte ich die Stimme des Zugführers rufen,
‚Steigen Sie ein.' Ich dachte, ‚einen Moment, das ist nicht das, was
ich auf dem Band hatte. Er hätte sagen müssen alle an Bord.' Dann
hörte ich etwas, dass sich wie Schritte anhörte. ‚Was zum Teufel ist
hier los?' wunderte ich mich. Dann sah ich ihn, er kam zu mir
gelaufen. Er setzte sich mir gegenüber und grinste sein
zynischstes, schelmisches Lächeln."
"‚He! Das ist mein privater Zug. Was zum Teufel machst Du hier?'
sagte ich. Ich versuchte ihn aus der Szene zu streichen, aber
meine Vorstellungskraft versagte mir den Dienst. Er fing wirklich an
mich zu ärgern."
"‚Na, versuchst Du Deinen Gast zu löschen? Das ist nicht sehr
liebenswert! Du hast ein wirkliches Einstellungsproblem,' sagte er."
"‚Das ist zu verrückt,' sagte ich. ‚Warum kannst Du mich sehen?
Warum kann ich Dich sehen? Das ist angeblich nicht die Realität!
Was willst Du?' Ich konnte sogar mein Herz schneller schlagen
fühlen."
"‚Die Antwort auf Deine erste Frage, Du bist in einem erhöhten
Zustand des Bewusstseins und in diesem Zustand ist Deine
Vorstellungskraft realer als Du denkst. Tatsächlich bist Du der
Realität näher als Du ihr normalerweise in der von Dir sogenannten
physischen Realität bist. Und nun zur Zweiten Frage, wir gehen auf
eine kleine Reise, wo Du in der Lage sein wirst, Dinge zu sehen,
wie sie sind und sogar wie Du sie gerne machen möchtest.'"
"‚Weißt Du, mein Leben war ganz in Ordnung, bist Du aufgetaucht
bist,' erwiderte ich. ‚Was meinst Du mit ‚so wie ich Dinge gerne
machen würde?''"
"‚Nichts hat angefangen,' sagte er, ‚und nichts ist beendet. Aber
das erkläre ich später. In dem Zustand, in dem Du Dich zur Zeit
befindest, kannst Du Sachen tun und Dinge sehen, die
normalerweise unmöglich erscheinen.'"
"Ich stellte mir vor, einfach mitzuspielen und dachte, dass diese
Information eventuell brauchbar sein könnte."
"‚Also, was genau kann ich in diesem sogenannten Stadium tun?'
fragte ich."
"‚Du bist in einem Zustand des Bewusstseins, wo es Dir möglich ist,
Verbindung mit Deinem größeren Selbst aufzunehmen. Dieser Teil
ist nicht von Deinen verstandesgemäßen Gedanken begrenzt, was
Du kannst oder nicht kannst. Du kannst Deine Vorstellungskraft
dazu verwenden, Dich mit Deinem größeren Selbst und seinen
Fähigkeiten zu verbinden und alles tun, was Du wünschst und Dein
Leben erschaffen, wie Du es willst. Hast Du den Vorgang erst
einmal verstanden, kannst Du es auch in Deinem normalen
Wachzustand ausführen.'"
"Ich konnte fühlen und hören, wie der Zug langsamer wurde. Er
war kurz vorm Halten als Sneaky sagte, ‚Die Vorstellung fängt an.
Steig jetzt aus dem Zug!'"
"In der Sekunde, als er es sagte, stand ich schon vor dem Zug. Ich
war nicht zu Hause; Ich stand an einem kleinen Weiher. Ich
erkannte ihn gleich wieder. Als ich klein war, war der Teich riesig,
oder zumindest sah ich es damals so. Dies war einer meiner
Lieblingsplätze. Hier kam so gut wie niemand hin. Einige Leute
haben mir erzählt, das er verhext wäre und Monster darin wohnen
würden. Keine anderen Kinder würden jemals dahin gehen, sogar
nicht, wenn sie mich gejagt haben. Ich war hier immer sicher. Das
ist auch der Platz, an dem ich Sneaky zuerst begegnet bin oder
zumindest ist es so, wie ich mich jetzt dran erinnere."
Ich schaute auf Neena und Danny. "Erinnert Euch an diese Stelle:
‚So wie ich mich jetzt dran erinnere.' Das ist wirklich wichtig was
den Rest der Geschichte betrifft."
Verwirrt nickten sie mit Ihren Köpfen.
"Ich stand da, in Erinnerungen an die Schwertkämpfe, die Sneaky
und ich dort hatten, schwelgend. Dann sah ich ein kleines Kind wild
eine Stock wie ein Schwert schwingend herankommen. Verdammt,
dachte ich, das bin ja ich! Ich bin so klein! Aus irgendeinem Grunde
dachte ich nicht, dass ich jemals so klein war. Ich sah mich selbst
herumspringen ein Stockschwert gegen einen Baum nach dem
anderen schwingend, voll von Leben. Er kam zu mir gelaufen,
zeigte mit dem Stock auf mich und sagte, Also, wo warst Du? Ich
habe Dich den ganzen Tag gesucht."
"Ich wusste nicht, wie ich reagieren noch was ich sagen sollte. Ich
stand einfach da und starrte. Alles an ihm sah nach Problem aus
und doch schien er zu scheinen. Gerade dann hörte ich Sneaky
sagen, ‚Er sieht Dich, wie Du mich siehst. Wünsch Dir Spaß.'"
"‚Warum stehst Du herum wie ein Idiot? Ergib Dich oder kämpfe,
Du Feigling!' sagte er, diesen irritierenden Stock vor meinem
Gesicht wedelnd."
"‚Wenn Du nach einem Kampf gesucht hast, Du hast einen
gefunden,' sagte ich, mich wegdrehend um seinen kühnen Hieben
zu entgehen. Ich brach einen Ast eines nahestehenden Baumes ab
und der Kampf ging los. Wir fochten um die Bäume, über Felsen,
hinter Büschen und nach wer weiß wie viel Zeit, setzten wir uns auf
einige Felsen nieder. Ich war mir nicht einmal sicher, wo wir
gelandet waren, aber das machte nichts. Alles was zählte, war am
Leben zu sein und Spaß zu haben."
"Er schaute auf mich. ‚Warum sind die Leute so dumm?'"
"‚Haben sie Dich wieder dumm beschimpft?' fragte ich."
"‚Jaaa,' sagte er und schaute viel trauriger aus."
"Ich dachte darüber nach, was ich sagen sollte, als meine Lippen
anfingen sich zu bewegen. Es war als würde ich reden und mir
gleichzeitig zuhören."
"‚Sie sind nicht wirklich dumm. Sie benehmen sich so, weil sie
Angst haben.'"
"‚Angst vor was?'"
"‚Sie haben Angst vor allem; Angst geliebt zu werden, Angst vor
zuviel Liebe, Angst vorm Sterben, zu Leben, nicht genug zu Essen
haben, Angst davor, dass andere sie verletzen könnten oder ihnen
etwas, was sie haben, wegnehmen könnten.' Die Worte kamen
einfach so aus meinem Mund und ich hörte ihnen genau wie er zu.
‚Sie haben sogar Angst vor dem, was sie nicht haben, dass andere
besser sind als sie, alleine sein, mit Leuten zusammen zu sein,
verulkt zu werden, nicht gemocht oder akzeptiert zu werden, Angst
davor, dass etwas verkehrt läuft und manchmal haben sie sogar
Angst, wenn alles richtig läuft. Sie haben Angst vor denen, die
nicht solche Angst haben und am meisten haben sie gegenseitig
Angst.'"
"‚Soooo?' fragte er mit einem verwirrten Gesichtsausdruck."
"‚Angst kann jemand dahin treiben, ganz unliebsame Dinge zu tun.
Sie kann Leute sogar in den Wahnsinn treiben. Es zieht langsam
alle Liebe aus dem Leben und lässt uns in Zorn, der in Hass
übergehen kann. Alles das ist wegen fehlender Liebe. Liebe ist das
Essen des Universums und allem, was in ihm ist. Ohne Liebe ist
Chaos, Hass, Zorn und Angst. Wo Liebe ist, da ist Frieden, Freude,
Erfüllung, Vertrauen und Überfluss. Deswegen sind die Dinge, wie
sie sind, der Grund ist, dass es nicht genug Liebe gibt.'"
"‚Wo ist denn all die Liebe und warum weiß niemand, wie man
Spaß hat?'"
"‚Sie wissen, wie sie Spaß haben können, sie haben nur Angst und
vertrauen nicht darauf, dass sie Spaß haben und gleichzeitig
überleben können. Sie glauben, dass Arbeit hart und konkurrierend
sein muss, in einer Gewinner/Verlierer-Situation. Was die Liebe
angeht, die ist in Dir und in uns allen und wartet darauf, befreit zu
werden.'"
"‚Sie denken, dass sie alles wissen, nicht wahr? Sie sollten spielen
und Spaß haben, so wie wir, dann würde jedermann glücklich
sein.'"
"‚Sie haben die wahre Liebe vergessen und eines Tages wirst Du sie
auch vergessen.'"
Ich schaute auf Neena und Danny. "Das Verrückte daran ist, dass
ich mich an dieses Gespräch mit Sneaky erinnern kann, als ich
klein war, aber gleichzeitig weiß ich, dass ich dieses Gespräch mit
mir selber führte, nur war ich dieses Mal der Engel. Und wenn das
nicht Eurer Bewusstsein verändert, vor allem was die Realität der
Zeit angeht, dann weiß ich nicht, was es sonst tut."
Sie nickten zustimmend mit den Köpfen.
"Er sprang auf und begann mit seinem Schwert in der Luft
herumzustechen und schrie. ‚Nein, niemals! Was immer sie auch
tun, ich werde kämpfen!'"
"Ich wollte gerade sagen ‚Je mehr Du kämpfst, desto mehr wirst
Du so werden,' aber ich war nicht sicher, ob die Worte meine
Lippen verlassen hatten, denn mit einem regelrechten Schock fand
ich mich zurück in meinem Schlafzimmer. Benommen und immer
noch geschockt konnte ich jemand meinen Namen rufen hören. Es
war mein Freund Jeff. Ich konnte ihn in der Küche hören. Ich stand
auf und traf in mitten im Flur. Ich war immer noch benommen und
rieb meine Augen."
"'Was zum Teufel tust Du, schläfst Du schon wieder?' fragte er."
"‚Ja, hab gerade ein Nickerchen gemacht.'"
"‚Mitten am Tag schläft der.' Jeff schüttelte seinen Kopf als er in
das Wohnzimmer ging und pflanzte sich auf die Couch."
"‚Ich arbeitete an den Chancen und bin eingeschlafen. Dann hatte
ich einen verrückten Traum. Ich sehe, Du hast Bier mitgebracht.'
Ich setzte mich, und versuchte immer noch, mich zu orientieren."
"‚Ich tu's in den Kühlschrank' Er brachte das Bier in die Küche. ‚Du
siehst Scheiße aus. Man meint, Du hättest einen Geist gesehen.'"
"Er kam zurück ins Wohnzimmer und gab mir ein Bier, ‚Du verlierst
Dich darin, mein Freund. Du hörst besser auf mit diesem
Zeitreisenkram.' Ich lachte einfach mit ihm und dachte ‚Wenn Du
nur wüsstest!'"
"‚Wenn Du mit diesem Bewusstseinszeug weitermachst, endest Du
noch damit, Pferderennen aus einem warmen gepolsterten Raum
aus auszurufen. Und er gehört Dir allein.' Lachte er."
"‚Ja, und Du wettest auf sie!'"
"‚Solange Du richtig liegst. Ich bringe Dir alle paar Tage einige
Zigaretten.'"
"‚Was ist mit meinem Anteil am Gewinn?'"
"‚O, den behalte ich für Dich, kein Problem,' grinste er."
"Wir verbrachten die nächsten vier oder fünf Stunden und stritten
darüber, ob es möglich sei, die Zukunft vorherzusagen. Sein
Argument war, dass die Zukunft noch nicht ausgespielt wurde und
deshalb nicht vorhersagbar sei. Mein Argument ist, dass Zukunft,
Gegenwart und die Vergangenheit eins sind und die Zeit ist eine
Illusion; also kann die Zukunft nicht nur berechnet und
vorhergesagt werden, sie kann sogar erschaffen werden. Wenn er
nicht so eigensinnig und dickköpfig wäre, könnte er es erkennen.
Natürlich denkt er, ich wäre der Dickköpfige. Er sagt, dass ich nur
Glück hätte. Ich sagte ihm, es gibt kein Glück. Er denkt, dass das
Universum zufällig ist. Ich sage, es gibt keine Zufälle im
Universum. Er denkt ich bin voller Unsinn. Nun gut, das denke ich
auch. Und so geht es weiter, solange es Spieler gibt, spielt das
Spiel weiter."
Details
Ein Tausend Variationen
Selbst wenn es so behauptet wird
Es gibt nur zwei Arten von Aktionen
Eine Aktion der Liebe
Oder
Ein Schrei nach mehr Liebe
Aber Variationen
Da gibt es Tausend
Kapitel Dreiundzwanzig
Ich zog die letzte Zigarette aus meiner Packung. "Es wäre gut,
wenn ihr Zigaretten hinter der Bar hättet oder die Geschichte ist zu
Ende, was ganz schlecht wäre, denn sie wird gerade gut."
"Ich habe keine," sagte Danny während ich mir die Zigarette
anzündete.
Neena öffnete ihre Handtasche, welche auf der Bar links von ihr
lag. Ich beobachtete wie sie mit der rechten Hand in die Tasche
griff und ein nagelneues Päckchen Zigaretten herausholte. Als sie
es vor mich legte, sah ich, dass es meine Marke war.
Danny hob seine Augenbrauen.
"Das ist eine Frau, wie ich sie liebe: weich, robust, umsorgend,
mysteriös und vor allen Dingen nützlich." Sagte ich.
"Danny, es wäre gut, wenn Du von hier an Notizen machst, weil,
was Du vom Rest der Geschichte lernen wirst, lässt Dich alles über
die Lotterie vergessen. Bist Du Single?"
Er schaute mich verdutzt an. "Ja."
"Du wirst nicht mehr lange Single bleiben, Hast Du jetzt Angst?"
"Was ist, wenn ich mir keine Notizen mache?" fragte er.
"Denk nach," antwortete ich, "erinnere Dich, ich habe Dich
gewarnt, dass ich es nicht wiederholen werde."
"Am nächsten Tag erledigte ich einige Einkäufe und ging zur
Bibliothek, um einige Bücher und Bänder über Liebe zu holen. Ich
wollte sehen, ob ich irgendetwas über Liebe senden finden konnte.
Irgendwie wurde es spannend, am meisten dadurch, weil ich mir
nicht sicher war, ob ich weiterhin gewinnen würde und müsste
wieder zur Arbeit gehen und irgendetwas tun müssen, was ich nicht
mochte. Ich hatte nichts gegen Arbeit; es schien nur nie
befriedigend oder erfüllend für mich zu sein. Ich fühlte mich richtig
lebendig und fühlte, dass ich mein ganzes Leben noch vor mir hatte
um herauszufinden, was mir Spaß machen würde. Bis zum Abend
hatte ich mir einige Bänder angehört und ein bisschen gelesen. Ich
fing an, an die Zugfahrt des Vortages zu denken. Ich erinnerte
mich an die Szene meiner Kindheit jetzt klar und deutlich. Ich
erinnerte mich, dass Sneaky mir sagte, dass ich alles werden
würde, was ich an anderen hassen würde. Ich erinnerte mich auch
daran, dass er mir erzählte, dass ich ihn, und alles was er mir
gezeigt hatte, vergessen würde und dass ich den größten Teil
meines Lebens damit verbringen würde, die Liebe von Außen zu
suchen und vergessen würde, dass Liebe von innen kommt. Er hat
mir auch gesagt, dass ich mein Leben mit wenig Liebe erfahren
würde und dass dies eines Tages eine wertvolle Lektion sein würde.
Irgendwie machte das alles Sinn, aber gleichzeitig hatte ich auf
meine Fragen noch eine Menge Antworten nicht. Ich entschied
mich, alle meine Fragen aufzuschreiben, so dass ich Sneaky damit
anbohren konnte, wenn er zurückkam. Ich schrieb ungefähr drei
Seiten und je mehr ich schrieb, um so mehr merkte ich, dass ich
nicht die geringste Ahnung hatte, was eigentlich los war. Um 11
Uhr abends war ich erschöpft und schleppte mich ins Bett."
Ich nahm mir Zeit um das neue Päckchen Zigaretten zu öffnen,
dass Neena mir gegeben hatte.
"Also, was soll ich jetzt in meine Notizen schreiben?" fragte Danny,
seine Stift haltend.
"Nur die Dinge, die mit Senden von Liebe zu tun haben, wir
kommen gleich dazu zurück."
"Entspanne Dich, Danny. Lass ihn die Geschichte so erzählen, wie
sie passiert ist." Kicherte Neena.
"Am nächsten Morgen erwachte ich mitten aus einem Traum. Ich
träumte, dass ein Clown mein Bett rütteln würde, und als ich die
Augen öffnete, stand Sneaky am Ende des Bettes und fragte mich,
ob er mich geweckt hätte."
"Ich wollte Dich nur wissen lassen, dass Rudy aus seiner
Hundeklappe gerannt ist und eine Katze jagt."
"Ich drehte mich um, schloss meine Augen, um wieder zu schlafen.
Ich war gerade dabei einzuschlafen, als ich Sneaky sagen hörte, er
hat nicht am Zaun angehalten. Er rennt gerade die Straße
hinunter.'"
"Ich sprang aus dem Bett und begann mich anzuziehen. ‚O, Mann,
warum hast Du ihn nicht aufgehalten? Ich kann mir die
zweihundert Dollar für die Sicherheitsleistung nicht leisten, wenn er
gefangen wird.'"
"‚Du könntest ihn mit Liebe zurückholen, anstatt herumzurennen
und nach ihm zu suchen.' Sagte Sneaky."
"‚Warum sagst Du mir nicht einfach, wo er ist?' Ich fing an ein
wenig mürrisch zu werden."
"‚Warum schickst Du nicht einfach Liebe und siehst zu, was
passiert? Außerdem bin ich nicht Dein Schutzengel. Das ist nicht
meine Arbeit.'"
"‚Für einen Engel hast Du ein richtiges Einstellungsproblem. Wenn
Du nicht mein Schutzengel bist, was verdammt bist Du dann?'"
"‚Sind wir morgens launenhaft?'"
"‚Hilfst Du mir oder nicht?'"
"‚Warum nimmst Du nicht Deine Zug-Visualisierung und findest ihn
und fragst ihn, ob er nach Hause kommen wolle? Vergiss nicht
Liebe zu schicken.'"
"Ich hielt für einen Moment inne, um meine Gedanken zu sammeln.
‚Bist Du sicher, dass das wirkt?' Ich deutete mit dem Finger auf
ihn. ‚Das hat besser nichts mit Deinem verdrehtem Sinn für Humor
zu tun.'"
"‚Probier es einfach. Was hast Du zu verlieren? Ich geleite Dich da
hindurch. Es ist so einfach wie atmen.'"
Ich ging in das Wohnzimmer und legte mich auf die Couch und
dachte mir, dass dies besser funktionieren sollte.
"‚OK, ich bin fertig,' sagte ich, ‚aber wenn er in 15 Minuten noch
nicht da ist, gehe ich ihn suchen.'"
"Ich habe seinen Anweisungen zugehört und sie exakt befolgt.
Irgendwann während der Prozedur muss ich wohl eingeschlafen
sein, denn, als ich erwachte, stand Rudy da, leckte mein Gesicht
und wedelte mit dem Schwanz. Ich bin mir nicht sicher wie lange
es dauerte, bis er nach Hause kam, aber dessen ungeachtet, hat es
funktioniert. Während der Zeit, in der ich Sneakys Anweisungen
folgte, sagte ich zu Rudy, wenn er nach Hause kommen würde,
würden wir spazieren gehen. Also frühstückte ich schnell, duschte
und kurz danach nahm ich Rudy zum Spaziergang."
"Während Rudy mit den anderen Hunden im Park spielte, dachte
ich über Liebe nach und wo die Liebe herkommt. Sie kommt von
mir, warum sollte Sneaky sonst sagen, dass ich in der
Vergangenheit nach Liebe hungerte und dieses Fehlen der Liebe
mir die ganzen inneren Schmerzen verursacht hat? Je mehr ich
darüber nachdachte, um so verwirrter wurde ich. Die einzige
Folgerung, die ich ziehen konnte, war die, dass wahrscheinlich eine
riesige Menge Liebe in allen von uns ist, aber es ist in einem
versiegeltem Paket, das wir öffnen müssen, um sie herauszulassen.
Das machte in vielerlei Weise Sinn. Während ich darüber
nachdachte, bemerkte ich, dass ich mich nicht schlecht fühlte und
auch kein innerer Schmerz mehr vorhanden war. Und deswegen
fühle ich mich seit kurzem so friedvoll, wo ich doch durch meine
finanzielle Situation bedingt ein nervöses Wrack sein sollte. Ich bin
mir nicht sicher, wann diese Änderung eintrat. Es ist, als ob man
schon immer Migräne gehabt hätte und eines Tages sind sie weg.
Du bist so daran gewöhnt, dass Du gar nicht bemerkst, wenn sie
vergangen sind. Ich kam zu der Erkenntnis, dass ich die
Änderungen nicht bemerkt habe, weil die letzte Zeit so viel los ist.
Das Andere, über was ich nachdachte, war, dass Sneaky mir sagte,
er wäre nicht mein Schutzengel. Also bleibt die Frage, was ist er?
Jedes Mal wenn ich ihn sehe oder über ihn nachdenke, sagen mir
meine Instinkte, das dabei irgend etwas nicht ganz richtig ist. Ich
konnte nicht genau sagen, was. Aber ich wusste, das ich die Dinge
nicht sah, wie sie sind."
"Also, die einzige Frage, die momentan bleibt, ist, willst Du die
Anweisungen, Danny?" Ich wartete auf seine Antwort.
Neena nickte.
Danny zuckte mit den Schultern. "Ich habe keinen Hund."
"Darum geht es nicht. Du kannst diese Anweisungen für eine
Menge verschiedener Dinge brauchen. Kann sein, dass Du eines
Tages jemand suchst. Kann sein, eines Tages suchst Du nach
Deinem Sohn oder Deiner Tochter. Oder Du hattest eine
Meinungsverschiedenheit mit jemanden und benutzt dies, um zu
ihm zu gehen und alles in Ordnung zu bringen. Die Dinge, die Du
damit tun kannst, sind endlos. Alles was Du tun musst, ist Deine
Vorstellungskraft zu benutzen. Ich habe sogar mit dieser Methode
einige verlorene Sachen wiedergefunden."
Danny saß da und dachte nach. Neena sagte, "Was wäre damit,
wenn Du das nächste Mal eine Arbeit suchst? Du könntest es
nutzen, um zu der Person zu gehen, die das Einstellungsgespräch
führt."
"Ich habe das gemacht," antwortete ich, "und es wirkt wie ein
Zauber. Wenn Du zum Einstellungsgesprächszimmer gehst, denkst
Du, das Du ihn schon einmal getroffen hast. Und
überraschenderweise fühlt die andere Person genauso. Eine Sache
muss man dabei beachten. Alles was Du sagst, wenn Du diese
Person in diesem Bewusstseinszustand triffst, muss absolut wahr
sein, weil Du mit Deinen Lippen lügen kannst, aber nicht mit
Deinem Bewusstsein. Wenn Du die Unwahrheit sagst, wird dies
bemerkt und auf Dich zurückfallen. War da, hab's getan, geht
nicht."
"Es gibt noch eine kleine Stolperfalle. Jemand den ich kenne, hat
die Methode benutzt um ihren Geliebten zu besuchen, der in einem
anderen Land war. Unglücklicherweise war sie davon überzeugt,
dass er sie betrügen könnte, so dass sie, nachdem sie ihn ein paar
Mal besucht hatte, ihn tatsächlich mit jemand gesehen hat. Sofort
danach hat sie ihn auf der Arbeit angerufen und hat ihn auf der
Baustelle erreicht. Es erwies sich, es traf nicht zu. Du musst Dich
von dem lösen, was Du zu sehen erwartest, da sonst Deine
Vorstellungskraft irgendetwas erzeugt, was gar nicht da ist. Nach
diesem Vorfall verlief alles reibungslos, so dass er sie öfter anrief,
nachdem sie ihn besucht hatte und erzählte ihr, dass er ihre
Anwesenheit gespürt hätte. Sie machten dann ein Spiel daraus und
von dem, was sie mir erzählte, brachte sie es näher zusammen und
baute eine innere Verbundenheit auf, die vorher nicht da war,
obwohl sie immer noch die meiste Zeit getrennt leben. Also
möchtest Du es wissen oder nicht? Entscheide Dich, ich habe nicht
die ganze Nacht."
"Also, warum fragst Du mich nicht, ob ich die Anweisungen hören
will?" fragte Neena mit einem breiten Grinsen.
"Weil Du schon weißt, wie es geht und mir fiel das kleine Spiel auf,
also, lass es uns weiterspielen." Antwortete ich und fühlte mich ein
bisschen Stolz.
"Wenn das so ist, gib einfach die Anweisungen und lass uns die
Geschichte weiter erzählen, OK?"
"Jedenfalls, der wichtige Teil ist, einen ruhigen Platz zu finden und
es sich bequem zu machen. Versucht ein paar von diesen
Arbeitsohrschützern zu bekommen, so dass Ihr nicht von
Geräuschen gestört werdet. Atme tief und langsam und bringe Dich
in ein tiefes Stadium der Entspannung. Nimm Dir Zeit dazu. Und
gleichzeitig richte Deine Konzentration und Deine Aufmerksamkeit
dahin, Deinem inneren Selbst oder Deiner Seele oder Gott - wie
immer Du es auch nennst - , zuzuhören. Ich glaube immer noch,
dass dies der einfachste Weg ist, das Bewusstsein zu beruhigen,
weil Du auf etwas hörst, was Du fast nicht hören kannst. Wenn Du
fühlst, dass Du soweit bist, stell Dir vor, Du wirst leichter und
leichter und Du steigerst Deine Vibration. Wie etwa Musical-Noten,
die höher und höher gehen. Lege eine Blase aus Licht um Dich
selbst, als ob Du in einem Ballon wärst und fange an nach oben zu
schweben. Wenn Du so weit bist, stell Dir vor, Du schwebtest wo
immer Du auch hinwolltest. Dazu braucht man nur ein paar
Sekunden. Zeit und Entfernung sind für Deinen Verstand und Dein
Bewusstsein nicht vorhanden. Lass nicht zu, dass Du das oder den
siehst, was oder wen Du auch immer sehen willst. Kümmere Dich
nicht um die Umgebung, es sei denn, es ist wichtig für Dich. Es ist
wichtig, dass Du zu das oder dem, was oder wen Du besuchen
möchtest, Liebe schickst und es oder ihn/sie mit Liebe füllst und
einhüllst. Du kannst Dich auch selbst mit Liebe einhüllen. Wenn Du
Dich nun mit ihnen unterhalten willst, tue es in einer sehr
liebevollen Art. Höre gut zu. Es kann sein, dass Du Worte hörst
oder auch nicht, aber es kann sein, dass Du Eindrücke in Deinen
Gedanken hast, von dem, was die andere Person Dir sagen will. Sei
ehrlich ... Sag es, wie es ist. Was immer Du tust, tue es aus
Deinem Herzen und nicht von Deinem Ego. Wenn Du Versprechen
machst, halte sie. Wenn Du alles erledigt hast, komme langsam
zurück. Bevor Du aufstehst, nimm Dir Zeit über das, was Du
gesprochen und gehört hast, nachzudenken."
