Leben mit Liebe - Der Bote
Klaus J. Joehle
Übersetzung von
Hermann Bachmann
Übersetzungscopyright (c) 2006 Hermann Bachmann
Beruht auf dem Original
Living on Love
"The Messenger'
All Rights Reserved. Copyright (c) 2001 by Klaus J. Joehle
Verlegereintrag
Widmung
Für meinen Sohn,
Der stand mir zur Seite?
Ich sage:
Etwas und Alles
Ist möglich
Mit Liebe
Kinder
Das Problem mit unseren Kindern besteht darin,
dass sie uns soviel zu lehren haben,
Aber so wenig Zeit haben, es zu tun.
Mein Problem ist es, es hat mich 15 Jahre gekostet, um
das zu lernen.
Jetzt fürchte ich,
Dass ich den größten Teil meiner Ausbildung verpasst
habe.
Epigraph
Was, wenn Du, nach vielen Jahren des Studiums der sogenannten
alten Weisheiten, Dich in einer Sackgasse befindest? Die gesamte
Information ist da, aber es scheint nichts zu funktionieren.
Dann eines Tages, arbeitslos und ohne Geld, hast Du eine
verrückte Idee.
Du nimmst die ganze Information, die Du über Meditation,
entfernte Betrachtung aus Körperreisen und so weiter gelernt hast.
Du entscheidest Dich dafür, geistig in die Zukunft zu reisen, um zu
sehen, wie die Resultate der morgigen Sportlotterie sein werden.
Aber gerade als das Geld anfängt zu rollen, gerätst Du an Dein
Zukunftsselbst.
Du ignorierst ihn!
Also kommt ein anderes Zukunftsselbst, um Dich zu sehen, die
Vergangenheit zu ändern oder vielleicht die Zukunft zu ändern.
Was, wenn Dein Zukunftsselbst Dir Information über Liebe anbot,
die seit Jahrhunderten geheim gehalten wurden? Informationen,
die alle Deine Träume wahr machen werden. Würdest Du das Geld
einfach sausen lassen?
Da Du dieses Buch mit nach Hause nimmst, wirst auch Du Dich
entscheiden müssen.
Klaus J. Joehle
Inhaltsverzeichnis
Widmung
Epigraph
Vorwort
Eine kontroverse Anmerkung vom Autor
Danksagungen
Redaktionelle Arbeitsweise
"Spezielle Anmerkung zu Rechtschreibung und Grammatik"
Einführung
Kapitel Eins
Kapitel Zwei
Kapitel Drei
Kapitel Vier
Kapitel Fünf
Kapitel Sechs
Kapitel Sieben
Kapitel Acht
Kapitel Neun
Kapitel Zehn
Kapitel Elf
Kapitel Zwölf
Kapitel Dreizehn "Meine Glückszahl"
Kapitel Vierzehn
Kapitel Fünfzehn
Kapitel Sechszehn
Kapitel Siebzehn
Kapitel Achtzehn
Kapitel Neunzehn
Kapitel Zwanzig
Kapitel Einundzwanzig
Kapitel Zweiundzwanzig
Kapitel Dreiundzwanzig
Kapitel Vierundzwanzig
Kapitel Fünfundzwanzig
Kapitel Sechsundzwanzig
Kapitel Siebenundzwanzig
Kapitel Achtundzwanzig
Kapitel Neunundzwanzig
Kapitel Dreißig
Kapitel Einunddreißig
Kapitel Zweiunddreißig
Kapitel Dreiunddreißig
Kapitel Vierunddreißig
Kapitel Fünfunddreißig
Kapitel Sechsunddreißig
DIE ANWEISUNGEN
Einführung
Entspanne Euch und Lasst Euch Gehen
Öffnet Euer Herz, füllt Euch selbst und Eure Umgebung mit Liebe,
Schickt Liebe zu Menschen
Schickt Liebe zu Deinen Kindern
Füllt Euer Heim mit Liebe
Füllt Eure Arbeit mit Liebe
Füllt Alles mit Liebe
Ein wenig Extraliebe in Eurem Schlafzimmer
Eure Wünsche mit Liebe verwirklichen
Oft Gestellte Fragen.
Schlussfolgerung.
" Anmerkungen von Lesern "
Vorwort
Vorwort
Du bist dabei eine Reise zu unternehmen, von der die meisten von
uns nur träumten, in diesen winzigen Momenten, als wir uns
wagten, die scheinbar unmöglichen Hoffnungen zu träumen.
In den letzten 30 Jahren habe ich alle Bücher gelesen, zahllose
Stunden mit Meditation und Visualisierung verbracht, lernte aus
meinem Körper zu reisen - aber die ganze Zeit fühlte ich, dass da
etwas fehlt. Nach einer Weile schien es, dass alle Bücher das
gleiche Material immer wieder aufwärmten. Nichts Neues,
jedenfalls nichts, was einen großen Unterschied ausmachte.
Irgendwann im November 1995, nachdem ich entlassen wurde und
keine Absicht hatte nach Arbeit zu suchen, habe ich einen Freund
besucht, der zu dieser Zeit an seinen Sportwetten arbeitete. Wir
sprachen über die Wetten und wie viel Geld er damit nicht machte,
als mir ein Gedanke kam.
Ich schaute zu meinen Freund und schlug vor, dass möglicherweise
eine Person ihr Unterbewusstsein dazu nutzen könnte, um damit in
die Zukunft zu sehen und ermitteln könnte, wer das Spiel gewinnen
würde. Er dachte ich sei wahnsinnig und sagte es gäbe keine
Möglichkeit, die Zukunft vorherzusagen und gab mir dafür 20
Gründe, warum es nicht funktionieren würde. Es ist ganz klar für
mich - er ist noch dickköpfiger als ich. Aber je mehr ich darüber
nachdachte, umso mehr mochte ich diese Idee. Als ich nach Hause
kam, hatte ich mir meine Meinung dazu mehr oder weniger
ausgearbeitet. Ich fand, alles was man dazu tun muss, ist, einen
Zustand des Bewusstseins zu finden, in dem das Bewusstsein und
das Unterbewusstsein zusammenkommen und zusammen arbeiten
würden und nicht wie üblich getrennt wären. Es klingt einfach und
es war einfach, auch wenn es eine zeitlang dauerte die Details
auszuarbeiten und einen Plan zu erstellen. Ich ging zurück in die
Bibliothek und holte mehr Bücher. Ich spielte ungefähr eine oder
zwei Wochen damit, probierte verschiedene Sachen aus. Irgendwie
habe ich alle Informationen, die ich finden konnte zusammen
gemischt, ein bisschen von hier, ein bisschen von dort. Die
Schlussfolgerung, zu der ich kam, war, dass ich in einem sehr
tiefen Meditationszustand oder einen tranceähnlichen
Bewusstseinszustand sein musste, um dann in die Zukunft zu
reisen, um die Spielergebnisse zu sehen.
Es klappte, und in Nullkommanichts hatte ich Geld. Ich habe jedes
Mal kleine Wetten abgeschlossen und kleine Beträge gewonnen.
Nach einiger Zeit habe ich meinen Freund dazu bringen wollen, dies
auch zu tun. Ich dachte auf diesem Weg könnte man die Antworten
vergleichen und noch besser werden, aber er hatte Angst und
lehnte es ab damit irgendetwas zu tun zu haben. Ich versuchte es
weiter, aber ohne Erfolg. Obwohl er nicht gerade ein sehr religiöser
Mensch war, sagte er dauernd, dass ich eventuell einige kosmische
Gesetze brechen könnte und mehr erhalten würde, als mir zusteht.
Nun, wie es sich herausstellte gibt es kein solches Gesetz im
Universum, aber es scheint, dass das Universum oder Alles-Was-
Da-Ist seinen eigenen Plan hatte. Total ahnungslos bin ich dort voll
reingelaufen.
So fing alles an, aber so endete es nicht. Sogar die Wissenschaft
realisiert langsam, dass es eine unsichtbare Kraft gibt, die wir Liebe
nennen. Über Jahrhunderte wurde das Wort Liebe dazu benutzt um
Gefühle und Emotionen zu beschreiben, aber es wurde nicht über
die unglaubliche Kraftquelle gesprochen, die für alles verantwortlich
ist, was uns umgibt. Stell Dir einfach einmal vor, welches Leben Du
schaffen könntest, wenn Du wüsstest, wie Du diese Quelle
anzapfen kannst. Stell Dir vor, welchen Unterschied Du in dieser
Welt machen würdest. Die Tatsache ist, dass diese Kraft in uns
allen ist, wir werden damit geboren. Jahrhundertlang wurde diese
Information nur an eine handvoll - und ich meine wirklich eine
handvoll - Leute weitergegeben. Der Versuch, die Lotterie zu
gewinnen hat nichts mit der Information zu tun, die Du nun
entdecken wirst, es ist für mich nur die Motivation, die mein
Gewissen lange genug beruhigte, um mir zu zeigen, dass direkt vor
uns etwas Unglaubliches verborgen ist.
Manchmal frage ich mich, ob die Welt bereit ist für diese
Information. Die einzige Antwort, die ich bekomme, sind die vielen
E-Mails, die ich erhalten habe und immer noch erhalte. Sie
kommen von Leuten, die überrascht sind, wie unglaublich diese
Information ist und wie einfach und schnell sie wirkt. Ich habe mir
ebenfalls Sorgen gemacht, ob dies falsch oder negativ genutzt
werden könnte, da es schien, dass einige dies probierten. Lasst
Euch dies eine Warnung sein. Liebesenergie, um ein besseres Wort
zu verwenden, ist eine bewusste Energie und sie ist sich dessen
bewusst, was Du damit versuchst. Ich vermute, dass es deshalb so
gut wirkt.
Die Geschichte, die Du bald liest, ist wahr, so gut ich es schreiben
konnte und über die Informationen, die Du in diesem Buch
entdecken wirst, ist, soweit mir bekannt, noch nie etwas vorher
geschrieben worden. Auch wenn in vielen Beschreibungen die Kraft
der Liebe erwähnt wird, wird doch nirgends erklärt, wie man diese
Liebesenergie nutzen kann, um das Leben und die Liebe zu
erzeugen, nach der Du suchst.
Wenn Du es über hast, dasselbe aufgewärmte Material wieder und
wieder zu lesen und Du bereit bist die nächste Stufe zu nehmen,
dann lies weiter. Du wirst ein nur wenig bekanntes Geheimnis über
die Liebe entdecken, welches niemand für möglich gehalten hätte.
Wenn Du selbst viele Bücher liest und Du etwas suchst, das Dich
weiter bringt, dann ist das die Information, nach der Du gesucht
hast. Das ist es, nach dem wir alle gesucht haben.
All meine Liebe
Klaus Joehle
Einleitung
Eine kontroverse Bemerkung vom Autor
Dies ist meine Überzeugung, nimm was Du magst und vergiss den
Rest.
Es sieht so aus, dass wir einen Weg gefunden haben uns selbst zu
zerstören, so lange wir auf diesem Planeten sind. Wir führen Kriege
und töten Andere zu Tausenden. Wir greifen die an, die schwächer
als wir scheinen und nehmen was sie haben. Wir werden und
haben andere getötet für das, was wir wollen und sind sogar bei
dem Versuch dabei getötet worden. Die halbe Welt scheint in
angemessenem Frieden zu leben, während die andere Hälfte sich
im wütenden Krieg befindet. Selbst wenn wir versuchen,
denjenigen zu helfen, die sich nicht alleine gegen einen Aggressor
wehren können, werden wir selbst wie der Aggressor, den wir
aufzuhalten versucht haben. Über Jahrhunderte sind wir gelehrt
worden, dass es keinen anderen Weg gibt einen Aggressor
aufzuhalten als mit Kampf und Töten. Es ist zu einem Teufelskreis
geworden; da sind jene, die verzweifelt versuchen in Frieden zu
leben, nur um dann einmal angegriffen zu werden, für das, was sie
haben. Wir haben Angst, das andere uns was antun könnten. Wir
verschließen unsere Häuser und Autos, installieren Alarmsysteme,
aber ohne Ergebnis. Es gibt einen anderen Weg. Hier ist ein
Beispiel.
Die Leute, die vor mir in diesem Haus wohnten, wurden innerhalb
von sieben Jahren fünfmal ausgeraubt. Fünfmal wurde ihr Heim
zerstört und ihnen wurden Dinge abgenommen. Andererseits lebe
ich hier jetzt schon eine lange Zeit in Frieden, obwohl meine
Nachbarn dies nicht tun. Ich habe keine Alarmanlagen; meine
Türen und Fenster sind nie verschlossen. Meine Fahrzeuge sind
nicht abgeschlossen und meine Garagentür ist immer offen mit all
den Werkzeugen, die dort herum liegen. OK, kann sein, ein paar
liegen unter dem Unrat. Selbst wenn wir weggehen bleibt alles
unverschlossen und wenn wir zurückkommen, ist nicht einmal ein
Blatt des Grases zertreten. Ich habe die Schlüssel für dieses Haus
seit dem Einzug nicht mehr gesehen. Die meisten von Euch würden
sagen, dass ist dumm und zieht nur Unglück an. Normalerweise
würde ich auch zustimmen, aber ihr habt noch nicht die
Informationen dieses Buches in Aktion gesehen; auch nicht, zu was
es fähig ist.
Ich glaubte auch einmal, wie viele andere, dass Gott uns hierher
gesetzt hat und uns keine Kraft verliehen hat, den Himmel auf
Erden zu erschaffen. Aber inzwischen habe ich herausgefunden,
dass dies keinen Sinn macht. Allerdings wusste ich da noch nicht,
wo die Kraft lag oder wie man Zugang zu ihr bekam.
Zu glauben, dass Gott uns ohne Kraft den Himmel auf Erden zu
erschaffen gemacht hat und zu glauben, dass wir ein Teil von Gott
sind und trotzdem machtlos gelassen wurden, um die aufzuhalten,
die alles auf ihrem Wege zerstören, das ist dumm und darin ist
keine Wahrheit. Die Wahrheit ist, wir haben diese Kraft, um sie
aufzuhalten. Sie liegt in uns und wartet darauf aktiviert zu werden.
Die Kraft, von der ich spreche, ist die Liebe und wir brauchen
diejenigen, die uns verletzen wollen, nicht zu verletzen, um sie
aufzuhalten.
Lass nicht das Wort Liebe und auch nicht die Art, wie es
beschrieben wurde, Dich für dumm verkaufen, denn damit hat man
immer versucht, es vor uns zu verbergen. Ich bin erstaunt, wie das
Wort Liebe bearbeitet wurde, um ein Gebirge wie ein Pickel
aussehen zu lassen. Die meisten Leute stimmen zu, dass Liebe
eines der kraftvollsten Mächte im Universum ist, aber weiter wird
es nicht gehen. Wir wurden gelehrt und in vielen Arten haben wir
uns selbst gelehrt, dass Liebe ein Gefühl und eine nicht erreichbare
Macht ist, aber das ist nicht wahr. Es gibt viel mehr in Liebe und
was wir damit tun können. Die beste Methode, um etwas zu
verstecken, ist es, es nach nichts aussehen zu lassen, dumm und
verwässert. Das Universum und alles was Du siehst ist kein
geschlossenes System, noch ist es selbsterhaltend. Es benötigt
eine außenliegende Energiequelle und das ist das, was wir Liebe
nennen. Denk darüber nach, was immer Du glaubst, was dies alles
erschaffen hat, hat auch uns erschaffen und hat damit auch uns die
Macht gegeben, den Himmel auf Erden zu erschaffen. Macht das
denn keinen Sinn?
Viele Leute haben Angst davor, was die Zukunft für sie selbst und
Ihre Kinder bringt.
Ich kann ihnen keine Schuld geben, aber nachdem Sie das Buch
gelesen haben, werden Sie mit mir übereinstimmen, das es richtig
Angst macht, diese Information nicht zu besitzen und somit auch
nicht in der Lage zu sein, sie unseren Kindern weiter zu geben.
Ich habe gelernt zu meditieren und viele Facetten wunderbarer
Dinge kamen von unseren spirituellen Wissenschaftlern aus dem
Osten und Tibet. Was mich immer gestört hat, ist, dass nach 500
Jahren Meditation Tibetaner aus ihrem Land fliehen mussten, und
ihre Leute versklavt, gefoltert und getötet zurückgelassen wurden.
Ich möchte sie damit nicht heruntermachen, ich möchte damit nur
sagen, da hat etwas gefehlt auf deren Weg. Die Tibetaner und wir
alle haben etwas vermisst, dass uns in Sicherheit hält. Wenn Du
Dich nicht selbst und Deine Kinder in Sicherheit hast, während wir
die Welt zu einem besseren Platz zum Leben machen, dann fehlt da
etwas. Irgendetwas stimmt nicht in diesem Bild. Wir alle warten auf
Gott, um dass alles gerade zu biegen, aber Tatsache ist, dass er
uns einen freien Willen und die Möglichkeit, es selbst zu tun
gegeben hat, ohne dabei jemanden zu verletzen oder zu quälen.
Ich weiß, das ist eine starke Aussage, aber der Beweis ist
vorhanden, mit den vielen E-Mails, die ich von Leuten erhalte, die
genau dieses Wunder bezeugen können, so wie ich es auch
gemacht habe.
Ich bin nicht religiös, ich glaube nur an irgendetwas Größeres und
mehr Liebendes als ich es bin.
Als ich jünger war, schickte man mich zur Sonntagsschule, wie die
meisten von Euch, aber ich fühlte, dass da etwas nicht komplett
war. Es ist so. Als Jesus sagte, halte deine andere Backe hin,
wurde etwas weggelassen. Dieses Etwas war, schicke und fülle sie
mit Liebe, weil das sie auf ihrer Spur zu Anhalten bringt, und
natürlich mit Instruktionen, wie man Liebe in herzlicher Weise
schicken kann. Wenn alleine die andere Backe hinhalten so gut
alleine funktioniert, warum geben wir nicht denen, die unseren
Laden oder unser Haus ausrauben noch mehr, als nach was sie
eigentlich suchten. Wenn es so gut wirkt, warum sind alle Kirchen
verschlossen? Der Punkt, der mit dem Hinhalten der anderen Backe
gemacht werden sollte, war nicht zurückzuschlagen, aber da fehlte
ein Stückchen Information. Wie man mit Liebe arbeitet und wie
man diese unglaubliche Kraftquelle aktiviert, nicht nur um sich
selbst zu schützen, sondern auch das Leben der Person, die uns
und unser Leben bedroht, zu ändern, und ein Leben zu leben, wie
wir es wünschen, ohne Angst.