"Zum Beispiel, wenn Du bewusst mit jemand sprichst, kann es
passieren, dass sie es nicht wissen und dies ist sehr
wahrscheinlich, aber Du sprichst zu einem Teil von ihnen und
irgendwie versucht das Unterbewusstsein mit allen seinen
Möglichkeiten diese Informationen an deren Bewusstsein weiter zu
geben. Sie werden sie als Gefühle oder Eingebungen spüren. Du
brauchst auch keine Angst zu haben, die Privatsphäre von jemand
zu verletzen, da in jedem Stadium einer persönlichen Entwicklung
werden diese Bereiche von dem größeren Teil einer Person
kontrolliert, abhängig von der Beziehung, in der Du zu dieser
Person stehst. Hab Spaß, teile Liebe."
"Diese Übung wird ungefähr zwanzig Minuten dauern. Am Anfang
kann es etwas länger dauern, weil Du etwas mehr Zeit benötigen
wirst, um Dich ganz zu entspannen. Entspannung verstehe ich so,
Dein Körper schläft bis zu einem Punkt, wo Du ihn nicht mehr
spürst. Dann erhältst Du die besten Ergebnisse."
"Später, wenn Du mehr Erfahrung darin hast, kannst Du die
Methode wechseln und vielleicht einen virtuellen Zug benutzen, um
dahin zu kommen, wo Du hin möchtest. Aber für den Anfang
empfehle ich die Lichtblase, um nicht so sehr Deine
Vorstellungskraft einsetzen zu müssen."
"Und immer dran denken, Du hast nicht immer recht. Niemand hat
immer recht."
"Ist es dies nun?" fragte Danny.
"Jep, wenn Schweine fliegen."
Beziehungen
Beziehungen sind irgendwie als
Würdest Du den Stier
Bei den Hörnern packen
Aber wenn Liebe, Vertrauen und Vertrautheit
Von beiden Seiten dabei ist,
Könntet Ihr auch dazu kommen
Euch Auge in Auge zu sehen
Oh, all das Schnauben
Und Kopf drehen ...
Ich hasse, wenn das passiert.
Die Dinge, die Du tun musst
Für einen Kuss auf die Lippen.
Kapitel Vierundzwanzig
"Gehen wir zurück zum Rest der Geschichte," sagte ich. "Auf dem
Nachhauseweg vom Park ging ich noch in einen Laden, um mir ein
paar Zigaretten zu kaufen und die Sportquoten für diesen Tag
mitzunehmen. Auf dem Weg zurück zum Haus dachte ich über
meine finanzielle Situation nach. Ich hatte genug Geld, um mir
Lebensmittel, Gas und Zigaretten kaufen zu können, aber nicht
wirklich genug um die Rechnungen zu bezahlen. Egal, wie gut ich
mich fühlte, ich dachte, wenn ich nicht alle diese Rechnungen
auffangen kann, werde ich früher oder später wieder in der Scheiße
sitzen."
"Als wir nach Hause kamen, entschied ich mich kleine Änderungen
an meinem Visualisierungsband mit der Zugfahrt zu machen. Ich
entschied mich dazu, nachdem ich in die Zukunft gefahren wäre
und die Zeitung gelesen hätte, würde ich den Zug einfach weiter
fahren lassen, um zu sehen, wohin er mich bringt. Die meisten
Wetten mussten nicht vor sechs oder sieben Uhr abends
abgegeben sein, was mir viel Zeit dafür gab. Nachdem ich das
Band geändert hatte, nahm ich einen kleinen Imbiss und ging ins
Schlafzimmer. Alles verlief reibungslos und perfekt. Ich stieg aus
dem imaginären Zug, holte die Zeitung, ging zurück in den Zug,
öffnete die Zeitung, um die Ergebnisse zu lesen, während ich
darauf wartete, dass der Zug weiterfuhr. Ich konnte die Resultate
der Spiele genau erkennen. Es war erstaunlich. Ich konnte die
ganze Zeitung lesen, als ob ich sie soeben in der Realität gekauft
hätte. Ich hörte den Zugführer ‚Alle einsteigen' rufen und fühlte,
wie der Zug sich in Bewegung setzte. Ich war fasziniert, über den
Gang der Dinge. Dann bemerkte ich, dass es schien, als ob der Zug
schneller und schneller fuhr. Ich schaute nach dem Zugführer,
konnte ihn aber nicht sehen. Ich versuchte den Zug langsamer zu
machen, aber es ging nicht. Ich dachte, dass ist seltsam, dies ist
meine Einbildung, also sollte ich sie auch kontrollieren können.
Dann kam es mir: Sneaky ist wieder dabei! Plötzlich machte der
Zug schlagartig Halt. Der Zugführer kam vorbei und sagte ‚Wir sind
da.' Als ich aus dem Zug stieg, fand ich mich in einem Hofraum,
wie in einem Tempel stehen. Es war sehr schön. Alles schien aus
reinem Kristall und purem Licht gemacht zu sein. Alles schien vor
Licht zu glühen. Ich konnte keine Sonne sehen, aber es war eine
unbeschreibliche Menge aus sehr hellem, jedoch nicht blendendem
Licht vorhanden. Gleichzeitig schien alles ein bisschen vernebelt.
Ich war mir nicht sicher, ob das vom Licht kam, oder ich es nicht
richtig sehen konnte. Es war wie in einem Traum, aber am besten
kann ich es etwa so beschreiben, es war, als wäre ich vollkommen
wach und bei klarem Bewusstsein. Als ich so da stand, bemerkte
ich, dass dieser Ort mit Liebe gefüllt war. Er war so voll von Liebe,
dass ich es spüren konnte, wie es in meine Lungen floss, wenn ich
atmete. Ich konnte sie berühren, fühlen, empfinden, es war
unbeschreiblich. Es war, als hätte mich jemand in flüssige Liebe
getaucht. Ich habe nie vorher so etwas gefühlt. Ich stopfte meinen
Körper voll mit dieser Liebe, und dachte nicht einmal daran, mich
zu fragen, zu erklären, wie. Ich schob es einfach runter in meinen
Körper und füllte mich selbst mehr und mehr damit. Ich war so
beschäftigt damit, soviel Liebe wie möglich zu bekommen, dass ich
gar nicht mitbekam, als diese Wesen vor mir auftauchten. Ich
schaute auf sie und für einen Sekundenbruchteil fühlte ich mich
schuldig, so ein Schwein zu sein. Aber ihre Erwiderung war, mir
mehr Liebe zu schicken. Ich fühlte mich von ihnen total, absolut
und fraglos geliebt. Ich konnte sie nicht genau sehen, aber ich kam
zu der Überzeugung, dass einer der drei Sneaky war. Dann
bemerkte ich, dass hinter den Dreien noch ein Wesen stand. Ich
hatte den Eindruck als ob sie mich von dem Wesen, das hinter
ihnen stand, abschirmen wollten, weil es so hell schien, als ob es
aus Feuer wäre. Ich schaute auf das Wesen, das ich als Sneaky
vermutete und im gleichen Augenblick sah ich Sneakys Gesicht.
Gleichzeitig kam eines der Wesen direkt vor mich und nahm etwas,
was wie ein Schwert aussah und steckte es oben in meinen Kopf
und schob es bis zum Ende meiner Wirbelsäule hinunter. Da war
kein Schmerz und es geschah so schnell, dass ich nur so dastand.
Gleich nachdem er das Schwert platziert hatte, zog er noch eines
und schob es in meine Stirn, dass es am Hinterkopf wieder
herauskam, dann ein weiteres durch meine Schläfen und noch
eines in die Mitte meiner Brust. Ich fühlte mich, als würde ich mich
öffnen und noch mehr Liebe zu mir hineinkommen. Vielleicht habe
ich deswegen nicht reagiert. Ich fühlte, dass alles in Ordnung war.
Dann bemerkte ich, dass es gar keine Schwerter waren, es waren
Stangen aus Licht. Ich stand einfach nur da und ließ die Liebe in
mich hineinfließen. Das Nächste, an was ich mich erinnern kann,
war, ich war zurück in meinem Zimmer. Das erste was ich tat, war
die Wetten aufzuschreiben, die ich machen wollte. Als ich auf die
Uhr schaute, merkte ich, dass ich nur noch zehn Minuten hatte, um
die Wetten abzugeben, also beeilte ich mich zu dem Laden zu
kommen."
"Als ich mir später am Abend die Ergebnisse der Spiele anschaute,
sah ich, dass ich genug gewonnen hatte, um mich für ein paar
Wochen über Wasser halten zu können. Aber irgendwie war das
nicht wichtig, da es sich gut anfühlte."
Ich hielt für einen Moment an. "Ich könnte hier die nächsten zwei
Stunden sitzen und versuchen Euch zu beschreiben, wie fantastisch
ich mich gefühlt habe, aber es gibt keine Worte dafür, um diese
Gefühle, mit Liebe erfüllt zu sein, zu beschreiben. Ich wüsste nicht
einmal, womit ich anfangen sollte."
"Toll, und wie komme ich dahin?" fragte Danny.
"Darum geht es nicht. Ich werde Euch zeigen, wie Ihr das selbst
machen könnt, es gibt eine ganze Menge Liebe im Universum, die
in einer kleinen Schachtel verschlossen, in jedem von uns liegt,
und alles, was wir tun müssen, ist, sie zu öffnen. Das muss eines
der bestgehüteten Geheimnisse sein. Es sieht so aus, als wäre die
Menschheit so gesteuert worden, dass sie es ja nicht findet. Ich
weiß nicht, wer oder was für das Verstecken dieser Fähigkeit, die
uns zur Nutzung und Teilung zur Verfügung stehen sollte,
verantwortlich ist. Habt ihr schon bemerkt, dass, wenn ihr einen
Gruselfilm anschaut, die Euch in verschiedenster Weise zu
überzeugen versuchen, dass Liebe nur sehr wenig Kraft hat? Das
ist so lächerlich, das es schon nicht mehr lustig ist. Das ist
ungefähr so, als wenn Du jemand erzählen würdest, dass der
Feuerwerksknallkörper, den er in der Hand hält nur wenig Krach
machen würde. Lasst mich nur den Rest der Geschichte erzählen
und ihr seht, was ich meine."
Neena fing an meinen Rücken zu massieren. "Was hältst Du davon,
uns einen Tee zu machen, Danny, Klaus wirkt allmählich
überanstrengt."
"Ist das so offensichtlich? Tatsächlich wäre Tee jetzt wirklich ganz
gut."
Man sagt, der beste Weg zum Herzen eines Mannes geht durch den
Magen, was auch einigermaßen wahr ist, aber bei mir wirkt ein
gutes Massieren meines Rückens zehn Mal schneller.
Innere Liebe
Innere Liebe ist ein
Natürliches Erlebnis
Aber, wenn wir es zudecken
Mit Angst
Ärger, Misstrauen und Scham
Dann suchen wir es in Anderen
Kapitel Fünfundzwanzig
"Es war mindestens eine Woche, bevor Sneaky zurück kam.
Während dieser Woche machte ich einige Wetten und fuhr ein paar
Mal Zug. Ich hatte einigermaßen gute Ergebnisse, wenn auch nicht
so gut, wie als ich mit all dem anfing. Aber es war genug um etwas
Geld in meine Taschen fließen zu lassen und für ein wenig länger
auskommen zu können. Mir wurde auch aus heiterem Himmel eine
Arbeit angeboten, welche ich entschied, abzulehnen. Es war schwer
zu sagen, ob ich die beste Entscheidung gefällt hatte. Ich wollte
nicht an etwas arbeiten, was mir keinen Spaß machte und das ich
nur zum Überleben machen würde. Das ist ein sehr schneller Weg,
um das Leben in ein mörderisches Erlebnis zu machen. Außerdem
macht es keinen Sinn den Stier bei den Hörnern zu packen, wenn
man nicht ein bisschen herumgeworfen werden will. Obendrein
fühlte ich mich zum ersten Mal in meinem Leben so fantastisch, das
ich es mit nichts kaputt machen wollte. Als die Woche sich neigte,
bemerkte ich, dass die Fülle an Liebe abzunehmen schien.
Wahrscheinlich war sie aufgebraucht. Ich hatte einige Versuche
gemacht, zu dem Tempel zurückzukehren, aber jedes Mal landete
ich irgendwo anders. Am Ende der Woche, fühlte ich mich wieder
wie vorher. Es gab keinen Zweifel, meine Liebe ging endgültig zur
Neige."
"Ich kam gerade von einem meiner Zugreisen zurück und als ich
meine Augen öffnete, stand Sneaky am Ende des Bettes."
"‚He, es wird Zeit, dass Du kommst!' Ich setzte mich im Bett hin."
"‚Die Liebe geht zu Ende, stimmt's?' fragte er."
"‚Lass uns wieder dorthin gehen!'"
"‚Nicht so schnell!' grinste er, ‚Es ist an Dir, Dir diese Liebe zu
geben.'"
"‚Warum kann ich nichts mehr von dort bekommen? Wo immer das
ist.'"
"‚Du kannst, aber besser ist es, wenn Du lernst, dass diese Liebe,
die Du jetzt willst, in Dir liegt und alles was Du tun musst, ist es zu
lernen, dieses Ventil zu öffnen.'"
"‚Was meinst Du? Ich verstehe es nicht.'"
"‚Wenn Du Dich verliebst, beginnst Du vor Liebe zu strahlen und Du
bekommst all die Gefühle, die damit einhergehen. Aber tatsächlich
kommt die Liebe von Dir innen, von dem Wesen, das Du wahrhaftig
bist. Gewissermaßen benutzt Du das sich in jemanden zu verlieben
als Auslösemechanismus um Dein Herz zur Liebe, die in Dir drinnen
ist, zu öffnen. Es ist möglich, sich in jemanden zu verlieben, der
Dich nicht liebt, und trotzdem all die Liebe zu spüren, denn
eigentlich kommt die Liebe von Dir drinnen. Nur weil Du zur Zeit
nicht in eine bestimmte Person verliebt bist, heißt das lange noch
nicht, dass Du nicht Liebe fühlen, haben und damit umgeben sein
kannst. Der Grund dafür ist, Du kannst Liebe zu Deinem Essen
oder einer anderen Person, oder der Umwelt, oder was auch immer
schicken, weil es einen endlosen Vorrat an Liebe in Dir gibt, der
darauf wartet, geöffnet zu werden. Wir dachten, dass es das Beste
wäre, Dir diese Demonstration zu geben, um Dir zu zeigen, was
möglich ist.'"
"Ich nahm mir ein paar Minuten, um darüber nachzudenken. Es
gab in meinem Verstand keinen Zweifel, dass ich voll am Haken
hing, aber was hatte ich für eine Wahl? Ich hatte eine der besten
Wochen meines Lebens und wollte es nicht vergehen lassen."
"‚Also, zeigst Du mir es oder stehst Du nur da herum und schwätzt
darüber?'"
"‚Schön, Dich wieder dabei zu haben.' Sneaky grinste von Ohr zu
Ohr. ‚Es wäre gut, wenn Du ein leeres Band holen würdest, um es
für Dich aufzunehmen. Es wird schon beim erstenmal
funktionieren, aber es braucht schon ein bisschen Übung, wenn Du
so viel haben möchtest wie letzte Woche.'"
"Ich weiß nicht, warum ich einen Engel mit einem niederträchtigen
Humor bekommen musste. Ich holte meinen Kassettenrekorder
und ein leeres Band und wir machten die Aufnahme. Nachdem das
Band fertig war, verschwand Sneaky wieder. Ich machte nicht den
Versuch es an diesem Tag noch auszuprobieren, aber am nächsten
Morgen löste ich ein paar Gewinnlose ein und kaufte mir einige
Lebensmittel. Es sah so aus, als wenn es kaltes Wetter geben
würde."
"Von hier an ist es nicht einfach, alles, was passierte, in Worte zu
packen, und es kann passieren, dass nicht alles in der richtigen
Reihenfolge ist, aber ich bin mir sicher, ihr werdet die Tendenz
verstehen."
"Ich versuchte zweimal mir das Band anzuhören, aber ich hörte
auf, es zu benutzen, weil es so einfach auszuführen war, das ich
fühlte, ich brauchte das Band nicht. Ich hatte beim ersten Mal
Ergebnisse, aber nicht das, was ich in der betreffenden Woche
fühlte. Ich nahm an, wenn ein bisschen gut ist, musste ein ganze
Menge viel besser sein; könnte sein, dass ich etwas mehr Übung
benötigte. Ich entschied mich, alles zu geben. Und exakt das tat
ich die nächsten neun Tage. Mein Herz öffnen und Liebe
ausstrahlend war eigentlich alles, was ich tat. Ich tat es eine
Stunde lang um dann eine Stunde Pause zu machen und es dann
wieder zu tun. Nun ein kleiner Tipp, über den Ihr nachdenken
solltet, bevor Ihr es in diesem Ausmaß ausführen wollt. Es ist
besser, langsam zu beginnen. Auf diese Weise gewöhnst Du Dich
an die Dinge, die sich ereignen werden. Liebe macht sehr süchtig
und, je besser ich mich fühlte, umso öfter tat ich es. Ich wollte
sehen, ob es wirklich eine Grenze gab, wie viel Liebe eine Person
fühlen konnte. Es kam mir nie in den Sinn, dass es sich auf alles
und jeden um mich herum auswirkte."
"Die ersten paar Tage waren ziemlich kalt, so dass ich meine
gesamte Zeit im Haus verbrachte und mich selbst mit Liebe füllte
und sie ausstrahlte. Während dieser ersten paar Tage bin ich
wegen des Wetters nicht mit Rudy auf seinen täglichen
Spaziergang gegangen. Ich fühlte mich großartig und im Frieden
mit mir. Da war eine tiefe innere Freude, die zur Oberfläche zu
strömen schien. Obwohl ich alleine war und keine Gesellschaft
während dieser Zeit hatte, war ich nicht einsam. Ich fühlte mich
sehr geliebt und der Welt mehr verbunden und zur gleichen Zeit
unberührt von dem, was in der Welt vor sich zu gehen schien. Je
mehr ich mich mit Liebe füllte, umso mehr haben sich diese
Gefühle verstärkt. Aller seelisch bedingter Schmerz der
Vergangenheit schien hinweg zu gleiten. Ich werde dem all nicht
gerecht, aber unglücklicherweise fehlen mir einfach die Worte, so
etwas Schönes zu beschreiben." Ich zuckte mit den Schultern.
"Nach ein paar Tagen wurde das Wetter wieder wärmer und ich
begann Rudy wieder auf seine täglichen Spaziergänge
mitzunehmen. Dabei bemerkte ich, dass die Dinge anders waren.
Erst konnte ich nicht genau erkennen, was es war, weil es so viele
kleine Dinge gab, die nur geringfügig anders waren. Alles erschien
heller, lebendiger und farbenprächtiger. Die Luft war voller Leben.
Während der ersten Tage waren nicht viele Leute mit ihren Hunden
im Park, deshalb fiel mir alles, was zu passieren begann, erst ein
paar Tage später auf. Als erstes fiel mir auf, dass es so schien, als
ob uns Vögel überall hin folgten. Nicht viele Vögel, nur ein paar.
Etwas anderes, was mir auffiel war, dass, wenn die Hunde anderer
Leute mich sahen, kamen sie auf mich zugerast und versuchten
buchstäblich auf mich zu springen. Das hört sich nicht seltsam an,
aber normalerweise sind die Hunde daran interessiert, mit anderen
Hunden zu spielen und bemerken andere Menschen im Park kaum.
Ich bemerkte auch, dass Leute extrem freundlich wurden, viel
mehr, als sie normalerweise sind, in einer beinahe koketten Art. Es
war nicht so schlimm wie die Zeit im Supermarkt an dem Tag,
nachdem ich Sneaky das erste Mal traf, aber es kam langsam auch
dahin. Einerseits sah ich, was kam, andererseits glaubte ich es
nicht. Also entschied ich einfach weiter zu machen und zu sehen,
was passieren würde. Die Tage vergingen und es wurde jeden Tag
grotesker. Frauen fingen an angriffslustig mit mir zu flirten, in
einigen Fällen benutzten sie sogar ihre Körper dazu. Es war, als ob
alle Wände gefallen wären und Distanz war nicht mehr existent.
Sogar Männer benahmen sich seltsam, so, als wären wir seit
langem Freunde. Wenn ich anhielt, um mit jemanden zu reden,
beteiligten sich andere an diesem Gespräch, was alleine nicht
verwunderlich wäre, wenn nicht alle Aufmerksamkeit sich auf mich
konzentriert hätte. Die Leute fassten mich sehr oft während dieser
Gespräche an. Seht es einmal klar: Leute in einer Stadt berühren
keine Fremde im Park. Normalerweise wird immer eine gewisse
Distanz von jedermann gewahrt."
Danny schaute mich ungläubig an.
"Du musst nicht alles glauben, was ich erzähle, Danny, aber es gibt
keinen Grund zu lügen. Du kannst es selbst sehr leicht erleben,
wenn Du willst. Er wird noch verrückter. Ein Freund fragte mich, ob
ich nach seiner Arbeit mit ihm noch etwas trinken gehen würde.
Wir entschieden, uns in einer bestimmten Bar zu treffen. Ich kam
zwanzig Minuten vor ihm dort an. Die Bar, in der wir uns treffen
wollten, ist ziemlich groß und es war Happy Hour. Es waren eine
Menge Leute da. Ich ging hinein, schaute mich um, konnte ihn aber
nicht sehen. Ich fand für mich eine leere Stelle an der Bar und
bestellte etwas zu trinken. Während ich wartete, entschied ich mich
dazu, mich mit Liebe zu füllen und sie auszustrahlen. Innerhalb von
fünfzehn Minuten fingen Frauen an zu der Stelle zu übersiedeln, an
der ich saß. Ich entschied mich, der Frau, die sehr nahe stand,
meinen Hocker anzubieten. Als mein Freund in die Bar kam, war
ich umringt von Frauen. Ich erzähle die Wahrheit. Sie standen um
mich herum gepackt, als wären wir in einem überfüllten Bus. Wenn
die Frauen sich alle gekannt hätten, hätte man sagen können, dass
ich zur richtigen Zeit an der richtigen Stelle gewesen wäre, aber
das war nicht der Fall. Als ich meinen Freund kommen sah, konnte
ich mich aus dieser sehr dichten Lage befreien und wir gingen an
das andere Ende der Bar. Er sah, woher ich kam und machte einige
Bemerkungen darüber, warum ich nicht dort geblieben wäre. Wir
verbrachten die nächsten Minuten mit einer fröhlichen
Unterhaltung. Nach ein paar Minuten waren wir von Frauen
umzingelt. Mein Freund hatte eine tolle Zeit und als ich mich
entschied, dass es Zeit wäre zu gehen, war er so beschäftigt, dass
er nicht einmal daran dachte, mich am frühen Gehen zu hindern.
Ich bin ein sehr ruhiger Mensch und bevorzuge kleine Gruppen. Ich
bin es nicht gewohnt soviel Aufmerksamkeit zu erhalten und einige
dieser Frauen meinten es offensichtlich ernst. Auf dem Weg nach
Hause hielt ich noch am Lebensmittelladen an, um einige Sachen
einzukaufen. Es ergab sich, dass es genauso verlief wie das erste
Mal. Ich war froh wieder nach Hause zu kommen, ohne
misshandelt worden zu sein. Ich dachte darüber nach, dass ich
nicht so weiterleben konnte. Der Heini von einem Engel hätte mir
ja sagen können, dass es dabei Nebenwirkungen gibt."
"Dann hörte ich eine Stimme. ‚Nebenwirkungen?'"
"Als ich mich umschaute, sah ich Sneaky auf dem Sofa sitzen."
"‚Ja, Nebenwirkungen,' sagte ich ‚Die Leute waren unverblümt
freundlich. Du hättest mir sagen müssen, dass es dabei Risiken
gibt.'"
"Das war alles, was er aushalten konnte, er fing an zu lachen und
er lachte so sehr, dass er verschwand."
"Ich vermute, das war ganz lustig, auch wenn ich damals nicht
gelacht habe. Eine Stunde später kam Sneaky zurück und schaute
mich an. Er lächelte und ich dachte Lachen vernommen zu haben,
als er wieder verschwand. Später an diesem Abend beschloss ich
aus einem seltsamen Grund, meine Rechnungen zu sortieren und
auf einen netten kleinen Stapel zu legen. Da dies nicht eine meiner
normalen Aktivitäten ist, vermutete ich, dass es von Sneaky kam.
Als ich fertig für mein Bett war, waren alle Rechnungen in einem
Stapel von ungefähr zehn Zentimeter sortiert."
Ich nahm einen Schluck Tee und entschuldigte mich zur Toilette.
Was ist zu tun?
Was möchtest Du gerade jetzt tun?
Würde es
Dir und mir
Mehr Liebe und Freude bringen?
Dann vergiss alles andere!
Kapitel Sechsundzwanzig
Als ich aus der Toilette kam, sah ich, dass der alte Mann, der am
Tisch saß, gegangen war. Ich versuchte mich daran zu erinnern, ob
ich ihn noch sitzen sah, als ich zur Toilette gegangen bin, war mit
aber nicht sicher. Als ich zu meinem Hocker ging, entschloss ich,
dass das Spiel zu Ende kommen sollte. Möglicherweise sollte ich
gefragt haben, wo er hinging und wer er war, aber ich dachte, dass
ich keine genaue Antwort erhalten hätte, also ließ ich es auf sich
beruhen.
Ich nippte an meinem Tee. "OK, wo waren wir?"
Danny fragte nach den Anweisungen, wie man sich selbst mit Liebe
umgeben kann.
"Ich gebe Dir die Anweisungen in einer Minute," antwortete ich.
"Aber erst lasst mich erzählen, wie man er gebraucht und wie es
mit erklärt wurde, so dass ihr nicht in allzu große Schwierigkeiten
geratet. Sonst muss Neena noch Deinen Bodyguard spielen."
"Ich würde nur zurückstehen und ihn beobachten, wie er sich
herauswindet." Lachte Neena.
"Die nächsten paar Tage hörte ich auf, mit Liebe zu arbeiten und
ging zurück um mich auf meine Wetten zu konzentrieren. Es ging
nicht gut, obwohl ich etwas Geld gewann. Es schien, als ob mich
dabei etwas aufhalten würde."
"Ein paar Tage nach Sneakys Besuch erschien er eines morgens als
ich frühstückte. Ich hatte schon darauf gewartet, dass er erschien
und sobald ich ihn sah, fragte ich ihn, ‚Warum hast Du mir nicht
gesagt, dass ich eine Art Menschen-, Vogel- und Hundemagnet
werden würde?'"
" ‚Ich entschied, dass Du selbst die Kraft der Liebe sehen solltest.
Du hättest mir nicht geglaubt, wenn Du es nicht selbst erlebt
hättest.'"
"‚Was ist der Sinn der Sache, ich kann nicht mal mehr einkaufen
gehen.'"
"‚Och, es ist nicht so schlecht. Mit Liebe arbeiten ist eine Kunst. Es
kommt darauf an, wie Du es tust.'"
"‚Ich tat es genauso, wie Du mir es erzählt hattest.'"
"‚Lass es mich so erklären. Es gibt nicht genug Liebe auf dieser
Welt und die Menschen suchen verzweifelt danach, also, wenn Du
anfängst Liebe auszustrahlen, wird ein kleines Ungleichgewicht
erzeugt. Wenn jedermann wüste und verstehen würde, ihre Herzen
zu öffnen, würdest Du nicht die gleichen Resultate sehen oder
einige der Aktionen, die Du beobachtet hast. Die Leute würden
immer noch gegenseitig angezogen und die Tiere würden zu den
Menschen hingezogen, aber es würde sich nicht mehr auf ein
Individuum im Raum konzentrieren. Verstehst Du, was ich sage?'"
"‚Sicher, das macht Sinn, aber es löst meine Problem nicht, was ich
in der Zwischenzeit machen soll, da ich nicht sehe, dass der Rest
der Welt es in naher Zukunft tun wird.'"
"‚Du wirst in kurzer Zeit angenehm überrascht sein. Du wirst Dich
an die Aufmerksamkeit gewöhnen und nach einer Weile wird es Dir
nichts mehr ausmachen, weil Du es lieben wirst.'" Sagte er. ‚Alles
was Du tun musst, ist ein paar Änderungen in der Art, wie Du Liebe
ausstrahlst, machen. Es ist nur eine Frage, ob ich Dich zu dazu
bekommen kann, lange genug mit dem Heulen aufzuhören, dass
ich es Dir erklären kann.'"
"‚Ich wollte mich gerade verteidigen, aber er hatte Recht. Also saß
ich da und hörte zu.'"
"‚Es gibt viele Wege mit Liebe zu arbeiten. Wenn Du Dein Herz
öffnest und Liebe ausstrahlst, wirst Du eine sehr kleine Sonne.
Auch wenn andere Menschen diese Liebe nicht bewusst sehen
können, fühlen sie sie doch und unterbewusst wissen sie genau,+-
was passiert. Dein Unterbewusstsein schickt Deinem Bewusstsein
Nachrichten, zu dem Menschen zu gehen, der Liebe ausstrahlt. Das
Unterbewusstsein kann das dem Bewusstsein in vielen Arten
mitteilen, wie etwa Impulse, etwas zu tun, eine Anziehung zu der
Person, die Liebe ausstrahlt und so weiter. Eine andere Möglichkeit
mit der Liebe zu spielen ist, wenn Du zu einer Besprechung oder
jemandes Haus, wo andere Leute sind, gehst, kannst Du Liebe
schicken, den Raum mit Liebe füllen, bevor Du überhaupt dort bist.
Du kannst dies verwenden für Geschäftsbesprechungen, Partys,
Familienfeste oder für ein Einstellungsgespräch. Kannst Du Dir
vorstellen, was passieren würde, wenn Du ein Geschäft hättest,
das mit Liebe gefüllt ist und alle Angestellten würden Liebe
ausstrahlen?'"
"Ich nickte. ‚Es würde bestimmt eine Menge Kunden anziehen.'"
"‚Da kannst Liebe auch direkt zu Leuten in verschiedenster Weise
schicken, welche leicht unterschiedliche Auswirkungen haben. Du
kannst Liebe zu anderen Leuten schicken und sie mit Liebe
umgeben, wie als würdest Du sie mit einer warmen Decke aus
Liebe einwickeln. Oder Du kannst sie mit Liebe füllen. Du kannst
Liebe auch direkt in ihre Herzgegend senden. Das hat viele
verschiedene Wirkungen, die von der Person abhängig sind. Das
wird anderen Personen helfen sogar ihr eigenes Herz zu öffnen,
denn wenn Liebe in ihre Herzgegend eindringt, wirst Du sehr
wahrscheinlich merken, wie sie selbst vor Liebe scheinen. Das wirkt
sehr gut, wenn Du mit jemand nahe verbunden sein möchtest,
einer Freund/in oder Deinen Kindern. Wir werden darüber später
noch sprechen.'"
"‚Es fängt an immer komplizierter zu werden.' Ich wusste nicht,
was ich sonst sagen sollte."
"‚Überhaupt nicht. Denke jetzt sofort an eine Person, von der Du
fühlst, dass sie mehr Liebe benötigt.'"
"‚Sneaky, wenn Du es so siehst, reden wir von allen auf der Welt!'"
"Er schaute mich nur an."
"‚OK, ich denke an jemand. Nun, was?'"
"‚Entscheide, welche Methode die Beste für den Augenblick wäre,
um dieser Person Liebe zu schicken. Du kannst ihr Heim mit Liebe
füllen, Liebe zu ihrem Arbeitsplatz schicken, sie mit Liebe
umhüllen, sie mit Liebe füllen oder Liebe zum Zentrum ihres
Herzens schicken. Nimm, was Dir auch immer einfällt und sich für
den Augeblick richtig anfühlt. Manchmal sind sogar zwei oder drei
verschiedene Wege perfekt.'"
"‚Das ist tatsächlich sehr leicht. Ihr Heim ist ein Kriegsgebiet, also
würde das Füllen ihres Heimes mit Liebe sehr wahrscheinlich
helfen, einige Dinge zu lösen, oder zumindest würde es verhindern,
dass sie sich gegenseitig während des Ablaufes umbringen. Hab ich
recht?'"
"‚Perfekt.'"
"Ich schaute für eine Minute aus dem Fenster, während ich darüber
nachdachte. Als ich zurückschaute, war er wieder verschwunden."
Danny machte sich ein paar Notizen, also hielt ich an, um ihm
Gelegenheit zu geben, mitzukommen.
"Also ist sich selbst mit Liebe füllen und sie aussenden so ähnlich,
wie sich zu verlieben?" fragte Neena.
"Es ist genauso. Du hast die gleichen Gefühle. Du fühlst Dich am
ganzen Körper gut. Wenn zwei Leute sich verlieben, scheint es als
ob sie strahlen. Es ist etwas anders mit Ihnen und Ihr werdet
vermutlich bemerkt haben, dass sie dazu neigen, andere Leute
anzuziehen. Männer haben mir oft erzählt, dass, wenn sie
jemanden eine Beziehung haben, überall Frauen sind, aber wenn
sie nicht in einer Beziehung sind, ist das sich aufmerksam machen
bei Frauen schwieriger."
"Das alles macht jetzt richtig Sinn," sagte Danny. "Jedes Mal, wenn
ich mit jemanden zusammen bin und wir uns gegenseitig richtig
gut fühlen, scheine ich Frauen und grundsätzlich Leute anzuziehen.
Ich kann es nicht glauben, es ist so einfach und die Antwort war die
ganze Zeit direkt vor uns und niemand hat sie gesehen. Es macht
so viel Sinn, ich kann mir nicht vorstellen, dass wir es nicht erkannt
haben."
"Es gibt einen Grund, warum diese Information scheinbar vor
jedem sich seit Jahrhunderten entziehen konnte du die Antwort ist
ziemlich furchterregend, aber wir beschäftigen uns jetzt nicht
damit, weil es eh keinen Unterschied mehr macht. Wenn die Leute
einmal wissen, wie man mit Liebe arbeitet und sie die Ergebnisse
sehen, wird es unmöglich sein, sie noch aufzuhalten."
Danny Augen wurden ganz groß. "Willst Du uns erzählen, dass
irgendetwas oder irgendjemand diese Information vor uns geheim
hielt? Warum?"
"Liebe ist überall die gewaltigste Kraft und es gibt einen endlosen
Vorrat von Liebe. Das bedeutet, dass wir nicht hilflose kleine
Kreaturen sind. Das Feine an der Liebe ist, das sie sogar ein
eigenes Bewusstsein hat. Du kannst nur positive Sachen mit der
Liebe machen. Wenn Du Liebe zu einer anderen Person schickst,
wird die Liebe diese Person so beeinflussen, wie es zum Besten für
sie ist, egal, was Du tust. Liebe zu anderen Personen zu schicken
ist nur der Anfang davon, was Du damit tun kannst! Der beste
Weg, es auszudrücken ist, es gibt nichts, was Du mit Liebe nicht
erreichen kannst. Soweit es darum geht, herauszufinden, wer für
das Verstecken dieser Kenntnisse verantwortlich ist, im Endeffekt
waren wir es, die zugelassen haben, das es so ist, also, sind wir
selbst dafür verantwortlich. Mit Liebe arbeiten, mit Liebe spielen ist
etwas, dass einem Kind von dem Augenblick an gelehrt werden
sollte, wenn es zu sprechen anfängt. Das ist die beste Gabe, die
vielleicht jemand geben kann."
"Kann ich jetzt die Anweisungen haben?" lächelte Danny.
"Ist mir ein Vergnügen."
Träume
Die Hölle beobachtet,
Wie Deine Träume sterben.
Weil damit nicht nur Deine
Träume sterben,
Wir könnten genauso gut
Das Jagen unserer Träume einstellen
Auf diesem Weg haben wir wenigstens
Für etwas gelebt.
Kapitel Siebenundzwanzig
Nachdem ich Danny die Anweisungen, wie man sich mit Liebe füllt,
wie man Liebe versendet, gegeben hatte, gab ich ihm ein paar
Minuten um seine Notizen zu beenden.
"Es dauerte ungefähr vier oder fünf Tage bevor Sneaky wieder
zurückkam. Bis dahin hatte ich einige Änderungen in der Art, wie
ich mit Liebe spielte, gemacht. Das hat den Unterschied
ausgemacht. Die Leute fühlten sich immer noch zu mir hingezogen,
oder ich sollte sagen, dass ich immer noch magnetisch auf Leute
wirkte, aber nicht mehr in dem Maße, wie vorher. Es war in einem
Bereich, mit dem ich zurecht kommen konnte und ich begann
Humor zu benutzen, um eine Distanz zu den Leuten zu bauen, die
in meine Richtung kamen. Das hat für mich wunderbar gewirkt. Ich
erkannte auch, dass ich es jederzeit abschalten konnte, was mir,
warum auch immer, vorher nie in den Sinn kam. Als Sneaky
zurückkam, saß ich im Wohnzimmer und schaute mir meinen
Stapel von Rechnungen auf meinem Kaffeetischchen an. Es war ein
ziemlicher Stapel."
"‚Meine Güte! Das ist ein ziemlicher Stapel, den Du da gesammelt
hast.' Er grinste von einem Ohr zum anderen."
"Mir kam ein Gedanke. ‚Wenn Du verschwindest und ich Dich nicht
mehr sehen kann, wo gehst Du da hin?'"
"‚Die Zukunft, die Vergangenheit, die Gegenwart; sie sind alle
gleich.'"
"‚Irgendeine Chance, dass Du mich mit Dir nehmen kannst?' fragte
ich ihn, um ihm einen Hinweis zu geben, dass ich von den
Rechnungen wegwollte."
"‚Wo ich hingehe und wie ich dahin komme ist nicht die Frage. Du
findest das sehr schnell heraus. Im Moment müssen wir uns mit
anderen Dingen beschäftigen, und nicht nur mit den Rechnungen.'"
"‚Im Moment ist das einzige Problem, was ich sehe, die
Rechnungen, und wenn Du sie mitnimmst, ist das Problem gelöst.'"
"‚Der Hauptpunkt zur Zeit liegt darin, dass Du aufhören musst,
Deinem Leben und Dingen, die Du nicht magst oder fühlst, dass Du
nicht damit umgehen kannst, davonzulaufen, es sei denn, Du willst
so weiterleben, wie bisher. Es ist Deine Entscheidung.'"
"Ich hörte für eine Minute auf, zu versuchen ein Besserwisser zu
sein, weil ich wusste, er hatte recht. Ich bin im Kreis
herumgerannt."
"‚Hast Du schon einmal gemerkt, wie viele Dingen in meinem Leben
schief gelaufen sind? Es ist, als ob alles kaputt wäre. Ich weiß
nicht, was ich mit meinem Leben anfangen soll. Ich weiß sogar
nicht mehr, was ich gerne tue. Auf jeden Fall möchte ich den Rest
meines Lebens nicht damit verbringen, etwas zu tun, was ich nicht
mag, nur um zu überleben. Ich bin mir ziemlich sicher, dass das
Leben vermutlich nicht so kompliziert sein sollte, oder?'"
"‚Ich weiß, was Du sagen willst,' sagte er. ‚Aber ich kann Dein
Leben nicht für Dich ändern, weil es dann nicht mehr Dein Leben
wäre. Aber ich kann Dir zeigen, wie man eine Herausforderung
nach der anderen wirksam bewältigt. Sobald ein Angelegenheit
oder eine Herausforderung oder ein Problem ... wie immer Du sie
auch benennst ... abgehandelt ist, kommen sie nie mehr wieder
zurück. Aber wenn Du versuchst vor ihnen wegzurennen oder sie
zu ignorieren, dann häufen sie sich und Du musst mit mehr und
mehr damit umgehen, bis es hoffnungslos erscheint. Hört sich dass
bekannt an?'"
"Ich rutschte auf meinem Stuhl hin und her, weil ich mein Leben
als einen großen Haufen irgendetwas ansah und ich konnte sehen,
dass es mindestens zwanzig Jahre dauern könnte, um alles wieder
gerade zu biegen, was für mich gerade recht käme, um ins Gras zu
beißen."
"Sneaky musste meine Gedanken gelesen haben. ‚Es wird nicht
zwanzig Jahre dauern.' Er lachte nun. ‚Du hast kein Konzept, wo Du
in fünf Jahren sein wirst, aber es wird nicht länger dauern, um alles
aufzuholen. Es gibt keinen Grund, einen Maulwurfhügel in ein
Gebirge zu verwandeln. Kümmere Dich nur darum, solange es noch
ein Maulwurfhügeln ist. Jedes Problem kann mit Liebe gelöst
werden, auch die in der Vergangenheit.'"
"‚Liebe oder keine Liebe, Du kannst die Vergangenheit nicht
ändern.'"
"‚Die Vergangenheit ist genauso unvollendet wie die Gegenwart.
Die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft sind gleich. Sie sind
nur unterschiedliche Schnappschüsse von verteilten Momenten und
es spielt keine Rolle, in welcher Reihenfolge Du sie abspielst.Du
hast gesehen, was Liebe ausrichten kann; auch wenn es nur eine
kleine Demonstration war, es kommt noch mehr. Du weißt, dass
Du in die Zukunft reisen kannst und benutzt diese Fähigkeit, um
die Lotterie zu gewinnen. Also, warum denkst Du, dass DU nicht in
die Vergangenheit gehen kannst und dort Liebe schicken und damit
alles ändern kannst?'"
"Ich musste für einen Augenblick nachdenken, weil es so aussah,
als hätte er recht, aber ich wunderte mich, wie es die Gegenwart
beeinflussen würde, wenn ich in die Vergangenheit gehen würde
und mir selbst Liebe schicken würde. Das Konzept faszinierte
mich."
"‚Jetzt kümmere Dich erst einmal um diese Rechnungen. Ich bin in
zwei Tagen wieder zurück und vielleicht hast Du bis dahin der
Illusion der Zeit etwas mehr Gedanken gewidmet.'"
"‚Lass mich raten, Du möchtest, dass ich diesen Rechnungen Liebe
schicke. Richtig?' Ich schüttelte meinen Kopf."
"‚Präzise,' antwortete er. ‚Nimm Dir eine Rechnung nach der
anderen vor und schicke Liebe hinein, dann schicke Liebe zu der
Firma, der Du dieses Geld schuldest, dann schicke Liebe zu all den
Leuten, die für den Einzug des Geldes verantwortlich sind und nach
den Rechnungen bearbeiten.'"
"‚Ich bin diesen Leuten nie begegnet, also wie soll ich ihnen Liebe
schicken? Ich weiß nicht einmal, wie viele es sind.'"
"‚Das macht nichts. Benutze einfach Deine Vorstellungskraft und
schicke Liebe, bis Du fühlst, dass Du alle Leute erreicht hast, die
damit zu tun haben. Du wirst wissen, wenn Du fertig bist. Und zur
nächsten Frage, mache so lange weiter, bis alle bezahlt sind.'"
"‚Ich vermute, dass heißt, dass sie nicht alleine verschwinden?'"
"‚Das Leben kann sich wie ein langer Prozess anfühlen, aber wenn
Du nicht mehr daran hängen bleibst und die Hauptanliegen
gemeistert hast, kann es Freude und Aufregung bieten. Es wird
nicht lange dauern, bis Du fühlst, dass Du mit jeder
Herausforderung fertig werden kannst und Dein Leben verbessern
kannst. Du hast sogar schon angefangen. Du hast mehr Liebe
gebraucht und jetzt weißt Du, wo diese Liebe herkommt und was
sie ausrichten kann. Mit der Zeit wirst Du besser und besser
dabei.'"
"‚Entschuldige, aber das war nicht die Frage, die ich gestellt hatte.'"
"‚Leben ist wie eine Schule und der Unterricht ist Liebe, Verstehen,
Geduld, Vertrauen und Lernen, wie man das mit Liebe erzeugt, das
man sich wünscht'. Nun ist es an Dir ein für alle mal zu
entscheiden, ob Du alles geben willst oder ob Du es unter einem
Felsen verstecken willst."
"ich hatte das Gefühl, das er versuchen würde zu verschwinden,
ohne dass ich sehen konnte, wie er es macht, also starrte ich ihn
weiter an. Ich wollte genau sehen, wie er verschwindet, ob er
einfach allmählich verblasst oder auf einmal verschwindet.
Während ich ihn anstarrte, bemerkte ich etwas seltsames. Ich
musste ihn in einer bestimmter Weise anschauen und meine Augen
ein bisschen schielen, aber es war, als ob er genau so aussah wie
ich. Einen Augenblick später hatte ich keine andere Wahl, als zu
blinzeln, und in diesem Moment ist er verschwunden."
"Was passierte mit den Rechnungen?" fragte Danny.
"Ich habe sie bezahlt. Ich bin mir nicht sicher wie, aber acht
Monate später waren sie alle bezahlt. Das Interessante daran war,
dass niemand wegen des Einkassierens angerufen hatte."
"Was ist mit der Tatsache, dass Sneaky wie Du aussieht?" fragte
Neena.
"Das ist eine gute Frage. Ich habe ganz schön viele Stunden damit
verbracht, diese Teile zusammen zu setzen, aber dazu kommen wir
in Kürze. Hast Du noch Tee?"
Zeit
Die Zeit ist ein Magier,
Der Illusionen bereitet.
Von einer Million Schnappschüssen,
die wie Bewegung aussehen.
Ohne Zeit
Wären wir ein Standbild
In diesem Moment.
Welchem Moment?
Jedem Moment
Kapitel Achtundzwanzig
"Sneaky kam zwei Tage später zurück, wie er es gesagt hatte. Wir
haben nicht mehr über die Rechnungen gesprochen. Ich habe
getan, was er vorgeschlagen hatte und nahm an, dass er es
wusste. Wir kamen zu einer Diskussion über Zeit und Realität."
"‚Lass uns zur Sache kommen. Warum hältst Du mich davon ab,
die Lotterie zu gewinnen?'"
"Sneaky lachte. ‚Also hast Du Dich endlich getraut, mich das zu
fragen.'"
"‚Also gibst Du es zu.'"
"‚Nein! Niemand behindert Dich, nur Du selbst.' Er grinste wieder
von Ohr zu Ohr."
"‚Warum sollte ich mich selbst aufhalten? Das macht keinen Sinn.'"
"‚Dein Glauben ist widersprüchlich. Zuerst glaubtest Du ganz und
gar, dass es möglich ist, dann hast Du begonnen an Dir selbst zu
zweifeln, und sofort hast Du die Früchte Deines Zweifels gesehen,
was beweist, dass Dein Glaube korrekt war, was wiederum noch
mehr beweist, dass Du recht hattest. Erst kommt der Gedanke,
dann die Ergebnisse, ob positiv oder negativ hängt von den
Gedanken ab.'"
"Ich versuchte zu ergründen, welche Gedanken oder Glauben, die
ich hatte, mit meinen Wünschen, die ich zu erreichen versuchte,
kollidierten."
"‚Du hast geglaubt, das es zu schön um wahr zu sein ist und das
irgendetwas Dich am Ende stören könnte. Hab ich recht?'"
"Ich musste zustimmen, denn er hatte recht, das war genau das,
was ich dachte, ich hatte das bis jetzt noch gar nicht erkannt."
"‚Das ist noch eine Sache, die Du anscheinend vergessen hast.'"
"‚Und das ist?'"
"Welche Zukunft willst Du vorhersagen? Die Zukunft ist nicht in
Stein gemeißelt und es gibt endlos viele Möglichkeiten.
Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft sind gleich. Was es
unterschiedlich aussehen lässt, ist die Zeit. Zeit ist der Illusionär,
der die Schnappschüsse von einzelnen Augenblicken nimmt, ihnen
eine Illusion von Bewegung gibt, indem er eines nach dem anderen
ablaufen lässt."
"‚Das verstehe ich.'"
"‚Nicht wirklich. Wenn Du es ganz und gar verstanden hättest,
würdest Du alles ganz anders sehen. Dein Leben und alles, was Du
siehst und erfährst sind nur kleine Schnappschüsse der Realität. Es
gibt Millionen und Abermillionen davon, welche Du unterbewusst in
der Reihenfolge sortierst, in der Du sie gerne sehen würdest, dann
kommt die Zeit und macht daraus einen Film, welche Du als
fortlaufende Momente der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft
wahrnimmst. Wenn Du etwas glaubst, oder der Glaube
widersprüchlich ist, werden die passenden Schnappschüsse der
Realität in den Film Deines Lebens eingeschnitten, welchen Du
nicht nur anschaust, sondern auch darin mitspielst. Dass heißt,
wenn Du also jetzt zu jemand Liebe schicken kannst, hier in der
Gegenwart, kannst Du auch den Schnappschuss, den Du als
Vergangenheit einstufst, nehmen und Liebe zu jeder Periode der
Zeit schicken.'"
"‚Also wie kann ich meine wahrscheinliche Zukunft, die mir
passiert, was die Spiele anbetrifft, herausfinden?'"
"‚Jeder, der das Spiel beobachtet, spielt in dem Spiel mit und hat
Einfluss darauf. So oder so entscheidet er, wie das Spiel gespielt
wird und wie das Ende aussieht. Es ist einfach, die Mehrheit
bestimmt. Sage Deinem Verstand, er soll Dir die wahrscheinlichst
vorhersagbare Zukunft zeigen. Unglücklicherweise werden
Änderungen in der wahrscheinlichen Zukunft Minute zu Minute
vorgenommen, je nachdem wie die Mehrheit ihre Meinung ändert.
Wie Du sehen kannst, wirst Du, wenn Du ein hundertprozentiges
Ergebnis erzielen willst, eine gewaltige Menge an Energie
aufwenden müssen, und das ist es nicht wert. Mit dieser Energie
kannst Du viel größere Ergebnisse erzielen, indem Du damit mit
Liebe arbeitest.'"
"Ich wollte gerade eine weitere Frage stellen, als ich merkte, dass
er schon längst verschwunden war."
"Was er sagte, macht Sinn," sagte Danny, als er meine Tasse Tee
hinstellte. "Ich verstehe nur nicht die Schnappschüsse der
Realität."
"Du musst es nichtganz verstehen." Sagte Neena. "Das wichtig ist,
ist, das Du verstehst, dass jedes Mal, wenn Du einen Gedanken
oder eine Glauben hast, wird dieser Schnappschuss, der Deinen
Gedanken oder Deinen Glauben reflektiert, in Deinen Film Deines
Lebens getan und Du wirst es so erleben."
"Vergiss nicht die Pufferzone." Warf ich ein.
"Was ist die Pufferzone?" fragte Danny.
"Nicht jeder Gedanke geht in den Film, sonst würde das Leben total
verrückt werden. Also gibt es da eine Pufferzone. Nur die
Gedanken, die direkt verbunden sind mit Deinem Glauben, von
welchen Du total überzeugt bist, werden in den Film übernommen.
Wenn Aber Glaubenszweifel vorliegen, werden entweder beide
Bilder, welche die Zweifelsrichtungen repräsentieren, oder eine
Kombination von beiden oder keines in den Film eingefügt,
abhängig von der Stärke der jeweiligen Glaubensrichtungen."
"Das ist logisch," nickte Danny.
Während ich Zucker in meinen Tee rührte, entschied sich Neena,
dass sie auch noch eine Tasse mochte. Ich persönlich denke, dass
es mehr wegen der Bedienung von Danny war. Ich bin mir ziemlich
sicher, dass sie das mehr mochte, als den eigentlichen Tee, aber
ich gehe nur von ihrem Blick davon aus.
Geduld
Geduld war noch nie
Eine meiner Tugenden.
Die Tatsache ist, dass ich mich jetzt wundere
Warum die Hetze?
Bedenke, dass ich etwas gelernt habe,
sobald ich Geduld habe
Für etwas, kommt es
Zehnmal schneller.
Nun, ist das nicht seltsam?
Andererseits,
Verdammt noch mal,
Nur
Wie lange
Muss ich denn noch warten?
Kapitel Neunundzwanzig
"Ich habe Sneaky seit seinem letzten Besuch lange nicht mehr
gesehen, was mit gerade recht kam, da ich anfing zu erschöpfen.
Mein Sohn kam zu mir über Weihnachten, was mir eine Pause von
der ganzen Routine bescherte."
"Ich dachte Dein Sohn lebte bei Dir?" fragte Neena.
"Er hat, aber es gab Probleme und er kam mit den falschen Leuten
zusammen, da dachte ich, es wäre besser, wenn er eine Weile bei
seiner Mutter leben würde. Das war lange bevor die anderen
Sachen begannen."
"Hast Du immer noch Deine Wetten versucht?" fragte Danny.
"Habe ich, aber mal und mal nicht. Ich versuchte die Zeit mit
meinem Sohn zu verbringen. Die Ergebnisse sind sehr sporadisch
geworden. Einen Tag lag ich genau richtig, an einem anderen
meilenweit daneben. Ich habe viel Zeit damit verbracht,
herauszufinden, wie ich meine Gedanken und meinen Glauben
ändern könnte, um wieder gewinnen zu können. Ich hatte genug
Geld gewonnen, um über Weihnachten zu kommen, so dass das
ganz gut war. Unterm Strich gesehen arbeitete ich zu hart daran,
zu gewinnen und mit Liebe zu arbeiten, aber ich wurde frustriert
und benötigte eine Pause. Eines Tages sah ich im Fernsehen
jemand, der mit der Kettensäge Holz schnitzte, also ging ich am
nächsten Tag hin und kaufte mir eine kleine Kettensäge. Ich ging
zum Fluss und holte einige Stämme von Bäumen, die Biber gefällt
hatten. Ich verbrachte die nächsten drei Wochen entweder mit
meinem Sohn oder mit schnitzen. Es stellte sich heraus, dass dies
eine gute Entspannung für all die Spannung, die sich in mir
aufgebaut hatte. Es war das Erste, was ich seit langer Zeit mit
Freude machte und ich kam zu dem Schluss, dass er mehr im
Leben gab, als es zu überleben."
"Das war eine verwirrende Zeit. Mein ganzes Leben wurde
umgekrempelt, aber ich fühlte mich besser den je. Es war, als
würde alles auf den Kopf gestellt und trotzdem hatte ich das Gefühl
inneren Friedens und ich habe sehr wahrscheinlich an einem Tag
mehr gelächlt und gelacht, als ich es sonst im ganzen Monat tat."
"Ich weiß, was Du meinst," sagte Neena. "Wenn eine Menge
Änderungen in jemandes Leben oder in jemand vor sich gehen, ist
dort ein Mittelpunkt, wo Du noch nicht ganz in Deinem neuen
Leben angekommen bist, aber alles sich schon verändert hat. Es
ist, als wären beide Welten miteinander vermischt."
"Genauso war es."
"Wie lange genau hat es denn gedauert, bis alles wieder im Lot
war?" fragte Danny.
"Ungefähr einen Monat. Danach war es, als ging ich auf Wolken.
Ich wachte morgens glücklich auf und ging nachts glücklich ins
Bett. Die Sachen passieren weiter und manchmal geht auch etwas
schief, aber dass berührt mich nicht mehr so sehr. Wenn immer
etwas schief geht, gebe ich Liebe dazu und in kurzer Zeit dreht sich
alles um und endet darin, dass es das Beste war, was mir
passieren konnte."
"Was meinst Du mit ‚Liebe dazugeben'?" fragte Danny.
"Zum Beispiel, sagen wir, Du hast Deinen Job verloren, also
schickst Du Liebe zu dem Platz, wo Du gearbeitet hast und
ummantelst Dich selbst mit Liebe. Dann nimm die ganze Situation
und sehe es als Film und fülle die gesamte Situation mit Liebe,
sogar die Gedanken, die Du wegen den Umständen hast. Einfach
mit Liebe füllen. Das Endergebnis wird sein, dass Du einen neuen
Job angeboten bekommst, in dem Du mehr verdienst als vorher.
Und möglicherweise hast Du etwas Zeit zum Entspannen findest
und über Dein Leben nachdenken kannst. Ich kann Euch noch ein
Beispiel geben. Jemand, den ich kenne, wollte lernen mit Liebe zu
leben. Drei Wochen später hatte Sie einen Autounfall. Als der Unfall
geschehen war, entschied sie sich, Liebe in die gesamte, sie
umgebende Szene zu schicken und umgab alle beteiligten Personen
mit Liebe, die Autos, alles, wie in einem Film, der vor Liebe strahlt.