Wenn Du an einem Ort bist, an dem es kein Wasser gibt und Du
hättest nie eine Bohrvorrichtung gesehen, dann, sogar wenn wir
alle übereinstimmen, dass es dort unten Wasser gibt, würden wir
alle vor Durst sterben. Da wir nicht wissen was eine
Bohrvorrichtung ist oder wie man sie benutzt, würde sie dort
rumliegen - genau wie die Liebe in uns. Wenn Liebe die kraftvollste
Macht ist, die wir kennen, und wenn wir sie nutzen können, um
unser Leben zu ändern und Dinge zu erschaffen, die wir uns
wünschen - Glück, Sicherheit, Liebe, Freude und so weiter - können
wir es nicht nutzen, wenn wir nicht wissen, wie wir Zugang dazu
erhalten oder es bekommen können.
Wenn ich über etwas anderes als Liebe reden würde, würde ich
Angst haben, aber Liebe hat ein eigenes Bewusstsein und wird
niemanden schaden. Wenn Du weiterliest, wirst Du dies selbst
entdecken und die Worte unglaublich finden.
Die Informationen, die ich in dieses Buch schreibe, wirst Du sonst
nirgends finden, aber das wird sich bald ändern. Als ich dieses
Buch anfangs schrieb, habe ich es auf eine Webseite gesetzt, um
zu sehen, ob sich Leute dafür interessieren und um zu sehen, ob es
verständlich ist, weil einige Sachen nur schwer in Worte zu fassen
waren. Die Reaktion war überwältigend. Leute haben geschrieben
und sagten, dass dies das fehlende Stück wäre und sie von den
Erfolgen verblüfft waren. Danke für all Ihre Unterstützung.
Wenn Du Dich selbst für einen, wie einige es nennen, Heiler hältst
oder mit Licht arbeitest oder ob Du zumindest versuchst, eines von
diesen zu sein, dann sind das die Informationen, nach denen Du
gesucht hast. Dies sind die Informationen, die Dich einen Schritt
weiter bringen.
Bei den Tibetanern muss ich mich noch wegen des Beispiels
entschuldigen, in dem ich sie angegriffen habe, aber es ist an der
Zeit, die Energie der Liebe zu befreien, die unsere Welt so dringend
nötig hat.
Dies ist für die zwei Tibetaner, die zu den wenigen gehören, die
von dieser Information Kenntnis haben und sich ganz eng an sie
gehalten haben. Es ist nun Zeit, auf einem Weg oder dem anderen,
dass die Leute wissen, wo die Kraft in ihnen liegt und es ist Zeit,
sie freizulassen.
Es ist an der Zeit, dass die Leute in der Lage sind, ihr Leben in
Frieden ohne Angst zu leben und in der Lage sind, das Leben selbst
zu gestalten, das sie sich wünschen. Es ist gut, was sie erreicht
haben, dass sie eine lange Zeit gelebt haben und es nicht
notwendig war zu essen und zu trinken, das Sie sich für das bloße
Auge willentlich unsichtbar machen können. Aber sie haben
vergessen, wie es für diejenigen ist, die davon überzeugt sind, das
sie kraftlos sind und unter der Macht von anderen leben. Sie
mögen ihre Gründe gehabt haben, aber meiner Meinung nach und
nach dem was ich gesehen habe, was alles auf der Welt passiert,
waren diese Gründe nicht gut genug, um sie für sich zu behalten.
Da werden unsere Köpfe noch heftig aneinander knallen, immer
und immer wieder. Aber dann wissen wir, dass diese Information
kommt. Ich lebe gut, ich lebe sicher, aber es ist an der Zeit, dass
Andere in der Lage sind, dies genauso zu tun.
Für diejenigen, die an Gott glauben; er gab Euch die Macht den
Himmel auf Erden zu erschaffen und wenn Ihr dies einsetzt, wird er
kommen oder vielleicht in einer Sekunde wird er/sie schon da sein.
Denke darüber nach. Machst Du alles für Deine Kinder oder gibst
Du ihnen die Fertigkeiten und Fähigkeiten, es für sich selbst zu
tun? Wenn Du diese Information missachtest, weil sie von einem
Niemand wie mir kommt, anstatt von einem Hohen Priester, nun
gut, es ist Deine Entscheidung. Du hast das von Gott gegebene
Recht und die Möglichkeit die Welt so zu schaffen, wie Gott es
wollte.
Nimm was Du magst und lasse den Rest für Jemanden, der es
lieben wird. So soll es sein.
Für all diejenigen, die mir geschrieben haben und die mir noch
weiter schreiben, muss ich mich schon jetzt für die nur kurzen
Rückantworten entschuldigen, denn es gibt so viel zu tun und es ist
so wenig Zeit. Alle Informationen sind in diesem Buch. Wie ich die
Informationen fand, wie ich mit ihnen gearbeitet habe, was man
erwarten kann und einige meiner eigenen Erfahrungen. Das ist
alles, was ich Euch außer meiner Liebe geben kann. Nimm die
Information und arbeite damit. In zwei Jahren werdet Ihr
zurückblicken und überrascht sein, was Ihr alles erreicht habt. Wir
alle werden es sein. Auf den nächsten paar Seiten werde ich
versuchen, die am meisten gestellten Fragen zu beantworten. Ich
hoffe, dass dies hilft.
All meine Liebe für Sie auf Ihrer Reise!
Klaus J. Joehle
Danksagungen
Für meine Liebste und Frau
Die so sehr geholfen hat
Roberta Joehle
Lasst uns Verlieben
Jeden Moment, Tag, Nacht, Woche, Jahr
All meine Liebe
Klaus
Redaktionelle Arbeitsweise
Orthografie und Grammatik ?
Perfekte Rechtschreibung hat noch nie ein hungriges Kind
gefüttert.
Perfekte Grammatik hat noch nie ein gebrochenes Herz geheilt.
Ein fein gebügelter Anzug versteckt nur den Glanz der Liebe, der
fehlt
Das Fehlen von Liebe ist die einzige Unvollkommenheit, die ich
kenne
Finde Dich damit ab.
Die Notwendigkeit für perfekte Rechtschreibung und einwandfreie
Grammatik
ist langweilig, zeitverzehrend, Illusionen, die verstecken, was
wirklich nötig ist.
Dreißig bis fünfzig Stunden Textbearbeitung hätten dies perfekt
gemacht.
Aber statt dessen hat es ein hungriges Kind gefüttert.
Also hoffe ich, dass jedes unvollkommene Wort und jeder
unvollkommene Satz
Sie an das erinnert, was wirklich wichtig ist.
Ich habe dafür bezahlt, das dieses Buch überarbeitet wurde, aber
als ich es zurückerhielt, waren immer noch viele Fehler darin.
Nachdem ich es zurückerhalten hatte, hat meine Frau das
übernommen und nach langen Stunden von überarbeiten und
wieder überarbeiten
Hat sie eine gesunde Tatsache des Lebens erkannt
Nichts ist perfekt
Oder vielleicht ist es doch
Meine Frau glaubt, dass alles in seiner speziellen Art perfekt ist ...
Einführung
Jahrhundertlang wurden bestimmte Informationen über Liebe und
dem Ausmaß der Kraft, die sie Ihnen gibt, geheim gehalten und
versteckt. Das ist alles im Wandeln begriffen. Wenn Ihr Euch das
Leben erschaffen wollt, von dem Ihr immer geträumt habt, dann
lest weiter.
In aller Ehrlichkeit, das letzte was ich werden wollte war ein
Schriftsteller, der auch noch besonders über Liebe schreibt. Wenn
nicht das Ausmaß an Kraft und Möglichkeit der Liebe gewesen
wäre, die mir half, das Leben, das ich mir wünschte zu erschaffen
... ich hätte das nie in Betracht gezogen. Ich habe herausgefunden,
dass ich unter Nutzung der Liebe alles fast sofort erreichen kann.
Durch die Nutzung von Liebe habe ich so viel Fähigkeit und Kraft
erhalten um das zu erschaffen, was ich für mich begehre, was,
wenn es nicht Liebe wäre, die ich dazu benutze, beinahe
beängstigend wäre. Mein Leben hat sich in ein Märchen verwandelt
und ist jenseits von allem, was ich immer für möglich gehalten
habe. Ich weiß, das dies nach einer starken Behauptung klingt, die
ich mache. Aber es ist einfach wahr. Sogar meine Liebste, welche
aufgeschlossen und gleichzeitig skeptisch ist, hatte keine Wahl, als
daran zu glauben, da die Magie eine alltägliche Begebenheit wird
und fast unbeschreiblich ist. Die Menge an persönlicher Kraft, die
diese Liebe Euch gibt, nicht um andere zu kontrollieren, nein, um
Euer Leben zu gestalten und Eure Erfahrungen, sind einfach
umwerfend. Das Schöne daran ist, das immer das Beste aus jedem
herausgearbeitet zu werden scheint. Schließlich, wenn es nicht so
groß gewesen wäre, wäre dass Geheimnis trotzdem gelüftet
worden.
Arbeiten und erschaffen mit Liebe ist sehr einfach, es ist ein kleiner
Kniff dabei, aber extrem einfach zu lernen. Die Liste, was man mit
Liebe, oder ich sollte besser Liebesenergie sagen, machen kann, ist
endlos. Ich könnte Ihnen einige hundert Beispiele geben. Ihr findet
einige Beispiele in diesem Buch Leben mit Liebe "Der Bote". Mein
Lieblingssatz ist Nimm was Du magst und lasse den Rest für
jemand, der es lieben könnte. Die Wahl ist Eure.
Alle unsere Liebe für Euch auf Eurer Reise und Euren
Entscheidungen.
Klaus J. Joehle
Kapitel Eins
Es war früher Winter - Normalerweise ist es zu der Zeit des Jahres
ziemlich kalt, aber dieses Jahr war es warm, beinahe wie im
Sommer. Es war ein wolkenverhangener Tag und es sah sehr nach
Regen aus.
Ich war zuhause und versuchte dieses Buch zu schreiben, es fiel
mir aber nicht ein, wie ich diese Geschichte erzählen sollte. Ich bin
kein Schriftsteller und habe vorher noch nie etwas geschrieben. Ich
habe mehrere Stunden versucht zu schreiben und dachte auch ich
hätte ein paar grobe Umrisse und Notizen von Ereignissen, die
passiert waren, gemacht. Ich kam aber einfach nicht weiter als die
ersten Seiten. Ich konnte keine Worte finden, die erklärten, was
die letzten beiden Jahre, die mein Leben für immer veränderten,
passiert war. Letztendlich gab ich auf und entschied mich in die
Stadt zu fahren um ein paar Einkäufe zu erledigen.
Ich parkte mein Auto an einer Stelle, von der ich wusste, dass ich
es den ganzen Nachmittag stehen lassen konnte, ohne
Parkgebühren zahlen zu müssen oder einen Strafzettel zu erhalten
und lief zu verschiedenen Plätzen, zu denen ich wollte. Nach
meinem Umherlaufen entschied ich mich, damit aufzuhören und
einen Freund namens Henry zu fragen, ob er mit mir etwas trinken
gehen wollte.
Es braucht nicht viel, um Henry dazu zu überreden und wir waren
im Nu an der Bar. Es ist eine kleine ruhige Bar mit dem Namen
Hy's. Nachdem wir einige Stunden dort verbrachten, entschied ich
mich nach Hause zu gehen. Als ich nach draußen ging, regnete es
in Strömen, was sehr ungewöhnlich war für diese Jahreszeit ...
nicht zu erwähnen, dass es hier in Calgary überhaupt nur sehr
selten regnet.
Ich wusste, dass ich triefend nass werden würde und rannte
deshalb von einem geschützten Platz zum anderen, nicht das es
etwas half; es ist halt eines der seltsamen Dinge, die wir tun,
obwohl sie total unlogisch sind. Es war schon dunkel und durch den
Regen war kaum etwas zu sehen. Ich stand unter einem schmalen
Unterschlupf um mich zu sammeln. Als ich mich umsah, bemerkte
ich, dass ich auf einer schmalen Veranda, die mit einem Dach
versehen war, ähnlich einer Hausveranda, stand. Ein kleines
Hinweisschild für Neena's Bar blinkte im Fenster.
Ich konnte mich nicht daran erinnern, diese Stelle vorher schon
einmal gesehen zu haben. Der ganze Platz war vielleicht 5 Meter
breit. Es sah so aus, als hätte es sich selbst zwischen zwei
gigantische Backsteinbauten gequetscht.
Ich ging hinein. Mich umschauend sah ich, das es so aussah, als ob
außer dem Barkeeper nur zwei Leute da waren. Auf der rechten
Seite war eine sehr kleine Bar, ungefähr 3 Meter lang. Eine Frau
mit langen gelockten blonden Haaren saß an der Bar und sprach
mit dem Barkeeper. Auf der linken Seite saß ein Mann mit Hut an
einem Tisch. Ich ging zur Bar und setzte mich einen Platz weg von
der blonden Frau hin.
Als ich mich setzte, drehte sie sich nach mir um und sagte:
"Regnet es immer noch draußen?"
"Ja, stärker als je zuvor," antwortete ich. Ein Schauern lief mir über
den Rücken.
"Was kann ich Ihnen bringen?" fragte der Barkeeper.
"Scotch auf Eis."
Ich schaute meinen nassen Hosen an und dachte ich hätte auch
woanders hingehen können. Heiße Schokolade wäre nett. Als ich
mich umschaute, wunderte ich mich, warum ich hierher gekommen
bin. Der Platz fühlte sich unheimlich an.
"Gib ihm den guten Stoff, Danny." Die blonde Frau unterbrach
meine Gedanken.
"Okay," sagte der Barkeeper.
Mit einem verlegenem Lächeln dachte ich mir, dass wird mich was
kosten.
"Keine Sorge, der geht aufs Haus," sagte die blonde Frau, als hätte
sie meine Gedanken gehört.
"Danke," sagte ich, angenehm überrascht. Flüchtig nach ihr
blickend, dachte ich, dass ich an einer Hand abzählen kann, wie oft
ich diese Aussage je gehört hatte.
Sie war sehr schön, mit langen, lockigen, blonden Haaren, dass
aussah als wäre es so weich wie Seide. Verlegen schaute ich weg
und schaute mir weiter die Umgebung an, ich dachte, dass dieser
Ort sich fremd aber gleichzeitig heimisch und sicher anfühlte.
Der Barkeeper stellte ein Glas Scotch ohne Eis vor mich. Ich wollte
gerade etwas sagen, aber er hat das Glas immer noch
festgehalten.
"Wir haben keine heiße Schokolade, aber ich kann das hier für sie
aufwärmen!" sagte er schnell.
"Heißer Scotch, nie davon gehört!" runzelte ich die Stirn zu ihm.
"Es ist ganz gut, versuch es," sagte die blonde Frau.
"Gut, warum nicht?" Ich war immer gewillt, etwas Neues
auszuprobieren.
Mein Haar war nass und das Wasser tröpfelte mein Gesicht
herunter. Ich wollte gerade fragen wo die Toiletten sind als der
Barkeeper mir ein Handtuch reichte.
"Danke."
Ich trocknete mein Haar und mein Gesicht ab und als ich das
Handtuch hinlegte, bemerkte ich, dass sich die blonde Frau auf den
Stuhl neben mich gesetzt hatte. Das machte mich ein bisschen
nervös. Ich schaute nicht zu ihr, beobachtete aber den Barkeeper,
wie er meinen Scotch erwärmte und wartete darauf, dass er ihn
mir zurückbringen würde. Die Bar war geisterhaft ruhig; keine
Musik spielte, kein Radio, nicht ein Laut, das war sehr
ungewöhnlich. Es hatte den Anschein einer weiteren unheimlichen
Nacht. So dachte ich für mich.
Der Barkeeper stellte das Glas mit heißem Scotch vor mich und
stellte sich wartend hin. Ich hob das Glas und wusste, dass mich
vier Augen anstarrten und ich nahm einen Schluck.
Ich drehte mich zu der blonden Frau. "Junge, dass verdampft ja
bevor es in den Magen kommt! Es ist sehr gut, danke schön."
Wir hatten Augenkontakt zur gleichen Zeit als sie lächelte, und das
war ein Fehler. Ihre Augen waren wie ein ruhiger Ozean, der den
Mond und alle Sterne reflektiert. Ich schaute weg, verlegen. Danny
stand nicht weit weg und reinigte einige Gläser. Ich saß ganz still,
starrte nach vorne und wärmte meine Hände an meinem Glas
heißen Scotchs. Die Stille ließ meine Gedanken zu meinem Buch
zurückgehen. Ich sollte einen Kurs besuchen, dachte ich bei mir,
oder noch besser, vielleicht sollte ich das alles vergessen. Dieser
Gedanke gab mir ein vorübergehendes Gefühl der Befreiung.
"Übrigens, mein Name ist Neena." Die blonde Frau lächelte.
Ich habe beinahe meinen Scotch verschüttet. Ich neige dazu ein
tiefer Denker zu sein und muss ganz sanft zurückgebracht werden.
"Es tut mir leid, ich wollte sie nicht erschrecken." Neena hielt ihre
Hand hin.
"Es ist okay, ich bin Klaus."
"Schön dich zu treffen, Klaus. Dieser gut aussehende Herr hinter
der Bar ist Danny."
"Also, warum der finstere Blick?"
"Ich bemerkte gar nicht, dass ich finster schaute."
"Probleme mit der Freundin?"
"Nein," Ich nippte an meinem warmen Scotch.
"Vielleicht erzählst Du es ihr besser, Sie hört nicht damit auf, bis
Du es tust." Grinste Danny von hinter der Bar.
"Es ist eine lange Geschichte," sagte ich kopfschüttelnd.
Neena lehnte sich vor und gab mir einen dieser ‚wir haben die
ganze Nacht' Blicke. Nervös nippte ich wieder an meinem Scotch.
"Bringe Klaus noch einen, Danny," sagte Neena.
"Eigentlich sollte ich nach Hause gehen," sagte ich laut, während
ein anderer Teil von mir mehr bitte sagte! Da ist definitiv ein
Trunkenbold irgendwo in mir.
Danny ignorierte, was ich sagte und begann ein weiteres Getränk
auszugießen.
"Na los Klaus, nimm deinen Mut zusammen. Erzähle," forderte
Neena und brachte ihr Gesicht beinahe in meines um Augenkontakt
herzustellen.
Ein Teil von mir sagte, schau sie an, du großer Feigling.
"Klaus!" sagte Neena laut.
Ich fühlte, wie eine Faust meinen Arm stieß und meine inneren
Gedanken unterbrach.
"Was?" Ich war ein bisschen verärgert von einer Fremden
geschlagen zu werden.
"Los jetzt, raus damit!" kommandierte sie.
Als ich in Ihre Augen blickte, wunderte ich mich darüber, wie viele
Schwerter schon gezogen wurden um um diese Augen zu kämpfen.
Meine Lippen begannen sich noch vor meinen Gedanken zu
bewegen. Ich hasse, wenn das passiert.
"Ich versuche ein Buch über etwas zu schreiben, das eine Weile
zurück passiert ist, aber ich habe keine Idee, wie ich es schreiben
soll, noch, wie ich es anfangen soll. Es ist über meinen
Möglichkeiten," sagte ich zu mir schwörend, nie mehr in diese
Augen zu schauen.
"Worum geht es?" fragte sie als Danny mein Getränk vor mich
stellte.