Dies ist schwer zu erklären, aber wenn Ihr darüber nachdenkt,
werdet Ihr verstehen, was ich meine. Sechs Monate später
heiratete sie den Mann aus dem anderen Auto und heute scheinen
sie glücklicher sein, als man denken könnte. Sobald Du mit Liebe
arbeitest und einige Zeit dafür aufwendest, Dich selbst mit Liebe zu
füllen und dann die Liebe verstrahlen, wird sich alles irgendwie
ändern. Ich kann es nicht erklären, alles was ich sagen kann ist,
dass, wenn ihr immer weiter Liebe verschickt, wird, wenn alles
vorüber ist, zu Eurem Besten ausgegangen sein. So ist es halt."
"Einige Leute werden das nicht glauben," gab Danny zu bedenken.
"Wahrscheinlich nicht, aber wenn sie die Chance erhalten und sie
diese Ergreifen, sind die Resultate sehr schnell vorhanden. Danach
wird sie keiner mehr halten können."
Neena schaute zu Danny und dann zu mir. "Unsere Zeit ist bald
um. Du beendest besser Deine Geschichte bald."
Ich verstand nicht, was sie mit die Zeit ist bald um meinte, aber ich
sah ihren Gesichtsausdruck, der für sich sprach.
Wieder ein weiterer Tag
Also endet wieder ein weiterer Tag.
Aber war es überhaupt wieder ein weiterer Tag?
Sind die Tage überhaupt anders?
Oder bin ich anders?
Wo beginnt die Illusion?
Und wo hört sie auf?
Ich wundere mich!
Kapitel Dreißig
"Ich habe beinahe vergessen Euch dies zu erzählen. Als Sneaky mir
erzählte, dass ich in meine Vergangenheit gehen könnte und zu
meinen Vergangenheits-Selbst Liebe schicken könnte, beschloss ich
es zu probieren. Als erstes bin ich nur in meine frühe Kindheit
zurückgegangen, neun Jahre oder weniger. Der Grund, warum ich
diese Zeit wählte war, weil ich ohne elterliche Führung aufwuchs,
was seltsam klingt, aber so war es. Ich hatte keine Freunde. Das
führte zu einer ziemlich einmaligen Lebenseinstellung, weil ich
niemand hatte, der mir sagte, dass Menschen nicht zu Bäumen
sprechen oder sich mit Tieren unerhalten können. Es ist sogar
etwas ganz natürliches, nur dass niemand dies zu verstehen
scheint und so werden ihre Kinder automatisch gelehrt, dass dies
nicht möglich ist. Die einzigen Freunde, die ich also hatte, waren
die Tiere und die Bäume. Ihr werdet überrascht sein, wie viel
Wissen die Bäume tatsächlich besitzen, ganz besonders die alten
Bäume. Sie wissen mehr darüber, wie das Universum arbeitet als
alle Wissenschaftler zusammen. Das wirklich nette an Bäumen ist,
sie rennen niemals weg. Bedingungslose Liebe scheint ihr Leben
oder das Wesen ihres Seins zu sein. Ich entschied, dass diese
Periode meines Lebens ein guter Punkt für den Anfang sein würde,
weil ich wusste, er brauchte etwas Gesellschaft. Das Seltsamste
daran war, dass wann immer ich zurück ging, um dieses Kind zu
sehen, konnte er mich auch sehen. Wir verbrachten sehr viel Zeit
mit Reden. Ich erzählte ihm von Dingen, die Sneaky mir schon
gezeigt hatte."
"Wie bist Du in die Vergangenheit gekommen?" fragte Danny.
"Ich benutzte den imaginären Zug, den ich auch für Reisen in die
Zukunft nutzte."
"ich habe das für ungefähr ein Jahr lang gemacht, nicht jeden Tag
aber doch einige Male die Woche. Bis ich aus der frühen Kindheit
herauswuchs besuchte ich mein Vergangenheits-Selbst. Als er älter
wurde, sah er mich nicht mehr. Ich brachte mich in die Zeiten, die
für ihn am schlimmsten waren und umgab ihn mit Liebe. Ich
konnte den Unterschied sehen, den dies machte. Als ich dies tat,
hat sich mein Gegenwart-Selbst auch geändert. Irgendwie, als ich
mich änderte, hat sich meine Vergangenheit verändert. Ich kann
nicht irgendetwas spezifisches herausdeuten, aber ich weiß, dass
es anders war, als ich vorher gesehen habe."
"Warte mal," unterbrach mich Danny. "Wenn Du in die
Vergangenheit gegangen bist und Dein Vergangenheits-Selbst
konnte Dich sehen, wie hast Du für ihn ausgesehen?"
"Ich habe für ihn wie ein Engel ausgesehen." Antwortete ich.
"Nach unseren Weihnachts- und Neujahrsferien habe ich meinen
Sohn zum Busbahnhof gefahren, dass er zu seiner Mutter zurück
konnte. Ich bin mir sicher, dass es der 4. Januar 1996 war. Es war
keine angenehme Fahrt. Wir beide, mein Sohn und ich waren still.
Er wollte nicht gehen und ich wollte ihn auch nicht gehen lassen. Es
war sehr schmerzhaft, wie als würde ein Stück von mir
herausgerissen. Nachdem ich meinen Sohn in den Bus einsteigen
sah, fuhr ich nach Hause. Sneaky erschien als ich etwa auf der
Hälfte der Stecke war. Ich konnte ihn kaum sehen und auch nur
schlecht hören, was er sagte, wahrscheinlich wegen des
emotionalen Zustandes, in dem ich mich befand. Ich dachte an all
die Dinge, die ich hätte besser machen können, und all die Dinge,
die ich falsch gemacht hatte um alles dorthin zu bringen, wo es
jetzt war."
"‚Weißt Du, dass es ihm genau so weh tut wie Dir,' hörte ich
Sneaky sagen."
"‚Ja, das hilft mir jetzt, mich besser zu fühlen' sagte ich. ‚Ich kann
nichts an seinen Gefühlen ändern.'"
"‚Du kannst eine Menge tun. Du wirst überrascht sein, wie sehr
Liebe schicken heilen kann.'"
"Ich dachte eine Minute nach und schaute zu ihm hin, um ihn
besser sehen zu können."
"‚Bist Du sicher?'"
"‚Ja!' ich konnte ihn laut und deutlich hören. ‚Selbst wenn Du ihn
niemals wiedersehen würdest, könntest Du ihm Liebe schicken.
Wenn DU es jeden Tag machst, wird es einen Unterschied machen,
mehr als Du Dir vorstellen kannst. Du weißt, wie einfach es geht.'"
"Ich sagte nichts. Ich dachte mir, dass es einen Versuch wert
wäre."
"‚Lass Dir sagen, dass, wenn dies jeder mit seinem Kind machen
würde, würde sich alles ändern. Wenn Du kein Kind hast, kannst
Du Dir eines geistig adoptieren.'"
"‚Wie meinst Du das?'"
"‚Ich meine, dass Du es in Deinem Verstand und Deinem Herzen
adoptieren und Dich dazu entschließen sollst, diesem Kind täglich
Liebe zu schicken. Niemand muss es jemals wissen und die Leute,
die es tun, müssen dieses Kind nicht sehen noch müssen sie
wissen, wo dieses Kind zu bestimmten Zeiten ist. Die Liebe, die sie
schicken, wird es finden. Jeden Tag Liebe zu schicken wird so viel
erreichen. Es ist unbeschreiblich.'"
"Ich bog in die Einfahrt. ‚Du meinst, es hält sie von der Straße oder
von Schwierigkeiten fern?'"
"‚Ja!' antwortete er. ‚Es wird nicht alle ihre Lebensumstände
ändern, aber die Liebe sieht sie durch diese und mit genug Liebe
werden sie andere Entscheidungen treffen.'"
"Ich dachte darüber das, was er gesagt hatte während ich das Auto
parkte und ins Haus ging, nach."
"Ich setzte mich in meinen Lieblingsstuhl und steckte mir eine
Zigarette an. ‚Lass mich das genau verstehen. Du sagst, je mehr
Liebe jemand empfängt, um so geringer ist die Chance, dass sie
ihren Ärger ausleben und jemanden verletzen?'"
"‚Ja. Bewusst werden sie nicht wissen, dass sie Liebe geschickt
bekommen. Aber unterbewusst werden sie es wissen und die Liebe
wird einer Menge Ärger und Schmerz entgegenwirken, den sie
durchleben müssten. Als ein Beispiel könnten sie fühlen, dass nicht
die ganze Welt gegen sie ist. Sie werden nicht wissen, warum die
Änderung vor sich geht, aber sie werden sie gleichwohl fühlen.
Denke einfach an einige der schweren Zeiten, die Du in Deinem
Leben durchgemacht hast. Wäre es einfacher gewesen, wenn Du
Liebe um Dich gehabt hättest, selbst wenn Du nicht gesehen
hättest, wo sie herkommt?'"
"‚Ich glaube, dass macht Sinn.' Antwortete ich. ‚Ich glaube, das es
egal ist, wo die Liebe herkommt, wichtig ist nur, dass man sie
bekommt.'"
"‚Man kann ohne Liebe nicht überleben. Das gedachte Ventil, dass
es der Liebe erlaubt in Dich zu kommen ist nie ganz verschlossen,
aber irgendwann, wenn es bis auf einen Bruchteil verschlossen ist,
wird es passieren. Du wirst verärgert, fühlst eine Menge Schmerz
und weil das Ventil sich schließt wird es genauso schmerzhaft
werden wie verhungern schmerzhaft ist. Einige Plätze der Erde
scheinen immerwährend im Krieg zu leben. Warum denkst Du, ist
das so? Es ist einfach: In jedem Individuum hat sich das Ventil so
weit geschlossen, dass alles was sie denken können Ärger, Hass,
Eifersucht und so weiter ist.'"
"‚Was passiert, wenn das Ventil sich total schließt?'"
"‚Dann wirst Du verrückt. Der Rest ist abhängig davon, wer Du
bist, in welchen Umständen Du lebst und wo Du lebst. Solltest Du
in einer Kriegszone leben, könntest Du einen Selbstmordanschlag
auf einen imaginären Feind machen. Wenn Du in einer ruhigen
Zone lebst, könntest Du Selbstmord begehen oder in einen Laden
gehen und alle darin, Dich eingeschlossen, hinwegpusten.'"
"Unglücklicherweise machte das Sinn, was Sneaky sagte. Wenn
sich jemand geliebt fühlt, würde er niemals irgendetwas gegen
irgendjemand unternehmen, was diesen verletzen könnte."
"‚Möchtest Du, dass ich Deinen Verstand noch ein bisschen
strapaziere oder soll ich es dabei belassen?'"
"‚Du kannst ruhig weitermachen. Du hast meine volle
Aufmerksamkeit.'"
"‚Wenn zwölf Prozent der Bevölkerung jeder Stadt genug Liebe
schicken würden, um diese Stadt täglich damit zu füllen, wäre dort
soviel Liebe in der Atmosphäre, dass es so friedlich wäre, dass die
Polizei nichts zu tun hätte. Das trifft auch für die Länder in dieser
Welt zu.'"
"‚Jetzt übertreibst Du aber ein bisschen,' lächelte ich. ‚Warum zwölf
Prozent?'"
"‚Weil Liebe die machtvollste Kraft im Universum ist. Alles ist aus
Liebe gemacht. Und dass ist alles, was den Ausschlag geben
würde. Liebe wächst. Nichts kann die Liebe besiegen, nichts
dagegen stehen.'"
"Wir saßen eine Weile stillschweigend da."
"‚Du hast gesehen und erlebt, was passiert, wenn Du Dein Herz
öffnest und Liebe ausstrahlst. Das gleiche trifft auch für das
Senden von Liebe zu.' Sagte er. ‚Stell Dir vor, wenn zwei Leute in
einer Beziehung sich gegenseitig Liebe schicken. Was denkst Du,
was passieren würde?'"
"‚Es wäre unfassbar,' antwortete ich. ‚Ich denke nicht, dass es
Worte gäbe, mit denen man diese Erfahrung beschreiben könnte.
Ich denke, dass ich dies ganz sicher ausprobieren werde.'"
"Ich schaute zu Sneaky, aber er war verschwunden. Ich legte mich
hin und begann meinem Sohn Liebe zu schicken."
Ich schaute zu Neena und Danny. "Ich fing an diesem Tag an
meinem Sohn Liebe zu schicken und habe es noch an keinem Tag
verpasst. Ich kann Euch nicht einmal anfangen zu erzählen,
welchen Unterschied das ausmachte. Es ist unglaublich. Und ich
werde ihm weiterhin, so lange ich lebe, täglich Liebe schicken. Ich
weiß nicht, wie die Dinge heute stehen würden, wenn dieses kleine
bisschen Wissen nicht gewesen wäre, aber mal ehrlich, ich will es
gar nicht wissen."
So ist es
So ist das Leben,
Aber
Wenn niemand Nein sagt!
Und Liebe gibt
Dann wird es
Immer so weiterlaufen
Und dann, wer ist daran schuld?
Kapitel Einunddreißig
"Die nächsten Wochen verbrachte ich meine Zeit damit, mit Liebe
zu experimentieren und an meinen Wetten zu arbeiten, welche sich
ganz gut entwickelten. Ich machte einiges an Geld, aber statt
meine offenen Rechnungen zu bezahlen, entschied ich mich dafür,
das Geld weg zu legen, für den Fall der Fälle. Das selbst war eine
gute Idee, aber es wurde aus den falschen Gründen ausgeführt. Es
ist der Gedanke hinter den Gründen, der entscheidend ist. Um
Klartext zu reden, ich wettete gegen mich selbst, da ich dachte,
dass mein Erfolg wider nur kurzfristig wäre. Geld zu sparen ist eine
feine Sache, aber ich glaube jetzt, dass, wenn es aus Angst getan
wird, stellen diese Gedanken die Umstände her, dass wir das Geld
dringend brauchen, irgendwie her. Später gegen Frühling ist genau
das passiert. Ich achtete nicht genug auf meine Gedanken und
dass meine Gedanken die Realität herstellen und ich verlor wieder
einmal meine Fähigkeit zu gewinnen. Manchmal sieht es so aus, als
ob ich ein langsamer Lerner wäre, aber trotzdem hole ich das
früher oder später nach."
"Aber ich greife den Dingen vor." Ich schaute zu Neena und Danny
um zu sehen, ob sie mir noch folgten.
"Die nächsten Wochen des Januar und Februar kam Sneaky
ungefähr jeden dritten oder vierten Tag. Wir diskutierten meistens
über die Arbeit mit Liebe und sprachen über verschiedene
Experimente, die ich ausprobierte. Ich gebe Euch ein Beispiel eines
Experiments. Ich hatte einen Freund, der eine Beziehung zu einer
Frau abbrach. Er kam zu mir nach Hause und war mutlos über
diese Beziehung. Also beschloss ich, nachdem er gegangen war,
ihm die nächsten Tage Liebe zu schicken und ihn mit Liebe
einzuhüllen. Zu dieser Zeit wusste er überhaupt nichts von dem,
was ich die letzten paar Monate so machte. Ein paar Tage später
kam er mich wieder besuchen. Ich fragte ihm, wie es so geht, weil
er ziemlich glücklich und entspannt aussah. Er sagte mir, dass er,
aus welchen Gründen auch immer, nachdem er mich letztes Mal
verlassen hatte plötzlich ein Gefühl von Ruhe über ihn kam. Er
sagte, dass er sich immer besser und besser fühlte, obwohl er über
die kaputte Beziehung nicht glücklich war, aber wiederum aus
irgendwelchem Grund schien der Schmerz darüber zu
verschwinden. Seine genauen Worte waren, ‚Aus irgendeinem
Grund fühle ich mich besser, als ich mich jemals gefühlt habe. Ist
das nicht verrückt?' Ich entschied mich auch, ihr Liebe zu schicken.
Unglücklicherweise habe ich keine Ahnung, welche Auswirkungen
das auf sie hatte, aber von dem was ich sah, bin ich mir ziemlich
sicher, dass es auch bei ihr einen Unterschied hervorrief."
"Ich bin sehr sicher, dass Ihr mich versteht."
"Hast Du ihm vom Liebe schicken und einigen der anderen Sachen
erzählt?" fragte Danny.
"Nein! Zu der Zeit entschied ich, dass es wahrscheinlich besser
wäre, es für mich zu behalten. Aber jemand anderem habe ich
davon erzählt. Diese bestimmte Person hatte ein kleines Geschäft
hier in der Stadt. Als ich ihm von allem, was damit vor sich geht,
erzählte, wurde er immer mehr interessiert und wollte wissen, wie
er Liebe für sein anwenden könnte. Drei Monate lang habe ich mit
ihm daran gearbeitet. Wir haben auch seine Angestellten gelehrt,
Liebe zu schicken. Dazu hat es ein wenig Überzeugungsarbeit
benötigt, wie Ihr Euch vorstellen könnt, aber wir haben es erreicht.
Ich machte auserdem eine Klausel, dass dies geheim zu halten sei
und keiner dürfte irgendetwas zu irgendjemand sagen."
"Was ist dann passiert?" fragte Neena.
"Zuerst war das erste, was wir feststellen konnten, dass alle
glücklicher schienen. Jeder schien sich richtig zu freuen. Aber es
passierte nichts, was das Geschäft betraf. Es dauerte ungefähr
sechs Wochen und dann fing das Geschäft an besser zu werden,
nur langsam erst. Dann sah es aus, als würde es abheben und
endete damit, dass er sein Geschäft herunterfahren musste, weil er
mit allem nicht mehr fertig wurde. Die andere Seite, die sehr
interessant war und welche in einigen Besprechungen mir den
Angestellten und ihm und seiner Frau, die auch mitarbeitete,
aufkam, war die, dass alle sagten, dass es Auswirkungen auf ihr
Leben daheim hatte. Der Punkt, dass man andere Leute anzieht
kam auch einige Male zur Sprache. Es arbeiteten dort eine Single-
Frau und ein Single-Mann und beide erwähnten sehr oft, dass,
wenn immer sie ausgehen würden, konnten sie nicht glauben, wie
magnetisch anziehend sie auf Leute, speziell vom anderen
Geschlecht wären. Es war sehr offensichtlich, dass sie die beste
Zeit ihres Lebens hatten."
"Also, was passiert jetzt mit dem Geschäft?" fragte Danny. Eine
nicht überraschende Frage, wenn man bedachte, dass seine Bar
ziemlich ruhig war.
"Ungefähr ein Jahr später hat er sein Geschäft verkauft und ist in
die Vereinigten Staaten gezogen um ein anderes Geschäft zu
eröffnen. Offenbar wollte er schon immer dorthin gehen. Er nahm
auch zwei seiner Angestellten mit sich. Von dem, was ich durch
Gerüchte erfahren habe, hat er jetzt ungefähr 25 Angestellte und
es läuft gut."
"Warum musstest Du es durch Gerüchte erfahren?" fragte Danny.
"Hast Du keinen Kontakt mehr zu ihm?"
"Nein. Ich wusste zu einem bestimmten Teil, dass es darauf hinaus
laufen würde, dass ich darüber schreiben müsste und ich
beschloss, dass es das Beste wäre, wenn ich ihn, sein Geschäft und
seine Frau geheim halten würde, mindestens für die ersten paar
Jahre. Also sagte ich ihm, dass der beste Weg wäre, keinen
Kontakt zu haben. Beide stimmten meiner Begründung zu."
"Ich verstehe nicht, warum Du dies machst," sagte Danny.
"Es ist ganz einfach. Ich kann in die Zukunft gehen und die
wahrscheinlichen Auswirkungen meines Buches und den darin
enthaltenen Informationen sehen. Die Auswirkungen sind
unglaublich fantastisch. Aber es gibt Leute, die aus Angst
durcheinander kommen und denken könnten, sie würden
kontrolliert. Liebe hat nichts mit Kontrolle zu tun ... es ist sogar das
völlige Gegenteil davon. Liebe ist anziehend und magnetisch. Einige
Leute werden das nicht verstehen, jedenfalls anfangs nicht, dass,
wenn da zwei Geschäfte sind, unter denen Du wählen kannst, wirst
Du automatisch von dem angezogen, das Liebe ausstrahlt. Das ist
nur natürlich. Welches Geschäft wird den besten Service für Dich
und Dir die größte Beachtung bieten? Es ist sehr einfach, diese
Frage zu beantworten! Unglücklicherweise haben manche Leute
Angst vor ihrem eigenen Schatten. Es wird nicht lange dauern und
Du wirst kleine und große Unternehmen es überall anwenden
sehen. Ich will damit nicht sagen, dass meine Entscheidung völlig
richtig war, nur ich dachte, es wäre das Richtige in diesem Fall und
das ist alles, was daran wirklich ist. Lasst uns zurück zur
Geschichte kommen, weil es noch einige andere Sachen gibt, die
Ihr wissen müsst."
"Nachdem ein paar Wochen vergangen waren, bemerkte ich, dass
ich Gefühlsschwankungen hatte. In einer Minute war ich extrem
glücklich und in der nächsten fühlte ich mich irritiert und ärgerlich.
AN einem ganz bestimmten irritierendem Punkt fühlte ich
besonders mürrisch. Sneaky schlich sich an mich heran und hat
mich zu Tode erschreckt und ich ließ ihm das Vergnügen."
"‚Sind wir mürrisch heute?' beobachtete er und ließ mein
eingeschnappt sein völlig außer acht."
"‚Was zum Teufel war das?' sagte ich. ‚Ich dachte Liebe würde mich
angeblich gut fühlen lassen?'"
"Sneaky schien das alles lustig zu finden und wusste anscheinend
ganz genau, dass dieser Punkt irgendwann aufkommen musste. Ich
war wiederum irritiert über die Tatsache, dass er es schon wieder
nicht für nötig hielt, mich zu warnen."
"‚Sieh es mal so,' sagte er. ‚Stell Dir einen Fluss vor und das
Wasser ist Liebe. In der Vergangenheit war der Fluss der Liebe
nahezu trocken und jetzt, da Du mit der Liebe arbeitest, fängt der
Fluss wieder an zu fließen. Nun stell Dir vor, dass es an Größe
dramatisch zugenommen hat und es anfängt Ablagerungen vom
Flussbett, wie etwa Emotionen, Gedanken, Schuld, Scham und
Ärger, aufzunehmen. Um es einmal so auszudrücken, alle diese
Dinge werden aus Dir herausgespült. Dies ist nur kurzzeitig so,
besonders wenn Du weiterhin Dich selbst mit Liebe umgibst;
Beobachte die Gefühle und Empfindungen, die dort aufkommen
und schicke ihnen einfach Liebe oder in umhülle sie in Deinem
Bewusstsein mit Liebe. In ein paar Tagen wird alles vorbei sein.'"
"‚Alles?' ich benutzte meine Hände und genau zu beschreiben, was
ich zu sagen versuchte."
"‚Nun, Du wirst gelegentlich einen Stumpf hier und da aufstöbern.
Aber so lange Du ihn nicht wieder im Sand vergräbst, wird er kein
großes Problem heraufbeschwören.' Ich nickte, um ihn wissen zu
lassen, dass ich verstand."
"‚Wir sagen uns jetzt >Auf Wiedersehen< sagen. Es wird Zeit, dass
Du Dich hinsetzt und die Teile zusammen baust. Ich weiß, dass Du
das kannst und wirst.'"
"Und er verschwand. Ich war schockiert. Ich hatte immer noch eine
Million Fragen. Während ich so saß und nachdachte wurde ich sehr
irritiert über die Tatsache, dass er erschien, eine Bombe
abgeworfen hat und einfach verschwunden ist. Nachdem ich mich
ein bisschen beruhigt hatte bemerkte ich, dass dies etwas war,
dass ich wahrscheinlich selbst getan hätte und auch schon, aus
unterschiedlichen Gründen, getan hatte."
"So, war es das?" fragte Danny.
"Nein, überhaupt nicht," antwortete ich. "Eigentlich fängt es jetzt
erst an, aber ab hier wird es richtig kompliziert. Ich brauche ein
paar Minuten um darüber nachzudenken, wie ich es Euch erklären
kann."
"Vielleicht noch ein Scotch, während Du nachdenkst?" fragte
Danny.
"Warum nicht." Antwortete ich, trank den Rest meines Tees und
steckte mir eine weitere Zigarette an während ich einige Momente
versuchte, meine Gedanken zu ordnen.
Eins
Wenn sich eine Frau geliebt fühlt,
Fühlt sie sich schön,
Wenn sie sich schön fühlt,
Fängt sie an sich sicher zu fühlen,
Und dann beginnt sie zu vertrauen,
Und wenn sie vertraut,
Wartet sie ab und beobachtet.
Und wenn sie sieht, dass man Deiner Liebe trauen kann,
Dann fängt der Zauber an.
Kapitel Zweiunddreißig
"Ich muss müde werden oder so was, weil mir gerade einfällt, dass
ich vergessen habe Euch von etwas anderem, was mir Sneaky
zeigte, zu erzählen. Es ist schwer zu sagen, ob es wichtig ist. Ich
lass es erst mal so und gehe zuerst über andere Details."
"Im Laufe der Jahre habe ich enorm viel Zeit verbracht, zu
studieren, wie das Universum arbeitet und wie alles
zusammenhängt. Und dabei verstand ich sehr gut wie die Zeit
funktioniert und das Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft
dasselbe sind. Ich verstand sehr gut das alles schon stattgefunden
hat und das wir uns in gewisser Hinsicht nur in verschiedenen
Wahrscheinlichkeiten herum bewegen und diese in bestimmter
Weise zusammensetzen, um das, was wie ein Leben aussieht, das
von Augenblick zu Augenblick gelebt wird zu erzeugen. Dies
wissend, hatte ich einen sehr guten Verdacht, dass Sneaky absolut
kein Engel war, statt dessen war er entweder das Zukunftsteil oder
ein voraussichtliches Teil von mir. Ich war mir nicht sicher, welches
Teil. Heute verstehe ich, dass das Zukunftsteil und das
voraussichtliche Teil von mir in Wirklichkeit ein und dasselbe sind.
Die nächsten Monate oder eigentlich die nächsten Jahre sind sehr
schwer zu erklären, da, wenn Du mit Liebe arbeitest sich die Zeit
ändert und scheinbar schneller abläuft. Ich meine nicht, dass Euer
Leben dadurch kürzer wird, weil es gerade umgekehrt passiert.
Nachdem Du wirklich in die Arbeit mit Liebe eingestiegen bist, wirst
Du in einer Woche mehr erledigen, als Du vorher in zwei, drei
Wochen erledigt hast. Der Rest der Welt scheint sich zu
verlangsamen, und wenn Du andere Leute beobachtest, die nicht
mit Liebe arbeiten, scheinen diese alles sehr langsam zu erledigen.
Es sieht so aus, als würden sie ewig brauchen, um irgendetwas zu
erledigen. Mit den Leuten hat sich nichts verändert; nur Du hast
Dich verändert. Die Zeit ist für jeden von Bedeutung und ist für
jeden unterschiedlich."
"Nun werdet Ihr wahrscheinlich denken, dass, wenn die Zeit für
Euch schneller abläuft und die Anzahl der Dinge, die ihr in einer,
wie es scheint, kürzeren Zeit, erledigen könnt würde dazu führen,
das ihr ermüdet oder erschöpfen würdet. Aber das passiert nicht.
Ihr werdet feststellen, dass ihr mehr Freizeit habt als vorher.
Natürlich passiert dies nicht über Nacht. Andere Leute werden Euch
geändert wahrnehmen. Sie werden sehen, wie viel Ihr in einer
gewissen Zeit erledigen könnt und werden sich aber wundern, wie
ihr dass fertig gebracht habt, weil ihr immer noch so entspannt
wirkt. Für einige Leute wird es so aussehen, als ob Ihr nichts tut,
die Arbeit aber erledigt ist."