"Es ist über Engel, so ähnlich mehr über die Liebe, vermute ich;
über das Leben, der Grund zu leben, meistens über Liebe, denke
ich ..." Ich wünschte, ich wäre woanders hin gegangen.
"Nun, das ist interessant, was passierte also?" Neena war definitiv
sehr hartnäckig.
Ich schüttelte meinen Kopf. "Es ist eine lange Geschichte und die
ist wirklich merkwürdig."
Danny lachte. "Wenn du hier herauskommst, ohne ihr die
Geschichte zu erzählen, das wäre merkwürdig."
Ich schüttelte wieder meinen Kopf. "Ich wüsste noch nicht einmal,
wo ich anfangen sollte."
Ich dachte darüber für eine Minute nach, da es mich schon juckte,
jemanden davon zu erzählen. In Anbetracht der Tatsache, dass ich
diese Leute wahrscheinlich nie mehr wieder sehen würde, war das
eigentlich die perfekte Gelegenheit, aber wo sollte ich anfangen?
"Fange ganz am Anfang an," brachte mich Neena von meinen
Gedanken zurück.
Danny lehnte sich vor, bereit zuzuhören. Er genoss dies
offensichtlich.
"Ich muss Euch sagen, es ist eine sehr seltsame Geschichte," sagte
ich.
"Wir sind ganz Ohr." Neena strahlte wegen ihres Sieges.
Ich kann das sehen, dachte ich für mich.
"Gebt mir einen Moment um meine Gedanken zu sammeln," sagte
ich.
Wahrheit
Was ist Einbildung?
Was ist Realität?
Was ist Wahrheit?
Ist Realität das, was wir uns einbilden?
Oder ist das,
was wir uns einbilden,
Realität?
Was ist dann Wahrheit?
Kapitel Zwei
"Hat eine Geschichte wirklich einen Anfang oder sogar ein Ende?
Wo beginnt sie und wo endet sie? Fängt sie am Anfang einer Reise
an, oder am Ende einer Reise ..."
Ich hielt für eine Sekunde an, um zu sehen, ob sie mir folgen
konnten.
"Oder fängt es an, wenn wir bestimmte Entscheidungen gemacht
haben, die uns zu dem Pfad leitet, der zum Anfang der Geschichte
führte? Oder fängt die Geschichte an, wenn wir zur Reise
aufbrechen, oder wenn wir anfangen zu Packen, oder wenn wir
Pläne machen? Und wo endet sie? Wenn eine Geschichte uns
verändert hat, hört sie dann auf, wenn wir aufhören, darüber zu
reden? Und was ist der wichtige Teil? All die Entscheidungen, die
wir getroffen haben und all die Pfade, denen wir gefolgt sind, eine
Geschichte ist wie der Punkt, wo sich vier Straßen treffen? Sehen
wir es so ... es gibt keinen Anfang und kein Ende."
Wann immer sie jemanden loswerden wollen, dann gib ihnen einen
Satz wie diesen ... es wird sie wegblasen wie trockene Blätter im
Sommerwind. Ich schaute auf beide, versuchte das in mir, durch
meine Erwartung sie vom Wind weggeblasen zu sehen,
aufkommende Lächeln zu unterdrücken.
"Ich stimme da völlig überein," sagte Danny. Neena nickte
zustimmend mit dem Kopf.
"Es ist ungefähr wie Wahrheit. Was ist Wahrheit? Manchmal kann
Wahrheit richtig verwirrend sein," antwortete Neena. Offensichtlich
wurden sie nicht weggeblasen.
"Was meinst Du?" fragte ich, ziemlich überrascht, dass dies ein
Gespräch geben würde.
"Zum Beispiel," sagte sie, "zehn Leute sehen einen Unfall. Dann
gibt es zehn Versionen von dem, was passiert ist und das einzige
was wir genau wissen, ist, dass einige Autos ineinandergefahren
sind. Und dann stellt sich die Frage, wann ist es wirklich passiert?
Fing es an, als ein Auto außer Kontrolle geriet oder fing es an, als
die Fahrer in ihre Autos stiegen? Man sagt, dass unsere Gedanken
unsere Realität erschaffen, und wenn es so ist, wann hat der Unfall
wirklich angefangen?"
Danny und ich nickten zustimmend mit unseren Köpfen.
"Nehmen wir die Tapete dort drüben," bemerkte Danny. "Wir alle
sehen sie, aber ist sie die Wahrheit? Was wir sehen sind Farben
und Streifen; was wir nicht sehen, sind die Leute, die in den
Fabriken arbeiten, die diese Tapeten herstellten, ihre Ängste und
ihre Träume. Auch sehen wir nicht die Bäume, von denen das
Papier kam und die Leute, die diese Wand gebaut haben in der
Hoffnung damit ihre Familien ernähren zu können, auch nicht den
Besitzer, der hoffte genug Geld damit zu machen, um für all das
zahlen zu können. Alles was wir sehen sind Farben und Streifen.
Aber das ist nicht wirklich die Wahrheit."
Während der Stille, die folgte nahm ich noch einen Schluck von
meinem Scotch. Ich weiß nicht warum, aber ein Traum, den ich seit
ich ein kleines Kind war, hatte, kam mir in den Sinn. Ich dachte
gerade darüber nach, als Neena meine Gedanken unterbrach.
"Da ist das Stirnrunzeln wieder." Neena stieß mich leicht mit ihrem
Ellbogen an. Ich musste mich sicher gefühlt haben, denn meine
Lippen begannen wieder ohne meine ganze Zustimmung zu
sprechen.
"Ich dachte gerade an einen Traum, den ich als Kind hatte. Ich
dachte, dass die Welt ein großer Garten sein könnte. Ihr wisst was
ich meine, Städte, die in und um Gärten gebaut werden, wo jeder
glücklich ist, spielt, Fruchtbäume pflanzt, Blumen, Beerenbüsche
und Früchte abpflücken. Mit dem Wild spielend, Tiere, wie Hirsche
und Hasen und Füchse rennen herum ohne Angst vor Menschen zu
haben, eher sich zu ihnen hingezogen fühlen. Leute haben keine
Angst vor Leuten. Jeder kümmert sich um Jeden, anstatt sich
gegenseitig niederzuschlagen." Ich gestikulierte mit meinen
Händen. "Nur ein dummer Traum, niemand wird das je sehen, wir
sind zu beschäftigt alles zu zerstören und mehr Geld zu machen als
unsere Nachbarn ..."
"Man weiß nie!" Danny griff unter die Bar und hat eine seltsame
grüne Flasche hervorgeholt. Ich sah, dass sie einen Korken hatte,
aber kein Etikett.
"Ich habe dies für einen speziellen Anlass aufgehoben," sagte
Danny mit einem seltsamen Schimmern in seinem Auge.
Ich schaute auf die Flasche. "Wo hast Du das her, von einem
Piratenschiff?"
Danny stellte drei Gläser in einer Reihe auf und lächelte. "Nein,
nicht ganz."
"Sie sieht alt aus, " sagte ich, als Danny versuchte, den Korken zu
ziehen.
"Ist es." Antwortete Neena. "Sehr alt!"
"Was ist es?"
Sie schauten sich eine Weile an und Danny fing an auszugießen.
Ich zuckte mit den Schultern "Nun gut, was ist der spezielle
Anlass?"
Ich weiß nicht, ob es am Scotch oder der Gesellschaft lag, aber ich
fühlte mich behaglich und sicher, auch wenn sie mir meine Frage
nicht beantwortet haben. Es war nur noch soviel in der Flasche um
die drei Gläser halb zu füllen. Danny hat die leere Flasche zurück
unter die Bar gestellt und gab uns jedem ein Glas. Es war dick und
von einer dunklen blutroten Farbe. Ich hielt es an meine Nase. Es
roch süß, roch aber nicht nach Alkohol.
"Es hat überhaupt keinen Alkohol," sagte Neena.
Ich lächelte. "Auf was wollen wir trinken?"
"Auf Träume. Mögen sie schön sein und wahr werden." Neena hob
ihr Glas.
"Hier, hier!" Danny hörte sich wie ein Pirat an.
Es war unglaublich. Es schmeckte nach Beeren, süß und dick, aber
ich konnte nicht sagen, aus welchen Beeren es gemacht war. Meine
Geschmacksnerven erwachten zum Leben. Ich nahm noch einen
Schluck und noch einen und schlüpfte in meine eigene Welt. Es
fühlte sich an, als wäre jede Zelle in meinem Körper aufgelebt. Der
Trunkenbold in mir übernahm und als Neena sagte "Du trinkst es
lieber langsam!" war es schon zu spät. Ich saugte gerade den
letzten Tropfen heraus und schaute nach mehr.
Als ich mein Glas hinstellte, lachten beide sehr. Auf die anderen
Gläser schauend, sah ich, dass sie ihre nur genippt hatten. Es muss
meine Art zu schauen gewesen sein, die Neena dazu bewegte, ihr
Glas weiter weg aus meiner Reichweite zu stellen. Ich hatte keine
Wahl als mit ihnen zu lachen. Mein Hirn war klar wie eine Glocke.
Ich fühlte mich auch sehr erregt.
"Toll! Ein guter Stoff! Ich nehme einen Kasten ..."
Sie lachten immer noch.
"Mann, ich fühle mich, als ob ich einen Dinosaurier umarmen
könnte."
Ich war mir ziemlich sicher, dass ich ein Grinsen auf meinem
Gesicht hatte, dass jeden Clown neidisch gemacht hätte.
Neena legte ihre Hand auf meine. "Nun, da Du weißt, dass Du Dich
nicht lächerlich machst, könntest Du uns vielleicht die Geschichte
von den Engeln und der Liebe erzählen."
"Alles klar," sagte ich "fair ist fair."
"Fang von vorne an und lass nichts aus." Sagte sie.
"Lasst mich erst mal sammeln," Ich schob mein leeres Scotchglas
zu Danny, so dass er es auffüllen konnte.
So wie es ist
Die Welt ist eine große Suppenschüssel
Sich drehend
Und wenn Erbsen und Karotten
Sich nicht leiden können
Das ist zu schade.
Weil sie sich sicher
Eine ganze Weile sehen werden
Und keiner geht bis
Wir alle fein und zart sind
So ist es eben einmal
Kapitel Drei
Während Danny mein Getränk fertig ausgoss, habe ich meine
Gedanken gesammelt. Ich griff in meine Manteltasche um meine
Zigaretten herauszuholen. Ich schaute mich um, um zu sehen ob
der Mann immer noch am Tisch saß. Es sah so aus, als hätte er
sich keinen Zentimeter bewegt, irgendwie ungewöhnlich, speziell,
da er die ganze Zeit in der ich da war, nicht bedient wurde, und
das war immerhin schon fast eine Stunde.
Danny stellte das Getränk vor mich während ich an meiner
Zigarette zog.
"Nun, Klaus," Danny hatte ein schadenfrohes Grinsen im Gesicht.
"Spreche ich Deinen Namen richtig aus?"
"Gut genug." Ich rührte das Eis in meinem Glas.
"Ich dachte du möchtest dieses Mal ein kaltes Getränk." Danny
grinste noch immer.
"Deine Instinkte waren genau richtig, Danke schön!" Ich grinste
zurück.
"Wie ging es weiter in der Geschichte?"
"Ich verbrachte die meiste Zeit meines Lebens, außer den letzten
paar Jahren, sehr unglücklich. Es ist schwer zu erklären, aber da
war eine tiefe innere Traurigkeit. Eine andere, bessere Erklärung
dafür ist, es war keine Fröhlichkeit in mir. Vielleicht sollte ich
sagen, Fröhlichkeit fehlte einfach, egal was passierte, gutes oder
schlechtes, sie war einfach nicht da, und ich konnte nichts dagegen
tun."
"Seht ihr, da ist ein Problem ... um wirklich zu verstehen, was ich
meine, müsst ihr den Rest der Geschichte kennen aber gleichzeitig
kann ich Euch die Geschichte nicht erzählen ohne Euch über diesen
Teil zu informieren." Ich schüttelte meinen Kopf.
Danny kam um die Bar herum um sich einen Barhocker zu
nehmen, nahm ihn mit zurück, wo er vorher stand und setzte sich.
"Ich kann die Gefühle sehen, Klaus, aber ich kann sie nicht hören,"
sagte Neena.
"Wenn ich nur an diese Tage denke, macht mich das traurig," sagte
ich leise.
"Haben die Leute nicht bemerkt, dass Du traurig warst?" Neena's
sympathische Stimme versuchte mir darüber hinweg zu helfen.
"Das ist nicht interessant," sagte ich. "Aber was das Elend angeht,
habe ich über die Jahre verschiedene Sachen ausprobiert. Ich habe
sogar andere Leute beobachtet, um herauszubekommen, was sie
glücklich macht, und habe dann das gleiche getan. Zum Beispiel
fand ich heraus, dass, wenn Leute sich neue Autos kauften, waren
sie richtig glücklich ... zumindest für eine Weile. Oder sie agierten
glücklich, wenn sie eine Partnerschaft eingingen. Da gibt es
unendlich viele Dinge, die Leute machen, um glücklich zu sein, und
grundsätzlich habe ich alle ausprobiert. Es mag seltsam klingen,
aber keine dieser Dinge hat bei mir etwas bewirkt. Tatsächlich
machten diese Dinge mich unglücklicher als zuvor, einfach, weil ich
auf eine Wirkung wartete, aber nichts passierte. Ein verrücktes
Beispiel kommt mir gerade in den Kopf. Ich erinnere mich daran,
ein neues Auto gekauft zu haben, dachte bei mir, das würde mich
glücklich machen, aber nachdem ich den Wagen gekauft hatte,
fand ich mich zwei bis drei Stunden in dem Auto sitzend und
wartete dabei auf ein Glücksgefühl oder Freude, dass mich
überfluten würde, wie es dies anscheinend bei anderen Leuten tat.
Aber es ereignete sich nichts. Ich war nicht fröhlicher als bevor ich
dieses Auto kaufte. Aber es erschien mir so, dass es mit den
anderen Leuten nicht so war. Ich hörte aber nicht mit meinen
Versuchen auf. Ich versuchte viele andere Dinge über die Jahre.
Ich las Hunderte von Büchern jeder Art, von Meditation bis
Gedankenkraft, Gedankenkontrolle, positives Denken, Bücher über
Liebe, Bücher über das Leben, verschiedene Arten von
Selbsthilfebüchern - nichts half. Es war, als ob etwas in mir fehlte.
Aber ich fand auch heraus, das ich nicht der einzige war, es gab
viele andere Leute in fast dergleichen Situation. Zu wissen, dass
ich nicht der Einzige war, hat auch nicht viel geholfen. Einesteils
war ich fest entschlossen, dieses Problem zu lösen, andererseits
fühlte ich mich hoffnungslos und wollte oft aufgeben. Ich habe
auch Kurse besucht und bin einigen Selbsthilfegruppen beigetreten.
Am interessantesten war, als ich mich dazu entschloss, eine
Therapie zu machen. Es war eine schmerzliche Zeit für mich und
ich glaubte fest daran, dass mit mir etwas nicht stimmte. Aber
nach drei Wochen, in denen ich meinen Mut zusammennahm, hat
man mir erzählt, dass ich in Ordnung und definitiv immer noch
gesund wäre, was gut zu hören war, und sie sagten mir, dass es
keinen Grund gab, die Sitzungen weiterzuführen. Alles was ich tun
müsste, wäre, etwas zu finden, das ich richtig gerne tun würde und
dies dann auch auszuführen. Es ist zu schade, dass dies nicht so
einfach war."
Ich hielt für einen Moment inne, um mir eine weitere Zigarette
anzustecken, als ich bemerkte, dass Danny in sich hinein kicherte.
"Also, was ist so amüsant an dem allen?"
"Ich habe wirklich noch nie jemanden getroffen, der zwei oder drei
Stunden in seinem Auto sitzt und darauf wartet, dass Glücklichkeit
aufkommt. Aber ich bewundere Deine Ausdauer." Danny salutierte
mir und grinste breit.
"Dann war also Dein Elend die treibende Kraft?" fragte Neena.
"Exakt. Anstatt nach Geld, Ruhm. Liebe, Karriere oder andere
normale Dinge, denen Leute nachstreben, hinterherzulaufen, wollte
ich nur glücklich sein. Eine andere Art es auszudrücken wäre, ich
wollte befreit sein von dem Schmerz und dem Kummer, den dies
mir bereitete."
Ich verfiel in tiefe Gedanken während ich den Rauch beobachtete,
der sich von meiner Zigarette aufwärts kringelte. Ich dachte an
einige Dinge, die das Fehlen von Glücklichsein Dich tun lassen und
an einige Pfade, die Dich nach unten führen. Da war noch etwas
anderes in meinem Kopf und ich war gerade dabei zu entscheiden,
ob ich davon erzählen sollte, als Neena meine Gedankengänge
unterbrach.
"Es wäre verwunderlich, wenn Du nicht daran gedacht hättest,
allem ein Ende zu machen, zumindest es zu versuchen!" sagte sie.
Ich schaute Neena an. Als ich ihr Funkeln in den Augen sah, dachte
ich bei mir, das Universum hat wohl seinen besten Spieler ins Spiel
geschickt und überlässt Nichts dem Zufall. Es sieht so aus, als ob
das Universum mich besser kennt, als ich gedacht habe.
Ich stand auf und fragte nach der Toilette. Ich wollte einen
Moment, um meine Gedanken zu sammeln. Danny zeigte auf eine
schmale, hölzerne Brettertür am Ende der Bar.
Die Toilette war nicht sehr groß, nicht viel größer als eine
Außentoilette, ohne Fenster und definitiv keinem Weg, um zu
flüchten, wenn jemand das gewollt hätte. Ich dachte an alles, was
ich bisher gesagt hatte und entschied weiterzumachen. Schließlich
hatte ich nichts zu verlieren.
Leben
Manchmal ist das Leben wie
Ein großes Pokerspiel
Das immer und immer weiter geht
Und wenn wir darin richtig gut werden
Dann könnte das Universum eine Wende bringen
Nur um uns zum Nachdenken zu bringen
Vielleicht könnte es ja besser werden
Und so,
Das Spiel geht weiter
Kapitel Vier
Als ich aus der Toilette kam, sah ich, dass der Mann am Tisch
immer noch da war. Als ich zurückging, habe ich Abstand zu ihm
gehalten. Eine sehr wichtige Regel, wenn man mit dem Universum
spielt ist, mit Respekt zu spielen und noch wichtiger, Respekt zu
zeigen; nicht dass das Universum verstimmt wäre, nein, es könnte
nur eine neue Karte ins Spiel bringen, das Universum liebt es, uns
zu lehren. Eine der Lehren, die Du Dir nicht vom Universum
wünschst, ist, wie man das Spiel respektiert, glaubt mir, ich war
dort und habe es erlebt.
Ich saß in meinem Barhocker und trank den letzten Rest von
meinem Scotch mit einem Schluck. Ich steckte mir eine weitere
Zigarette an und prüfte, ob ich noch genug Zigaretten hätte, da es
eine lange Nacht zu werden schien.
Danny schenkte Orangensaft in zwei Gläser und fragte mich, ob ich
auch welchen haben möchte. Ich hatte es gar nicht bemerkt, aber
offensichtlich hatten Neena und Danny, was immer auch aus der
grünen Flasche kam, leergetrunken.
"Ja bitte! Das ist wirklich eine gute Idee." Sagte ich.
Danny stellte ein Glas Orangensaft vor mich und eines vor Neena
und setzte sich auf seinen Hocker. Eine Weile herrschte Stille.
"Ich denke, ich kann Euch auch alles erzählen," sagte ich mit einem
leichten Zögern. "Alles in allem waren es dreimal, wo ich
entschlossen hatte, dem ein Ende zu setzen. Es waren nicht
wirklich körperliche Versuche, aber immerhin sorgte es für einige
Unruhe."
"Seid ihr sicher, dass ich Euch diesen Teil erzählen soll oder soll ich
ihn überspringen?"
"Ist denn irgendetwas Interessantes während diesen Zeiten
passiert?" fragte Danny.
"Oh, auf jeden Fall!" sagte ich sarkastisch. "Mein Leben war ein
großes Lied und ein großer Tanz."
"Das könnte interessant sein!" Neena schaute zu Danny und beide
kicherten. Ich ignorierte sie.
"Also, das erste Mal ist schon einige Jahre her. Die Situation war
nicht schlecht, außer, dass ich unglücklich war. Ich hatte alles, was
jemanden glücklich machen konnte, aber das war nicht der Fall.
Das Problem, das mich zu dieser Zeit depressiv machte, war, ich
hatte einige Monate damit verbracht ein paar Bücher zu lesen, um
einen ernsthaften Versuch zu machen, glücklich zu sein. Ich
strengte mich sehr an, aber ohne Ergebnisse. Ich fühlte dass es
mir eher schlechter als besser ging und der Tropfen, der das Fass
zum Überlaufen brachte (Original: Der Strohhalm, der den Kamelrücken
zerbrach; ich wollte als Übersetzer diesen, in Deutschland nicht bekannten, aber
sehr passenden Ausdruck nicht unter den Tisch fallen lassen), kam eines
Nachts, als ich gerade ein Buch las, dass ich mir früher am Tag
besorgt hatte. In diesem Buch beschrieb die Person, die dieses
Buch schrieb, ein Treffen mit einem großen Lehrer, welcher ihr
unterschiedliche faszinierende Dinge lehrte. Was mich am meisten
aufregte war, dass diese Person einen magischen Lehrer hatte, der
irgendwo aus dem blauen Himmel kam und ihr alles beibrachte,
was sie wissen wollte, während ich mich mit meinen Problemen
alleine herumschlagen musste. Das andere, was mich so aufregte
war, dass sie von bestimmten interessanten Dingen erzählte, die
sie erlernte, aber keine Anweisungen, wie man es machen muss,
dafür gab. Wo ist der Sinn, mir dies alles zu erzählen, ohne mir
Anweisungen zu geben? Verschwendung von Papier und meiner
Zeit." Ich lehnte mich zu Neena und flüsterte, "Zu dieser Zeit hatte
meine innere Einstellung ein bisschen die Talsohle erreicht."
Ich schüttelte meinen Kopf. "Ich kann mich an Alles erinnern, ganz
klar. Ich fühlte, dass das Universum mich vergessen hat. Ich war
so frustriert und zornig, dass ich das Buch gegen die Wand warf
und in meinem Verstand schrie ich, weil ich nicht sofort Hilfe
bekam, morgen früh werde ich mit meinem Auto in die Berge und
über einen Abhang fahren. Ich konnte den Zorn durch meine Venen
fließen spüren. Letzten Endes hätte ich es wahrscheinlich nicht
getan, aber in diesem Moment war die Entscheidung in meinem
Kopf gefallen. Ich stellte mir vor, dass, solange ich hier war, konnte
mich das Universum ignorieren, aber wenn ich nicht mehr hier bin
und ihm gegenüber stehe wäre es sehr viel schwieriger mich dann
zu ignorieren!"
"Ich weiß nicht genau, wie lange es dauerte, aber ich würde sagen,
dass es nicht mehr als fünf Minuten nachdem ich diese Worte in
meinem Verstand geschrieen hatte, als es begann. Meine inneren
Sensoren schienen auf einmal zum Leben zu erwachen und ich
konnte etwas sehr Großes spüren. Es war riesig und es schien, als
ob es versuchen würde sich in mein Appartement zu quetschen,
aber es war einfach zu groß und es nahm den Platz des gesamten
Wohnblocks ein, und selbst das war nicht genug. Ich konnte
wirklich nichts sehen und auch nichts hören, aber ich konnte es mit
meinem ganzen Wesen spüren, nur so kann ich es beschreiben. Ich
kann Euch nicht sagen, wie verängstigt ich war. Ich denke, dass ich
noch nie so ängstlich war, ich habe beinahe in mein Bett
gepinkelt."
"Ich hatte ein kleines, aber offenes Appartement und von meinem
Bett konnte ich die Diele, einen Teil meiner Küche und einen
großen Teil meines Wohnzimmers sehen. Alle Lichter waren an,
weil ich Dunkelheit nicht mag. Immer wenn es dunkel wurde, hatte
ich das Gefühl, dass etwas Großes hinter mir stand und mich
beobachtete. Dunkelheit hat mir schon immer Angst gemacht,
soweit ich mich zurückerinnern kann. Deshalb lasse ich immer alle
Lichter an, ich mag noch nicht einmal dunkle Ecken, wer weiß, was
dort alles lauert? Innerhalb von Sekunden fing das Licht an, aus-
und anzugehen. Es war fast musikalisch. Mich schüttelte es
buchstäblich vor Angst. Ich konnte fühlen und empfinden wie sich
eine Präsenz formte und plötzlich hörte ich eine Stimme in meinem
Kopf. Sie sagte laut und deutlich "Du solltest es besser wissen ...
!""
"Und das war's. Die Lichter hörten auf zu blinken und was immer
es war, war gegangen. Ich war so ängstlich, dass, obwohl ich
dringend zur Toilette musste, ich das Bett bis zum nächsten
Morgen nicht verließ. Auch die nächste Nacht habe ich nicht in
meinem Appartement geschlafen. Das Verrückte ist, es war eine
große Stille über den gesamten Wohnblock gekommen und blieb
dort für einige Wochen. Ich hörte, wie sich einige Tage später zwei
andere Leute im Waschraum und offensichtlich auch andere Leute
aus dem Wohnblock darüber unterhielten, dass sie auch etwas
empfunden hatten, aber keine Erklärung dafür fanden."
"Dieser ganze Vorfall war Grund genug, mich von meinem Gewinsel
über meine Umstände für fast zwei Jahre abzuhalten. Aber dann
klang diese Wirkung ab."
Ich machte eine kleine Pause um von meinem Orangensaft zu
trinken.
"Was dachtest Du, was da kam, um Dich zu besuchen?" fragte
Neena.
Ich schüttelte meinen Kopf. "Ich weiß es nicht, und eigentlich will
ich es auch nicht wissen! Offensichtlich habe ich jemanden sauer
gemacht, und offen gesagt, möchte ich es dabei belassen, weil, wer
auch immer mich besuchen kam, hatte keine gute Laune."
"Die Zeit ging vorüber und die Dinge wurden nicht besser.
Tatsächlich verschlechterten sie sich noch mehr und es wurde
schwerer und schwerer es zu verschleiern. Einfach nur ein Lächeln
aufsetzen und so tun, als wäre man glücklich, wenn man es nicht
ist, verbraucht eine enorme Menge an Energie. Außerdem, ich
hatte schreckliche Angst, aber komischerweise war ich für das
zweite Mal vorbereitet, und ich wollte nicht zulassen, das ich wieder
da lag, zitternd vor Angst. Ich plante den Kampf aufzunehmen.
Alles in Allem, habe ich ein Recht glücklich zu sein. Wenn Du richtig
depressiv und niedergeschlagen bist, denkst Du normalerweise
nicht klar. Und das Fazit ist, ich habe um Hilfe gebeten und keine
bekommen."
Ich dachte eine Minute darüber nach, was ich gerade gesagt hatte.
"Eigentlich ist das nicht ganz wahr," sagte ich mit einem
spöttischen Lächeln.
"Aha, also hast Du doch Hilfe bekommen?" fragte Neena.
"Ja, ich habe eine Reise nach Mexiko gewonnen und während ich
dort war, habe ich jemand getroffen, der mir wahrscheinlich hätte
helfen können, aber es waren einige Haken bei der Sache und ich
war dafür noch nicht bereit. Andererseits hätte sich der Pfad
meines Lebens geändert und wahrscheinlich hätte ich niemals die
Chance bekommen, herauszufinden, wie man die Lotterie gewinnt.
Und dies alleine war es schon Wert. Auch hätte es bedeutet, das
die Geschichte, die ich erzählen will, gar nicht passiert wäre, und
das wäre ein großer Verlust gewesen."
"Moment Mal, willst Du mir erzählen, dass Du herausgefunden
hast, wie man die Lotterie gewinnt?" Danny verschränkte die Arme
vor seiner Brust als würde er mir erzählen wollen, dass dies nicht
möglich sei.
"Ja, aber dazu kommen wir später."
"Hast Du mehr als einmal gewonnen?" Seine Augen waren so groß
wie Wassermelonen.
"Oh ja." Ich schob meinen Hocker von der Bar und stand auf. Ich
musste mich ein bisschen strecken.
"Also hast du zum zweiten Mal einen Tritt in den Hintern
bekommen?" grinste Neena.
"Nein, eigentlich nicht. Eher das Gegenteil, habt ihr denn keine
Musik?" sagte ich, um das Thema zu wechseln. "Es ist so still hier!"
Danny stand auf und ging zu einem kleinen Kassettengerät, das
auf einem der Regale stand. Er legte eine Kassette ein und regelte
die Lautstärke. Ich weiß nicht was es war, aber es hörte sich nach
einer Art von New Age Musik an, die die Stille angenehm
überdeckte.
Zuhause
Zuhause, der beste Platz, meine Seele baumeln zu lassen
Die Scheidewege des Lebens
Wo man Samen des Vertrauens pflanzen kann
Früchte der Liebe wachsen lassen kann
Und über den nächsten Pfad zu grübeln
Bevor man nach Hause geht
Zu dem nächsten Scheideweg des Lebens
Wo man einige pflanzen soll ...
Kapitel Fünf
Ich streckte mich ein bisschen, setzte mich auf meinen Hocker und
wollte eine Pause machen und der Musik lauschen, aber Danny
schaute mich ungeduldig an und trommelte mit den Fingern auf der
Bar. Ich habe den Hinweis verstanden.
"Es war ungefähr zwei Jahre später. Emotional war ich immer noch
an gleichen Stelle, nur das ich dieses mal meinen Job verloren
hatte und auf meinen ersten finanziellen Ruin zusteuerte. Meinen
Job zu verlieren und in den finanziellen Ruin zu steuern, war nicht
das Schlimmste daran. Seit ungefähr einem Jahr arbeitete ich in
einer Selbsthilfegruppe und alles was ich erreichte, ich fand einige
Freunde und konnte ein bisschen jammern. Tatsächlich konnte ich
ein paar Sachen loswerden, aber ich war immer noch nicht
glücklich."
"Hast Du die zwei Jahre außer den Selbsthilfegruppen noch andere
Sachen probiert?" fragte Neena.
"Ich habe viele verschiedene Sachen ausprobiert, aber so oder so
ich fühlte beinahe, dass irgendetwas mich aufhielt, Glücksgefühl zu
empfinden. Zu dieser Zeit machte nichts Sinn. Nun verstehe ich
das, aber damals machte es mich verrückt."
Alle waren still. Mein Verstand war in der Vergangenheit gefangen.
"Ich erinnere mich jetzt. Ich war richtig bestürzt. Ich wurde
wahnsinnig, wisst Ihr? Ich war zornig auf das Universum. In
vielerlei Hinsicht war ich sauer auf was auch immer zu mir kam
mich zu besuchen. Welches Recht hatte dieses Ding mich halb zu
Tode zu erschrecken und gleichzeitig nicht wirklich zu helfen, nur
mir zu sagen, dass ich es besser wissen müsste? Wie sollte ich es
besser wissen? Ich war bereit zum Kampf! Ich war auch des Lebens
müde. Nichts schien für mich zu wirken, alles, was ich anfasste,
schien zu Staub zu zerfallen. Ich denke, die beste Art es zu
beschreiben ist, zu sagen, dass ohne Glücklichsein das Leben zu
einer endlosen Nacht wird. Ich hatte einen großen, tiefen inneren
Schmerz, den ich nicht loswerden konnte. Es ist mir nahezu
unmöglich die Gefühle und Emotionen, die ich damals hatte, zu
beschreiben. Ich konnte einfach nicht begreifen, warum etwas wie
innere Glücklichkeit, etwas, das eigentlich ganz natürlich sein
sollte, so schwer für mich zu haben war und das trieb mich die
Wände hoch. Ich kann sehr launig werden, wenn ich nicht
bekomme, was ich möchte, besonders, wenn ich hart dafür arbeite.
Ich muss erwähnen, dass ich nicht immer total unglücklich war. Ich
hatte glückliche Momente, aber ich war nicht zufrieden mit der
Summe der Glücklichkeit, die ich hatte und ich wollte mehr.
Versteht Ihr was ich meine?"
Neena schaute zu mir. "Ja, ich denke, ich verstehe."
"Dachtest Du wirklich, Du könntest gegen etwas, was ungefähr
hundert mal so groß war wie Du, gewinnen?" fragte Danny.
Ich schüttelte meinen Kopf. "Gewinnen ist nicht immer wichtig.
Wichtig ist es seinen Standpunkt klarzumachen. Offensichtlich war
der Standpunkt, den ich vertrat, nicht ganz der richtige. Ich dachte
einfach, dass das Leben mir nichts zu bieten hätte und wollte
woanders hingehen. Was mich immer verwundert hat, das die
Menschen um Felsen, Dreck und all das kämpfen, aber nicht für
Liebe und Freude. Dies sind wirklich Dinge, für die es sich zu
kämpfen lohnt. Alles andere ist nichts mehr als vergänglich."
Danny nickte zustimmend.
"Es war ungefähr ein Uhr morgens. Ich hatte an diesem Morgen
meine Entscheidung getroffen. Ich würde einfach in die Berge
fahren und es wie ein Unfall aussehen lassen. Kurz danach hatte
ich mir meine Meinung gebildet. Ich fing an, mich wirklich friedvoll
zu fühlen. Es war etwas, dass ich nie zuvor gefühlt hatte. Ich lag
einfach friedvoll in meinem Bett. Ich vermute, dass ich zu diesem
Zeitpunkt in eine Art Zustand zwischen halbschlafend und halbwach
gefallen bin, und in dieser Art Trance-Zustand hatte ich eine Vision.
Es war real wie nur etwas sein konnte, als wäre es körperlich
vorhanden. Ich stand inmitten einer Kunstausstellung. Ich schaute
mich um und bemerkte dabei, dass viele der Bilder, die an der
Wand hingen, von mir waren. Dann fing der Spaß an. Ich hörte,
wie sich eine Tür öffnete und eine Frau hereinkam. Sie war groß
und schlank mit ganz blonden Haaren, die ihr fast bis auf die
Schultern reichten, milchweiße Haut und große Augen. Bevor ich es
realisierte, stand sie direkt vor mir. Sie wahr unwahrscheinlich
schön. Die einzige Möglichkeit, dies zu beschreiben, ist zu sagen,
sie war schöner als ihre Äußerlichkeiten. Man konnte die Schönheit
sehen, obwohl sie nicht in Erscheinung trat. Wir standen etwa 30
cm auseinander, Angesicht zu Angesicht."
Sie fragte, "Bist du Klaus?"
"In der Sekunde, in der sie dies sagte, fühlte ich jede Zelle in
meinem Körper zum Leben erwachen und passte auf. Es war, als
würde ich aus Millionen und Abermillionen von Zellen bestehen, die
alle ihr eigenes Bewusstsein hätten und aufpassten. Es war das
seltsamste Gefühl, aber gleichzeitig das Schönste, was ich je erlebt
habe. Es war, als wäre jede Zelle in meinem Körper ein
Individuum, die sich in mein Leben setzten. Sie waren irgendwie
wie kleine Lebewesen, die alle zusammenarbeitend meinen Körper
formten, so dass ich körperliches Leben erfahren konnte. Ich hatte
den Eindruck, das alles was ich tue, sie berührt und wichtig für sie
ist. Ich versuchte ihre Frage zu beantworten, aber ich konnte nicht.
Es ging zuviel vor in meinem Körper, also nickte ich nur mit dem
Kopf. Sie bot mir ihre Hand an und als wir unsere Hände
schüttelten, sagte sie, ‚Ich hätte gerne, wenn Du ein bisschen hier
bleiben würdest, später wird es Dir einleuchten, warum.'"
"Ihre Stimme war wie, als würdest Du tausend Engeln zuhören.
Jede Zelle in meinem Körper war noch voller Aufmerksamkeit. Es
war überwältigend. Unglücklicherweise war es vorbei, als sie
aufhörte zu reden und ich war zurück in meinem Bett, hellwach. In
den nächsten Monaten war ich von dieser Vision besessen und
versuchte immer wieder dorthin zu kommen, aber leider
vergebens. Nicht einmal in die Nähe."
"Was machte Dich so besessen an dieser Vision?" fragte Neena.
"Ich dachte ich könnte diese Person im richtigen Leben treffen. Es
war eine törichte Idee, aber immerhin ein Flimmern von Hoffnung.
Alleine die Hoffnung hielt mich drei Jahre aufrecht, lange drei
Jahre, muss ich dazu erwähnen. Aber ich denke, das war der Plan.
Das Universum fand, dass es mir keine Angst machen konnte,
wenn es um mich herum ist und dachte das Verführung besser
wirkt. Anscheinend wirkte es, zumindest für eine Zeit lang."
"Es könnte eine chemische Unbalance in Deinem Körper gewesen
sein. Hast Du jemals daran gedacht?" fragte Danny.
"Oh ja, Ich dachte auch daran und konsultierte einige Ärzte, aber
letztendlich wollte ich lieber leiden, als für den Rest meines Lebens
mit irgendwelchen Medikamenten zu leben. Die meisten davon
haben gravierende Nebenwirkungen und ich hatte auch Angst, dass
mich einige Medikamente dahin brächten, nie mehr ohne sie
glücklich sein zu können. Außerdem hoffte ich, dass ich eines Tages
die Antwort finden würde. Medikamente sind nur eine
vorrübergehende Lösung; sie lösen das Problem oder den Grund
nicht, der ursprünglich das Problem ausgelöst hat. Was mich
angeht im Bezug auf glücklich sein und Liebe, sollte dies nichts zu
tun haben mit den Umständen und Erfahrungen meines Körpers."