Während ich von meinem Scotch trank, fragte ich sie, ob dass denn
Sinn machen würde. Es gab bei mir keinen Zweifel, dass Neena es
verstanden hatte.
"Es macht Sinn," sagte Danny, "aber es hinterlässt eine Menge
unbeantworteter Fragen."
"Da stimme ich Dir zu, aber diese Dinge musst Du für Dich selbst
herausfinden."
"Also zu dieser Zeit und noch eine lange Zeit danach tat ich
gleichzeitig einige unterschiedliche Dinge und steuerte in
verschiedene Richtungen. Alles, an was ich arbeitete hatte seine
eigenen Ergebnisse, einige beeinflussten mein Leben und auch alles
andere, was ich tat. Als Beispiel arbeitete ich an meinen Wetten
und alle Dinge, die ich dabei lernte und alle Erfahrungen, die ich
damit machte sind eine eigene unendliche Geschichte. Ich arbeitete
mit den Leuten, die Liebe in ihr Geschäft brachten. Ich arbeitete
mit Zeit und Wahrscheinlichkeiten; Über dieses Thema alleine
könnte ich drei Bücher schreiben. Mein Sohn kam zurück zu mir,
um bei mir zu leben und ich benutzte Liebe um all seine Umstände
zu ändern. So viel interessante Dinge sind geschehen, ich könnte
alleine ein Buch über das Schicken von Liebe zu meinem Sohn
schreiben. Meine Fähigkeit anderer Leute Gedanken zu hören hat
sich dramatisch verbessert. Dies alleine wäre genug um jemanden
für eine ganze Weile zu beschäftigen. Dies alles muss Euch nicht
notwendigerweise passieren. Es kann, wenn Ihr es wollt. Die
Begabung sich mit Tieren zu unterhalten kann sich verbessern, je
nachdem, wo Du vor dem standest, bevor Du anfingst mit Liebe zu
arbeiten. Ich hatte auch noch ein physisches Leben zu leben. All
dies hört sich an, als würde ich mich selbst ins Grab bringen, aber
es war die beste Zeit in meinem Leben. Auch wenn es schwierige
Zeiten gab, fiel alles, mit nur sehr geringem Aufwand von meiner
Seite, an seinen Platz. Ich verbrachte nur viel Zeit damit, über alles
nachzudenken und die Einzelheiten auszuarbeiten. Dies bringt mich
zu dem Problem, was kann ich Euch erzählen und was lass ich jetzt
erst mal sein."
"Das ist einfach," sagte Neena. "Erklär es einfach wie einen Urlaub,
geh nur über die Besonderheiten. Der Rest wird sich von selbst
füllen, besonders, wenn es in einem Buch geschrieben ist, weil die
Leute ihre eigenen Erfahrungen haben."
"Das ist ein guter Hinweis."
Verlangen
Sie fragte danach
Geehrt aber gleichberechtigt zu sein.
Ich sagte, unmöglich!
Sie fragte warum.
Ich antwortete, ich weiß nicht warum.
Ich bin so froh, dass sie bewies
Dass ich falsch lag.
Und der Tanz beginnt.
Kapitel Dreiunddreißig
"Willst Du uns jetzt von dem Teil, das Du vergessen hast,
erzählen?" fragte Danny.
"Ich denke ja." Sagte ich, "Ich habe noch nicht alle Teile
zusammen, aber ich denke es ist ein großes Teil aus dem Puzzle.
Leute scheinen zu denken, dass sie alleine auf diesem Planeten
sind, aber das entspricht nicht ganz der Wahrheit."
"Es begann vor Weihnachten. Ich sprach und alberte mit Sneaky
über einen Urlaub, als er vorschlug, dass dies eine gute Idee wäre.
Er sagte, dass er mir einen sehr interessanten Platz zeigen würde.
Ich nahm an, dass er mich körperlich irgendwo hin bringen wollte,
aber so hat es sich nicht ergeben. Ein paar Tage nach diesem
Gespräch kam ich zurück von was ich jetzt meinen Aus-dem-
Körper Zugfahrt nenne, was nicht unbedingt die am besten
passende Beschreibung dafür ist, da ja nur mein Unterbewusstsein
kurzzeitig meinen Körper und die gegenwärtige Realität verlässt.
Ich war gerade zurück in den Zug gekommen und schaute nach
den Sportresultaten in der Zeitung, die ich geholt hatte als Sneaky
sich entschloss einen kurzen Auftritt zu haben. Er sagte mir, dass
er mich zu dem Urlaubsort bringen wollte, den er mir versprochen
hatte. Ich war nicht sehr beeindruckt, da ich auf etwas
physikalischeres gehofft hatte, stimmte aber trotzdem zu. Als mein
imaginärer Zug anhielt, empfahl er mir auszusteigen und
gleichzeitig verschwand er."
"Zuerst war es schwierig den Platz, an dem ich angekommen war,
klar zu sehen, aber ich bin danach noch viele Male dort gewesen.
Jedes Mal wurde es klarer und klarer und ich konnte die Umgebung
klarer sehen. Es war ein fantastisch und schöner Ort. Es gab einen
kleinen Teich. Das Wasser war total sauber und manchmal konnte
ich einen Fisch darin herumschwimmen sehen. Hohes Gras und
Flächen mit Wildblumen umgaben den Teich. Ich habe davon noch
nicht viele gesehen. An einem Ende des Teiches waren einige
Bäume, die scheinbar in einen tiefen, dichten Wald übergingen. Die
Pflanzen, gras und Bäume, kamen mit nicht bekannt vor. Sneaky
hat mir nie gesagt, wo es ist, aber er sagte mir, dass es ein realer
Ort wäre, der wirklich existierte. Es dauerte schon einige Monate,
bis ich herausfand, das er auf Hawaii war. Ich habe es nicht auf der
Karte finden können, aber ich hatte vor ihn aus verschiedenen
Gründen zu finden. Der Grund, warum ich die Vegetation nicht
erkannte, war, weil es auf Hawaii war. Ich bin dort sehr oft hin
gegangen, aber ich gehe nicht mehr so oft hin, weil ich einfach zu
viel zu tun habe, aber zu dieser Zeit war es für mich der perfekte
Platz, zu dem ich gehen konnte und meine Gedanken beruhigen
konnte. Sehr oft, wenn ich dort war, kam ein bestimmtes Reh zu
mir und legte sich neben mich. Ich nannte sie Bambie. Rehe haben
sehr schöne Augen, aber was mir am besten gefiel, war, ihre Ohren
zu beobachten. Sie sind fast wie Radar-Schüsseln, die sich ganz
rundum drehen konnten. Ich dachte, das war das Netteste.
Nachdem ich ein paar Mal dort war, hatte ich das Gefühl,
beobachtet zu werden. Wie es sich herausstellte, hatte ich recht.
Ich kam zu der Ansicht, dass was auch immer mich beobachtete
irgendwo in den Bäumen stehen müsste. Ich fragte Sneaky
mehrere Male darüber, aber er lächelte nur jedes Mal."
"Als ich einmal dort war, war der Teich ganz ruhig, fast wie eine
Glasscheibe. Ich beobachtete Bambie als ich kleine Wellen im Teich
bemerkte, als ob jemand kleine Kieselsteine hineingeworfen hätte.
Als ich nach den Wellen schaute, sah ich, dass etwas halb
verborgen hinter einem Baum stand. Als ich direkt hin schaute und
meine Sicht so klar wie möglich einstellen wollte, hat es sich vom
Baum weg, näher zum Teichufer hin bewegt. Es sah menschlich
aus, aber es bewegte sich zehnmal so schnell. Ich wurde etwas
nervös, aber ich bemerkte, dass Bambie es auch gesehen hatte
und nicht alarmiert schien. Ich schenkte dem, was immer es auch
war, was mich und Bambie beobachtete, wieder meine
Aufmerksamkeit. Obwohl ich es nicht genau sehen konnte, es war
eine Frau, oder zumindest schien es frauliche Züge zu haben. Sie
trug anscheinend etwas, das aus Baumrinde gemacht war. Ich
dachte, es sei eine Art von Baum-Elfe, aber das passte nicht zu ihr.
Ich schaute zurück auf Bambie, um zu sehen, ob sie immer noch
beobachten würde. Bevor ich mich wieder der Frau auf der anderen
Seite des Sees zuwendete, schickte ich ihr mental die Botschaft
‚Meine Bäume, mein See, geh weg!' Als ich über den See blickte,
war sie verschwunden. Im gleichen Augenblick bemerkte ich, dass
sie an meiner linken Seite saß. Das war ein Schock, weil ich nicht
entscheiden konnte, ob sie hässlich, schön oder furchterregend
war. Ich habe so etwas vorher noch nie gesehen. Sie schaute in
meine Richtung, aber nicht direkt auf mich und vermied direkten
Augenkontakt. In einer scheinbar sanften, flüsternden Stimme, die
man hätte meilenweit hören können, sagte sie, ‚Wie kommst Du
darauf, dass es Deine Bäume sind?'"
"Es rannten zu viele Gedanken durch meinen Kopf, ich konnte nicht
antworten. Ich starrte nur. Es war nichts an ihr, dass gefährlich
aussah, aber gleichzeitig dachte ich, dass sie niemand ist, mit dem
man sich einlassen sollte. Sie hatte spitze Ohren, etwas länger als
dass sie noch als menschlich anzusehen waren. Ihr Haar war wie
weiches Baummoos. Ihre Haut erinnerte mich an weiche
Papierrinde. Sie hatte lange Finger und lange Fingernägel. Ihre
Körpermerkmale waren den menschlichen sehr nahe und sie war
teilweise bedeckt mit, was wie Baumrinde in dünne Scheiben
geschnitten, aussah und von ihren Körper in verschiedenen Längen
herunterhing du ihre Schulter teilweise bedeckte. Sie war schlank
und rund 160 cm groß. Ihr Gesicht war schmal mit großen, dunklen
und runden Augen mit langen Augenwimpern ... fast so wie
Bambies Augen. Wenn sie im falschen Moment auftaucht, könnte
sie mich vor Schreck aus den Pantoffeln kippen lassen, aber als ich
mir sie weiter betrachtete, stellte ich fest, dass sie tatsächlich auf
ihre Art recht hübsch war. Sie roch nach einer Mischung aus Honig,
Kieferzweigen und Blumen. Jeder Parfumhersteller würde dafür
sterben. Der Duft war so betörend, dass ich mehrere abweichende
Gedanken hatte. Ich nahm an, dass sie meine Gedanken gelesen
hatte, weil sie deutlich lächelte, was mich verlegen gemacht hätte,
wenn sie zu mir geschaut hätte. In dem Moment, in dem wir
Augenkontakt herstellten, schien es, dass ich mit dem Universum
verschmolz. Ich fühlte mich wie als wäre ich eins mit allen Bäumen,
die je gelebt haben. Es war sogar zu viel für mich und irgendwann
musste ich weggetreten sein, weil ich wieder zu mir kam, war ich
wieder zurück in meinem Schlafzimmer. Als ich Sneaky das nächste
Mal sah, fragte ich ihn über sie, aber er weigerte sich mit
irgendetwas erzählen."
"Die nächsten sechs Monate ging ich sehr oft dorthin. Diese sechs
Monate lernte ich eine Menge von ihr. Wir verbrachten Zeit uns
mental zu unterhalten. Wie sich herausstellte, sind mehr von Ihnen
da, auch wenn sie die einzige war, die ich bis jetzt gesehen hatte.
Sie erzählte mir, dass sie in verschiedenen Teilen der Welt in
kleinen Gruppen leben. Sie schien sehr viel über mich und mein
Leben zu wissen. Als ich sie danach fragte, lachte sie und erklärte
mir, dass sie mich schon von sehr klein an kennt. Als ich sehr jung
war, verbrachte ich viel Zeit an einem kleinen Teich. Die Leute
sagen immer, das dieser Teich verhext wäre. Das macht jetzt
richtig Sinn, als sie mir erzählte, dass eine kleine Gruppe von ihnen
gleich neben Teich leben würde. Dieser Teich liegt inmitten eines
ziemlich großen und altem Wald. Dort gab es eine kleine Gruppe
von Bäumen, die aussahen, als hätte sie jemand in einer
bestimmten Anordnung dorthin gepflanzt. Sie erzählte mir, dass
dies der Platz ist, wo sie ihr Dorf haben. Ich erinnere mich an
diesen Platz ganz genau, da ich jedes Mal, wenn ich dorthin kam,
ich das Gefühl hatte, dass neben oder hinter mir jemand stand,
aber ich konnte nie etwas sehen. Ich fragte sie, warum man sie
und ihr Dorf nicht sehen kann. Sie erzählte mir, dass ihre
Schwingungen einen Bruchteil von den unseren entfernt ist, was
sie für uns unsichtbar macht, wir können sogar einfach durch sie
hindurchlaufen ohne etwas zu verspüren. Sie könne uns sehen,
weil unsere physische Zusammensetzung kompakter ist als die
ihre, aber sie sind uns in ihren Schwingungen ganz ähnlich. Ich
fragte sie, warum Sneaky mich hierher und nicht zu dem alten
Teich, an dem ich zu spielen pflegte, geschickt habe. Sie sagte,
dass es wegen der Vulkane rund um die Insel große Mengen
Energie sind und dass ich, wenn ich zu einem bestimmten
Zeitpunkt mit meinem physischen Körper hierher gekommen wäre
ich sehr wahrscheinlich imstande gewesen wäre, sie auch
körperlich zu sehen."
Ich hielt für eine Weile an und dache darüber nach, was ich noch
erwähnen sollte und was ich weglassen konnte.
"Wen ich dorthin gehen wollte, wäre ich dazu in der Lage?"
unterbrach Danny meine Gedanken.
"Das ist sehr einfach erreichbar. Alles was Du tun musst ist es
genauso zu machen wie ich: Gebrauche einfach Deine
Vorstellungskraft und benutze einen imaginären Zug um dorthin zu
kommen."
"Aber ich weiß nicht wo es ist."
"Du brauchst nicht genau zu wissen, wo es ist. Konzentriere Dich in
Deinem Bewusstsein lediglich darauf, wo Du hinwillst und Du wirst
dort ankommen. Dabei ist wichtig, dass DU Dich mit Liebe umgibst
und so viel wie möglich Liebe ausstrahlst, sonst werden sie nicht
erscheinen. Sie werden Dich nicht gleich in ihr Dorf mitnehmen,
aber einer von Ihnen wird zu Dir kommen und mit Dir reden."
"Warum werden sie mich nicht in ihr Dorf mitnehmen?"
"Es gibt dafür viele Gründe aber keiner davon hat irgendetwas mit
Angst zu tun. Wenn Du genug Liebe ausstrahlst, dann werden sie
Dich wahrscheinlich mit in ihr Dorf nehmen, weil Deine
Schwingungen näher an ihren sind. Aber Du wirst dort sowieso
nichts sehen, da sie sehr einfach leben. Und überhaupt, wenn Du
sehr genau die Anordnung der Bäume an dem See anschaust, wirst
Du feststellen, das an einem Platz die Bäume scheinbar eine
andere Anordnung haben. Dort ist ihr Dorf. Überraschenderweise
wirst Du feststellen, dass die Leute diesen bestimmten Platz
meiden oder ihn überhaupt nicht sehen."
"Also, wann gehst Du hin?" fragte Neena mit einem Lächeln.
"Innerhalb der nächsten zwei Jahre, wenn alles nach Plan verläuft.
Ich plane ein kleines Haus in Strandnähe zu bekommen, dass ich
den Delfinen nahe sein kann. Offensichtlich sind diese Leute sehr
mit den Delfinen und Walen verbunden. Es wäre eine zu lange
Geschichte, um dort tiefer einzusteigen, aber die Quintessenz ist,
dass die Delfine und Wale uns verlassen. Ich wusste dass schon
eine ganze Weile und sie hat es mir bestätigt. Wenn nicht genug
Leute anfangen Liebe zu schicken, mindestens einige Male pro
Woche, werden wir in weniger als 15 Jahren ihnen einen
Abschiedskuss geben können. Dahin läuft es zur Zeit hinaus."
"Sehr viele Leute wollen etwas tun, wissen aber nicht was sie tun
können." Sagte Neena. "Wenn Du Dein Buch nicht schreibst, wird
niemand wissen, was sie tun können und was sie in der Lage sind
zu erreichen."
"Ich weiß das." Antwortete ich. "Ich habe darüber viel
nachgedacht. Ich nehme an, dass ich mir nicht sicher bin, ob alle
das glauben werden oder es auch ausprobieren werden um selbst
die Ergebnisse zu sehen."
Offen vertrauen
Ich habe die letzte Zeit viel über Vertrauen nachgedacht, teilweise,
weil etwas in mir hochkam, das den Teil von mir berührte, den ich
so gerne versteckt halte.
Ich wundere mich, vor was ich Angst habe?
Ich wundere mich, ob ich jemals richtig vertraut habe, oder ob es
nicht mehr war, als eine zeitweilige Illusion.
Ich dachte über all die wundervollen Dinge nach, die ich durch
meinen Mangel an Vertrauen zerstört habe.
Es gab nichts in meinem Leben, mit dem ich nicht fertig geworden
wäre, also bleibt die Frage: warum habe ich Angst?
Keine Beziehung kann ohne Vertrauen funktionieren, egal ob es
eine Beziehung aus Freundschaft, Liebe, Arbeit oder Spiel ist.
Letzten Endes geht es immer um eines, Vertrauen.
Vielleicht bin ich es ja selber, dem ich nicht vertraue?
Vertraue ich mir selbst, dass ich immer die richtige Wahl treffe?
Unter Umständen? Möglicherweise? Immerhin, wer weiß es besser,
was gut für mich ist, als ich selbst.
Ich habe gehört, dass gesagt wird, wenn man etwas für sich selbst
macht, das gut für einen selbst ist, dann ist das egoistisch, aber ich
weiß, dass, wenn Du nicht tust, was gut für Dich ist, wird es sich
zerstörend auswirken.
Also, wo ist der Kompromiss?
Und was passiert mir, wenn ich einfach sage, was soll's, ich
vertraue?
Vielleicht liegt es daran, wem ich vertraue?
Das hat jetzt nicht funktioniert, oder? Es sieht so aus, als wäre ich
wieder am Anfang.
Das gibt mir nur noch eine Wahl, oder?
Ich hoffe es wird nicht so schmerzhaft sein, wie es mein Mangel an
Vertrauen war.
Andererseits, Ladies First!
Kapitel Vierunddreißig
"Ich dachte gerade ..." Danny unterbrach meine Gedanken.
"Der Teil mit dem Liebe schicken erscheint mir sehr verständlich.
Auch wenn ich nicht genau weiß, wie es genau wirkt oder um
genau zu sein, wo die Liebe herkommt, kann ich sehen, dass es
funktioniert und wahrscheinlich sogar sehr gut funktioniert. Aber
die Sachen über Zeit, wahrscheinliche Begebenheiten und das alles
auf einmal passieren soll, über die Du erzählst, habe ich überhaupt
nicht verstanden."
"Ich verstehe was Du sagst. Ich betrachte Dinge auf diese Weise.
Als ich etwas über Liebe schicken erfahren hatte, hat es mich
zuerst nicht interessiert, wie das genau funktioniert, es waren nur
zwei Sachen: Das es funktioniert und wie kann ich es machen. Ich
akzeptiere also zeitweilig die Möglichkeit, dass es funktioniert und
für was ich es einsetzen kann. Dann akzeptiere ich die Möglichkeit,
dass ich es tun kann. Wenn ich mich erst lange damit beschäftigen
würde um herauszufinden, wie das alles funktioniert, würde das
ewig dauern und in dieser Zeit hätte ich nicht die Vorteile, von
dem, was ich gerade erfahren habe. Ich habe herausgefunden,
dass, wenn ich ein wenig Vertrauen investiere und einfach
weitermache mit den zuverlässigen Informationen, werden die
Informationen, wie es funktioniert, Stück für Stück alleine
kommen. Das wiederum heißt, dass ich meinen Verstand nicht mit
Konzepten voll stopfen muss, die nur sehr schwer zu verstehen
sind. Deswegen habe ich Euch auch erzählt, alles in kleine
Puzzleteile zu zerlegen. Du hast ein Puzzleteil, dass Dir sagt, Du
kannst Liebe verschicken und DU hast ein anderes Puzzleteil, das
Dir sagt, wie es geht. Und wenn Du alle diese Teile benutzt, wirst
Du am Ende viele kleine Teile haben, die Dir alle erzählen, welche
Ergebnisse Du aus dem Schicken von Liebe erzielen kannst. Wenn
Du alle diese Teile zusammensetzt, wird in Deinem Verstand ein
Bild entstehen und Du wirst langsam verstehen, wie alles
funktioniert. Was wirklich wichtig ist, dass Du alles über die Liebe
verstehst oder, dass Du die Fähigkeit hast, es anzuwenden und
Dein Leben und alles u Dich herum viel schöner zu machen?"
Neena unterbrach mich. "Ich denk, womit Danny ein Problem hat
ist mit der Art, wie Du die Zeit und die wahrscheinlichen Momente
beschreibst. Du hast diese Konzepte nicht in kleine Päckchen
gepackt, wie Du es bei der Liebe und dem Wetten getan hast.
Verstehst Du was ich meine?"
Danny nickte zustimmend mit dem Kopf.
"ich denke schon. Ich kann es in kleine Päckchen packen, die Ihr
immer noch ändern könnt und erst mal so akzeptiert, damit Ihr
diese Information zur Verbesserung Eures Lebens anwenden
könnt."
Ich dachte darüber eine Weile nach.
"Es gibt Bücher auf dem Markt, die einen großen Aufwand machen,
um das gesamte Konzept zu erklären und wie alles tatsächlich
funktioniert. Aber das würde ewig dauern, um das zu erklären. Das
ist etwas, dem Ihr, wenn Ihr wollt, selbst nachgehen könnt. Ich bin
mit meinem eigenen Lernen noch nicht fertig. Das ist etwas, das
immer weiter geht. Jeden Tag füge ich ein neues Stück zum Puzzle
dazu. Also, hier die Aufteilung in kleine Stücke, die ich getroffen
habe. Zuerst habe ich akzeptiert, dass ich aus einem Bewusstsein
und einem Unterbewusstsein bestehe. Dann ist da noch das, was
ich meine Seele nenne, welche aus allem, was ich bin, besteht. Das
ist ein Stück.
Dann nehme ich mir die Zeit und trenne dies von allem anderen, so
das es fast ein eigenes Stück ist. Zeit nimmt einzelne Momente,
wie ein Film aus vielen Einzelbildern gemacht wird und erzeugt die
Illusion das eines nach dem anderen passiert."
"Dann nehme ich ein Teil, das sagt, dass meine Seele zeitlos, wo
alles auf einmal passiert, lebt, oder in gewisser Hinsicht schon
passiert ist."
"Unsere Gedankenerzeugen die Realität, in der wir leben. Was ich
getan habe ist zeitweilig zu akzeptieren, dass, wenn ich mich auf
gewisse Dinge konzentriere und fest glaube, das es so ist, oder
wahrlich glaube, dass eine bestimmte Sache passiert, übernimmt
entweder mein inneres Selbst oder meine Seele dies in meine
physische Lebenserfahrung. Wenn ich die Teile zusammensetzte,
fangen sie an mir zu sagen, dass meine Vergangenheit, Gegenwart
und Zukunft alle im gleichen Augenblick passieren; es erscheint nur
unterschiedlich durch meinen Blickwinkel. Das bedeutet, dass ich
mich in der Zeit vorwärts bewegen kann und Zeit mit meinem
Zukunfts-Selbst verbringen kann, da es eigentlich im selben
Moment existiert wie ich. Es gibt noch ein wichtigeres Teil, das nur
schwer zu akzeptieren ist, aber man kann es zu seinem Vorteil
nutzen. Lass uns sagen, dass Du Dich entscheiden musst entweder
ins Kino zu gehen oder zuhause zu bleiben. Nun hast Du zwei
Möglichkeiten und Du musst Dich entscheiden, welche Du erleben
willst. Du könntest zuhause bleiben und Dich in ein anderen
Bewusstseinszustand versetzen und Dich seitwärts in der Zeit
bewegen und beide Möglichkeiten erleben."
"Ich weiß, dass dies schrecklich verwirrend ist. Um ehrlich zu sein,
es gibt immer noch Zeiten, wo dies meinen Verstand
zurückschrecken lässt, aber ich bin damit weit genug gegangen, so
dass ich diese Information nutzen kann, mein Leben total zu
ändern und Erfahrungen zu erzeugen, die ich gerne physisch
erleben würde. Du kannst sofort Dinge erzeugen, die Du Dir
wünschst, abhängig davon, ob Du glaubst, das es möglich ist.
Wenn alles was Du denkst sofort erzeugt werden würde, könnte
das in einem höllischen Alptraum enden, also erzeugt unser
Glauben einen Zwischenspeicher."
"Nun gut, obwohl ich noch mehr verwirrt bin, ganz ich das vorläufig
akzeptieren. Aber ich verstehe nicht, wie ich es nutzen kann. Lass
uns annehmen, dass ich einen neuen Job suche. Was muss ich tun,
dass dies sich verwirklicht?" Danny schaute immer noch unsicher.
"Das ist der einfache Teil. Ich tue dies jeden Tag sobald ich
morgens aufgestanden bin, bevor ich irgend etwas anderes tue. Ich
setze mich hin und schreibe genau auf, was ich an diesem Tag
erfahren will. Ich gehe nicht ins Detail, aber ich beschreibe
ungefähr eine Seite. Dies hat eine kurze Zeit gebraucht, um sich
auszuwirken, da ich erst den Glauben, das dies funktionieren
würde, erzeugen musste, aber nach etwa 20 Tagen ging es richtig
los. Also, nachdem ich geschrieben habe, was ich mir wünsche,
akzeptiere ich es in meinem Verstand und erzeuge ein Bild davon.
Was ich mir vorstelle ist exakt das, was ich niedergeschrieben habe
und das Gefühl, das es in mir erzeugt. Dann pumpe ich eine riesige
Menge an Liebe in das Bild hinein. Ich pumpe soviel Liebe in es
hinein wie viel möglicherweise hineingeht bis ich fühle es könnte
gleich explodieren. Dann lasse ich es in Ruhe und beobachte, was
mir tagsüber so passiert. Einige Sachen passieren augenblicklich,
so schnell, dass es mir schwindelig wird. Andere Dinge scheinen
etwas länger zu brauchen, aber an denen arbeite ich tagtäglich so
lange, bis sie verwirklicht sind. Ich führe ein kleines Tagebuch von
Sachen, die ich jeden Tag erlebe. Wenn Du in beide reinschauen
würdest, könntest Du sehen, wie schön sich die beiden gleichen.
Die Schlussfolgerung, die man daraus ziehen kann ist, das es nicht
wichtig ist zu wissen wie es funktioniert, sondern nur das es
funktioniert und man weiß, wie man es zum funktionieren kriegt.
Es gibt noch andere Wege um das Gleiche zu erreichen, aber das
ganze Geheimnis ist, Liebe dazuzugeben, weil wenn Du es mit
Liebe tust, werden die meisten Sachen besser herauskommen als
erwartet. Alles was damit zusammenhängt wird auch noch früher
passieren. Liebe scheint den Gewinner/Verlierer-Aspekt aus jeder
Situation zu nehmen und irgendwie scheint jeder zu gewinnen. Ich
habe absolut keine Ahnung, wie die Liebe, die ich in meine
Niederschrift geschickt habe in meine physische Realität kommt,
aber an diesem Punkt bin ich mehr daran interessiert, das es
funktioniert."
Beziehungen
Beziehungen sind einfach
Bevor Du etwas sagen willst oder etwas zu tun planst, frage,
"Wird mich das näher bringen"
Erzeugt es ein Gefühl des Einsseins und der Liebe?
Wenn es so ist, ist es gut
Wenn nicht, frage Dich
"Warum zerstöre ich es?"
Die Antwort für tausend gescheiterte Beziehungen
Steht direkt vor Dir.