Die letzte Position
"Oh meine Güte, sind wir Dickköpfe?"
Oh ja, sind wir.
Das Universum, gegen das Du Dich stellst,
Tausend Krieger, gezogene Stahlschwerter,
Fünfhundert schwere Pferde,
gegen die Du stehen würdest mit Deinem Dolch aus Stroh
Ich war immer ein Krieger und ein Tag
Und weiß doch gar nichts,
Aber eins weiß ich:
Heute wird Blut fließen
Es ist Deins mein Freund
Und auch meins.
Mit Ehre muss ich stehen.
Also frage ich Dich
Denke
Ist dies ein guter Tag zum Sterben
Kapitel oder andere Teilungen
(benötigt)
Kapitel Sechs
"Ich bin mir ziemlich sicher, dass es ungefähr drei Jahre später
war. Es war früh am Abend. Ich war zu einem Essen ausgegangen,
konnte aber nichts essen. Ich war total niedergeschlagen und
depressiv, den Tränen nahe. Ich stieg in mein Auto und fuhr los.
Ich war so benommen und ausgelaugt, dass ich einfach die
Autobahn Richtung Berge fuhr. Aus irgendeinem Grund gab mir das
Gefühl oder die Kenntnis, das in ein oder zwei Stunden alles vorbei
wäre, ein Gefühl der Erleichterung."
"Das ist das Problem mit Selbstmord: Die Leute denken, dass es
ein Ausweg wäre, aber tatsächlich fängt alles wieder von vorne
an.," beobachtete Neena.
"Ich stimme Dir zu. Aber wenn Du weit genug unten bist, zählt
wirklich nichts mehr, nur noch frei zu sein von der Dunkelheit,
wenn auch nur kurz. Ich hätte alles gegeben, um auch nur für eine
Woche glücklich zu sein. So ist es nun einmal."
Neena nickte sympathisierend mit dem Kopf.
"Irgendwo auf dem Weg dorthin musst Du Deine Meinung
gewechselt haben, sonst wärst Du heute nicht hier," sagte Danny.
Ich weiß nicht warum, aber aus irgendeinem Grund bebte Dannys
Oberlippe. Ich dachte das war sehr amüsant.
"Eigentlich habe ich nicht meine Meinung gewechselt. Es war so. 30
Minuten von Calgary entfernt war eine Tankstelle. Ich hatte noch
mehr als genug Benzin im Tank, aber aus irgendeinem seltsamen
Grund stotterte und zuckte mein Auto, als ich an der Tankstelle
vorbeifuhr. Es fuhr nicht schneller als etwa 10 km/Stunde. Es war
als würde etwas den Motor sehr schnell aus- und wieder
einschalten. Ich schaute auf die Tankanzeige, aber es gab noch
genügend Benzin. Außerdem war es ein neues Auto. Ich entschied
mich zu drehen und zur Tankstelle zurückzufahren, weil ich dachte,
eventuell ist etwas mit der elektronischen Zündung nicht in
Ordnung. Aber als ich mich der Tankstelle näherte, lief das Auto
wieder einwandfrei. Es gab keinen Grund, es reparieren zu wollen,
dachte ich, so lange es den Ausflug mitmacht. Danach ist es
absolut unwichtig. Also entschied ich mich wieder zu drehen und
wieder Richtung Berge zu fahren."
"Ich musste ungefähr 2 Kilometer fahren, bevor ich eine Stelle zum
Wenden fand. Ich hatte so schlechte Laune, mir war es völlig egal,
ob ich das Auto dabei quälte. Ich wendete also und fuhr wieder zu
den Bergen. Aber sobald ich die Tankstelle erreichte begann das
Auto wieder zu stottern und zu zucken! Ich versuchte den Gang zu
wechseln, die Lichter und die Zündung aus- und wieder
einzuschalten, aber nichts schien zu helfen. Das Auto stotterte, bis
ich an eine weitere Wendestelle der Autobahn kam. So wie das
Auto lief, schaffte ich das gerade so. Ich brauchte 10 bis 15
Minuten zurück zur Tankstelle, da das Auto so schlecht lief. Der
Motor blieb einige Male stehen, ich konnte ihn aber immer wieder
starten. Sobald ich in der Nähe der Tankstelle war, lebte der Motor
wieder auf und lief einwandfrei. Also fuhr ich an der Tankstelle
vorbei die 2 Kilometer bis zur nächsten Wendestelle. Das Auto lief
immer noch gut. Also wendete ich und fuhr wieder Richtung Berge.
Das blöde Auto lief gut bis in die Nähe der Tankstelle, dann
passierte wieder das gleiche. Der Motor fing an zu stottern und
aus- und wieder anzugehen. Ich wurde richtig frustriert und
entschied mich einfach weiterzufahren, so wie es war, aber je
weiter ich mich von der Tankstelle entfernte, umso schlimmer lief
das Auto. Letztendlich hatte ich keine Wahl, wendete, und
todsicher, als ich die Tankstelle erreichte, lief das Auto wieder
einwandfrei. Es sprang wieder wie zum Leben und schnurrte wie
ein Kätzchen."
"Warum bist Du nicht zur Tankstelle gefahren und hast jemand das
kontrollieren lassen?" fragte Danny.
"Es war um die neun oder zehn Uhr Nachts und ich dachte, dass
dort wohl kein Mechaniker zu dieser Zeit anwesend wäre.
Andererseits lief das Auto einwandfrei auf der anderen Seite der
Autobahn und irgendwie wusste ich, dass mit dem Auto nichts los
war. Ich wollte mich nicht so einfach vom Universum aufhalten
lassen, nicht dieses Mal."
"Um über Dickköpfigkeit zu reden." Schüttelte Neena ihren Kopf.
"Kann sein, aber ich war wütend und ich wollte dem Universum
zeigen, dass ich die Nase voll hatte."
"Lass mich raten, Du hast es probiert, bis das Auto auseinander
gefallen ist." Grinste Danny, als ob er es besser wüsste.
"Ungefähr so, aber nicht ganz." Sagte ich, "Aber ich fuhr immer im
Kreis herum bis ungefähr 9 oder 10 Uhr morgens."
Sie brachen in Lachen aus. Ich hatte keine Wahl als mitzulachen.
Zurückblickend schien das verrückt zu sein. Und es war es
wahrscheinlich auch.
"Du meinst, Du hast es endlich aufgegeben?" wischte sich Neena
vorsichtig die Tränen von den Backen.
"Nein, ich gab nicht wirklich auf. Ich war nur erledigt und entschied
mich zur Tankstelle zu fahren, etwas zu essen und aufzutanken.
Dann wollte ich es weiter probieren. Es war gut, dass sie ein
Restaurant hatten, das die ganze Nacht geöffnet war. Ich fuhr also
zur Tankstelle und ließ den Mann mein Auto voll tanken. Ich
erinnere mich, das der Tankwart mich seltsam anschaute, aber ich
maß dem zu dieser Zeit keine Bedeutung bei. Ich parkte das Auto
und ging ins Restaurant. Es war sehr ruhig. Da waren nur ein paar
alte Lastwagenfahrer, die an der Haupttheke saßen. Also setzte ich
mich in eine kleine Sitzecke. Ich schätze, zu diesem Zeitpunkt war
ich beinahe wahnsinnig. Ich muss furchtbar ausgesehen haben.
Mein Gesicht hing sehr wahrscheinlich herunter, meine Augen
waren blutunterlaufen und meine Backen mit Tränen befleckt. Die
Bedienung kam zu mir mit einer Kaffeekanne, schaute mich an und
mit einem sehr humorvollen und besorgten Blick fragte sie mich,
ob ich derjenige bin, der die ganze Nacht mit seinem Auto hin und
her gefahren ist."
Sie lachten immer noch. Während ich nach meiner Zigarette griff,
schaute ich sie mit meinem besten finsteren Blick an, aber dadurch
lachten sie noch viel mehr.
"Oh ja, macht ihr nur, lacht mich aus. Eines Tages ist es anders
herum ... dann wollen wir mal sehen, was so lustig ist."
Sie warfen ihre Hände hoch. "Eine Million zu Eins, vielleicht."
"Um eine lange Geschichte kurz zu machen, ich erzählte der
Bedienung, dass mein Auto nicht in die Berge fahren wollte, es fuhr
nur zurück nach Calgary. Ich konnte kaum sprechen. Mein Mund
war trocken und meine Lippen taub und ich war zu müde um noch
beschämt zu sein."
"Sie fragte mich, wo ich denn hin wollte. Mit einem ernsten Gesicht
sagte ich "Über einen Abhang!""
"Sie starrte auf mich, dann plötzlich brach sie in Lachen aus.
Endlich bekam sie sich wieder in den Griff und lehnte sich vor. ‚Du
bist ein wenig dickköpfig, oder? Ich bringe Dir ein Frühstück, denn
Du wirst noch eine Weile bei uns sein.'"
"Sie goss Kaffee in meine Tasse und ging zur Küche. Ich erwartete
aus der Küche Gelächter zu hören, aber ich hörte nichts. Ich nahm
an, dass sie es niemand erzählt hatte."
"Sie fragte mich nie, warum ich über den Abhang fahren wollte,
aber nach noch ein paar Worten, einigen kostenlosen Kaffees und
einem kostenlosen Frühstück ging ich in mein Auto und fuhr nach
Hause."
Jetzt lachten die beiden so sehr, dass ich es langsam satt hatte und
ich entschuldigte mich und ging zur Toilette. Ich war nicht wirklich
sauer auf sie, nur ein bisschen (oder vielleicht doch sehr) verlegen.
Heute ist die Tankstelle geschlossen; nichts ist übrig, nur das
verlassene Gebäude. Ich fahre immer noch manchmal dorthin und
wundere mich wie viele Andere wie ich dort Halt gemacht haben.
Nun, heute bin ich hier und froh darüber. Und wie weit es das
Versprechen betrifft, dass Alles seinen Sinn hat am Ende, das
wurde wahr. Aber soweit es das bessere Wissen angeht, habe ich
das immer noch nicht abgehakt.
Und für die sehr nette und spendable Kellnerin: Danke schön!
Gesucht
Ein Schutzengel.
Muss über eine unglaubliche
Unvorstellbare und total
Unfassbare Geduld verfügen.
Schicke Lebenslauf und Lottoschein
Zum Postfach 40081
Zu Händen von Klaus.
Kapitel Sieben
Als ich wieder von der Toilette kam, hatten sich Neena und Danny
wieder zusammengerissen, haben aber immer noch gegrinst. Ich
setzte mich auf meinen Hocker, Danny fragte mich, ob ich noch
einen Orangensaft möchte.
"Wir wollten über dich nicht so lachen," sagte Neena.
"Du musst zugeben, dass der Teil von wegen der Dickköpfigkeit
ganz schön lustig war," fügte Danny hinzu.
"Ich glaube hier habt ihr mich." Nickte ich zustimmend.
"Und war das Alles?" fragte sie.
"Nicht annähernd, nun wurde es richtig abgefahren."
Danny setze sich auf seinen Hocker, "Also, die Nacht ist noch jung.
Wird sind bereit, wann immer Du es bist."
Dannys Oberlippe fing wieder an zu zittern. Ich beugte mich zu
Neena. "Warum zittert manchmal Dannys Oberlippe?"
"Immer wenn er etwas zurückhält. Er ist kein guter Pokerspieler."
Lachte sie.
Einen Augenblick wunderte ich mich, was Danny so zurückhielt.
Irgendwie war mir das seltsam. Ich habe immer Augen und Ohren
offen für Dinge, die etwas aus der Reihe zu sein schienen. Das war
offensichtlich so etwas.
Ich schaute auf meine Uhr, aber die ging immer noch nicht. Ich
konnte die Feuchtigkeit unter dem Kristallglas sehen. Ich wollte
gerade nach der Zeit fragen, entschied mich dann aber anders.
Außerdem musste ich sonst nirgends sein.
"Mal sehen," sagte ich und dachte nach, wo ich aufgehört hatte,
"Ich bin ungefähr zwei Jahre lang oft umgezogen und anfangs ging
alles gut, aber mein Herz war nicht dabei. Ich war immer noch
unglücklich. Wie auch immer Du es siehst, ist mir egal. Ich weiß,
dass wir dieses Thema schon einige Male hatten. Aber so war es
halt. Ich habe dann aufgehört umzuziehen und habe meine Zeit
genutzt um eine Lösung meines immerwährenden Problems zu
finden. Aber ich hatte kein Geld mehr und ich gab eine zeitlang auf
und entschied mich eine Arbeit zu finden. Es hat nicht lange
gedauert, um einen gut bezahlten Job zu finden. Ein paar Tage
später fand ich ein weiteres Haus zu guten Bedingungen, welches
ich kaufte und einzog. Ich hatte mich entschieden, so zu leben, wie
alle anderen, ich meine, arbeiten, Rechnungen zahlen und etwas
für Alter zusammensparen. Mein Sohn lebte bei mir und ich dachte
ich wäre besser ein gutes Beispiel. Der Gedanke ein solches Leben
zu leben, einfach auf das Ende zu warten, war ganz schön
depressiv, aber das war alles, was ich sehen konnte."
"Nach fünf Monaten Arbeit, kam ich morgens dorthin und wurde
entlassen. Sie erzählten mir, dass die Geschäfte schlecht gingen
und sie zurückfahren müssten. Aber das war nicht der wahre
Grund. Sie sahen, dass ich unglücklich war. Ich konnte es einfach
nicht mehr verbergen. Ich hatte nicht die Energie ständig zu
lächeln. Ich bin mir sicher, dass sie zu der Entscheidung kamen, ich
wäre nicht glücklich, weil ich dort arbeitete."
"Das Ganze kam wie ein Schock. Ich war nicht wirklich sauer,
wusste aber auch nicht, was ich jetzt tun sollte. Ich saß für einige
Wochen im Haus herum und machte nicht mehr, als meinen Hund
spazieren zu führen. Ich hatte noch ein wenig Geld, aber nicht viel
und die Raten für das Haus waren ziemlich hoch. Es war kein
großes Haus, aber es war in einer guten Gegend. Die Wirtschaft
war ziemlich unten und es waren nicht viele gut bezahlte Jobs
vorhanden. Sogar, wenn ich sofort einen nur mittel gut bezahlten
Job bekommen hätte, könnte ich das Haus nicht behalten. Ich
erinnere mich, als ich im Park saß und Rudy, meine Hund
beobachte, wie er mit anderen Hunden spielte, da machte es Klick.
Aus irgendeinem Grund entschied ich mich noch einen Versuch zu
wagen das Glücklichsein zu finden. Ich dachte, dass ich vielleicht in
all den Büchern, die ich gelesen hatte, etwas übersehen hatte, oder
die Anweisungen nicht korrekt befolgt hatte. Sofort nachdem ich
mit Rudy von unserem Spaziergang zurückkam, sprang ich in mein
Auto und fuhr zur Bibliothek. Auf dem Weg zur Bibliothek dachte
ein Teil von mir, dass das alles vergebens ist, aber der andere Teil
kam wieder mit dem größten Enthusiasmus zum Leben. Ich stellte
auch fest, dass immer wenn ich mich an die Arbeit machte um
meine innere Glücklichkeit zu finden, wurde ich wirklich glücklich.
Erst nach einer gewissen Zeit, wenn es mir nicht gelingt über
dieses zeitweise Glücklichsein hinauszukommen, dann wurde ich
richtig depressiv. Ich hatte aber das starke Gefühl, dass es diesmal
klappen würde. Ich erinnere mich, dass ich dachte, alles was du
finden musst, ist dieser Teil, den du verpasst hast. Dann würde
alles gut werden."
"Meine Güte, wie lange dauerte dies an?" unterbrach mich Danny.
"Das ist es," antwortete ich. "Hier begann sich alles zu ändern."
"Gott sei Dank, es hat mich schon ganz depressiv gemacht.
Kommen wir jetzt bald zum Lotterie-Teil?"
"Gerade angekommen."
"Egal jetzt, ich holte also eine ganze Menge Bücher aller möglichen
Themen, die mir nur einfielen, Meditation, Spiritualismus,
Visualisierung, Gedankenkontrolle, Positives Denken, Liebe und so
weiter, sogar einige Bücher über Pendeln, die eigentlich nicht zum
Thema passten. Ich sah sie und entschied, sie mitzunehmen. Ich
habe einige Wochen mit Lesen, Notizen machen und den
Anweisungen nach besten Können zu folgen verbracht. Ich las vom
Aufstehen bis zum Schlafen gehen. Die einzigen Pausen, die ich
machte, waren um zu essen oder um Rudy in den Park zu führen
und um zu praktizieren, was immer in den Büchern vorgeschlagen
wurde."
"Hast Du irgendwelche Ergebnisse erzielt?" fragte sie.
"Nicht wirklich," antwortete ich. "Nicht mehr als das ich es tat,
dabei fühlte ich mich gut, zumindest besser als normalerweise. Ich
habe auch eigentlich keine Ergebnisse erwartet. Es war nur der
Drang zum neuen Versuch, der in mir brodelte. Alleine mein
Versuch gab mir einen Hauch von Hoffnung und in vielerlei Hinsicht
fühlte sich das sehr komfortabel an. Tatsächlich gibt es einen
Unterschied zwischen der Hoffnung, etwas zu bekommen und der
Erwartung, dass etwas passiert. Aber darüber reden wir später."
"Also, von hier an begann sich alles zu verändern. Ich wurde
ziemlich ruhelos und entschied mich, eine Pause einzulegen. Ich
rief einen Freund an, um zu sehen, ob er zuhause sei, nahm ein
paar Biere und ging zu ihm, um ihn zu besuchen."
"Zu dieser Zeit war mein Freund finanziell nicht besser gestellt als
ich auch. Er arbeitete nicht und hatte nicht viel Geld. Er verbrachte
die meiste Zeit damit, Sport zu schauen und die Sportlotterie zu
spielen. Es lief nicht so gut mit der Sportlotterie. Ich schaute mir
einige seiner Fehllose an. Ich bemerkte sarkastisch, dass er auch
einen Dartpfeil benutzen könnte, um herauszubekommen, wer das
Gewinnerteam ist. Er lachte und gab mir recht. Ich habe um Geld
spielen immer so gesehen, als würde man Geld aus dem Fenster
werfen und hoffen, dass das Doppelte zurückkommen würde. Die
Chance darauf ist sehr gering. Ich spielte früher einige Partien
Poker, aber nur zum Vergnügen. Das höchste, was man gewinnen
oder verlieren konnte, waren fünf oder zehn Dollar."