(Wir können über alles diskutieren, debattieren und argumentieren,
aber im Wesentlichen läuft es zu genau dem hinaus)
Kapitel Fünfunddreißig
Ich stand auf. "Ich muss mich ein wenig strecken."
Ich schaute auf meine Uhr, um zu sehen, ob sie wieder ging, aber
sie stand immer noch. Ich konnte immer noch die Tropfen unter
dem Kristall sehen. Ich wurde sehr müde und konnte fühlen, dass
mein Gesicht anfing sich zu entspannen und ein bisschen
herabhing. Danny sah auch sehr müde aus. Neena sah frisch und
blutjung aus. Sie muss ein Nachtmensch sein, dachte ich als ich
meine Arme streckte um meine Blutzirkulation anzuregen.
"Es gibt einige Dinge, die ich noch nicht ganz verstehe," sagte
Danny. "Offensichtlich ist Sneaky kein Engel. Ist das richtig?"
"Das stimmt." Ich setzte mich wieder.
"Okay, dann ist er Dein Zukunfts-Selbst," riskierte er zu sagen.
"ich denke, dass Du es so sagen kannst. So dachte ich anfangs
auch, aber lass uns einfach sagen, dass Zeit nur in der physischen
Realität existiert, die wir wahrnehmen. Für jetzt habe ich
vorübergehend eine neue Idee akzeptiert, dass es kein Zukunfts-
oder Vergangenheits-Selbst von mir gibt; sie sind wahrscheinliche
Selbst. Ich habe das festgestellt, als ich mit der Vorwärts- und
Rückwärts-Verschiebung der Zeit experimentierte, ich komme nicht
immer auf das gleiche Vergangenheits-Selbst. Es ist so, als hätte
die Vergangenheit viele Wahrscheinlichkeiten gehabt und es gäbe
eine unzählige Auswahl. Das Entscheidende ist, zumindest sehe ich
das jetzt so, das alle Möglichkeiten gelebt wurden und wir würden
die verschiedenen Momente in verschiedenen Reihenfolgen
abspielen."
Ich bemerkte, dass ich wieder abgelenkt wurde.
"Es ist wahrscheinlich besser, wenn wir sie als Vergangenheits-,
Gegenwarts- und Zukunfts-Selbst bezeichnen. Sonst wird es richtig
verwirrend."
"Warum würde Dein Zukunfts-Selbst zurückkommen und so tun als
wäre es ein Engel?" fragte Neena.
Ich konnte sehen, dass sie die Antwort schon wusste.
"Weil er einen kranken Sinn für Humor hat. Es war richtig lustig,
und wann und wenn ich dran komme solche Sachen zu machen,
würde ich es wahrscheinlich genauso machen. Was ja Sinn macht,
da er ich ist und ich er bin."
Danny fragte, "Was passierte dann?"
"Nachdem Sneaky ging, nahm ich mir einige Zeit um über alles
nachzudenken. Ich versuchte es vorausblickend zu nehmen und
irgendwie versuchte ich, meinen Verstand dazu zu bringen, dies
alles zu verstehen. Ich war neugierig und wollte wissen, wer
Sneaky tatsächlich war, wie weit aus der Zukunft kam er denn. Ich
wollte auch wissen was aus meinem Leben und mir die nächsten
Jahre werden würde. Also bereitete ich mich darauf vor einige
Wochen in die Zukunft zu gehen. Ich wollte zu dem Zukunfts-
Selbst gehen, den ich im Liegestuhl bei dem Blockhaus sitzen sah,
bevor dies alles richtig anfing."
Ich fiel in tiefe Gedanken um zu entscheiden, was der beste Weg
für mich wäre, dies zu erklären.
"Und was hast Du letztlich gesehen?" fragte Danny.
"Bevor ich diese Frage beantworte möchte ich erwähnen, dass dies
nicht alles an einem Tag passierte. Tatsächlich benötigte es einen
enormen Aufwand und große Konzentration und kann sehr
strapaziös sein. Diese wenigen Wochen habe ich nicht viel Zeit mit
Wetten und dem Arbeiten mit Liebe verbracht."
"Zuerst bin ich nur ein paar Jahre vorwärts gegangen, ich kann
aber nicht genau sagen wie viele; kann sein, dass es drei oder vier
Jahre waren. Ich traf ein wahrscheinliches Zukunfts-Selbst, der
einige Zeit auf Hawaii verbrachte. Er war nicht sehr gesprächig,
aber er sagte mir, dass er dort war, um mit den Delfinen zu
arbeiten. Es sah so aus, als ob er nicht alleine wäre, er wollte mir
aber nicht sagen, mit wem er zusammen war. Er sagte nur, dass,
wenn er zuviel sagen würde, wir unsere Zeitlinie ruinieren könnten
und dann daraus verschiedene neue Wahrscheinlichkeiten erzeugen
würden. Ich verstand nicht, was er meinte aber er sagte mir das
alles sehr bald zusammenkommen würde und das ich mich auf das
Arbeiten mit der Liebe konzentrieren sollte."
"Der nächste erfolgreiche Versuch war sehr seltsam. Ich hatte viele
Versuche, die nicht erfolgreich waren. Entweder bin ich
eingeschlafen oder fing einfach an zu träumen. Ich sah mein
Zukunfts-Selbst im Liegestuhl vor einer Feuerstelle sitzend und
Sneaky saß links neben ihm in einem Liegestuhl. Als ich eintraf,
verschwand Sneaky. Gleichzeitig dachte ich eine Frau ins Haus
verschwinden zu sehen. Ich stand einige Minuten da und
betrachtete mein Zukunfts-Selbst. Er sah nicht sehr anders aus,
außer dass er einen Pferdeschwanz hatte, was ich als mein
Gegenwarts-Selbst nicht geplant hatte. Ich dachte auch, dass ich
jemand aus dem Fenster spähte, aber ich konnte nicht erkennen,
wer diese Person war."
"Ich fragte mein Zukunfts-Selbst, der einfach lächelnd da saß und
zu mir zurück starrte, wo Sneaky hingegangen sei."
"‚Er verschiebt sich in andere Möglichkeiten und tut dasselbe, was
er auch mit Dir getan hat,' antwortete mein Zukunfts-Selbst. ‚Er
wartete hier nur um sicher zu gehen, dass Du es auch so weit
schaffst.'"
"‚Also ist er nicht wirklich ein Engel.'"
"‚Nein, er hat nur unseren Sinn für Humor. Er versuchte nur Dir die
Qual zu ersparen Dich selbst vollständig zu sehen. Ich bin mir
sicher, dass wir darin übereinstimmen, dass dies nicht immer die
angenehmste Erfahrung ist, oder?'"
"‚Was passiert jetzt?'"
"‚Du musst über all dies Schreiben und die unterschiedlichen Dinge
erklären, die jemand mit Liebe machen kann.'"
"‚Das wird nicht einfach sein. Es wird beinahe unmöglich sein die
Leute an etwas so einfaches glauben zu lassen, dass so eine
kraftvolle Auswirkung auf ihr Leben und alles sonst haben kann.'"
"‚Wir haben dies schon getan. Alles was Du tust, ist, es in einer
etwas anderen Wahrscheinlichkeit noch einmal zu leben.'"
"‚Wenn es schon gemacht wurde, warum muss ich es noch mal
tun?'"
"‚Weil es nicht in Deiner jetzigen Wahrscheinlichkeit getan wurde.'"
"‚Dann bist Du nicht wirklich mein Zukunfts-Selbst?'"
"‚Ja und nein. Wir sind Dasselbe. Ich kann ein Zukunfts-Selbst sein
in Deiner Wahrscheinlichkeit aber auch Dein Wahrscheinlichkeits-
Selbst. Aber das ist jetzt nicht wichtig. Worauf Du Dich jetzt
konzentrieren musst ist so viel wie möglich Erfahrung mit Liebe zu
bekommen, dass Du in der Lage bist, diese Informationen anderen
mitzuteilen. Der Rest wird später schon richtig ablaufen. Du musst
Dich auch darauf konzentrieren, alles, was Du in Deinem Leben
erleben willst, zu erzeugen. Du musst lernen, wie Du das mit Liebe
erreichst, so dass alles, was Du in Deinem Leben erzeugst, nicht
nur mit Liebe erfüllt ist, sondern sogar von der Liebe erzeugt
wurde. Verstehst Du den Unterschied zwischen einer Sache, die mit
Liebe erzeugt wurde und einer Sache, die mit Blut, Schweiß und
Tränen erzeugt wurde?'"
"‚Ich verstehe das ... Wer ist die Person, die ins Haus rannte?'"
"‚Wir haben beschlossen, dass es das Beste für Dich ist, wenn Du
sie jetzt nicht sehen würdest,' antwortete er ‚Aber Du wirst später
verstehen warum.'"
"Ich begann abzutreiben und fühlte, dass ich nicht mehr länger
dort bleiben könnte, deshalb stellte ich eine letzte Frage."
"‚Was passierte mit der Lotterie-Sache?'"
"‚Vergiss es,' sagte er. ‚Es gibt bessere Möglichkeiten Liebe zu
nutzen. Du wirst feststellen, was ich meine.'"
"Er redete weiter, aber ich hatte schon begonnen weg zu driften
und verlor gleich darauf mein Bewusstsein."
Ich rieb mir die Augen. "Das war alles. Seitdem verbrachte ich die
meiste Zeit damit, mit Liebe zu arbeiten, was eine ziemlich
großartige Erfahrung war. Die gleiche Frage bleibt: wie werde ich
darüber schreiben? Wo fange ich an und wo höre ich auf? Es hört ja
eigentlich nie auf. Jeden Tag scheine ich etwas neues zu lernen,
was mit dem Schicken von Liebe zu tun hat und ich erfahre neue
Dinge. Und wer wird so etwas Groteskes glauben?"
"Schreib es genau so auf, wie Du es uns erzählt hast," sagte
Neena. "Was den Glauben von einzelnen daran angeht, muss das
jeder für sich selbst entscheiden."
"Aber es ist nicht zu verwirrend und irre?"
"Das macht es erst interessant," sagte Danny. "es gibt den Leuten
etwas zu denken."
"Dem stimme ich zu!" sagte Neena. "Aber es wäre gut, wenn Du
von einigen Deiner Erfahrungen, die Du hattest, als Du mit Liebe
arbeitetest, schreibst und von den verschiedenen Methoden, die es
gibt, Liebe zu verschicken."
Danny nickte zustimmend.
"Ihr könntet recht haben." Sagte ich. "Ich muss zur Toilette. Bin
gleich zurück."
Ich schob meinen Barhocker zurück und ging zur Toilette. Ich
musste nicht wirklich gehen. Ich wollte nur einen Augenblick für
mich haben.
Ich klappte den Toilettensitz herunter und setzte mich hin. Ich
dachte über das nach, über das wir geredet hatten als ich Stimmen
aus der Bar hörte. Ich dachte, dass evtl. eine Gruppe Leute
hereingekommen sind, um etwas zu trinken, habe es aber dann
ignoriert. Nach ein paar Minuten tiefer Besinnung stand ich auf und
wusch mir die Hände. Als ich aus der Toilette herauskam, konnte
ich nicht glauben, was ich sah. Es waren ungefähr zehn oder zwölf
Leute in der Bar. Als ich zu dem Platz ging, an dem wir vorher
saßen, sah ich, dass Danny nicht mehr da, dafür jemand anderer
hinter der Bar war. Neena war auch gegangen und es saß eine Frau
auf ihrem Hocker und sprach mit einer anderen Frau neben ihr.
Mein Hocker war noch leer. Als ich mit meiner Jacke in der Hand
hinter meinem Hocker stand, muss ich ziemlich verwirrt
dreingeschaut haben. Der Barkeeper kam zu mir und sagte, dass
Neena und Danny gehen mussten.
"Was kann ich Ihnen bringen?" fragte er.
Ich dachte einen Moment nach und antwortete leise. "Vielleicht nur
die Rechnung."
"Die Rechnung ist schon bezahlt," er griff unter die Theke. "Danny
hat etwas für Sie dagelassen." Er stellte eine kleine grüne Flasche
auf die Theke.
Ich griff nach der Flasche und zog meine Jacke vom Barhocker. Ich
wollte zu meinen Zigaretten greifen, aber sie waren weg.
Ich dankte dem Barkeeper und ging, mich noch ein letzte Mal
umschauend, zur Ausgangstür. Als ich auf den Bürgersteig kam,
hielt ein Taxi neben mir. Ich öffnete die Tür und gab dem Fahrer
die Wegbeschreibung zu meinem Haus.
Der Taxifahrer und ich sprachen nicht viel auf dem Weg nach
Hause, aber ich erinnere mich, dass er bemerkte, "Es ist eine
seltsame Nacht heute, oder?"
"Das ist sie ganz bestimmt." Ich beließ es dabei.
In eine wahrscheinliche Realität wechseln
Jedes Mal wenn eine Entscheidung gefällt wird,
Wird ein ganzes Universum erzeugt, in dem diese Entscheidung
ausgespielt wird.
Vielmehr existiert es schon, da Zeit nicht linear ist,
Jede Entscheidung kann aufgehoben werden,
als ob es sich nie in unserer Realität abgespielt hätte.
Es ist so einfach zu machen,
Dass es jeder dauernd unbewusst macht.
In dem Moment, wo die Entscheidung gefällt wird,
Gehen wir zu diesem wahrscheinlichen Universum und der Realität
In der diese Entscheidung gespielt wird.
Nicht nur Entscheidungen erzeugen diese Verschiebung.
Auch Gedanken und was wir glauben.
Als Beispiel, wenn wir denken und glauben, dass wir ungeliebt
wären ist dies die wahrscheinliche Realität in die wir hinein
geschleudert werden,
Und da werden wir bleiben bis wir unseren Glauben ändern,
Oder jemand vorbeikommt, der unsere Gedanken und unseren
Glauben ändert,
Aber das wird nie passieren bis wir in eine liebende Realität
überwechseln.
Was wir aber nicht tun können bis wir das ändern, was wir glauben
und denken.
Und so drehen wir uns im Kreis,
Immerdar die gleichen Ergebnisse erfahrend.
Die Realität ändern
Erst müssen wir uns von dem lösen, was wir sehen, hören und
erfahren
Von unseren Gedanken und Glauben.
Das wird der Beginn der Befreiung von unserem wahrscheinlichen
Universum sein,
Das wir gerade erfahren.
Dann ändern wir unsere Gedanken und Glauben,
Bis zu dem Punkt, dass wir erfahren, was wir mit unserem
Verstand möchten.
Wenn die Gedanken und Glauben fester werden,
Beginnen wir uns zu Verschieben.
Zuerst geschieht das Verschieben unbemerkt,
Aber wenn die Zeit vergeht und mit Übung, werden wir anfangen,
die Verschiebungen zu sehen.
Oder vielleicht, wenn wir das wählen, können wir warten, bis
Die Wissenschaftler einen mechanischen Weg gefunden haben.
Wenn Wir so lange leben.
Es wird gesagt, wenn wir wirklich glauben
In was auch immer, dann würden wir es schon besitzen.
Dann ist es, weil wir nicht daran glauben
Dass wir es nicht haben,
Und vielleicht sind unsere Gedanken nicht im Einklang mit
unseren Wünschen.
Kapitel Sechsunddreißig
Als ich in dieser Nacht nach Hause kam, war ich völlig erledigt. Ich
machte mir etwas zum Essen und ging ins Bett.
Ich wachte ziemlich spät auf am nächsten Morgen und nachdem ich
geduscht und gefrühstückt hatte entschloss ich mich mit dem Bus
in die Stadt zu fahren, um mein Auto abzuholen. Während ich im
Bus saß, dachte ich an die vorige Nacht. Die Chancen, dass so
etwas passiert sind ziemlich gering. Die ganze Sache wurde perfekt
gespielt, wie ein Schauspiel, dass monatelang geprobt wurde. Und
ich bin voll am Haken gewesen. Ich wunderte mich wer Danny und
Neena wirklich waren und warum sie mich möglicherweise kennen
konnten. Vielleicht hat eines meiner Zukunfts-Selbst oder
wahrscheinlichen Selbst sie gekannt und sie mir zu Hilfe geschickt.
Das ließ immer noch die Frage offen, wie haben sie sich in meine
Realität projektiert, genau zum richtigen Zeitpunkt.
Ich musste ein paar Blöcke zu meinem Auto laufen, das gab mir die
Chance, meinen Verstand zu klären. Ich entschied mich die Straße
hinunterzufahren, in der Neena's Bar war und wollte mal sehen,
wie sie am Tage aussah. Ich bin diese Straße schon oft gefahren,
habe aber die Bar noch nie gesehen.
Es ist eine Einbahnstraße, also bin ich einige Blocks weiter gefahren
und bin dann zurückgefahren, wo die Bar gewesen ist. Als ich dort
ankam, fuhr ich auf die Seite, weil, da gab es keine Bar, nur zwei
hohe Gebäude nebeneinander. Ich konnte es nicht glauben. Ich
weiß, wo ich gestern Nacht war, keine Frage. Ich entschloss mein
Auto zu parken und meine Schritte nach zu verfolgen. Ich fragte
einige Leute, ob sie von neena's Bar gehört hätten. Niemand hat je
davon gehört. Ich schaute im Telefonbuch nach, aber da gab es
keinen Eintrag. Diese Bar existiert nicht in dieser Realität,
zumindest nicht im Augenblick.
Sogar heute habe ich wirklich immer noch keine Antwort. Alles was
ich sagen kann ist, dass diese Leute wussten, wie sie sich in
verschiedenen Wahrscheinlichkeiten versetzen konnten und waren
offensichtlich darin sehr gut. Oder vielleicht bin ich in Ihre
Wahrscheinlichkeit versetzt worden. Ich kann mich nicht erinnern,
dass ich in dieser Nacht irgendetwas besonderes gemacht hätte,
dass so etwas ausgelöst haben könnte. Es wäre eine interessante
Sache zu lernen, wie das geht. Ich habe nicht aufgehört nach
Antworten zu suchen und ich werde damit auch nicht aufhören.
Irgendwann bekomme ich es heraus "es ist nur eine Frage der
Zeit". Kann sein, das ich es gestern mache.
Nun soweit es die Liebe betrifft habe ich damit die letzten paar
Jahre so viel wie möglich Zeit verbracht um mit Liebe zu arbeiten
und habe dabei sehr viele faszinierende Entdeckungen gemacht.
Ich kann nicht in Worte fassen, was alles mit Liebe erreicht werden
kann. Das alles hängt an der Tatsache, dass wir als Individuen die
Möglichkeit haben riesige Mengen Liebe zu verschicken und zu
empfangen. Im Rest des Buches will ich über einige Erfahrungen
über Senden von Liebe und die verschiedenen Wege es zu tun
erzählen. Das Schicken und Empfangen von Liebe kann das
einfachste sein, was Du je gelernt hast. Ich glaube, dass deswegen
die Leute manchmal Zweifel haben, ob es überhaupt funktioniert.
Wir scheinen zu glauben, dass wenn wir uns nicht anstrengen, hat
es keinen großen Wert, aber das ist absolut nicht wahr.
Alles, was ich in diesem Buch erzählt habe ist wahr, auch wenn ich
einiges hinweg gelassen habe, damit es nicht allzu große
Verwirrung hervorruft. Ich erwarte nicht, das sie alles glauben, was
ich geschrieben habe und um ganz ehrlich zu sein, wenn jemand
anderer mir diese Geschichte erzählen würde, würde ich sie
wahrscheinlich auch nicht glauben. Was ich wahrhaftig hoffe ist,
dass sie die Idee akzeptieren können, dass sie die Möglichkeit
haben Liebe zu schicken, und da ich dies tue, hoffe ich auch, dass
sie es ausprobieren. Wenn sie erst selbst eigene Ergebnisse sehen,
gibt es nichts weiter zu sagen.
Mein Leben hat sich so grundlegend geändert, ich kann nur mit
dem Kopf schütteln, wann immer ich daran zurückdenke. In der
Vergangenheit ist bei mir nichts gelaufen. Es schien so, dass alles,
was ich anfasste zu Staub wurde. Nun ist es gerade das Gegenteil.
Ich kann sogar keinen Fehler machen, wenn ich es versuchen
würde. Alles was ich anfasse klappt wunderbar; mein Timing ist
perfekt. Immer wenn ich etwas wünsche, tippe ich es in meinen
Computer, dann erfülle ich die Idee einfach mit Liebe, bis es aus
den Nähten platzt. Dann sitze ich nur da und folge meinen
Instinkten wohin ich gehen und was ich tun sollte, und was ich
wünschte, fällt mir in die Hände. Es normalerweise sogar besser als
ich es mir erhoffte.
Ich kannte andere Leute, die es probierten und es hat für sie genau
so gewirkt wie für mich. Manchmal sogar noch besser.
Für den fall, dass Sie noch nie etwas über Schicken von Liebe
gehört oder gelesen hast, das ist nicht leicht zu erzählen und es ist
eine lange Geschichte. Ich bin immer noch am ausarbeiten der
Details. Die Größe des Aufwandes und der Energie, die in das
Verstecken dieser Informationen investiert wurde ist verblüffend
und in vielerlei Hinsicht abscheulich. Normalerweise wäre ich
beunruhigt, ob dieses Buch es überhaupt auf den offenen Markt
schafft, aber so lange ich lebe, hatte ich immer das Gefühl, das ich
nicht alleine bin. Während ich das schreibe, kann ich fühlen, dass
mir jemand über die Schulter schaut. Ich habe keine Ahnung was
es ist, aber ich fühle mich sicher und nicht aufzuhalten, zumindest
was dieses Material betrifft.
Und so ist es. Nimm was Du magst und vergieß den Rest.
Alle meine Liebe für Dich auf Deiner Reise. Warum machst Du sie
nicht mit Liebe. Wir haben nichts zu verlieren und alles zu
gewinnen.
Und das Spiel geht weiter ...
Epiloge
(optional)
Die Anweisungen
Einführung
Eine Besorgnis scheinen die Leute, denen ich von unserer Fähigkeit
erzähle, Liebe zu anderen Leuten zu schicken zu haben, nämlich
das eine Person eine andere kontrolliert. Liebe kontrolliert nicht. Es
gibt nichts an der Liebe, dass kontrolliert oder manipuliert. Liebe
hat das Vermögen das Verhalten einer Person zu beeinflussen und
wie sie sich fühlt. Eine Person, die Liebe fühlt und die von Liebe
umgeben ist tendiert dahin sich anders zu verhalten als eine
Person, die sich ungeliebt, verärgert und depressiv fühlt. Wenn
eine Person verärgert, traurig, depressiv ist und sich ungeliebt
fühlt, resultieren ihre Handlungen aus dem Fehlen von Liebe. Die
Menge an Liebe, die eine Person hat ist direkt verbunden mit
seinen Aktionen, Worten, Gedanken und Verhalten. Normalerweise
wird es akzeptiert, dass wir nichts daran ändern können, aber das
ist nur eine Illusion. Wir haben die Fähigkeit gewaltige Mengen
Liebe zu Leuten, Tieren, Pflanzen und unsere Umwelt zu schicken.
Die Ergebnisse können erstaunlich sein. Kinder sind das perfekte
Beispiel. Ihre Aktionen sind eine direkte Reflektion der Menge an
Liebe, die sie haben. Nur weil jemand sie liebt heißt noch nicht,
dass sie diese Liebe auch erhalten, und genau darin liegt der
Unterschied. Jemanden zu lieben ist wundervoll, aber der Zauber
liegt darin, jemanden Liebe zu schicken.
Zu wem schicken wir Liebe? Zu jedem, Unsere Geliebten, Kinder,
Freunde, Mitarbeiter, Leute, die wir treffen, Leute, die unsere Stadt
regieren und unser Land und jedem, dem wir begegnen. Wir
können unsere Wohnungen mit Liebe füllen, unsere Städte mit
Liebe umgeben und Liebe zu unseren Haustieren und Pflanzen
schicken. Du wirst angenehm überrascht sein, wie gut sich Pflanzen
entwickeln, wenn sie mit Liebe umgeben sind. Es gibt nichts, was
jeden aufhalten könnte, einen ganzen Bereich mit Liebe zu füllen.
Wir können Liebe in das Essen schicken, das wir essen und in das
essen, das wir servieren. Und so weiter.
Liebe ist sehr magnetisch. Sie zieht mehr Liebe und Freude an. Ich
konnte Leute beobachten, die sich direkt vor meinen Augen
veränderten und glücklicher, freudvoller, ausgeglichen und friedvoll
wurden. Es ist ein wunderbares Gefühl, anderen zu helfen zu
können, wenn man berücksichtigt, wie einfach es ist. Zu jedem
Platz, zu dem ich gehe, sei es eine Besprechung, eine Party oder
nur eine Zusammenkunft, schicke ich erst mal Liebe und das macht
den ganzen Unterschied. Liebe ist sehr magnetisch und wenn Du
Dich selbst derart mit Liebe füllst, dass Du anfängst Liebe
auszustrahlen, wirst Du schnell herausfinden, dass die Leute von
Dir angezogen werden und in Deiner Nähe sein wollen. Das ist ganz
natürlich; letzten Endes, wenn Du auf einer Party bist, wo würdest
Du Dich hingezogen fühlen? Zu der Person, die Liebe ausstrahlt
oder jemand, der unglücklich ist und sich nicht geliebt fühlt? Je
mehr wir Liebe ausstrahlen umso näher kommen Leute und Tiere
zu uns, je mehr Liebe sie empfangen, umso glücklicher und
fröhlicher werden sie. Alles in Allem, es wird eine unglaubliche
Erfahrung für jeden sein; Es entsteht ein Gefühl für Freude,
Frieden, Offenheit und Zugehörigkeit.
Um Liebe zu anderen Leuten, Tieren, Pflanzen oder der Welt zu
schicken, musst Du nur Dein Herz öffnen und die Liebe fließen
lassen. Es ist nicht nur so einfach wie atmen, sondern, jedes Mal,
wenn Du Liebe verschickst, erhältst Du mehr Liebe, weil die Liebe
innen von Dir kommt und erst durch Dich hindurch strömen muss,
bevor sie verschickt wird. Und das ist ein unbeschreiblicher Vorteil.
Sein Herz zu öffnen und Liebe auszustrahlen ist eine ganz
natürliche Sache und geschieht sehr oft auf einer unbewussten
Ebene. Zum Beispiel, wenn wir ein kleines Baby, einen kleinen
Hund oder eine kleine Katze im Arm halten, fängt unser Herz an,
sich zu öffnen und wir fangen an Liebe zu fühlen und
auszustrahlen. Wenn wir uns in jemand verlieben, wird diese
andere Person zum Auslösemechanismus, der unser Herz öffnet,
aber in Zeiten, in denen der Auslösemechanismus anfängt zu
verschleißen, wundern wir uns, dass wir nicht mehr so viel Liebe
spüren, wie vorher. Da fängt der Ärger normalerweise an. Aber
wenn wir die Fähigkeit haben unsere Herzen bewusst von uns aus
zu öffnen und der anderen Person Liebe schicken, kann die Liebe
weiter wachsen, anstatt wie eine Pfütze in der Sonne zu
vertrocknen. Es gibt kein Beschränkung für die Menge an Liebe, die
Leute fühlen und erfahren können. Wenn wir nicht in einer
Beziehung leben, können wir immer noch Liebe und uns geliebt
fühlen. Es gibt keinen Grund warum wir Tag für Tag warten
müssen, bis jemand vorbei kommt und unser Herzen öffnet. Wir
haben die Fähigkeit unsere Herzen zu öffnen, uns selbst mit Liebe
zu füllen und vor Liebe zu strahlen und dadurch mehr Liebe
anzuziehen.
Als ich lernte Liebe zu verschicken, wurde es die Freude meines
Lebens. Zum ersten Mal in meinem Leben konnte ich etwas
verändern. Welche Änderung das in mein Leben gebracht hat!
Wenn ich mehr Liebe ausstrahle, ziehe ich mehr gute Dinge und
gute Erfahrungen zu mir. Je mehr ich mit Liebe arbeite, umso mehr
scheint alles für mich zu klappen und erfolgreich für mich zu
verlaufen.
Entspannen und Loslassen
Das Wichtigste beim Lernen Dein Herz zu öffnen, Dich selbst mit
Liebe zu füllen und Liebe zu verschicken ist es zu Lernen, wie man
sich vollständig entspannt und alle anderen Gedanken vergisst. Es
ist sehr wichtig, das man während der folgenden Übungen
konzentriert bleibt und die Gedanken loslässt. Wenn man sich beim
abschweifen erwischt, bringt man sich einfach wieder zurück und
macht weiter. Mit ein wenig Übung und Zeit, wirst Du es jedes Mal
einfacher finden. Wenn Du noch keine Erfahrung mit Meditation
und Entspannungsübungen hast, ist es wahrscheinlich am besten
dass Du Dich entweder irgendwo hinlegst oder hinsetzt, wo es
ruhig ist und Du nicht gestört werden wirst und dann einige
Augenblicke damit verbringst, Deinen Verstand zu leeren und
Deinen Körper ganz zu entspannen. Mit Übung wird es Dir gelingen
Dein Herz zu öffnen und Liebe nahezu überall und jederzeit zu
verschicken, weil Du dann in der Lage sein wirst, Deinen Körper zu
entspannen und gleichzeitig Deinen Verstand zu leeren und sich auf
Dein Herz zu konzentrieren.
Es gibt ein bestimmtes Gefühl, das beim Öffnen des Herzens
entsteht. Das ist nur schwer zu lernen, wenn Du nicht in einer
ruhigen und friedvollen Umgebung anfängst. Wenn Dein Körper
total entspannt ist, und Dein Verstand leer und ruhig ist, gibt es
eine besondere innere sinnliche Wahrnehmung. Das ist wichtig, da
man dort die Gefühle findet, die mit dem Öffnen des Herzens
einhergehen.
Auch wenn ich in der Lage bin, Liebe von fast überall zu schicken,
beim Busfahren oder beim Autofahren, verbringe ich immer noch
15 bis 20 Minuten am Tag um mich hinzulegen und mich voll auf
darauf zu konzentrieren, mein Herz zu öffnen und Liebe
auszustrahlen. Das scheint meine Fähigkeit jedes Mal dramatisch
zu steigern.
Es gibt viele Bücher über Entspannung und Beruhigung des
Verstandes auf dem Markt, ich werde deshalb darauf nicht zu
detailliert eingehen. Wenn Du es einfacher findest Dich beim Hören
eines Meditationsbandes oder bei entspannender und beruhigender
Musik zu beruhigen, hilft das auch sehr gut und wird Dich nicht in
Deiner Fähigkeit Dein Herz zu öffnen stören.
Das mache ich, ob ich nun liege oder sitze. Zuerst entspanne ich
meinen Körper, indem ich sicherstelle, dass alle Muskeln in meinem
Körper ruhig sind, sogar meine Gesichtsmuskeln. Ich mache dies,
indem ich so tue, als würde ich schlafen gehen und erzähle meinem
Körper, dass wir ein Schläfchen machen. Ich lasse meinen Körper
einschlafen, während ich mein Bewusstsein von allen Gedanken
befreie. Die Methode, mit der ich mein Bewusstsein befreie ist die
gleiche, die ich auch benutze, wie die Anweisungen für die
Zeitreisen. Ich stelle mir vor, dass mein Bewusstsein mit meinem
größeren Selbst verbunden ist. Es ist egal, wie Du dieses Teil
nennst, verbinde Dich einfach damit und lass all Deine Sorgen und
andere Gedanken hinweggleiten. Dann konzentriere ich mich auf
das aufmerksame Zuhören zu meinem größeren Selbst. Danach ist
es einfach eine Angelegenheit der Konzentration meines
Bewusstseins auf das Öffnen meines Herzens und des Schicken von
Liebe, was immer ich auch auswähle.
Wenn Du ernsthafte Probleme hast, Die in Deinem Bewusstsein
immer wieder aufkommenden Gedanken zu stoppen, stell Dir ein
extrem helles Licht vor, dass von oben in Deinem Kopf kommt. Es
geht in die Mitte Deines Gehirns und breitet sich von dort aus. Das
scheint alle anderen Gedanken zu verdrängen.
Um größtmögliche Ergebnisse zu erzielen, muss Dein Körper total
entspannt sein, am besten schlafen und Dein Verstand muss befreit
von allen anderen Gedanken sein, außer denen. Die Du zu
erreichen versuchst. Nach ein wenig Übung, wird es Dir möglich
sein Dein Herz jederzeit zu öffnen und Liebe zu schicken, aber was
ich über die Zeit herausgefunden habe ist, dass ich, wenn ich mich
dabei hinlege und meinen Körper schlafen schicke, während mein
Verstand wach bleibt und konzentriert bleibt, erziele ich die besten
Ergebnisse.
So, das war's. Es ist einfach. Manchmal erzählen mir Leute, dass
sie keine zwanzig Minuten am Tag Zeit dafür hätten. Ich kann das
verstehen, weil sie scheinbar die meiste Zeit des Tages damit
verbringen den ganzen Mist, der ihnen passiert, wieder zu
bereinigen. Ich wundere mich, warum bei ihnen so viel Mist
passiert während meine Tage wie ein glücklicher Zauber vergehen?
Kann sein, dass es die zwanzig Minuten sind, die ich jeden Tag
damit verbringe um Liebe zu verschicken. Was denkst ihr?
Öffne Dein Herz, Fülle und Umgebe Dich mit Liebe
Sein Herz zu öffnen und uns selbst mit Liebe zu füllen und zu
umgeben ist so einfach, das man denkt, das kann ja gar nicht
wirken, aber es tut es und es ist ein ganz natürlicher Vorgang. Ich
tue so, als ob ein Ventil nahe an meinem Herzen in der Mitte
meiner Brust wäre. Wenn wir uns in jemanden verlieben, öffnet
sich dieses imaginäre Ventil, und in Worten ausgedrückt, die
meiste Liebe, die wir fühlen, kommt von uns. Wir beginnen auch
Liebe auszustrahlen und wenn wir mit der anderen Person in
Verbindung treten, in die wir uns verliebt haben, empfangen wir
auch deren Liebe und schicken unsere Liebe zu ihr. Wenn wir uns
verlieben wird die andere Person der Auslösemechanismus der
unser Ventil öffnet und es dadurch der Liebe ermöglicht zu fließen,
aber mit der Zeit, wird das, was diese Person getan oder gesagt
hat um unser Herz zu öffnen, aufhören zu wirken. Deshalb fühlen
wir die anfängliche Liebe scheinbar schwinden. Wie ihr Euch
vorstellen könnt, verursacht das viele Probleme in einer
Partnerschaft. Manchmal wird dadurch die Partnerschaft beendet,
dann schließt sich dieses Ventil noch mehr und davon kommt der
größte Teil des Schmerzes, den wir fühlen. Je mehr unsere Herzen
sich verschließen, desto größer wird der Schmerz. Aber wir haben
die Möglichkeit unsere Herzen selbst zu öffnen. Wir müssen den
Schmerz, den geschlossene Herzen verursachen, nicht fühlen. Wir
können unsere Herzen unaufhörlich jeden Tag mehr öffnen und wir
können uns diese Liebe gegenseitig schicken, so dass die Tage und
Jahre vergehen und wir mehr und mehr Liebe erfahren. Es gibt
keine Beschränkung in der Menge der Liebe, die wir fühlen, haben
und erfahren können. Viele Leute haben mir erzählt, dass, wenn
eine Partnerschaft sich entwickelt, dass man dann zu einem Punkt
kommt, an dem diese komfortabel und sicher wird. Und ich stimme
dem zu. Sie haben eine akzeptable Menge an Liebe erreicht ...
weniger, als sie zu einem bestimmten Zeitpunkt in ihrer
Partnerschaft hatten, aber mehr als sie vorher hatten. Aber warum
dort aufhören? Warum sollte man die Liebe nicht weiter wachsen
lassen? Jeder träumt davon noch mehr Liebe zu erfahren sogar
wenn sie seit langer Zeit in einer guten Beziehung leben. Es ist nur
natürlich, dass wir jeden Tag mehr Liebe wachsen sehen und
erfahren wollen. Und das gute an der Fähigkeit unser herz zu
öffnen ist, dass wir nicht auf eine Beziehung warten müssen um
Liebe zu fühlen uns auszustrahlen. Es ist lediglich eine
Entscheidung, was wir wirklich wollen. Sind wir rundum zufrieden,
mit der Liebe, die wir haben oder wollen wir mehr Liebe? Jeder
träumt davon mehr Liebe zu erfahren, auch wenn er schon länger
in einer sehr guten Beziehung ist. Es ist für uns natürlich, dass wir
jeden Tag mehr Liebe wachsen sehen und erfahren möchten. Und
das Gute ist, dass wir nicht auf eine Beziehung warten müssen, da
wir die Fähigkeit besitzen unser eigenes Herz zu öffnen und Liebe
fühlen und ausstrahlen zu können. Es ist unsere Entscheidung, was
wir wirklich wollen. Sind wir rundum zufrieden mit der Menge an
Liebe, die wir haben oder wollen wir mehr Liebe? Warum nicht, sie
ist in uns und kostet nichts! Wo Überfluss an Liebe herrscht, da
gibt es keinen Schmerz, keine Qual, keine Schmerzen, keinen
Ärger oder Hass. Keines dieser Dinge kann mit Liebe überleben.
Wenn Du irgendwelche Probleme mit diesen anderen Dingen haben
solltest, dann ist es nur eine Sache des Öffnens Deines Herzens
und sich selbst mit Liebe zu füllen, dann werden diese Dinge ganz
schnell verschwinden.
Die Anweisungen, die jetzt folgen, sind sehr einfach und es ist nicht
wichtig sie hundert Prozent zu befolgen. Wichtig ist, dass Du Dein
Bewusstsein klar machen und Dich auf das Öffnen Deines Herzens
konzentrieren kannst und das Dein Vorsätze vorhanden sind. Wenn
Du anfängst mit der Übung zu spielen, Dein Herz zu öffnen, dann
lasse zu, dass Änderungen auftreten, die an diesem bestimmten
Tag am besten wirken. Die Übung ist für Den Einstieg gedacht.
Lass sie wachsen und eins mit Dir werden. Wenn Du möchtest,
kannst Du die diese Anweisungen auf ein Band mit etwas
Hintergrundmusik aufzeichnen und Dich dann hinlegen und Deinen
eigenen Anweisungen folgen. Das funktioniert tatsächlich ganz gut.
Also entspanne Dich, habe Spaß und ruhig Blut, weil Du wirst es
nicht glauben können, welche Dinge Du erleben wirst. Es wird eine
wahrlich wunderbare Fahrt werden.
So tue ich es. Ich lege mich hin, weil ich das dem Sitzen
bevorzuge, aber wenn ich keine Gelegenheit habe, mich
hinzulegen, dann mach ich es auch im Sitzen oder sogar im
Stehen. Ich fange damit an, meinen Körper zu entspannen indem
ich ihn einfach loslasse.
Dann vergiss alle Gedanken und Angelegenheiten, die Du heute
erledigen willst. Manchmal tue ich so, als würde die Welt nicht
existieren und ich sage mir selbst, dass ich es ablehne an
irgendetwas außerhalb meines Körpers zu denken.
Richtig Atmen ist sehr hilfreich. Ich atme, sehr langsam aber tief,
mache große langsame Atemzüge. Dies hemmt auch meine
Streugedanken und pflegt sehr schnell einen beruhigenden Effekt
in meinem gesamten Körper zu bringen.
Atme langsam und tief weiter. Bringe Dein Bewusstsein in Deinen
Körper. Stell Dir vor, dass Du Deinem inneren Selbst oder Deiner
Seele zuhörst (wie immer Du es auch benennst). Höre mit Deiner
ganzen Aufmerksamkeit zu; Konzentriere Dich auf das Zuhören
und Hören, was Dein inneres Selbst Dir eventuell sagt. Höre auf die
Stille und den Frieden, der in Dir ist. Mache dies, solange Du es
magst.
Nun stelle Dir in der Mitte Deiner Brust ein helles Licht, dass wie
ein Diamant so hell wie die Sonne glüht. Benutze Deine
Vorstellungskraft wie immer Du willst. Betrachte dieses glühende
Licht als Liebe. Du kannst es als Blitze oder als goldenes Licht
sehen, was immer Du wählst. Konzentriere Dich nur auf die
Tatsache, das dies Liebe ist. Nun erlaube dieser Liebe, die aus
Deinem Herzen glüht heller und größer zu werden. Benutze Deine
inneren Sinne um es zu vergrößern und aus und außerhalb Deines
Körpers, dass Du zu einer kleinen Sonne wirst, die glüht und Liebe
ausstrahlt. Fühle, wie Du Dich selbst mit Liebe füllst, je mehr Du
Liebe ausstrahlst. Beobachte wie jeder Deiner Zellen in Deinem
Körper diese Liebe aufsaugt und selbst Liebe ausstrahlt. Fühle
diese Liebe, fühle, wie Du nun von dieser Liebe umgeben und diese
Liebe ausstrahlst. Beobachte, wie Deine Hände und Füße Liebe
ausstrahlen. Du glühst vor Liebe. Während Du einatmest, kannst
Du fühlen, wie Deine Lungen sich mit Liebe füllen und noch mehr
Liebe in Deinem ganzen Körper zirkuliert. Mache weiter und fühle
so viel wie nur möglich. Sieh in Deiner Vorstellung, wie sehr Du
Liebe ausstrahlst. Schau, wie alles, was Du anfasst, diese Liebe
empfängt. Jeder, der in Deine Nähe kommt, empfängt die Liebe,
die Du ausstrahlst. Mache weiter Dich als mit jedem Atemzug
immer größer werdende Strahlungsquelle zu sehen und zu fühlen,
die ständig mit jedem Atemzug heller und strahlender wird. Fühle
die Freude, die in Dir aufsteigt. Fühle, wie Du Dich mit Freude
füllst, fühle, wie Du geliebt wirst. Während Du mehr und mehr
strahlst, wirst Du magnetisch und ziehst mehr Liebe zu Dir hin,
wirst anziehend für Leute, Glück und Freude. Du wirst magnetisch
und ziehst gute, erfreuliche und liebevolle Dinge zu Dir. Sehe mit
dem Auge Deiner Vorstellung, wie alle die Dir nahe kommen Deine
ausgestrahlte Liebe empfangen. Du bist so mit Liebe gefüllt, dass
Du Liebe in die Welt schickst. Vergrößere weiterhin das Empfinden
und das Gefühl von Liebe. Vielleicht bemerkst Du die Wärme in
Deinem Brustbereich, oder ein Druckgefühl oder Schmerz. Das ist
normal. Es ist da, weil sich Dein Herz öffnet. Immer weiter tief und
langsam atmen, was Dein Herz noch mehr aufmacht. Werde noch
mehr mit Liebe strahlend, indem Du Deinen gesamten Körper und
Dein Bewusstsein mit Liebe füllst. Achte auf das Ändern Deiner
Gedanken. Achte darauf dass Du liebevoller und verständnisvoller
wirst, je mehr Du zu Liebe wirst.
Bleibe dabei solange Du willst. Du kannst das mehrmals am Tag
machen, wenn Du möchtest. Je öfter Du es tust, um so mehr
strahlst Du Liebe aus und um so mehr Liebe und Freude und gute
Sachen werden von Dir angezogen. Leute und Tiere wollen in
Deiner Nähe sein. Erlaube ihnen das, weil sie nach mehr Liebe
suchen und je mehr Du Liebe ausstrahlst, umso mehr Liebe
empfangen sie von Dir. Es ist ein unbeschreibliches Geschenk.
Nun kannst Du Liebe zu anderen Leuten schicken oder Deine
Wohnung oder Deinen Arbeitsplatz mit Liebe füllen. Die Liste ist
endlos. Wenn es dir in den Kopf kommt, sende Liebe hin. So
einfach ist es. Du hast einen unerschöpflichen Vorrat an Liebe. Er
wird nie leer.
Zu Menschen Liebe schicken
Wenn Du zu einem Geliebten, Freund, Mitarbeiter oder
irgendjemand Liebe schicken willst musst Du zuerst Dein Herz
öffnen und strahlen vor Liebe, wie es in der Übung "Das Herz
Öffnen" beschrieben wurde. Es gibt verschiedene Arten, wie man
Liebe zu anderen Menschen schicken kann; jede Art hat die
Tendenz verschiedener Auswirkungen. Unglücklicherweise würde
ich ein ganzes Buch brauchen, um alle Möglichkeiten aufzuzählen,
die ich gesehen und erfahren habe, so das dies Dir überlassen
bleibt, dies zu erforschen. Ich werde einige der Möglichkeiten
erklären.
Wenn Du Liebe zu anderen Menschen schickst, ist es basten, wenn
wir nichts als Gegenleistung erwarten und nur ein Geschenk
bedingungsloser Liebe geben. Es ist normalerweise am besten, die
Liebe gänzlich bedingungslos zu schicken; in anderen Worten, lasse
die andere Person entscheiden, wie sie am Besten zu nutzen ist. Da
wir mehr sind als unser Bewusstsein wird der größere Teil von uns
selbst die Liebe in die Region leiten, die es zu dem Zeitpunkt am
dringendsten benötigt. Es ist aber trotzdem möglich, der Liebe eine
kleine Bestimmung mitzuschicken, wenn jemand krank ist und Du
Liebe schickst, um die Heilung zu unterstützen. Trotz allem habe
ich festgestellt, dass es zu neunzig Prozent besser ist, nur Liebe zu
schicken, denn manchmal kann eine Krankheit langfristig für
jemanden besser sein als eine schnelle Genesung. Manchmal, wenn
jemand krank ist, sende ich Liebe auf verschiedene Arten, einmal
bedingungslos und ein anderes Mal um die Heilung zu unterstützen.
Ich mache das nur, wenn ich fühle, dass das zur gegebenen Zeit
gut ist. Wenn Dein Herz offen ist und Du vor Liebe strahlst, frage
leise, welche Art für diese Person zur Zeit die Beste wäre. Du wirst
immer eine Antwort erhalten, meistens als Gefühl. Wenn es sich
gut anfühlt, mache es.
Hier also die verschiedenen Arten Liebe zu verschicken. Ich nehme
an, dass ihr zur gegebenen Zeit wisst, welche die beste Art für
diese bestimmte Person ist.
Wir können Liebe senden um Menschen mit Liebe zu umgeben,
einen Raum mit Liebe füllen, in dem diese Person sich aufhält. Das
wirkt unter vielen verschiedenen Umständen sehr gut, wie z.B.
wenn eine Party nicht so gut läuft. Umgebe einfach jeden Einzelnen
mit Liebe und Du wirst sehen, wie sich die Stimmung ganz schnell
ändert. Das wirkt auch sehr gut bei Geschäftstreffen und
Einstellungsgesprächen oder einfach einem Treffen mit einem
Freund. Es ist wie als würdest Du sie in eine warme Decke aus
Liebe einhüllen. Und wer würde dazu nein sagen. Das wirkt auch
ziemlich gut, wenn Du mit einer Person zusammen bist, die sehr
nervös, erregt oder irritiert ist. Ihr werdet feststellen, dass sie sich
wesentlich und sehr schnell beruhigen. Im Falle, dass Du denkst,
dass dies etwas mit Kontrolle zu tun hat, Liebe hat nichts mit
Kontrolle zu tun. Es ist, als würdest Du jemand umarmen nur ist es
hundert mal vorteilhafter.
Wir können Liebe direkt in eine Person schicken und sie mit Liebe
füllen und auch Liebe zu einer bestimmten Stelle in deren Körper
schicken, mit der sie Probleme haben. Wenn Du dies tust, stelle Dir
vor, dass die Liebe in diese bestimmte Region im Körper geht und
jede Zelle dort mit Liebe füllt, bis diese anfangen vor Liebe zu
Glühen und Liebe auszustrahlen. Dann beobachte, wie, welche
Krankheit sie auch immer haben, diese den Körper verlässt. Du
kannst Dir dass vorstellen, wie Du magst. Es ist Deine Absicht
Liebe zu senden, die dies ermöglicht. Vorstellungskraft ist nur eine
Methode Deine Absicht anzubringen.
Wir können Liebe direkt in das Herz einer Person senden. Das
unterstützt diese Person dabei, ihr eigenes Herz zu öffnen und die
Liebe aus ihrem eigenen Herzzentrum fließen zu lassen. Das wirkt
ganz gut, wenn jemand gerade eine Liebesbeziehung beendet hat
und durch eine Lebenskrise geht und dabei viel Schmerzen erfährt.
Das wirkt unter diesen Umständen besonders gut, weil einer der
Hauptgründe für das Fühlen der Schmerzen ist, dass ihr Herz sich
anfängt zu schließen. Es gibt nichts schmerzvolleres.
Wir können auch Liebe in das Herz einer anderen Person schicken,
um ihr näher zu sein, wie etwa dem oder der Geliebten. Ihr werdet
feststellen, dass dies eine sehr enge Verbindung herstellt und
erlaubt es auch mit dieser Person zusammen zu sein, wenn sie weit
weg ist. Wenn zwei Menschen sich darin einig sind das gegenseitig
zu tun, kann es eine der schönsten und liebevollsten Erfahrungen
sein, die ihr je hattet. Es erzeugt eine feste Verbindung zwischen
zwei Leuten und gleichzeitig bleibt man immer noch eigenständige
Person. Dies hört sich wie eine unglaubliche Kombination an, aber
es funktioniert. Und es ist schön, da Du Dich nie alleine fühlst,
vorausgesetzt dass beide dem zustimmen. Der Zeitpunkt ist nicht
wichtig. Liebe wirkt zeitlos, sogar wenn Du am Morgen Liebe zu
Deinem Geliebten schickst und er schickt diese erst am Abend wird
die Verbindung die gleiche sein, als würdet ihr zur gleichen Zeit
Liebe schicken. Es ist auch egal, wie es funktioniert. Wichtig ist,
dass es funktioniert und die Ergebnisse wunderschön sind.
Öffne Dein Herz, fülle und umgebe Dich selbst mit Liebe. Dann
stelle Dir vor, dass ein Strahl aus Liebe von diesem glühenden
Herzzentrum in Deiner Brust ausgeht, der nach oben in Dein
Bewusstsein und Kopfzentrum steigt. Nun sehe einen
wunderschönen goldenen Strahl aus Liebe aus Deinen Augen direkt
in die Augen Deines oder Deiner Geliebten gehen. Mache damit
weiter und gleichzeitig sehe eine weiteren Strahl aus Liebe, dass
von Deinem Herz kommt und direkt in das Herz Deines oder Deiner
Geliebten geht. Bleibe ruhig und mache dies so lange Du möchtest.
Du kannst das zu jeder Tageszeit tun und so oft Du möchtest.
Denke daran, dass Liebe bedingungslos ist und dass hierbei keine
Kontrolle, wie auch immer, ausgeübt wird. Wenn Dein Geliebter
oder Deine Geliebte das gleiche machen, wird die Verbindung
komplett sein, auch wenn es nicht gleichzeitig gemacht wird. Je
öfter Du dies tust, um so fester werdet ihr verbunden sein. Ich will
Euch den Zauber davon selbst entdecken lassen, aber seid nicht
überrascht, wenn ihr feststellt, dass ihr wisst, was er oder sie
sagen will, noch bevor sie es tun.
So, das war's. Ich bin mir sicher, dass viele von Euch neue Dinge
und neue Wege entdecken werden, Liebe zu schicken. Das ist
Erfreuliche daran. Wenn Dein Herz geöffnet ist und Du mit Liebe
gefüllt bist und Liebe ausstrahlst, weißt Du genau, was Du zu tun
hast. Folge Deinem inneren Gefühl und vertraue darauf, dass die
Liebe imstande ist ihre eigenen Wunder zu vollbringen. Alles was
wir tun müssen ist, ein wenig zu geben.
Als ich damit anfing, sah ich Liebe als goldenes, glitzerndes Licht
und stellte mir vor, dass ich genau sah, wie es dahin ging, wo ich
es hinschickte. Es ist egal, wie Du Dir die Liebe vorstellst,
Hauptsache Du hast die Absicht, Liebe zu schicken. Ich habe
langsam begriffen, dass, wenn ich meine Vorstellungskraft benutze,
dass dies eine Nachricht an dieses größere Teil von mir schickt,
welches dann den Prozess in Gang setzt, der mein Herz öffnet und
Liebe schickt. Aber das Resultat ist immer dasselbe: es
funktioniert. Wenn Du das Gefühl hast genug Liebe geschickt zu
haben, dann höre auf und mache später weiter. Du kannst
niemanden verletzen, indem Du Liebe schickst, es gibt wirklich
keinen Grund davor Angst zu haben. Habt Spaß!
Zu Euren Kindern Liebe schicken
Ich habe selbst ein Kind und ich habe eines gelernt, Kinder können
sehr lohnend sein aber sie können auch Herausforderungen stellen,
die wirklich Deinen Verstand erschüttern. Und wenn Du
irgendwelche Knöpfe hast, werden sie darauf herumdrücken, bis
etwas kaputt geht! Das ist halt ihre Natur. Die Herausforderung
kann manchmal richtig frustrierend sein. Zu diesem Thema habe
ich mich dazu entschieden, es detaillierter zu behandeln, weil sie
unsere Zukunft und unser Leben sind. Wenn Du Kinder hast, lerne
Dich selbst mit Liebe zu füllen und ihnen Liebe zu schicken wird
eine der größten Segen Deines Lebens werden. Ich weiß, dass ist
eine große Aussage, aber ich war da und habe die Ergebnisse
gesehen.
Um Ostern 1996 kam mein Sohn zu mir, um bei mir zu leben. Alles
ging sehr reibungslos vor sich, was viel bedeutet, wenn man
bedenkt, dass er ein Teenager war. Ich verbrachte meine Zeit
damit mit verschiedenen Wahrscheinlichkeiten zu arbeiten und
zwischen diesen zu gleiten und mit der Möglichkeit in der Zeit vor
und zurück zu reisen. Dies hat viel Aufwand bedeutet und deshalb
habe ich nicht viel mit Liebe gearbeitet. Ich habe nur sehr wenig
Zeit damit verbracht, meinem Sohn Liebe zu schicken, was sich als
die schlechteste Entscheidung herausstellte, die ich je getroffen
hatte. Aber ich habe daraus viel gelernt.
Der einzige Streitpunkt, den wir hatten, war der, wann er abends
nach Hause kommen sollte. Dies wurde zu einem täglichen Streit
und endete in einem kurzen Meinungsverschiedenheit, in der mein
Sohn in seiner unendlichen Weisheit entschied von zu Hause
wegzulaufen, um seinen Standpunkt klarzumachen.
Ich beschloss es dabei zu belassen, weil ich nicht besorgt war, da
ich ja jederzeit mit der gleichen Methode zu ihm gehen konnte, die
ich auch bei Rudy, unserem Hund, angewandt habe. Dies hat prima
funktioniert. Unglücklicherweise ist meine Ex-Frau in Panik geraten
und entschied sich, zu mir zu kommen und ihre Schwester
mitzubringen. Manchmal können die besten Vorsätze mehr
Schaden anrichten als keine, aber nichtsdestoweniger sind sie ein
paar Tage herumgerannt um meinen Sohn zu finden und sind dann
widerstrebend nach Hause gefahren und gehofft, dass er alleine
wieder kommen würde.
Ich habe ihnen nicht von meinen Experimenten mit der Liebe
erzählt. Während sie bei mir waren konnte ich nicht meine
normalen Dinge erledigen, die ich gerne erledigt hätte. Nachdem
sie gegangen waren habe ich sofort meinem Sohn eine
Riesenmenge Liebe geschickt. Ich habe eine seiner Freundinnen
getroffen und gab ihr einen Umschlag mit Geld und einer Notiz
darin, die besagte, das alle in Ordnung wäre und er jederzeit nach
Hause kommen könnte. Dann stieg ich in meinen imaginären Zug
und fuhr zu ihm und sprach mit seinem größeren Selbst. Ich habe
auch sehr viel zugehört. Das Zuhören war wahrscheinlich der
wichtigste teil dabei, da ich zu verstehen begann, was in ihm
vorging. Ich sagte seinem größeren Selbst, dass ich ihm alle
Freiheiten geben könnte, die er sich wünschte, er solle nur so
schnell wie möglich nach Hause kommen. Sein größeres Selbst
stimmte ein. Seit dieser Zeit schickte ich ihm Liebe und nach
sechsunddreißig Stunden war er wieder zu Hause.