"Als ich über die Lotterielose meines Freundes schaute, kam mir
ein Gedanke. Ich hatte einige Bücher über Pendeln gelesen und ein
Programm darüber im Fernsehen gesehen. Dieser bestimmte
Mensch pendelte nach Mineralien und in diesem speziellen
Programm half er einem Minenbesitzer in einer verlassenen Mine
Vorkommnisse bestimmter Mineralien zu finden. Wie es sich
herausstellte, war er sehr erfolgreich. Der Pendler benutzte eine
einfache Schnur mit einer Art Gewicht am anderen Ende. Es sah so
aus, als würde er ein Linksdrehen für ein Ja und ein Rechtsdrehen
für ein Nein interpretieren. Ich dachte, die Quintessenz war, dass
die Schnur nichts mehr war, als ein Weg um das Unterbewusstsein
mit dem Bewusstsein in Kommunikation treten zu lassen."
"Ich schaute meinen Freund an und schlug vor, dass eventuell eine
Person ihr Unterbewusstsein nutzen könnte, um in die Zukunft zu
sehen und so herauszubekommen, wie man das Spiel gewinnen
könnte. Er dachte, ich sei verrückt und sagte es gäbe keinen Weg
die Zukunft vorher zu sehen und gab mir 20 Gründe, warum es
nicht gehen würde. Es war mir sehr klar, dass er noch dickköpfiger
war als ich."
"Aber je mehr ich darüber nachdachte um so mehr liebte ich diese
Idee. Als ich nach Hause kam, hatte ich es in meinem Kopf schon
mehr oder weniger ausgearbeitet. Ich dachte mir, alles was ich tun
musste, wäre ein Zustand zu erreichen, in dem mein Bewusstsein
und mein Unterbewusstsein zusammen kommen und arbeiten
würden, als eine Einheit und nicht wie üblich getrennt. Es hörte
sich einfach an, trotzdem brauchte ich einige Zeit um es
auszuarbeiten. Es ergab sich, dass es sehr einfach war, außer dass
ich mehr erhielt, als ich aushandelte."
"Was ist so wichtig am Unterbewusstsein?" fragte Danny.
"Das Unterbewusstsein hat eine enorme Menge von Informationen.
Ich glaube auch, dass alle Unterbewusstseine wie ein großes
Netzwerk zusammengeschaltet sind, aber was noch wichtiger ist,
ich glaube, dass das Unterbewusstsein mit unserer Seele in
Verbindung steht ... diesem größeren Teil von uns selbst."
"Ich benötigte eine zeitlang, um die Details auszuarbeiten und
einen Plan zu entwickeln. Ich ging noch einmal zur Bibliothek um
noch einige Bücher zu holen. Ich spielte damit einige Wochen
herum, probierte verschiedene Sachen aus. Jedenfalls habe ich all
die Informationen, die ich finden konnte, zusammen gemischt, ein
bisschen von hier und ein bisschen von da. Die Schlussfolgerung,
zu der ich kam, war, alles was ich tun musste, wäre in einen tiefen
meditativen, tranceähnlichen Zustand zu gelangen. Es schien als
wäre da ein Schleier zwischen dem Bewusstsein und dem
Unterbewusstsein, durch den ich versuchte hindurchzukommen.
Das größte Problem war es, sich darauf zu konzentrieren. Als
erstes versuchte ich mich auf die Spielergebnisse zu konzentrieren,
aber das lies mich in einen Art Traumzustand verfallen und die
Resultate, die ich sah, waren nicht richtig. Dann konzentrierte ich
mich auf mein Unterbewusstsein und hatte damit einige
unterschiedliche Ergebnisse, aber nicht was ich wollte."
"Ich erspare Euch die Details von allem, was ich durchmachte, um
zu meiner Entscheidung zu kommen. Das Fazit ist, dass wir mehr
sind als nur Bewusstsein und Unterbewusstsein. Meine
Entscheidung war, dass ich in Verbindung mit dem totalen Teil von
was immer ich bin, kommen musste. Und um nicht sagen zu
müssen ‚Alles was ich bin' oder ‚Höheres Ich' entschied ich mich für
das Wort Seele um mein Totales Selbst zu beschreiben."
"Ich war überzeugt, dass die Verbindung mit dem größeren Teil
von mir der Schlüssel war, und es war so. Es funktionierte so gut,
dass ich innerhalb von sechs Wochen über einhundertunddreißig
mal gewonnen habe."
"Über wie viel Geld sprechen wir?" unterbrach mich Danny.
Ich trank einen Schluck. Als ich Danny anschaute, war es einfach
die Dollarzeichen in seinen Augen zu sehen.
"Der gesamte Betrag war etwas unter zweitausend Dollar, weil ich
nur kleine Wetten machte. Ich wollte nicht das bisschen Geld, das
ich hatte, aus dem Fenster zu werfen. Außerdem dachte ich, es ist
besser, sich etwas zurückzuhalten, so lange es funktioniert, kann
ich auch langsam machen. Zu diesem Zeitpunkt schien das Geld
eigentlich zweitrangig zu sein. Ich fühlte, dass ich etwas erreicht
hatte, von dem die ganze Welt sagen würde, das ist unmöglich. Ich
fühlte mich, als würde ich auf Wolken gehen."
"Was war mit dem Glücklichsein?" fragte Neena.
"Ich vermute, es wurde eine Zeitlang auf Sparflamme geschaltet."
Antwortete ich. "Es ist viel einfacher an einem warmen Strand
unter einer Palme, die ankommenden Wellen betrachtend,
unglücklich zu sein. Ich war noch nicht dort, aber es war eine
eindeutige Möglichkeit. Wenn ich jetzt zurückschaue, war ich
glücklich. Ich verschwendete Stunden, aber gleichzeitig habe ich es
unheimlich genossen. Noch heute verbringe ich endlose Stunden
herauszufinden, was ich alles mit meinem Bewusstsein anstellen
kann. Man kann sagen, ich fand meine Berufung. Auch wenn ich
heute noch daran Gefallen finde und es mich glücklich macht, ist es
das nicht, wo meine Glücklichkeit herkommt, noch ist es der Grund
für meine Unglücklichkeit gewesen. Aber darauf kommen wir gleich
noch."
"Nun gut, wenn Du depressiv bist, kannst Du es ja auch
komfortabel sein," beobachtete Danny.
"Irgendetwas passierte definitiv. Glücklichsein begann von innen
heraus zu sprudeln. Und es hatte etwas damit zu tun, wie ich mein
Bewusstsein einsetzte. Aber zu der Zeit bemerkte ich lediglich,
dass es schien, als ob ich friedlich lebte."
"Das macht Sinn," sagte Neena. "Man braucht inneren Frieden um
glücklich zu sein!"
"Da stimme ich zu," sagte ich. "Ich war beschäftigt und begeistert,
und scherte mich zeitweise um nichts anderes. Aber Du musst ..."
"Vergiss das!" unterbrach Danny. "Ich brauche die genauen
Anweisungen."
Ich hatte gar nicht bemerkt, dass Danny einen Kuli und einen
Notizblock geöffnet vor sich hatte. Seine Augen waren so groß wie
Löwenzahnblüten und seine Lippe zitterte noch mehr als sonst.
"Es ist wahrscheinlich besser, wenn ich den Rest der Geschichte
zuerst erzähle."
"Ich würde auch lieber den Rest der Geschichte hören," sagte
Neena.
"Ich würde jetzt lieber die Anweisungen haben, sonst vergisst Du
sie wahrscheinlich noch," warf Danny ein.
Neena zuckte mit den Schultern. "Es ist Deine Entscheidung."
Das sah alles so seltsam aus. Ich war mir nicht sicher, ob Danny
nur ein Spiel spielte, oder ob er es ernst meinte. Man muss wissen,
dass es wirklich zwei Arten Spieler gibt. Einer spielt mit dem
Universum und einer ist nur im Spiel. Der Hauptunterschied dabei
ist, dass die, die mit dem Universum spielen, ganz nahe beim
Spielführenden sind und im allgemeinen wissen, wie das Spiel
verläuft und auch in dieser Richtung arbeiten. Sie wissen auch, wer
welche Karten hat. Der andre Teil, wie z.B. ich, spielen einfach das
Spiel. Ich war mir sicher, dass Neena und Danny das Spiel mit dem
Universum spielten aber nun schien es, dass nur Neena dies tat.
Danny spielte einfach das Spiel, so wie ich. Manchmal macht das
Universum das Spiel, während es spielt, so scheint es mir
zumindest.
Es war nicht das erste Mal, dass ich mit dieser Entscheidung
kämpfte, ob ich diese Anweisungen in ein Buch packen sollte oder
überhaupt jemand davon erzählen sollte. Es sah so aus, dass ich
wieder an einem Scheideweg sei. Es machte für mich keinen Sinn,
dass das Universum so eine wichtige Entscheidung mir überließ.
Oder doch?
Ich entschied Danny die Anweisungen zu geben, aber zuerst,
dachte ich, wäre es eine gute Idee, ihm eine Lektion geben. Um
ehrlich zu sein, wollte ich mich nur absichern.
"OK, ich gebe Dir die Anweisungen, aber ich möchte, dass Du
weißt, dass dies für eine ganze Menge von Dingen verwendet
werden kann und wenn Du es zum Glücksspiel verwendest, dann
übernimmst Du alleine die ganze Verantwortung. Du verwendest
sowieso zwei Dollar für ein Los, das ist in Ordnung, dann kannst
Du Dir auch die besten Chancen geben. Aber wenn Du Dein
Haushaltsgeld dort verwendest, dann kann ich Dir schon jetzt
sagen, dass Du es verlieren wirst, und ich erkläre Dir auch warum
..."
"Ich stimme zu, kein Problem," sagte er, wie ein Kind mit einem
neuen Spielzeug.
Ich nahm einen Schluck Orangensaft und dachte bei mir, diese
Worte habe ich schon einmal gehört.
Träume
Träume, oh süße Träume
Man sagt
Wenn es träumbar ist
Kann man es auch erreichen
Ich sehe dies nun, so klar wie nie zuvor
Die Frage ist,
Werde ich mich daran erinnern?
Wenn ich aufwache?
Kapitel Acht
"Das Erste was Du verstehen musst, ist der Bedürfnis-Faktor. Es ist
so: Wenn Du zu einem Poker-Spiel mit Deinen letzten zwanzig
Dollar gehst und Du musst unbedingt gewinnen, kannst Du das
Geld auch gleich auf den Tisch legen und wieder gehen, weil, wenn
Du etwas unbedingt benötigst, wird es schwer sein, es zu
bekommen. Am einfachsten zu beschreiben wäre dies mit, Du
musst Dich loslösen von den Ergebnissen."
Danny hatte seinen Block weggelegt und blickte mich verdutzt an.
"Es schien, dass Du das Geld ziemlich nötig hattest zu der Zeit.
Was ist da Anders?"
"Eigentlich war ich damals an einem Punkt in meinem Leben, wo
mir alles egal war. Gewann ich, gut, wenn nicht, macht nichts? Und
außerdem wusste ich von dem Bedürfnis-Faktor. Das war etwas,
dass ich auf die harte Art und Weise viele Jahre vorher lernen
musste. Es gibt wirklich einen großen Unterschied zwischen sich
etwas wünschen und etwas zu brauchen. Der Unterschied ist ganz
einfach: wenn wir etwas wünschen, neigen wir dazu daran zu
denken und Methoden zu erarbeiten, wie man es erreichen kann.
Aber wenn wir zu einem Punkt kommen, wo wir fühlen, dass wir
irgendetwas dringend benötigen, ist unser Verstand nicht klar.
Stattdessen denken wir daran, was passiert, wenn wir keinen
Erfolg haben. Es ist wie in eine Richtung zu schauen, aber in die
andere Richtung laufen oder fahren zu wollen. Es funktioniert nicht.
Der Verstand arbeitet nach dem gleichen Prinzip. Er muss sich auf
das konzentrieren, was wir erreichen wollen und nicht darauf, was
etwa passiert, wenn wir verlieren."
"Also muss ich es nur aus Spaß machen oder als wäre es ein
Hobby." Sagte Danny.
"Das ist für den Anfang perfekt. So bist Du nicht unter dem Druck
und kannst Dich darauf konzentrieren, was Du erreichen möchtest.
Wenn Du große Summen rein steckst, bist Du von den Ergebnissen
abhängig, nimmst Du aber nur kleine Beträge von zwei bis drei
Dollar, dann macht es nichts viel aus, da Du es ja sowieso tust."
"Bist Du sicher, dass Du alles verstehst, was Klaus Dir sagt,
Danny?" fragte Neena leise.
"Ich verstehe es, kein Problem," antwortete er, "Wie weiter?"
"Als nächstes brauchst Du einen ruhigen Platz, an dem Du nicht
gestört wirst. Du musst Dich entweder hinlegen oder in einem
bequemen Sessel setzen. Ich bevorzuge das Liegen, weil ich dann
nicht darauf achten muss, dass mein Kopf vornüber fällt. Das
einzige Problem beim Liegen ist, dass Du ein bisschen daran
arbeiten musst, dabei nicht einzuschlafen. Dann musst Du Dich
total entspannen und Deinen Körper zum Schlafen bringen, aber
nicht Deinen Verstand. Einfach daliegen und Deinem Körper
erlauben einzuschlafen, bis zu einem Punkt, an dem Du Deinen
Körper nicht mehr spürst und auch nichts mehr hörst. Das Hören
abzustellen ist dabei nicht unbedingt notwendig, aber es hilft
enorm und kann am Ende einen großen Unterschied machen."
"Sollte ich mir etwas vorstellen, um meinen Gehirn wach zu
halten.?"
"Das ist der schwierige Teil dabei. Du musst Dich auf Deine Seele
konzentrieren. Ich definiere Seele als das größere Ich von uns oder
das Gesamte was Du bist, was immer dies für Dich sein mag. Das
Problem dabei ist, dass man es sich nicht vorstellen kann. Die
beste Methode, die ich bis jetzt gefunden habe, war die, so zu tun,
als würde ich auf meine Seele hören. Ich tue so, als würde ich von
ganz weit weg und sehr leise etwas hören. Nimm Dir mal die Zeit
und tue so als würdest Du versuchen zu hören, was außerhalb der
Bar vor sich geht."
Danny schloss die Augen und war ganz still. Ich bemerkte, dass er
den Atem anhielt.
"Nein, nicht den Atem anhalten. Mach alles was Du machst mit
Deinem Verstand, aber atme weiter."
Danny öffnete seine Augen. "Ich denke ich hab's. Mein Verstand
war total fokussiert, aber er hat absolut nichts getan. Eigentlich
war er total leer."
"Das ist richtig, aber das Schwerste dabei ist fokussiert zu bleiben
ohne andere Gedanken zu haben. Das ist nicht schwer, für ein paar
Sekunden, danach aber versucht das Gehirn Bilder und Gedanken
durchzusetzen. Was immer auch passiert, Du darfst Dich nicht mit
diesen Gedanken beschäftigen. Wenn Du bemerkst, dass Du es tust
oder Dich von den Bildern verwickeln lässt, musst Du Deinen
Verstand wieder auf die Seele konzentrieren. Wenn du dieses
Abschweifen nicht auffängst, verfällst Du in einen Traumzustand
und von dort wirst Du sehr wahrscheinlich einschlafen. Ein anderer
wichtiger Aspekt ist es, die Fokussierung entspannt zu tun. Du
kannst Dich nicht anstrengen, denn dann bist Du nicht entspannt
und bekommst anschließend Kopfschmerzen. Also Du musst
mental, körperlich und emotional entspannt, aber gleichzeitig
fokussiert sein. Es hört sich schwierig an, aber tatsächlich ist es
ganz natürlich."
"Warum kannst Du Dir nicht einfach die Resultate in Deinem Kopf
vorstellen?" fragte Neena.
"Das wollte ich auch gerade fragen!" sagte Danny.
"Ich weiß nicht genau warum. Alles was ich weiß ist, wenn Du in
diesem frühen Stadium mit der Visualisierung anfängst, wird das,
was Du siehst vom Traumzustand kommen und wird deshalb nicht
zutreffend sein. Ich weiß noch nicht alles, ich glaube aber, dass Du
den Traumzustand umgehen musst, um den höheren Teil von Dir
selbst zu erreichen. Es ist wie eine Gabelung auf einem Weg; Du
kannst rechts oder links gehen, wobei links der Traumzustand ist
und rechts das höhere Selbst. Anfangs wird es schwierig sein, sich
vom links abbiegen abzuhalten. Wir machen das ganz natürlich,
und das nur, weil wir es so oft getan haben und für die meisten
Leute wurde der Weg zum höheren Selbst oder der Seele nicht sehr
oft benutzt. Es ist, wie einer Spurrille zu folgen, es besteht die
Tendenz, Dich nach links zu ziehen."
"Das macht Sinn, Ich denke, ich verstehe es. Aber warum denkst
Du, das mir meine Seele helfen wird?" fragte Danny zweifelnd.
"Das ist eine gute Frage, aber so habe ich das noch nicht gesehen.
Ich glaube, ich erreiche und werde der große Teil von mir, und in
diesem Stadium angekommen, habe ich alle Quellen zu meiner
Verfügung. Warum solltest Du einen alten Taschenrechner
benutzen, wenn Du einen sehr großen und schnellen Computer in
Deinem Schrank hast? Wenn Du in Deinem Leben eine wichtige
Entscheidung zu treffen hast, warum solltest Du das kleine
Bewusstsein benutzen, wenn Du diese unglaubliche Quelle zur
Verfügung hast?"
"Du musst Dir es so denken. Wann immer Du Entscheidungen
fällst, versuchst Du sinngemäß die Zukunft vorherzusehen, auch
wenn Du nur eine kleine Entscheidung fällst, wie z.B. wann Du
Abendessen bereiten sollst. Wann werden alle da sein? Um welche
Zeit? Wie lange wird es dauern? Und so weiter. Das Bewusstsein ist
nur in der Lage sehr kleine und langsame Berechnungen zu
machen, aber das größere Selbst von Dir, Dein Unterbewusstsein,
hat mehr Informationen zur Verfügung und hat alle Erinnerungen,
von allem, was Du gesehen, gehört, gerochen, gefühlt oder
erfahren hast in seinem Speicher. Somit kann es diese
Informationen nutzen, um Dinge sehr viel schneller und sehr viel
genauer zu berechnen als das Bewusstsein. Um ein Beispiel zu
geben, das Unterbewusstsein hat ein photografisches Gedächtnis.
Alles, was wir mit unseren Augen sehen ... auch wenn wir es nicht
bewusst sehen ... ist im Unterbewusstsein aufgezeichnet, und das
bemerkenswerte ist, dass alle Unterbewusstseine irgendwie
verbunden sind. Wie ein Computer, der mit Tausenden von
anderen Computern verbunden ist und jede Informationen von
irgendwo her herunterladen kann. Wissenschaftler debattieren dies
heute, aber es ist Wissen, das schon seit Tausenden von Jahren
bekannt ist. Dann kommt das höhere Bewusstsein oder der Teil,
den ich meine Seele nenne. Dieser Teil von mir lebt ohne Zeit- und
Raumeinschränkungen."
Ich machte eine Pause um Danny, der sich wand, wie ein Kind, das
zur Toilette musste, die Chance zu geben, seine Frage zu stellen.