Als er nach Hause kam, habe ich meine Regeln, was das nach
Hause kommen anging, gelockert. In Wirklichkeit habe ich es total
offen gelassen. Ich muss zugeben, das ein Teil von mir besorgt
war, aber gleichzeitig ein anderer Teil von mir wusste, dass alles
wunderbar verlaufen würde, solange ich ihm Liebe schicken würde.
Sobald mein Sohn zur Tür ging, nahm ich mir 15 Minuten um ihn
mit soviel Liebe zu füllen zu umhüllen, wie ich nur konnte. Nach
fünfundvierzig Tagen hat sich alles geändert. Das Verhalten meines
Sohnes hat sich geändert, unser Verhältnis hat sich geändert und
die Leute, mit denen er ausging haben sich geändert. Es war, als
ob ich es mit einem anderen Menschen zu tun hätte. Es war einfach
unglaublich. Es würde auch wieder ewig dauern um alle
Einzelheiten zu erzählen, aber ihr werdet die Ergebnisse schon
selber sehen.
Mein Sohn wollte mit einer Gruppe von Teenagern zusammen sein,
von denen ich nicht begeistert, oder besser ausgedrückt, über die
ich besorgt war. Als ich anfing ihn in Liebe einzuhüllen hat sich
alles geändert. Sie haben ihn zurückgewiesen, obwohl sie noch mit
ihm telefoniert haben und sie ihm gesagt haben, wo sie sich
treffen, aber als sie ihn dann persönlich sahen haben sie ihn stehen
lassen. Es hat mich einige Zeit gekostet um die Einzelheiten
herauszubekommen, was genau passierte. Wenn eine Person mit
Liebe gefüllt und umgeben ist, dann schwingt sie in einem anderen
Bereich als jemand, der unglücklich und böse auf die Welt ist. Das
passt nicht zusammen. Schau es Dir einmal von der Perspektive
der anderen Kinder an. Als sie mit ihm am Telefon sprachen, war
alles in Ordnung, da er die gleiche Sprache wie sie gesprochen hat,
aber als sie ihn dann persönlich sahen, stand er da und glühte und
strahlte vor Liebe, und obwohl sie es bewusst nicht sahen, haben
sie es gefühlt. Sie passten nicht zusammen und sie wollten ihn
auch nicht bei ihren Streifzügen dabei haben.
Das hat bei meinem Sohn einige Verwirrung ausgelöst, er wollte
nicht bei den braven Jungs sein und die bösen Jungs haben ihn
abgewiesen. Aber letztlich hatte er nie mehr Schwierigkeiten und
die Dinge schienen gut für ihn zu laufen. Liebe ist ein Magnet, also
zieht er jetzt sehr leicht Leute an und diese Leute scheinen ihn sehr
schnell zu mögen. Etwas, was Du auch feststellen wirst, wenn Du
mit Liebe gefüllt und umgeben bist, werden Dich die Leute mit
mehr Respekt und Freundlichkeit behandeln, so ist es jetzt
zumindest bei ihm.
Um Liebe zu Euren Kindern zu schicken, macht es genauso, wie ihr
Euer herz öffnet um Liebe zu Leuten zu schicken. Ihr kannst Euch
auch mit Euren Kindern verbinden, so wie Euch mit Euren oder
Eurer Geliebten verbindet.
Dahin zu gehen, wo Eure Kinder sind und mit ihrem größeren
Selbst zu sprechen ist recht einfach zu machen. Es benötigt ein
wenig Übung, aber jeder kann es tun. All die Jahre habe ich kleine
Änderungen dafür eingeführt. Du kannst diese Anweisungen auf
Band aufnehmen und es hören, wenn Du diese Reise machst. Du
kannst das auch für viele andere Dinge benutzen: Zum Beispiel um
Deine Freundin oder Deinen Freund zu besuchen, auch wenn er/sie
im Ausland ist. Du kannst es auch benutzen um zum größeren
Selbst einer anderen Person zu sprechen um einen Streit
beizulegen oder ein Missverständnis aufzuklären. Erinnert Euch
dass Zuhören wichtiger ist als Euren Standpunkt zu vertreten.
Wenn Ihr das beherzigst, werdet Ihr damit gut umgehen können.
Wenn Ihr Wert auf Privatsphäre legst, vergesst es, so etwas gibt es
nicht. Es ist nur eine Illusion. Denkt darüber nach und Ihr werdet
sehen, was ich meine. Wenn Ihr etwas tun möchtet, von denen Ihr
nicht wollt, dass es andere Leute herausbekommen, wäre es das
beste, wenn Ihr Euch diese Aktionen noch einmal anschaut und auf
die Konsequenzen vorbereitet seid. Wenn Ihr Liebe in Eurem
Herzen habt, dann habt ihr nichts zu verstecken oder braucht vor
nichts Angst zu haben.
Übrigens wurde diese Methode über einige Jahre von
verschiedenen Regierungen zur Spionage benutzt und dies ist noch
nicht einmal geheim. Du kannst zu jeder Bibliothek gehen und
diese Informationen nachlesen.
Um anzufangen führt Eure normale Entspannungsübung durch und
dann öffnet Euer Herz und macht Euch selbst so strahlend mit
Liebe wie möglich.
Nun stellt Euch vor, dass Ihr in einer Blase von Liebe seid. Seht
und fühlt dies so klar wie möglich. Lasst die Welt hinweggleiten.
Beginnt an die Person zu denken, die Ihr besuchen wollt. Macht
euch keine Gedanken, wo sie sich aufhalten könnte. Denkt an sie
und fühlt mit Eurem Bewusstsein wie die Liebesblase zu der
Person, wo immer sie auch sein mag, reist. Deine Liebesblase reist
schneller und schneller. Vertraut, dass sie Euch dahin bringt, wo
Ihr hinwollt. Eure Liebesblase fängt an langsamer zu werden und
hält an, die Blase verschwindet aber Ihr seid immer noch strahlend
und umgeben von Liebe. Nehmt Eure Vorstellungskraft um die
Person zu sehen, die Ihr besuchen wolltet. Ignoriert die Umgebung.
Lass sie sich alleine bilden. Konzentriert Euch nur auf die Person.
Sitzt diese Person oder steht sie oder liegt sie? Nun stellt Euch
einen wundervoll goldenen Strahl aus Liebe vor, der von Eurem
Herzen direkt in das Herz der Person geht, sie mit Liebe füllt und
umgibt und seht Liebe von Eurer Herzmitte in Euer Bewusstsein
und von Euren Augen in die der Person strahlen. Stelle Eure Frage,
wenn Ihr möchtet oder bittet sie mit Euch zu reden und hört zu.
Hört mit ganzer Konzentration aber überanstrengt Euch nicht. Fühlt
die Information zu Euch fließen als Gedanken, Ideen und Gefühle.
Es wird Euch jedes Mal besser gelingen genauer zu hören und zu
verstehen.
Bleibt dabei, so lange Ihr Euch wohl dabei fühlt.
Wenn Ihr mit Sprechen und Zuhören fertig seid, schaut Euch die
Umgebung an. Wo seid Ihr? Was seht, fühlt und empfindet Ihr?
Nehmt die Umgebung in Euch auf, empfindet sie so gut Ihr könnt.
Macht dies, so lange Ihr wollt.
Wenn Ihr zur Rückkehr bereit seid, umgebt Euch wieder mit der
Liebesblase und fühlt, wie sie wieder zu ihrem Ausgangspunkt und
-Zeit zurückkehrt. Wenn Ihr zurück seid, wacht ganz langsam auf.
Wenn es nötig ist, schreibt alles auf, was Ihr gefühlt, gehört und
gesehen habt. Habt Spaß!
Wenn Ihr dies auf ein Band übertragt, stellt sicher, dass Ihr gut 20
Minuten füllt, ohne Eure Entspannungsphase und Euer Füllen und
Umgeben mit Liebe mitzuzählen. Ich habe herausgefunden, dass es
am besten funktioniert, nachdem man eine langen Spaziergang
oder etwas Sport gemacht hat. Es ist überaus wichtig, dass Ihr
Eurem Körper zu schlafen erlaubt und das die Konzentration auf
dem liegt, was Ihr innerlich zu tun, sehen und hören versucht.
Füllt Eurer Heim mit Liebe
Mindestens vier oder fünfmal die Woche nehme ich mir extra fünf
Minuten wenn ich mit Liebe arbeite um meine Wohnung mit Liebe
zu füllen. Dies ändert die ganze Atmosphäre dieses Ortes und
erzeugt eine sehr friedvolle und entspannende Umgebung. Es
scheint die normalerweise vorhandene nervöse Energie, die in der
Luft liegt, zu entfernen, speziell in einer Stadt. Sobald Ihr bei mir
aus der Tür und von meinem Eigentum geht, könnt Ihr merken,
dass es einen Unterschied gibt. Bis jetzt war noch nie jemand bei
mir zu Besuch, der nicht erwähnt hätte, wie friedlich und entspannt
es sich anfühlt. Es ist nicht das Haus oder die Möbel. Wenn Ihr
mich besucht, seid ihr buchstäblich von Liebe umgeben und
eingehüllt. Sogar normalerweise nervöse Menschen setzen sich hin
und es scheint Ruhe über sie zu kommen.
Ihr könnt das machen, egal, wo ihr lebt, in einem Haus oder einer
Eigentumswohnung, einer Mietwohnung, einem Zelt, einer Höhle
oder einem Schlafsack; es ist egal.
Es ist sehr einfach machbar. Bevor Ihr fertig seid Liebe zu schicken
oder mit Liebe zu arbeiten, stellt Euch vor, dass es ein
riesengroßes Ventil in Eurem Herzen gibt, das bis zum Anschlag
geöffnet ist und eine gewaltige Menge Liebe fließt dort heraus.
Stellt Euch vor, dass diese Liebe überall hinfließt und Eurer Heim
und Eigentum mit Liebe füllt. Stellt Euch vor dass jeder Winkel von
allen Räumen und alles was Ihr habt, so mit Liebe gesättigt ist,
dass Euch die Luft wie dick vor Liebe vorkommt. Das war's, so
einfach ist das.
Fülle Deinen Arbeitsplatz mit Liebe
Das kann wirklich interessant sein und eine Menge Spaß machen.
Benutzt Eure Vorstellungskraft um Euch verschiedene Dinge, die
Ihr machen könntet, auszumalen. Zum Beispiel könnt Ihr Euren
Arbeitsplatz genauso mit Liebe füllen, wie Euer Heim. Ihr müsst
dafür nicht auf der Arbeit sein. Ihr könnt all dies von überall her
machen.
Ich hatte viel Spaß damit und einige faszinierende Ergebnisse. Das
Wichtigste ist es Euer Herz zu öffnen und Euch selbst zum Strahlen
zu bringen. Dann könnt Ihr Liebe zu allen Leuten schicken, mit
denen Ihr zusammenarbeitet, sie mit Liebe umgeben. Ihr könnt
Liebe zu Euren Kunden schicken. Ihr könnt das gesamte
Unternehmen mit Liebe füllen. Auch die Produkte, die verkauft
werden, können mit Liebe gefüllt werden. Ich könnte ohne
Probleme ein ganzes Buch über meine Erfahrungen beim Senden
von Liebe zum Arbeitsplatz schreiben, aber ich möchte Euch die
Ergebnisse selbst erleben lassen. Kann sein Ihr schreibt das Buch.
Es wird bestimmt ein Buch, dass es wert ist gelesen zu werden.
Man sagt, das Geld redet, aber Liebe redet auch und sie redet viel
lauter. Habt Spaß. Und Ihr werdet Spaß haben, erst recht, wenn
Ihr feststellt, wie hilfreich Ihr für andere Menschen sein könnt,
indem Ihr ihnen Liebe schickt. Eine Warnung: Es wäre besser,
wenn Ihr Liebe von außerhalb des Bereiches schickt, wo Ihr
arbeitet. Sonst könntet Ihr der lokale Treffpunkt werden und Euer
Boss sieht das eventuell etwas anders als Ihr.
Alles mit Liebe füllen
Ihr könnt Liebe zu allem mental oder physisch hinzufügen, oder zu
allem, was Ihr berührt oder an was Ihr denkt. Da gibt es keine
Grenzen. Hier ist eine kleine Liste um Euch ein bisschen zu helfen.
Ihr schreibt einen Brief? Füllt ihn mit Liebe.
Ihr geht zu einem Vorstellungsgespräch, warum nicht erst Liebe
hinschicken?
Fülle Euer Heim mit Liebe.
Füllt Eure Freunde mit Liebe.
Schickt Liebe zu Euren Haustieren.
Schickt Liebe zu Euren Pflanzen.
Schickt Liebe zu Eurem Chef.
Schickt Liebe zu Eurem Schatz.
Füllt alles, was Ihr habt, mit Liebe.
Schickt Liebe zu den Tieren dieser Welt.
Schickt Liebe zu den Wäldern, speziell zu denen, die Ihr schützen
wollt.
Schickt Liebe zu den Menschen, die diese Wälder niedermachen
wollen. Ihr werdet über die Ergebnisse überrascht sein.
Füllt und umgebt Eure Stadt mit Liebe.
Schickt Liebe in die Welt.
Schickt Liebe zu den Führern von verschiedenen Städten,
Großstädten, Provinzen und Ländern. Diese Ergebnisse ziehen Euch
die Socken aus.
Helft anderen Menschen, indem Ihr ihnen Liebe schickt.
Schickt Liebe zu Euren Kindern.
Wenn Ihr etwas baut, schnitzt, malt oder verkauft, werdet Ihr es
für andere attraktiver sein, wenn es Liebe ausstrahlt.
Wenn genügend Menschen Liebe in die Welt und zu anderen
Menschen schicken, würde ganz schnell Friede herrschen.
Ich könnte jetzt so weiter machen. Ich bin mir sicher, dass ihr
wisst, worum es geht.
Ein bisschen Extra Liebe im Schlafzimmer
Es ist immer gut, wenn Ihr einen Partner habt, der gewillt ist, das
alles mit Euch zu machen, aber ich weiß aus eigener Erfahrung,
dass das nicht immer der Fall ist. Ist das die Situation, in der Ihr
Euch befindet, tut es trotzdem, weil es einen Unterschied macht.
Bevor Ihr mit jemanden Sex habt könnte es sehr hilfreich sein ein
paar Minuten Euer Herz zu öffnen und Liebe auszustrahlen.
Während Ihr Sex habt, macht langsam und führe die Übung aus,
um Euch mit Eurem Partner zu verbinden. Macht Euer Herz weiter
auf und schickt Liebe direkt in das herz der anderen Person. Nach
einer gewissen zeit, stellt Ihr fest, dass Eure Intimitäts-Niveau alles
übersteigt und Ihr mehr Liebe spürt als jemals zuvor. Sogar wenn
Euer Partner nicht interessiert ist wird es für Euch einen
Unterschied machen und es könnte sein, dass auch die gleiche
Änderung an Eurem Partner vor sich geht.
Manchmal ist es beängstigend jemanden wirklich sehr zu lieben,
aber was wirklich beängstigend ist, ist diese tiefe innere Liebe nie
zu spüren.
Eure Wünsche mit Liebe verwirklichen
Das ist sehr einfach zu erreichen und wird so perfekt funktionieren,
dass Ihr euch wundert, was da los ist. Folge den Anweisungen über
das Herz öffnen und strahlender zu werden. Stellt Euch vor, was
Ihr Euch wünscht. Seht es mit Eurem Bewusstsein und fühlt, als ob
Ihr es schon besitzen würdet. Dann sende eine riesengroße Menge
Liebe in dieses Szenario. Macht dies jeden zweiten Tag, bis es in
der physischen Realität vorhanden ist. Einige Sachen kommen
buchstäblich über Nacht, andere brauchen etwas länger, aber wenn
Ihr es erhaltet, wird es viel besser sein, als Ihr erwartet habt und
es wird mit Liebe sein. Im Falle, dass Ihr denkt, das ist zu einfach
um zu funktionieren, kann ich es auch gerne komplizierter machen,
wenn Ihr Euch dabei besser fühlt. Die alte Weisheit "Kein Schmerz,
Kein Gewinn" ist nichts als ein Haufen Unsinn, aber wenn Ihr
bevorzugt, lieber das zu glauben, dann soll es so sein. Und so wird
es sein. Es hat mich Jahre gebraucht, um das zu Lernen und ich bin
froh, dass ich es endlich durch meinen Dickschädel bekommen
habe.
Nachwort
Am Meisten Gestellte Fragen?
Warum war diese Information versteckt? Einige Leute sind
besessen von Macht und andere haben davor Angst. Das machte es
leicht, diese Information zu verstecken. Diejenigen, die Angst
davor haben, sind so, weil sie glauben, dass Macht zu Korruption
führt. Ich stimme dem zu, dass es in den meisten Fällen so ist,
aber nicht, wenn wir etwas dazu verwenden, dass Liebe ist. Liebe
dient allen Beteiligten zum Besten. Sie erlaubt auch nicht, das
irgendjemand irgendwen kontrolliert und gleichzeitig befreit sie
jene, die kontrolliert und manipuliert werden. Wenn Du die
Führungsrolle hast und andere kontrollierst, ist diese Information
das Letzte, was Du jene Leute wissen lassen willst. Du kannst es
auch nicht für Deine Zwecke gebrauchen. Schaut Euch an, wer die
letzten Jahrhunderte an der Macht war und was diese Leute mit
ihrer Autorität gemacht haben. Deshalb war es versteckt, und wir
mit unseren Ängsten haben dabei geholfen. Wir sind immer
ängstlich, dass jemand irgendetwas haben will, was wir nicht haben
und es ist die Angst, die uns die Augen verschließt vor der einzigen
Sache, die uns befreit. Wenn Du eine Zeit lang darüber nachdenkst
wirst Du die Gründe selbst herausfinden. Die Sache ist die, dass es
jetzt nichts mehr ausmacht, die Information ist da und wird nicht
mehr versteckt werden. Unsere neue Technologie hat dazu
beigetragen, dass ein schneller und effektiver Informationstransfer
besteht, der nicht aufzuhalten ist, im Gegensatz zur Vergangenheit.
Ein Wort noch! Ich sagte aus, dass man jemandes Aktionen ändern
könnte, wenn man Liebe schickt und ihn mit Liebe füllt, aber das ist
nicht jemanden kontrollieren. Es ist einfach das Füllen mit Liebe,
die sie vermissen und da wir das tun, treffen diese Leute andere
Entscheidungen. Ihre Aktionen kommen mehr aus Liebe als von
Angst, Gier und Ärger, worauf die meisten Entscheidungen der
Führer beruhen. Nicht nur die der Führer sondern auch die der
normalen Leute wie uns. Liebe wird sie ändern, nicht Du. Aber Du
bist derjenige, der ihnen diese Liebe gibt, so dass sich eine
Änderung zeigt. Wenn Du einmal siehst, wie das funktioniert, wirst
Du verstehen, warum und wie es versteckt war.
Ist das Buch wahr oder ist es nur von Deiner Vorstellung?
Das Buch ist wahr. Die Dinge passierten, wie ich sie erklärte. Ich
übertreibe dabei nicht, um darüber zu schreiben aber ich habe ein
paar Dinge weggelassen um es verständlicher zu machen. Ich hatte
einige Erfahrungen, die ein bisschen über das hinausgingen, was
noch glaubhaft ist und ich fühlte, dass ich diese jetzt herauslassen
sollte. Es hätte das Buch auch zu schwer verständlich gemacht, da
so viele Dinge gleichzeitig passiert sind. Den Rest der Geschichte
wirst Du in meinem nächsten Buch finden. Nachdem Du mein Buch
2 gelesen hast, wirst Du verstehen, warum einige Dinge im ersten
Buch herausgelassen werden mussten. Wenn Dir dieses Buch
gefallen hat wird das nächste Deine Nackenhaare aufrecht stehen
lassen. Oder wenn Du keine hast könnte es sein, dass Du danach
welche hast. Wenn ich nur daran zurückdenke, bekomme ich
Gänsehaut.
Wie beeinflusst Liebe diejenigen, die anderen Schaden
zufügen? Liebe ist eine Energie, die alles aufrecht erhält, uns
eingeschlossen. Stell Dir vor, es gibt in Deinem Körper ein Ventil,
dass Dich mit Liebe versorgt. Wen sich dieses Ventil schließt, ist
dies sehr schmerzhaft. Es ist etwas, an das wir uns so gewöhnt
haben, dass wir es nicht mehr wissen. Aber dieser innere Schmerz
ist so groß, dass er uns in Leute verwandelt, die wir nie sein
wollten. Diejenigen, die anderen Menschen Dinge antun, die wir als
schlecht oder verletzend empfinden, deren Herzen oder Ventile sind
sehr geschlossen und lassen nur noch soviel hindurch, wie zum
Überleben benötigt wird. Es ist so schmerzvoll, dass sie keine oder
nur geringe Gefühle zu anderen Menschen oder ihrem Umfeld
empfinden. Es ist, als hätte man sehr lange Zeit Kopfschmerzen,
dass man sie gar nicht mehr spürt und man nicht mehr merkt, wie
sie einem behindern. Es wird ein natürlicher Vorgang. Aber es ist
kein natürlicher Vorgang. Das Fehlen von Liebe macht so viel mit
den Menschen und die Effekte sind weit gestreut von Krankheit bis
Hass und allem, was dazwischen liegt. An diesem Punkt kommt das
Wissen über die Öffnung des Ventils und wie man Liebe
verschicken kann gelegen. Diesen Leuten Liebe zu schicken und sie
mit Liebe zu füllen wird sie vor Deinen Augen zu anderen Menschen
machen. Auch wenn sie auf der anderen Seite der Welt sind,
Entfernung spielt keine Rolle. Du wirst auch feststellen, dass, wenn
Du dieses Ventil in Dir öffnest, dass Du solche verletzenden
Menschen nicht mehr in Dein Leben ziehst, sie werden um Dich
herumgehen, als würdest Du nicht existieren. Es wird immer noch
Herausforderungen geben, die sind Teil des Lebens.
Gibt es irgendwelche Nebenwirkungen beim Aufmachen des
inneren Ventils, dass die Liebe in uns öffnet? Die einzige
Nebenwirkung, die ich bemerkte, ist, wenn Du eine Menge Ärger
oder negative Gefühle in Dir trägst. Die habe ich an mir selbst
erlebt. Zuerst fühlt es sich so wunderbar an, dass es unmöglich ist,
es zu beschreiben, dann kommt das, was ich als Spülung der alten
Sachen bezeichne. Was ich damit sagen will, ist, dass dabei alte
Gefühle an die Oberfläche kommen, die zuvor unterdrückt worden
sind, aber das geht schnell vorbei, wenn Du weitermachst. Dann
kommt etwas noch schöneres, was sogar jetzt noch Tränen in
meine Augen bringt, von der Liebe und der Freiheit, die ich fühle.
Einige Leute behaupten, dass ich meinen Kopf zuweit aus dem
Fenster strecke, wenn ich so etwas sage, aber ich weiß, dass ich
recht habe und Du wirst es auch bald feststellen.
Warum Du? Warum nicht jemand, der schon Autor ist oder
jemand, der schon allgemein bekannt ist? Ich möchte Dich
nicht damit beleidigen, aber Du kamst aus dem Nichts mit
der fantastischsten Information des Jahrhunderts. Ich nehme
das nicht als Beleidigung, ich habe mir diese Frage selbst schon
tausendmal gestellt. Die einzige Antwort, die ich Dir dazu geben
kann, ist, dass ich dafür bekannt bin, meine Nase in
Angelegenheiten zu stecken, wo sie allem Anschein nach nicht
hingehört. Aber offen gesagt, das interessiert mich keinen Heuler
mehr. Ich hoffe, Du nimmst dies nicht als Beleidigung. :)
Spielst Du immer noch Lotterie? Sehr sehr selten. Ich habe
wesentlich interessantere Dinge gefunden, die man mit Liebe
machen kann. Manchmal kaufe ich mir ein Los, meist, nachdem ich
von den Zahlen geträumt habe oder nur aus Spaß, wenn es mir in
den Sinn kommt.
Manchmal, wenn ich Liebe verschicke überkommt mich ein
überwältigendes Gefühl aber manchmal fühle ich nur sehr
wenig. Warum ist das so? Warum das so ist? Ich weiß es nicht!
Mir passiert das auch. Ich hoffe, Du hast nicht erwartet, dass ich
alles weiß. Ich weiß nur, dass es auch wirkt, wenn wir nichts
spüren.
Schlussfolgerung
Heute
Manchmal
Wundere ich mich über morgen.
Aber dann,
war das gestern,
Oder war es vorgestern?
Also was ist mit morgen?
Ach, vergiss es! Meine Liebe,
Lass uns heute einfach noch einmal verlieben ...
So, das war's für jetzt. Danke fürs Lesen und ich hoffe es hat Euch
gefallen. Ich hoffe auch, dass diese Informationen Eure Träume
wahr machen.
Danke, dass ihr dieses Buch gekauft habt und wenn ihr
irgendwelche Kommentare dazu habt, bitte schickt sie mir an
meine aktuelle E-Mail-Adresse oder kommt zu meiner Webseite
unter www.livingonlove.com. Ein deutsches Forum für diesen
Zweck findet Ihr unter lebenmitliebe.foren-city.de.
Es macht ne Menge Arbeit, oder? Nun, das ist der Teil des
Lebens, der einem manchmal richtig stinkt. Außer man
Liebt, was man arbeitet, oder Du findest Arbeit, die Du
Liebst!
E-Mail-Adressen ändern sich, also sieh nach der aktuellen unter
www.livingonlove.com.
Ich hoffe, dass Euch das Buch gefallen hat
Und wenn ihr es in Eure Sammlung aufnehmen wollt könnt ihr es
Online bestellen bei
(Amazon)
Oder bei Deinem Lieblingsbuchladen.
ISBN xxxxxxxxxxxxxxxxxxx
Danke schön!
Alle meine Liebe
Klaus Joehle
Ich empfehle Euch dringend ein Buch mit dem Titel "Think and
Grow Rich" von Napoleon Hill zu lesen. Es wurde 1960
geschrieben; Ja es geht über Geld, aber wenn Du genau hinschaust
und es sorgfältig liest, siehst DU dass die Prinzipien auf alles
zutreffen, Liebe, Frieden, Geld und so weiter. Wenn Du die
Prinzipien des Liebe Schickens mit den Prinzipien von Napoleon Hill
kombinierst, hast Du eine unaufhaltbare Kombination. Da das
Gesetz des Universums sehr einfach ist; wenn Du es Dir vorstellen
kannst, dann wird es so sein und wenn Du fest entschlossen bist,
was Dein Herz zum Singen bringt, dann wird es so sein.
(Meine Bücher?)
Je mehr Menschen diese Information zu sehen bekommen und für
sich umsetzen, umso besser wird es werden, nicht nur für sie; auch
für jedermann um sie herum. Dies ist mein Geschenk für euch, was
ihr daraus macht, liegt an euch. Es ist dein Leben und deine Welt.
Wähle, was Dir Freude bringt.
Alle meine Liebe für Euch
Klaus J. Joehle
(Kommentare von Lesern)
Leben in Liebe - Der Bote, Klaus J. Joehle
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Kostya Kovalenko: Back in
1998 Klaus Joehle was proposing to email his first book "Living on Love
-- The Messenger" to everybody who wants, and asked in return for
$5 if
the reader loved the book. I got the book, really loved it and was very glad
to be able to express my gratitude with $5 bill in an envelope. Now
there are better ways of transferring money and PayPal button is one
of them. Actually, $5 is more, than the author usually gets from reader
who buys a book published by a commercial publisher.
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