"Warum fokussierst Du auf Deine Seele, wenn Du sagst, dass das
Unterbewusstsein so viele Informationen zur Verfügung hat?"
"Ich habe nicht alle Antworten, aber über die Jahre habe ich viele
Bücher gelesen und ich liebe es, zwischen den Zeilen zu lesen.
Niemand hat direkt gesagt, dass er dies probiert hat, aber ich
glaube, das viele es getan haben, und viele probierten die
Visualisierung und sind gescheitert. Ich glaube auch, dass viele
versucht haben ihr Unterbewusstsein zu nutzen und gescheitert
sind. Ich glaube, dass nur wenige, wenn überhaupt welche,
versucht haben, ihre Seele zu nutzen."
"Warum denkst Du das?" fragte Neena.
"Ich habe mehr Theorien als Antworten. Aber viel hat mit
Aberglaube und Angst zu tun. Ich denke, dass es meistens mit
Angst zu tun hat, weil mein Freund sich fürchtete, es zu probieren,
obwohl er überhaupt nicht religiös ist, weil er dachte ich würde
einige kosmische Gesetze brechen. Es sieht so aus, als ob dies ein
sehr gut gehütetes Geheimnis war und nur an wenige Meister
weitergegeben wurde."
"Warum denkst Du, wurde es geheim gehalten?" fragte sie.
"Das ist wirklich eine gute Frage. Ich bin selbst ein bisschen
beunruhigt," sagte er.
"Sehr wahrscheinlich aus Angst," antwortete ich.
"Wovor hatten diese Meister denn Angst?" fragte sie.
Danny nickte mit seinem Kopf als wollte er sagen, das er die
gleiche Frage stellen wollte.
"Sehr wahrscheinlich vor der Dunkelheit. Wissen zu besitzen,
nimmt nicht immer die Angst und Wissen zu besitzen, macht Dich
nicht notwendigerweise stark genug für die Vorkommnisse des
Lebens."
"Du scheinst nicht über große Kenntnisse zu verfügen, also warum
hast Du keine Angst mit etwas zu spielen, das über Jahrhunderte
versteckt wurde?" fragte Danny.
Ich lachte über diese Frage. "Mit was will das Universum mir denn
drohen, ich habe schon einige Male versucht mir das Leben zu
nehmen. Das einzige, was übrig bleibt, ist Unmoralität, was mir nur
mehr Zeit bringen würde um in noch mehr Schwierigkeiten zu
kommen. Ich habe jetzt etwas, das Tausend mal stärker als alles
was dunkel und negativ ist. Warum sollte ein größerer Teil von Dir
bestürzt sein, sich damit zu verbinden? Das war es nicht, was sie
zu verbergen suchten. Es war das, wozu Du fähig bist, wenn Du zu
diesem größeren Teil von Dir verbunden bist. Es ist manchmal
faszinierender als der Lotterie-Kram."
"Was ist das?" Danny legte seinen Stift hin. Seine Lippe zitterte
jetzt definitiv.
Ich lächelte innerlich. "Ich habe Dir gesagt, Du solltest bis zum
Ende der Geschichte zuhören, aber Du hast darauf bestanden. Nun
musst Du warten, bis ich Dir die Anweisungen gegeben habe. Aber
zuerst brauche ich einen frischen Orangensaft und muss zur
Toilette. Dann gebe ich Dir den Rest der Anweisungen, die Du so
sehr möchtest."
Ich lächelte immer noch innerlich als ich zur Toilette ging. Ich
dachte an etwas, das mein Freund John mir immer sagte. "Halte
immer ein Ass im Ärmel. Kann sein, dass Du es nicht brauchst,
aber selbst wenn Du nichts hast, wirst Du immer fühlen, dass Du
etwas hast..."
Angst
Die Angst es zu versuchen
Wird am Ende
Die Tränen
Der Liebe vergießen
"Ich hoffe ich habe Recht damit ...."
Kapitel Neun
Die Toilette war extrem winzig. Es gab nur ein Waschbecken und
ein Abteil mit einer kleinen Tür. Ich ging in das Abteil und schloss
die Tür hinter mir. Ich dachte, dass ich vielleicht nicht die Lotterie-
Informationen hätte erwähnen sollen. Vielleicht hätte ich sie
geheim halten sollen. Andererseits sind da so viele segensreiche
Dinge, die man damit tun konnte. Ich hörte, wie sich die
Toilettentür öffnete und dachte ich hörte einige Schritte. Als sich
die Tür schloss, hörte ich etwas, dass sich wie die Stimme eines
alten Mannes anhörte.
Er sagte, "Habe keine Angst, zu erzählen, was Du weißt. Lass mich
den Rest machen."
"Oh ja, und wer bist Du?" antwortete ich sarkastisch; ich dachte,
dass sich Danny eventuell einen Spaß mit mir erlaubte. Ich öffnete
die Abteiltür und erwartete Danny dort stehen zu sehen, aber es
war niemand da. Ich verließ schnell die Toilette und untersuchte
die Bar, aber da war niemand, außer Danny, Neena und dem alten
Mann, der immer noch an seinem Tisch saß. Ich dachte, dass ein
alter Mann niemals so schnell wieder an seinen Tisch
zurückkommen konnte, und es sah so aus, als hätte er sich
überhaupt nicht bewegt. Danny und Neena starrten auf mich und
wunderten sich, warum ich dort herumstand. Ich ging zurück zu
meinem Barhocker und setzte mich.
"Ist irgendjemand zur Toilette gegangen, als ich drin war?" Beide
schauten auf mich und dann sich an und schüttelten den Kopf.
"Ich hoffe nicht, dass unter Umständen das Zeugs aus der grünen
Flasche zu Halluzinationen führt?" Fragte ich.
"Ich nicht," Danny schüttelte seinen Kopf. "Was ist mit Dir Neena?"
"Ich bin in Ordnung." Sie zuckte mit den Achseln.
"Es ist sehr wahrscheinlich der Scotch, der Stoff ist normalerweise
gut für ein paar rosa Elefanten. Was hast Du gesehen?" fragte
Danny.
"Ich dachte, jemand gehört zu haben, aber es macht nichts. Lass
uns zu den Anweisungen zurückkommen."
"Gute Idee." Danny nahm seinen Stift.
"Nun, wenn Du diese Übungen ausführst, kannst Du zu einem
Punkt kommen, wo Du anfängst Dinge zu hören, etwa Worte oder
Musik, oder einfach Töne. Es kann auch passieren, dass Du an
einem Punkt ankommst, an dem sich Bilder in Deinem Verstand
abzeichnen, aber dass muss Dich nicht stören. Das Beste, was Du
tun kannst, lass es einfach geschehen ohne Dich damit zu
beschäftigen. Die Dinge sind nur Echos Deines Verstandes.
Übrigens ist das auch ein gutes Zeichen, da Du dann sehr nahe
dem bist, wo Du hinwillst."
Ich nippte an meinem Orangensaft um Danny eine Chance zu
geben, mit seinen Notizen fertig zu werden.
"Was sind also diese Visionen und Töne, die man hört?" fragte sie.
"Meine Theorie ist, dass der Verstand, ganz speziell das
Unterbewusstsein, niemals aufhört zu arbeiten. Ich glaube, an
diesem Punkt stellst Du den Kontakt mit dem Unterbewusstsein
her, wichtig ist, nun weiter zu machen, Dir erlauben noch tiefer zu
sinken und nur auf Deine Seele zu konzentrieren, was immer Du
auch siehst und hörst."
Danny schaute von seinen Notizen hoch. "Wie weiß ich, ob ich
meine Seele erreicht habe?"
"Das ist eine gute Frage. Eigentlich erreichst Du sie nach und nach.
Es ist etwas, dass jedes Mal, wenn Du es tust, mehr wird. Aber Du
weißt, wenn Du dort bist. Eines der Zeichen ist, dass Du Dich sehr
friedvoll fühlst, es kann sein, dass Du Dich größer fühlst. Dein
Verstand ist ganz klar. Es ist schwer zu erklären, aber wenn Du
dort bist, da geht nichts drüber. Es kann auch sein, dass Du Dich
mehr dem Universum verbunden und gleichzeitig von den
Alltagssorgen getrennt fühlst. Ich kann es nur so beschreiben. Ich
glaube, es ist bei jedem anders."
Ich machte eine Pause um Danny wieder die Chance zu geben,
seine Notizen fertig zu stellen. Offensichtlich schrieb er jedes
einzelne Wort auf.
"Wie kann Danny nun herausbekommen, wie die Resultate des
Spiels sind?"
"Das ist der spaßige Teil. An diesem Punkt musst Du einige
Entscheidungen fällen, Du kannst eine Menge verschiedener und
faszinierender Dinge tun, von denen ich Euch später noch erzähle,
aber, wenn Du den Weg zur Vorstellung der Spielresultate wählst,
soll es so sein. Nun, alles was ich bis jetzt gesagt habe, müsst Ihr
haargenau befolgen. Der Pfad ist sehr schmal und ihr müsst
konzentriert bleiben."
"Ich bin fertig!" lächelte er.
"OK, hier kannst Du anfangen zu visualisieren. Was ich gerne tue
ist, so zu tun als würde ich in der Zeit vorwärts gehen und mich
zum Lebensmittelladen an der Ecke begeben. Dann stelle ich mir
vor, wie ich zu dem Lotterie-Stand gehe und direkt auf die
Ergebnistafel schaue. Ursprünglich stellte ich mir vor in einem Zug
zu fahren und jede Station entsprach einem Tag in die Zukunft.
Wenn der Zug an dem Tag, zu dem ich wollte anhielt, stieg ich aus
dem Zug aus und ging zum Zeitungsstand und schaute nach den
Resultaten in der Tageszeitung. Aber ich fand heraus, dass ich
manchmal zu sehr meine Vorstellungskraft benutzte. Später
erkannte ich, dass dies so war, weil ich versuchte den Zug zu real
zu machen, als einfach nur das Gefühl zu haben, in einem Zug zu
sein."
"Wie kann ich es unterscheiden, ob ich mir nur etwas einbilde, was
ich sehe?" fragte er.
"Einiges davon wird Einbildung sein; da geht kein Weg dran vorbei.
Die beste Methode, die ich fand, ist, sich den Zug oder den
Lebensmittelladen vorzustellen, was immer Ihr Euch auswählt, und
es dann aber sich nur ganz leicht vorzustellen, so dass es nicht real
wird, sondern nur eine Art Zeitmessmethode. Aber wenn Ihr auf
die Resultate schaut, müsst ihr ganz klar visualisieren und Eure
Vorstellungskraft nur gering einzusetzen. Ihr solltest es auch nicht
zu lange machen. Ich hatte auch gute Ergebnisse als ich einfach
meine Seele fragte, mir die Antworten in meinen Bewusstsein zu
legen. Auf diesem Wege ist es so, als ob Du auf einen Bildschirm
schaust und die Ergebnisse sind dort dargestellt. Es macht auch
nichts verschiedene Dinge auszuprobieren, um herauszufinden,
was am Besten für Dich wirkt. Wenn die Antworten nicht stimmen,
liegt es nicht daran, dass Eure Seele Euch nicht die richtigen
Antworten gibt, sondern ihr die Informationen nicht richtig
empfangt."
"Wie lange hast Du gebraucht, um das zu erreichen?" fragte sie.
"Ungefähr zehn Tage."
"Das ist nicht schlecht," sagte er.
"Ihr müsst wissen, dass ich zu dieser Zeit arbeitslos war und die
meiste Zeit des Tages daran arbeitete. Da sind noch ein paar
untergeordnete Dinge, die Ihr wissen solltet. Nicht alle Antworten,
die Ihr bekommt sind korrekt, aus verschiedenen Gründen. Die
Zukunft ist nicht in Stein gemeißelt und kann sich jederzeit ändern.
Also versuchte ich die Ergebnisse von sechs bis zehn verschiedenen
Spielen zu erhalten. Später dann schaute ich mir die Antworten an
und verglich sie mit dem, was ich gewählt hätte. Daraus habe ich
dann zwei oder drei Spiele ausgewählt und diese gespielt.
Manchmal, wenn ich fühlte, dass ich einen guten Tag hatte und die
Information sehr klar war, habe ich mehrere Spiele gespielt, aber
nur, wenn das Gefühl in Ordnung war. Außerdem machte ich sehr
kleine Wetten und Kombinationen. Sagen wir ich hatte zehn Spiele.
Dann spielte ich drei oder vier Spiele auf drei oder vier Losen.
Wenn ein Fehler bei dieser Methode dabei ist, konnten die Gewinne
immer noch die Verluste übersteigen."
"Es scheint so einfach zu sein, aber ich sehe, dass da doch etwas
Arbeit dazugehört. Also ist das alles, was es gibt?" fragte er.
"Das ist alles!" antwortete ich. "Vielleicht noch eine Sache. Hüte
Dich vor dem Anfängerglück!"
"Was heißt das?"
"Wirst Du sehen."
"He, das ist ..."
"Ich sehe es!" sagte Neena, aufrecht auf ihrem Hocker sitzend. "Oh
Gott, das ist ... Toll, beinahe hätte ich es verpasst! Kannst Du es
nicht sehen, Danny?"
"Halt! Wenn jemand es nicht sehen kann, dann ist er nicht bereit.
Man darf es nicht erklären."
Sie legte ihre Hand über ihren Mund und lächelte. "Ich sage kein
Wort"
"Das ist nicht lustig." Danny sprang von seinem Hocker und nahm
seine Notizen.
Ich lächelte so sehr, dass ich beinahe meine Lippen an meinem Ohr
spüren konnte.
Er schaute von seinen Notizen auf zu mir. "Wer denkst Du wer Du
bist? Der Spielleiter?"
Während ich versuchte, das Grinsen auf meinem Gesicht zu
kontrollieren, dachte ich für mich, ‚Ich bin nicht der Spielleiter,
aber ich habe zur Zeit mehr als eine Karte.' Wenn Du mit dem
Universum in der richtigen Art und Weise spielst, was bedeutet, mit
Respekt, Liebe und Güte, dann gibt das Universum Dir mehr
Karten. Ich habe gehört, wenn Du ein ganzes Kartenspiel hast,
lässt Dich das Universum auch einmal Spielleiter spielen. Das ist
mehr Verantwortung, als ich dran interessiert bin und ich stelle mir
vor, wenn eine Person so viele Karten erhält, müsste diese sehr
geeignet sein, um einen Unterschied auf dieser Welt machen zu
können. Ich vermute jemand wie Mutter Teresa hatte bestimmt ein
paar Kartenspiele. Es ist schwer zu sagen; alles was ich weiß ist,
dass drei oder vier Karten Dich weit bringen können.
Das innere Kind
Hast Du je bemerkt
Das in jedem Erwachsenkörper
Ein Kind ist
Das tritt, um heraus zu kommen?
Möglicherweise sollten wir sie herauslassen
Bevor sie alles zerstören.
Kapitel Zehn
Danny war völlig außer sich, wegen dem kleinen Geheimnis, dass
Neena und ich hatten. Ich sagte ihm, dass da noch einige Hinweise
im Rest der Geschichte seien. Das beruhigte ihn für den
Augenblick. Es ist nicht wirklich ein Geheimnis, sondern es ist eines
der Dinge, wenn Du sie zu erklären versuchst, wird es im Hirn der
Person verformt und in dem Augenblick, in dem es verformt wurde,
ist es nicht mehr das, was es einmal war. Einige Dinge im
Universum kann man nicht in Worte fassen. Es zu versuchen,
zerstört es im gleichen Moment und endet gewissermaßen in etwas
völlig Unbrauchbarem. Das größte Problem, wenn Du versuchst es
jemand zu erzählen, werden sie es verformen und später, wenn sie
die Information noch einmal in ihrer wahren Form erfahren, werden
sie auch diese automatisch verformen und so wird die Information
verloren sein.
Ich schaute Danny an. "Bevor ich den Rest der Geschichte weiter
erzähle, sollte ich Euch etwas, dass ich vergessen hatte zu
erzählen, sagen, ist mir gerade eingefallen."
"Das ist eine Überraschung," Grinste Danny sarkastisch.
"Das ist wirklich sehr wichtig, speziell, wenn Du Probleme hast, sich
auf Deine Seele zu konzentrieren. Ich habe über die Jahre eine
Menge Bücher über Östliche Meditation gelesen und viele davon
erwähnten verschiedene Bereiche in Deinem Bewusstsein in denen
Du meditieren kannst, aber keines erwähnte das Stammhirn. Es ist
ungefähr so. Ich mag es nicht in dunkle Keller zu gehen, auch
wenn dort Licht ist, weil es dort noch genug dunkle Stellen gibt, an
denen sich die Kellergeister verstecken können. Ich habe
herausgefunden, wie ich am Besten mit dunklen Kellern umgehe,
ich stelle ein Licht in die dunkelste Ecke. Das Gehirn arbeitet
ungefähr genau so."
Aus irgendeinem Grund dachte Neena, dass dies amüsant wäre.
"Wenn Du versuchst, Dich auf Deine Seele zu konzentrieren,
benutzt Du irgendwie das, was einige Yogi das höhere Bewusstsein
nennen. Aber Teile Deines Bewusstseins versuchen andere
Gedanken nach oben zu bringen. Das ist etwas, mit dem ich immer
zu kämpfen hatte. Die Frage war, welcher Teil des Bewusstseins tat
dies? Also habe ich mir die Teile des Bewusstseins, die die
Meditationsbücher erwähnten, einmal angeschaut. Ich schaue
immer nach sonderbaren Dingen, Dingen, bei denen etwas nicht
passt, aber die sehr normal aussehen, zu normal."
"Was meinst Du?" fragte sie neugierig.
"Sieh Dir die östlichen Schriften der Yogi und Meister an. Wenn Du
Ihnen eine Frage stellst, bekommst Du nur eine kurze Antwort,
gibst Du ihnen aber Papier und Stift in die Hand, dann schreiben
Sie los, bis die Welt untergeht (Im Original, leider im Deutsch nicht
verständlich: bis die Kühe nach Hause kommen.). Irgendwie
inkonsequent, oder?"
"Glaubst Du das dies etwas bedeutet." Fragte Danny.
Ich nickte mit dem Kopf. "Wenn etwas vorhanden ist, bedeutet es
etwas. Was ist z.B. mit der Tatsache, dass alle verschiedenen
Rassen angehören und aus verschiedenen Ländern kommen, aber
die Schreibmuster alle gleich sind? Ich grübelte über die Tatsache,
dass sie Hunderte und Aberhunderte von Seiten schreiben, die
nichts aussagen. Nicht nur, dass sie alles wieder und wieder
schreiben und alles immer dasselbe ist, nur die Sichtweise und
Behandlung ist unterschiedlich. Lasst es uns so sehen, sie müssen
in einer Art Code schreiben und wenn sie alle den Code kennen,
kann es nicht schwierig sein, den Code zu dechiffrieren. Wenn
jemand zehn Bücher schreiben kann, ohne etwas auszusagen, ist
das faszinierend, denn das heißt, dass sie zwischen den Zeilen
schreiben. Also schaute ich nach Plätzen, bei denen sie sagten, es
lohnt sich nicht zu schauen und grub an Plätzen, die sie nicht
einmal erwähnten ..."
"Alles in Allem, wenn Du einen Schatz hast und willst jemand
davon erzählen, und nur sagen wo er ist oder wie er zu heben ist,
wenn sie Dir folgen, dann musst Du schon ein gutes Netz spinnen."
"Also, das Problem, dass ich fand war, wenn Du Deine Seele oder
den größeren Teil von Dir nicht erreichen kannst, ohne Deinen
Verstand, der wie ein Huhn gackert, das ein Ei gelegt hat,
auszuschalten und der Schlüssel dazu ist, dass dies das einzige ist,
was sie anscheinend weggelassen haben. Dann schalte es aus und
Du bist drin."
Eine Minute lang war ich stolz auf mich, dann erkannte ich, dass ich
mich wie ein Hahn auf dem Pfosten benahm, der seine Hühner
angaggerte und prahlte. Junge, ich hasse, wenn so etwas passiert.
"Du musst ja richtig stolz auf Dich gewesen sein, all dies
herausgefunden zu haben." Sagte sie, den Dorn noch tiefer
drückend.
"Ich habe schon Meditation probiert und hatte immer Probleme mit
Gedanken, die sich einschlichen. Wie kann ich die abschalten?"
fragte er.
"Das ist ein Kinderspiel. Erst entspanne Dich und werde ruhig,
dann, nur für eine Minute, stelle Dir vor, dass ein Lichtstrahl von
Deiner Seele und direkt von der Oberseite Deines Kopfes kommt,
der alles mit einem sehr hellen Licht erleuchtet. Nicht mehr
visualisieren, sondern nur noch im Hinterkopf behalten. Ungefähr
so, als wäre da ein Zimmermann auf Deinem Dach, der es
reparierte. Du musst nicht den ganzen Tag da stehen und ihm
zusehen, es reicht, wenn Du weißt, dass er da ist. In nicht ganz so
vielen Worten, lasse das Licht wo es ist, ohne Dir es immer wieder
vorzustellen. Das hält die Zone sehr beschäftigt. Ich weiß nicht,
was diese Zone des Gehirnes eigentlich tun soll, aber ich weiß,
dass es wirkt, und das ist alles, was zu diesem Zeitpunkt zählt."
"Danny erzähl Klaus von den Kellergeistern." Wechselte Neena das
Thema.
Er schüttelte den Kopf. Die Angst schaute ihm aus den Augen.
Neena beugte sich zu mir. "Wir haben hier einen Keller, aber Danny
geht nicht dort hin, weil er denkt, dass es dort Monster gibt.
Möchtest Du einmal schauen?"
"Ich denke nicht ... Wenn Danny sagt, dass Monster im Keller sind,
ist das gut genug für mich."
Sie lachte. "Ihr Männer seid alle gleich! Ihr macht viel Lärm, aber
wenn der Wolf kommt, seid ihr nirgends zu finden."
Ich entschied mich diesen Kommentar zu überhören und dachte,
wo ich war, bevor ich abgelenkt wurde.
Geheimnisse des Universums
Der Schlüssel
Gedanke, Vertrauen
Das Schloss
Tat, Liebe
Die Tür
Ergebnis, Freude
Das Spiel
Beharren.
Kapitel Elf
"Während dieser sechs Wochen haben seltsame Dinge ihren Anfang
genommen. Ich konnte sie nicht erklären, aber meine
Aufmerksamkeit war gestiegen und ich wurde viel sensibler für das,
was um mich herum vor sich ging. Ich wollte diesen Dingen
wirklich nicht begegnen, also dachte ich, das Beste, was Du tun
kannst, ist, sie einfach zu ignorieren. Es begann alles ganz
langsam. Erst fühlte ich, dass ich beobachtet wurde. Du kennst das
Gefühl; es ist, als ob Dich jemand anstarrt. Meistens fühlte ich es
nachts, also fing ich an, die Lichter anzulassen. Das Nächste was
passierte, war ebenfalls abends. Ich saß mit meinem Hund Rudy im
Wohnzimmer und manchmal setzte er sich einfach hoch, stellte
seine Ohren auf und starrte zur Mitte des Raumes, als ob er auf
etwas schauen würde. Er tat dies die Wochen über sehr oft. Ich
konnte nie etwas sehen oder hören, aber manchmal fühlte ich
deutlich, dass mich etwas anstarrte. Das Interessanteste war, dass,
wenn Rudy sich entschied, den Raum zu verlassen, ging er um die
Stelle herum, die er immer anstarrte, obwohl er normalerweise
dort geradeaus geht."
"Das Nächste, was passierte war, dass Sachen sich bewegten. Zum
Beispiel, wenn ich etwas irgendwo hinstelle, vielleicht eine Tasse
oder ein Buch, ist es später irgendwo anders. Ich versuchte mir
selbst einzureden, dass ich unaufmerksam gewesen wäre, aber
irgendwo im meinem Hinterkopf wusste ich, dass das nicht das
Problem war. Ich lebe sehr einfach mit nur ein paar Sachen, aber
die Sachen, die ich habe, sind immer auf ihrem Platz. Eines
nachmittags legte ich mich für meine Meditation hin um meine
Wetten auszuwählen, aber ich hatte vergessen, die Heizung höher
zu stellen. Wenn ich in eine sehr tiefe Meditation gehe, sinkt meine
Körpertemperatur ziemlich ab. Ich begann schon mit der
Entspannung, als ich fühle, dass ich kalt wurde. Ich wollte nicht
aufstehen und wieder von vorne anfangen. Da hörte ich die
Feuerung angehen und dachte, ich hätte den Thermostat
hochgestellt und habe meine Meditation fortgesetzt. Als ich damit
fertig war, war das Haus extrem heiß. Nachdem ich aufgestanden
war, ging ich zum Thermostat, um ihn herunter zu drehen, aber als
ich auf ihn sah, bemerkte ich, dass ich ihn nie hochgedreht hatte.
Es stand auf unter 21 Grad, aber die Raumtemperatur hatte 27
Grad erreicht, und während ich auf den Thermostat schaute, hörte
ich die Heizung ausgehen."
"Diese sechs Wochen lang hatte ich auch einige seltsame Träume.
In zwei von ihnen erinnere ich mich daran mit einem Engel
gesprochen zu haben, aber ich kann mich nicht mehr genau an den
Traum erinnern oder über was gesprochen wurde. Ich hatte auch
einige Träume, in denen ich Schwertkämpfe focht, aber ich
erinnere mich nicht an Details. Normalerweise war ich fasziniert,
wenn so etwas passierte, aber ich wollte mich darauf
konzentrieren, die richtigen Sportresultate zu erhalten."
"Hier nahmen die Dinge eine neue Richtung," sagte ich. "Etwa die
letzte Woche hatte ich Schwierigkeiten die Resultate zu sehen. Ich
konnte die Seite sehen, hatte aber Probleme die Ergebnisse zu
sehen. Es war, als ob jemand seine Daumen über die Ergebnisse
gelegt hätte. Als ich meine Aufmerksamkeit auf eine andere Stelle
der Ergebnisseite lenkte, folgte dem eine dunkle Stelle. Ich hatte
immer noch Erfolg, aber es benötigte viel Zeit und Konzentration.
Ich dachte, dass sind nur meine eigenen Zweifel, die dort stören,
was nicht ungewöhnlich ist. Es wurde jeden Tag schwieriger und
schwieriger und ich bemühte mich jeden Tag mehr. Ich ließ nicht
zu, dass ein kleines Problem wie dieses, meine ganzen
Errungenschaften zerstörte. Ich dachte, dass ich die letzten
Wochen etwas nachlässig geworden bin und nicht tief genug in
meinen Meditationen ging. Also bemühte ich mich jedes Mal sehr,
wenn ich anfing zu meditieren, noch tiefer zu gehen. Während
dieser Zeit kaufte ich ein paar Ohrenschützer ... die Art, die
Bauarbeiter tragen, wenn sie an lauten Maschinen arbeiten. Die
Ohrenschützer machten einen großen Unterschied in meiner
Fähigkeit mich zu konzentrieren. Ich hatte auch eine Schlafmaske
gekauft, um sie mir auf meine Augen zu setzen. Mit der
Schlafmaske und den Ohrenschützern war es mir möglich, viel
tiefer zu gehen, ohne gestört zu werden. Ich benutze sie heute
noch, weil, wenn jemand die Tür knallt oder etwas fallen lässt,
werde ich nicht aus welchem Stadium ich auch immer sein mag,
herausgerissen."
"6. November," Ich machte eine Pause um an meiner Zigarette zu
ziehen. "An diesem Tag ging die Scheiße los."
"Ich bin nicht blind. Ich sah es kommen, aber das hatte ich nicht
erwartet."
Ich konnte an Dannys Gesicht sehen, das dies ihn nervös machte.
"Wisst ihr was, mir fällt gerade ein, dass ich vergessen habe Euch
etwas zu sagen! Es ist ein großes Stück des Puzzles. Ich denke es
ist einer der Hauptschlüssel."
"Bist Du verrückt?" fragte Danny. "Du lässt uns so gespannt
hängen?"
Sie lachte. "Gib ihm noch ein Schuss von dem guten Stoff. Das hält
seine Lippe in Bewegung."
"Gebt mir noch eine Minute, das ist wirklich wichtig," sage ich
genau wissend, dass Danny irritiert war, wahrscheinlich weil er
dachte, dass dies etwas mit der Lotterie zu tun hatte und er
überlegte, er würde nicht in der Lage sein, es zu versuchen.
Er stieg vom Hocker, nahm ein Glas, warf einige Eiswürfel hinein,
nahm die Flasche und goss das Glas ganz voll.
Sie lachte.
Er stellte das Glas vor mich hin und die geöffnete Flasche daneben.
"Hier, nun lasst uns diese Lippen sich bewegen sehen!" Er setzte
sich wieder auf seinen Hocker.
Ich dachte bei mir, ‚Ich weiß nicht, was für ein Spiel das Universum
gerade spielt, aber ich werde es herausbekommen, bevor die Nacht
vorüber ist.' Ich schaute über meine Schulter, um zu sehen, ob der
alte Mann immer noch am Tisch saß. Er war da. Er hatte sich nicht
einen Zentimeter bewegt, noch hat irgendjemand versucht, ihn zu
bedienen. Das war seltsam. Ich wollte etwas sagen, entschied mich
aber dafür, ihn in Ruhe zu lassen und zu sehen, was passiert.
Ich wandte mich zu Neena. "Drei Wochen nachdem ich das erste
Mal in der Lottiere gewann, dachte ich, es wäre eine gute Idee in
die Zukunft zu reisen, um zu sehen, was mein Zukunftsselbst
macht. Ich dachte, wenn ich in die Zukunft reisen kann, um die
Sportergebnisse zu sehen, kann ich auch dorthin reisen, um zu
sehen, wie meine Zukunft aussieht. Ich benötigte drei oder vier
Versuche, genau kann ich mich nicht erinnern, aber immerhin
schaffte ich es."
"Ich fand das heraus, als ich in die Zukunft schauen wollte, es kann
eine Weile dauern, bis das Bild in meinem Kopf komplett
vorhanden ist. Zuerst sah ich was, dass so aussah wie ich selbst im
Liegestuhl vor einer Feuerstelle liegend. Als nächstes bildeten sich
etwas Gras und einige Bäume und verschiedene andere Dinge. Ich
dachte erst, er sitzt vielleicht irgendwo im Wald. Aber dann
erschien 5 bis 10 Meter hinter ihm eine Blockhütte oder ein
Sommerhaus. Ich schaute direkt auf mein Zukunftsselbst als ich
bemerkte, dass er mich anstarrte und gleichzeitig sah ich, dass ein
Engel in einem anderen Liegestuhl bei ihm saß. Ich versuchte
meine Vision klarer zu machen und alles zu entfernen, was
möglicherweise von meiner Einbildung beeinflusst wurde.
Gleichzeitig versuchte ich mein Wahrnehmungsvermögen zu
verbessern, mein Zukunftsselbst deutete auf mich, schaute zum
Engel und dann wieder zu mir und sagte, ‚Ich kann nicht glauben,
dass er es endlich geschafft hat!' Beide fingen an laut zu lachen."
"Aus irgendeinem Grund konnte ich mich nicht dort halten und
wurde sofort in meinen normalen Wach-Zustand zurück geholt. Ich
setzte mich in meinem Bett auf und dachte für eine Weile darüber
nach. Ich entschied mich, dass ich mir das alles nur vorgestellt
hätte, oder zumindest einen Teil davon. Ich entschied, es
irgendwann später noch einmal zu versuchen, habe aber nie mehr
die Chance erhalten."
Die Spaß-Karte
Ich nenne sie die Spaß-Karte auch wenn es kein Spaß ist. Sie ist
der Grund, warum ich dieses Spiel nie spielen wollte. Ich fand
dieses Spiel, als ich noch ziemlich jung was und zur selben Zeit
erkannte ich, dass ich eine dieser Karten hatte. Das kann ein
richtiges Problem werden, ganz besonders, wenn Du sie nicht
verstehst. Ich habe eine Menge Leute gesehen, die diese Karte
hatten und habe die Probleme gesehen, die diese Karte hervorruft.
Einer der größten Kernpunkte dieser Karte ist, dass Du keine
Chance hast. Das Universum gibt Dir eine, das ist es dann. Du
kannst sie nicht ablegen. Du kannst nicht wegrennen und Du
kannst Dich nicht verstecken und es gibt keinen Weg, sie zu
bekämpfen. Ich glaube es gibt eine Wahl, aber die wird von
Deinem höheren Selbst getroffen. Ist diese Entscheidung gefällt,
fertig! Diese Karte kann verschiedene Aspekte für verschiedene
Leute haben, aber hauptsächlich, diese Karte spielt Dich. Du spielst
nicht sie. Du fragst Dich bestimmt, was tut diese Karte? Wenn Du
eine dieser Karten hast, wirst Du, so oder so, dahin gebracht etwas
im diesem Leben zu tun, das einen Unterschied macht.
Unglücklicherweise kann ich das nicht näher für Euch erklären.
Viele Jahre her, ging ich zu einer begnadeten Person um ihre Hilfe
zu erbitten. Ich fragte sie, "Was ist los mit meinem Leben? Ich
versuche in eine bestimmte Richtung zu gehen und es sieht so aus,
als ob das Universum mich in eine andere Richtung wirft. Wie kann
ich das bekämpfen?" Sie sagte, "Du hast die Karte, und Du weißt
es, aber Du hast Dich entschieden zu kämpfen und Du wirst
verlieren! Es gibt nichts, was ich für Dich tun kann." Ich war
wütend und antwortete, "Ich werde bis zum Ende kämpfen. Ich
stehe dagegen und werde gewinnen." Als ich raus ging, hörte ich
sie sagen; "Du wirst verlieren."
Du fragst Dich sicher, warum jemand diese Karte bekämpfen will.
Um ganz ehrlich zu sein, es gibt nur wenige Leute, die diese Karte
haben und sie nicht bekämpfen.
Warum? Weil diese Karte führt Dich, wie es aussieht, auf total
unlogische Pfade, Du wirst in Richtungen gelenkt, die absolut
keinen Sinn machen. Diese Karte ist keine Landkarte; alles was Du
siehst ist eine Anweisung. Es wird Deinen Glauben zu einer
absoluten Grenze treiben, oder darüber hinaus. Warum? Es würde
für mich zu lange dauern, es zu erklären, und ich bin mir auch
nicht sicher, ob meine Theorie richtig ist. Ich kann Euch einen
Hinweis geben: Wenn Ihr dieses Buch fertig gelesen habt, schaut
an, wie sich Euch alles entfaltet hat, und Ihr werdet sehen, dass
dieses Buch meine Karte ist, und das Spiel ist noch nicht zu Ende.
Wie weißt Du, ob Du so eine Karte hast? Hier einige Hinweise:
Erstens: Du wirst irgendwie fühlen, dass Du etwas nützlicheres mit
Deinem Leben tun musst oder dass da etwas wichtigeres gibt als in
den Tag hinein zu leben, aber Du weißt nicht, was es ist.
Zweitens: Du hast die Empfindung, dass Du dringend etwas tun
müsstest, aber Du weißt nicht was.
Drittens: Irgendwie wirst Du in bestimmte Richtungen geschubst
und wenn Du versuchst, in eine andere Richtung zu gehen, bricht
die Hölle los.
Viertens: Du fühlst Dich, als ob Du immerwährend nach etwas
suchst oder Du nach etwas Verlangen hast, aber Du bist Dir nicht
sicher, nach was.
Nun, nimm Dir einen Moment Zeit und werde ganz ruhig. Denke
nach. Hast Du eine dieser Karten?
Erspare Dir die Qual sie zu bekämpfen.
Ich war dort, hab es getan, hat mir nicht gefallen.
P.S.: Die Karte kann auch zeitversetzt agieren. In anderen Worten,
sie ist da, aber hat noch nicht die volle Wirkung, aber die
Auswirkungen werden von der Person, die diese Karte hat, schon
gefühlt.
Der Spielleiter
Die Spieler
Die Autoren
Die Leser
Alle sind im Spiel.
Kapitel Zwölf
"Bevor ich Euch den Rest erzähle," sagte ich, "müsst Ihr verstehen
das am 6. November mein ganzes Leben total umgekrempelt
wurde. Auch wenn ich mich fast an alles erinnern kann, könnten
einige Sachen nicht korrekt sein, oder in der Reihenfolge, in der sie
sich ereigneten."
"Er hält uns hin, oder irre ich mich?" fragte Danny Neena.
"Oh, er hält uns hin, spitzenmäßig," sagte sie.
"Nein, nicht wirklich," antwortete ich. "Ich versuche nur alle
Optionen offen zu halten, ich möchte absolut keine
Missverständnisse aufkommen lassen."
Sie saßen ruhig da und starrten auf mich. Es sah fast so aus, als
wollten sie, dass ich mich schuldig fühlte. Als würde das
funktionieren? Ein seltsamer Schaudern lief mir den Rücken hoch
und oben aus dem Kopf heraus. Ich hatte das komische Gefühl, das
ich eventuell mein Glück herausforderte.
"Normalerweise gehe ich ziemlich früh am Morgen zum Laden, um
die Ergebnisse und die Liste der Tagesspiele zu holen. Aber ich
hatte nach einer ruhelosen Nacht verschlafen. Ebenso hatte ich aus
irgendeinem Grunde das Gefühl, dass ich es heute nicht tun wollte.
Irgendetwas war mit mir nicht in Ordnung. Nach dem Mittagessen
ging ich mit Rudy spazieren und auf dem Rückweg vom Park
gingen wir in einen Laden, um die Sportinformationen zu holen. Ich
hatte noch eine Menge Zeit, da die Wetten bi